Feuerwehrauto fährt durch einen abgebrannten Bereich im Wald
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Einsatzkräfte vor Ort in Waldaschaff
Bildrechte: Ralf Hettler
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Einsatzkräfte vor Ort in Waldaschaff

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Flächenbrand in Waldaschaff: Ermittlungen zur Ursache laufen

Flächenbrand in Waldaschaff: Ermittlungen zur Ursache laufen

In Waldaschaff ist der große Flächen- und Waldbrand inzwischen gelöscht, doch die Einsatzkräfte bleiben vor Ort. Auch weitere Feuer in Unterfranken haben die Rettungsdienste am Wochenende beschäftigt.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Mainfranken am .

Der Flächen- und Waldbrand bei Waldaschaff im Landkreis Aschaffenburg ist nach Angaben der Kreisbrandinspektion gelöscht. Der großangelegte Einsatz zur Bekämpfung des Feuers wird seit Sonntagabend schrittweise zurückgefahren. Die Feuerwehr kontrolliert das Gebiet weiter, um verbliebene Wärmequellen frühzeitig zu erkennen.

Großeinsatz im schwierigen Gelände

Seit Samstagnachmittag waren rund 1.000 Einsatzkräfte im Einsatz. Große Hitze, Trockenheit, Wind und schwer zugängliches Gelände mit tief im Waldboden liegenden Glutnestern erschwerten die Löscharbeiten, teils mussten diese mit Baggern freigelegt werden. Insgesamt wurden sieben Feuerwehrleute und eine Passantin leicht verletzt, alle wurden ambulant versorgt.

Ermittlungen zur Brandursache laufen

Die Polizei ermittelt bereits zur Brandursache, eine vorsätzliche Brandstiftung wurde ausgeschlossen. Die Brandfahnder des zuständigen Kommissariats der Kriminalpolizei Aschaffenburg setzen ihre Ermittlungen am heutigen Montag fort.

Unterstützung aus der Luft und Sperrung des Waldgebiets

Bis in den frühen Sonntagabend unterstützten zwei Polizeihubschrauber aus Bayern und Hessen die Löscharbeiten aus der Luft, begleitet von Flughelfern der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg und der Feuerwehr Aschaffenburg. Am Sonntagnachmittag kamen zusätzlich 86 Kräfte aus dem Landkreis Main-Spessart, auch die Bayerischen Staatsforsten waren vor Ort und fällten umsturzgefährdete Bäume. "Das betroffene Waldgebiet darf weiterhin keinesfalls betreten werden. Es besteht Lebensgefahr", warnt die Feuerwehr.

Zwischenzeitlich Evakuierungen in Waldaschaff

Das Feuer bei Waldaschaff war am Samstag ausgebrochen und hatte sich rasch zu einem Brand auf einer Fläche von etwa 30 Hektar ausgedehnt. Es konnte verhindert werden, dass die Flammen auf Wohnhäuser und einen nahe gelegenen Waldkindergarten übergreifen. Vorsorglich mussten zeitweise rund 80 Menschen ihre Häuser verlassen. Sie wurden in der Waldaschaffer Sporthalle untergebracht und konnten später zurückkehren.

Weitere Waldbrände in Unterfranken

Zwei weitere Brände beschäftigten am Wochenende in Unterfranken die Feuerwehren. Mehr als 450 Einsatzkräfte waren Samstagmittag in Rechtenbach (Landkreis Main-Spessart) im Einsatz. Dort breitete sich ein Feuer auf rund 6.500 Quadratmetern Fläche aus. Die nahe gelegene Bundesstraße 26 musste zeitweise gesperrt werden. Unwegsames Gelände in Hanglage erschwerte auch hier den Einsatz. Zwei Feuerwehrmänner erlitten Kreislaufprobleme und wurden medizinisch versorgt. Aufwendige Nachlöscharbeiten dauerten bis zum Abend. In der Nacht folgten Kontrollen.

Außerdem hatte am Freitagabend bei Rothhausen im Landkreis Rhön-Grabfeld ein Waldstück auf einer Fläche von rund einem Hektar gebrannt. Auch dieser Brand hat die Einsatzkräfte lange gebunden. Seit Samstagmittag ist das Feuer dort gelöscht.

Brandgeruch nicht wegen Feuer in Waldaschaff

Die Integrierten Leitstellen (ILS) Untermain und Schweinfurt teilen mit, dass sich seit Sonntagnachmittag vermehrt Bürgerinnen und Bürger wegen Brandgeruch und Rauchwolken melden.

Alexander Herzing von der ILS Untermain erklärt, dass der Geruch und die Wolken nicht mit dem Brand in Waldaschaff vom Wochenende zusammenhängen. Ursache sind demnach die Brände in Belgien und Nordrhein-Westfalen. Wegen der Inversionswetterlage sei deshalb am Untermain Brandgeruch wahrzunehmen. Es gehe keine Gefahr für die Bevölkerung aus. "Den Notruf sollte man nur wählen, wenn man Rauchwolken oder ein Feuer sieht", sagt Herzing.

Auch bei der ILS Schweinfurt wurden am Sonntag vermehrt Fälle von Geruchsbelästigung gemeldet. Vor allem im Sinntal, an der hessisch-bayerischen Landesgrenze, sei ein leichter Schleier und Brandgeruch präsent gewesen. Inzwischen hat es abgenommen. In Würzburg seien keine Auffälligkeiten bekannt. Auch dort hatten sich am Wochenende Bürgerinnen und Bürger bei der ILS gemeldet.

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