Eine palästinensische Flagge ist auf einem Fischerboot zu sehen, als palästinensische Aktivisten gegen die israelische Seeblockade im Gazastreifen protestieren. Das Bild ist aus dem Jahr 2018.
Eine palästinensische Flagge ist auf einem Fischerboot zu sehen, als palästinensische Aktivisten gegen die israelische Seeblockade im Gazastreifen protestieren. Das Bild ist aus dem Jahr 2018.
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Dogan war Teil einer Gaza-Hilfsflotte mit 50 Booten, die versucht hatte, die israelische Seeblockade zu durchbrechen. (Symbolbild)
Bildrechte: picture alliance / Wissam Nassar/dpa | Wissam Nassar
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Dogan war Teil einer Gaza-Hilfsflotte mit 50 Booten, die versucht hatte, die israelische Seeblockade zu durchbrechen. (Symbolbild)

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Gaza-Hilfsflotte: Aschaffenburger Künstler wieder freigelassen

Gaza-Hilfsflotte: Aschaffenburger Künstler wieder freigelassen

Nach seiner Verhaftung durch das israelische Militär ist der pro-palästinensische Aktivist Engin Dogan aus Aschaffenburg wieder zu Hause. Der bekannte Streetart-Künstler gehörte zu einer Gaza-Hilfsflotte. In einem Video berichtet er von Gewalt.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Mainfranken am .

Der Aschaffenburger Streetart-Künstler und pro-palästinensische Aktivist Engin Dogan ist nach seiner Festnahme durch das israelische Militär wieder zurück in Deutschland. Der 42-Jährige war mit einer internationalen Gaza-Hilfsflotte unterwegs, als er am 18. Mai im östlichen Mittelmeer an Bord eines der Schiffe festgesetzt wurde.

Bei Ankunft am Flughafen mit verletztem Bein

In einem Video, das Dogan am 24. Mai bei seiner Ankunft am Frankfurter Flughafen in den sozialen Netzwerken veröffentlichte, ist er im Rollstuhl mit eingegipstem Bein zu sehen. Die Umstände seiner Verletzung sind bislang nicht näher bekannt. Er selbst spricht von Bedrohungen, Misshandlungen und Gewalt durch israelische Soldaten während und nach der Festnahme.

Der Aktivist war Teil einer Flotte von mehr als 50 Booten, die nach Angaben der Organisatoren die israelische Seeblockade des Gazastreifens durchbrechen und Hilfsgüter in das Kriegsgebiet bringen wollte.

Gaza-Hilfsflotte wollte Blockade durchbrechen

Die Flotte war in der Südtürkei gestartet, um Hilfsgüter für die Bevölkerung in den Gazastreifen zu bringen. In den frühen Morgenstunden des 18. Mai stoppte das israelische Militär nach eigenen Angaben einen Großteil der Schiffe im östlichen Mittelmeer.

Die Organisatoren sprechen von mehr als 50 abgefangenen Booten. Nach Angaben des israelischen Außenministeriums wurden rund 430 Aktivisten aus 54 Ländern zunächst auf israelische Schiffe und dann nach Israel gebracht, wo sie ihre Konsularvertreter treffen sollten.

Proteste und Solidarität in Aschaffenburg

In Aschaffenburg ist Dogan vor allem durch das Ernst-Ludwig-Kirchner-Mural am Hauptbahnhof bekannt. Nach dem Bekanntwerden seiner Festnahme gab es in der Stadt eine Protestaktion. Der Stadtverband der Linken forderte das Auswärtige Amt auf, sich unmittelbar für die sofortige Freilassung des Aschaffenburger Bürgers einzusetzen.

Video des israelischen Polizeiministers löst internationale Kritik aus

Für zusätzliche Spannungen sorgte ein Video des israelischen Polizeiministers Itamar Ben-Gvir. Darauf sind festgesetzte Gaza-Aktivisten zu sehen, die mit auf dem Rücken gefesselten Händen und gesenkten Köpfen auf dem Boden knien, während der rechtsextreme Politiker mit einer israelischen Flagge an ihnen vorbeigeht und sie verhöhnt.

Frankreich, Spanien, Portugal, die Niederlande und Kanada bestellten aus Protest den israelischen Botschafter ein. Die Bundesregierung, Italien und die EU-Kommission verurteilten Ben-Gvirs Auftreten als inakzeptabel.

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