Archivbild von 2023: Stromausfall in mehreren Stadtteilen Nürnbergs
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Größte Katastrophenschutzübung der Nachkriegszeit in Nürnberg

Größte Katastrophenschutzübung der Nachkriegszeit in Nürnberg

Blackout in Nürnberg – wenn auch nur fiktiv: Was passiert, wenn plötzlich der Strom ausfällt und überall alles stillsteht und dunkel ist? Das zeigte sich bei der größten Katastrophenschutzübung der Nachkriegszeit in der Frankenmetropole.

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Mit der größten Katastrophenschutzübung in ihrer Nachkriegsgeschichte hat sich die Stadt Nürnberg auf einen flächendeckenden Stromausfall vorbereitet. Rund 950 Einsatzkräfte probten, wie sie bei einem möglichen umfassenden Blackout vorgehen. Sowohl Mitglieder der Blaulichtorganisationen als auch die Behörden waren eingebunden. Mit der Vorbereitung, Organisation und Durchführung dieser Katastrophenschutzvollübung war die Feuerwehr Nürnberg mehr als ein Jahr beschäftigt.

Umfassender Blackout: Licht, Telefon, Tankstellen außer Betrieb

Unter dem Titel "Black Noris 2026" wurde bei dem Übungsszenario der Zusammenbruch des Stromnetzes in der ganzen Stadt simuliert, heißt es in einer Mitteilung aus dem Nürnberger Rathaus. Der Blackout hatte für die Beteiligten als Konsequenz, dass Licht, Telefone, Haushaltsgeräte, Geldautomaten und Tankstellen außer Betrieb waren.

Am Campus Süd des Klinikums Nürnberg wurde für einige Stunden tatsächlich der Strom abgestellt und die Notstromversorgung in Betrieb genommen. Die Patienten waren im Vorfeld informiert worden.

Stromausfallübung mit Schauspielern

Die Übung fand an rund 50 dezentralen Standorten im Stadtgebiet statt und stellte damit eine in dieser Form einzigartige Simulation einer Großschadenslage dar, so die Stadt. Eine zusätzliche Herausforderung bei der Übung stellte der Einsatz von rund 150 Schauspielern dar, die realitätsnah Bürger mit unterschiedlichen Anliegen verkörperten.

Netz aus Notfall-Leuchttürmen

Zentrales Element bei einem Blackout ist laut der Stadt Nürnberg ein Netz aus 43 Notfall-Leuchttürmen. Diese sollen im Ernstfall den Ausfall des Notrufsystems kompensieren, damit Bürger auch im Krisenfall Notrufe absetzen können; umgekehrt erfolgt dort die Weitergabe von Informationen an die Bevölkerung. Die Verantwortlichen forderten die Nürnbergerinnen und Nürnberger auf, sich über die Standorte dieser Leuchttürme zu informieren.

Innenminister und OB ziehen positive Bilanz

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zog wie Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) eine positive Bilanz der Übung. "Die Stadt Nürnberg ist für einen flächendeckenden Stromausfall gut gerüstet", wird Herrmann in der Mitteilung des Rathauses zitiert. Das habe die Stadt eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Herrmann hob hervor, dass die Energieversorgung in Bayern im internationalen Vergleich sehr zuverlässig sei. Dennoch bereite sich der Freistaat Bayern auch auf flächendeckende Stromausfälle vor.

Mit Informationen von dpa

BR24 auf Instagram: Nürnberg probt den Blackout

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