Gebäude der Garmischer Jugendherberge von außen
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Außen Beton, Glas und Holz - innen vegetarische Küche: Die moun10-Jugendherberge in Garmisch
Bildrechte: Deutsches Jugendherbergswerk
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Frühstück fleischlos: Bayerns erste vegetarische Jugendherberge

Frühstück fleischlos: Bayerns erste vegetarische Jugendherberge

In Garmisch-Partenkirchen gibt es die erste rein vegetarische Jugendherberge Bayerns. Das "moun10" hat sein Angebot komplett umgestellt und bietet ausschließlich fleischlose Speisen an. Und es kommt auch mehr Handgemachtes aufs Buffet.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Oberbayern am .

Die Jugendherberge "moun10" in Garmisch-Partenkirchen setzt ab sofort auf rein vegetarische Produkte. Das hat das Deutsche Jugendherbergswerk dem BR bestätigt. In dem Hostel in der Nähe des Bahnhofs wird außer Übernachtungen auch ein Frühstücksbuffet für die Gäste angeboten. Das gibt es ab sofort ohne Fleisch und Wurst. Damit sieht sich das das "moun10" als bundesweiter Vorreiter. Es ist nach eigenen Angaben auch die erste Jugendherberge im Landesverband Bayern, die vollständig auf ein vegetarisches Ernährungskonzept umstellt.

Nur wenige vermissen Fleischprodukte

Der Leiter des Hauses, Kevin Kirschke, sagt, seine Küche habe lange an neuen Rezepturen getüftelt, etwa für vegetarische Aufstriche, Gemüsesnacks oder Dips. Das fleischlose Frühstück wurde über mehrere Monate an Gästegruppen getestet. Das Ergebnis: Nur wenige hätten Fleischprodukte vermisst. Die kreativen Rezepturen hätten sowohl Schulklassen als auch Familien und Freizeitgruppen überzeugt, heißt es beim Deutschen Jugendherbergswerk.

In Garmisch-Partenkirchen bezeichnet Jugendherbergsleiter Kirschke das Verpflegungskonzept als "Next Generation Green Cuisine" und als "kostenloses upgrade für alle Gäste", das genau in das nachhaltige Unternehmenskonzept des Landesverbands passe.

Nachhaltigkeit als Handlungsmaxime

Das Jugendherbergswerk Bayern verfolgt nach eigenen Angaben seit mehr als zehn Jahren ein Konzept, das sich an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen orientiert - nicht nur beim Thema Verpflegung, sondern auch bei Energieversorgung oder Bildungsangeboten. Im Lauf der nächsten Monate und Jahre sollen andere Häuser dem Garmischer Vorreiter folgen. So könnten demnächst die Herbergen in Oberstdorf im Allgäu, Possenhofen am Starnberger See und Wunsiedel auch umstellen, so Pressesprecher Marko Junghänel.

Kosten bleiben gleich

Mit der Umstellung auf ein rein vegetarisches Angebot sinken allerdings nicht die Preise, sie bleiben lediglich gleich. Man spare zwar einerseits die Kosten für den Kauf von Fleisch und Wurst. Die Aufstriche und Dips, die angeboten werden, seien dafür handgemacht. Dadurch würden sich die Personalkosten leicht erhöhen, so Junghänel.

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