Nach einer Farb-Aktion an drei öffentlichen Brunnen in Fürth hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen. Am Dienstagmorgen war das Wasser der Anlagen neongrün verfärbt worden. Die Polizei prüft nun einen Zusammenhang mit einer früheren Protestaktion von Klimaaktivisten in der Region und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.
Grüne Farbe in drei Brunnen
Eine Passantin entdeckte die auffällige Verfärbung zufällig gegen 9.30 Uhr. Das Wasser des Gauklerbrunnens am Fürther Obstmarkt leuchtete neongrün. Eine daraufhin eingeleitete Überprüfung ergab, dass noch zwei weitere Brunnen im Stadtgebiet betroffen waren. Dabei handelt es sich um den Paradiesbrunnen in der Königswarterstraße und das Fontänenfeld in der Fußgängerzone in der Fürther Innenstadt. Als vorsorgliche Maßnahme wurde das Wasser aus allen drei betroffenen Anlagen abgelassen.
Zusammenhang mit früherer Protestaktion?
Das Fachkommissariat der Fürther Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Im Fokus steht dabei ein möglicher Zusammenhang mit einer Protestaktion, die bereits im Mai stattfand. Seinerzeit hatte die Gruppe Extinction Rebellion bundesweit und auch in der Region Nürnberg/Fürth Brunnenwasser mit dem als ungiftig geltenden Farbstoff Uranin eingefärbt. Ziel der damaligen Aktionen war es laut der Gruppe, gegen die Gas- und Klimapolitik der Bundesregierung zu demonstrieren.
Polizei sucht Zeugen
Die Ermittler bitten nun Zeugen, die am Dienstagmorgen oder in der Zeit davor verdächtige Beobachtungen im Bereich der betroffenen Brunnen gemacht haben, sich zu melden. Hinweise nimmt der Polizeidauerdienst unter der Telefonnummer 0911 2112-3333 entgegen.
"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!
