Eine Schülerin wird in der Turnhalle einer Schule geimpft.
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(Symbolbild) Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach ist für HPV-Impfaktionen an Schulen.
Bildrechte: picture alliance / ANP/ MARCO DE SWART
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Gerlach wirbt für HPV-Impfungen an Schulen

Gerlach wirbt für HPV-Impfungen an Schulen

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach spricht sich nach erfolgreichen Modellprojekten für HPV-Impfaktionen an Schulen aus. Ziel ist es, die Impfquoten zu erhöhen und das Angebot insbesondere in Regionen mit niedrigen Impfquoten auszubauen.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) spricht sich für HPV-Impfaktionen an Schulen aus. Im Kampf gegen bestimmte Krebsarten setze sie verstärkt auf Schul-Impfungen gegen Humane Papillomviren (HPV), teilte ihr Ministerium am Sonntag in München mit. Zwei Modellprojekte an Schulen in Rosenheim und im Kreis Aschaffenburg verliefen laut Gerlach erfolgreich. Das sei "ein Startsignal" für weitere Gesundheitsämter, ebenfalls Impfaktionen an Schulen anzubieten.

Modellprojekte sollen Vorbild sein

Ziel der Modellprojekte war, das Impfangebot in Regionen mit niedrigen HPV-Impfquoten niedrigschwellig zu gestalten und Erfahrungen für weitere Schul-Impfaktionen zu sammeln. Gerlach zeigte sich erfreut über die "gute Impfbereitschaft" bei den Aktionen. Das sei durch Aufklärung im Vorfeld und eine unkomplizierte Anmeldung erreicht worden. Besonders freue sie, dass auch Buben und junge Männer erreicht wurden – fast ebenso viele wie Mädchen und junge Frauen.

An den Aktionen beteiligten sich das Karolinen-Gymnasium in Rosenheim und die Edith-Stein-Realschule in Alzenau (Landkreis Aschaffenburg). Die Impfungen wurden nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Schülerinnen und Schüler der fünften bis elften Jahrgangsstufe angeboten. Die meisten Impfungen waren Erstimpfungen, Folgeimpftermine sind bereits geplant.

Impfquoten liegen deutlich unter dem WHO-Ziel

HPV gehört zu den Erregern, die häufig unterschätzt werden, aber schwerwiegende Folgen haben können. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) erkranken in Deutschland jedes Jahr rund 3.000 Männer und 7.450 Frauen an Krebs infolge einer HPV-Infektion. Den größten Anteil macht Gebärmutterhalskrebs aus.

Im Kreis Rosenheim waren laut RKI im Jahr 2024 lediglich 39 Prozent der 15-jährigen Mädchen vollständig gegen HPV geimpft, bundesweit lag die Quote bei 55 Prozent. Bei den Jungen betrug die Impfquote im Kreis Rosenheim 17 Prozent, bundesweit 36 Prozent. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) strebt eine Impfquote von 90 Prozent an. Auch in der Region Aschaffenburg sind die Impfquoten den Angaben zufolge noch zu niedrig.

Mit Informationen von dpa und AFP.

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