Durch gezielt aufgestellte Fahrräder mit GPS-Sendern ist die Polizei in der Oberpfalz mehreren mutmaßlichen Fahrraddieben auf die Spur gekommen. Wie das Polizeipräsidium mit Sitz in Regensburg am Donnerstag mitteilt, wurden insgesamt fünf Tatverdächtige festgenommen. Es handelt sich demnach um Personen aus der lokalen Drogenszene, aber auch um überregional agierende Täter.
Ein Verdächtiger ist in Untersuchungshaft
Einer der fünf Verdächtigen sitzt nun in Untersuchungshaft. Der 47-Jährige soll in Weiden und im Kreis Schwandorf gleich zweimal mit GPS-Sendern ausgestattete Fahrräder geklaut haben. Bei Durchsuchungen fanden die Beamten mehrere hochwertige Pedelecs und Fahrradteile wie Lenkstangen, Reifen oder Computer.
"Durch die Möglichkeit, entwendete Fahrräder unmittelbar nach der Tat zu orten, können Tatverdächtige schneller identifiziert werden", so die Polizei. Diebe sollen so abgeschreckt werden und gestohlene Räder zurück zu ihren Besitzern gelangen. "Die Polizei Oberpfalz setzt ein klares Zeichen gegen Fahrraddiebstahl", wird Polizei-Vizepräsident Erwin Frankl in der Mitteilung zitiert.
Tausende Fahrräder werden jedes Jahr gestohlen
Seit fünf Monaten setzt das Polizeipräsidium Oberpfalz laut eigener Aussage die Präventionsfahrräder mit GPS-Sendern ein – unter anderem in Regensburg und Weiden. Die Maßnahmen werden fortgesetzt, heißt es.
Allein in Niederbayern und der Oberpfalz wurden im vergangenen Jahr fast 3.000 Räder gestohlen. Die Dunkelziffer liegt höher, da viele Fahrraddiebstähle nicht angezeigt werden. Neben Gelegenheitstätern sind laut Polizei immer mehr Banden unterwegs, die arbeitsteilig und organisiert vorgehen.
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