Der Angeklagte sitzt mit einem Ordner vor dem Gesicht vor Beginn des Prozesses wegen Mordes an seiner Großmutter im Gerichtssaal im Landgericht München.
Der Angeklagte sitzt mit einem Ordner vor dem Gesicht vor Beginn des Prozesses wegen Mordes an seiner Großmutter im Gerichtssaal im Landgericht München.
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Der Angeklagte sitzt mit einem Ordner vor dem Gesicht vor Beginn des Prozesses wegen Mordes an seiner Großmutter im Gerichtssaal.
Bildrechte: picture alliance/dpa | Felix Hörhager
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Der Angeklagte sitzt mit einem Ordner vor dem Gesicht vor Beginn des Prozesses wegen Mordes an seiner Großmutter im Gerichtssaal.

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Fluchtversuch: Mann will nach Mordurteil aus Fenster springen

Fluchtversuch: Mann will nach Mordurteil aus Fenster springen

Tumult im Gerichtssaal: Nach seiner Verurteilung wegen Mordes an seiner Großmutter hat ein Angeklagter in München versucht, durchs Fenster zu fliehen. Polizisten stürzten sich gerade noch rechtzeitig auf den Mann.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Oberbayern am .

Dramatisches Ende einer Gerichtsverhandlung: Nach seiner Verurteilung wegen Mordes an seiner Großmutter hat ein Angeklagter in München versucht, aus dem Fenster zu springen. Am Ende der Urteilsbegründung des Landgerichts München I sei der 24-Jährige aufgesprungen und habe es sogar geschafft, ein Fenster des Gerichtssaals zu öffnen, sagte ein Gerichtssprecher. Er sei aber unmittelbar von anwesenden Polizeibeamten überwältigt und abgeführt worden. 

Wie die "Bild"-Zeitung [externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt] berichtet, kam es beim Fluchtversuch zu tumultartigen Szenen im Gerichtssaal. Insgesamt drei Polizisten hätten sich auf den Verurteilten gestürzt und ihn auf dem Boden fixiert. Ansonsten wäre der Mann vom Gerichtssaal im Erdgeschoss zumindest in den Innenhof gelangt, hieß es.

Enkel wegen Mordes an seiner Großmutter verurteilt

Das Gericht hatte den Mann zuvor für den Mord an seiner Großmutter zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Mann im März 2025 seine Oma erwürgt hatte, dann versuchte, ihren Suizid vorzutäuschen und ihr Bankschließfach leerzuräumen. Dort verwahrte die Seniorin neben Schmuck rund 69.000 Euro und 20.000 US-Dollar. Damit habe er seine Flucht finanzieren wollen. Doch der Plan misslang. 

Als Mordmerkmal sah das Gericht Heimtücke, weil die Frau nicht damit rechnete, von ihrem Enkel angegriffen zu werden. Die Staatsanwaltschaft war zunächst in ihrer Anklage auch noch von Habgier ausgegangen, weil die 76-Jährige mit Kontaktabbruch gedroht hatte und der Angeklagte somit fürchten musste, von ihr keine finanzielle Unterstützung mehr zu bekommen.

24-Jähriger wollte Suizid der Seniorin vortäuschen

Der junge Mann selbst hatte gestanden, seine Großmutter getötet zu haben. Er gab aber an, im Affekt gehandelt zu haben, weil seine Oma ihn immer wieder niedergemacht und ihn am Tattag "zehn Minuten lang angeschrien, beleidigt" habe. Das glaubte ihm das Gericht so nicht. Der 24-Jährige hatte versucht, die Tat zu verschleiern, indem er seiner toten Großmutter Schnittverletzungen zufügte, ihre Leiche in die Badewanne legte und so ihren Suizid vortäuschen wollte. Die Putzfrau der Frau fand die Tote tags darauf. Die Ermittler gingen bald von einem Tötungsdelikt aus. Nach einigen Tagen wurde der Enkel unter Tatverdacht in einem Münchner Hotel festgenommen.

Mit Informationen von dpa

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