Trendwende bei den Spritpreisen: Nach einer rund zweiwöchigen Talfahrt geht es nun wieder deutlich nach oben. Am Freitagmittag – kurz nachdem der Bundestag den Tankrabatt ab 1. Mai beschlossen hatte – schossen die Preise so stark nach oben wie bei noch keinem Mittagssprung seit Einführung der 12-Uhr-Regel.
Spritpreise steigen vor Steuersenkung deutlich an
Der ADAC ermittelte bei Superbenzin der Sorte E10 ein Plus von 14,1 Cent, bei Diesel von 16,3 Cent. Sowohl vor als auch nach dem Mittagssprung waren die Preise klar höher als zur jeweils gleichen Zeit am Vortag. Das deutet auf einen weiteren Anstieg im Tagesdurchschnitt hin.
Schon am Donnerstag waren die Preise gestiegen: Super E10 hatte sich im bundesweiten Tagesdurchschnitt um 1,1 Cent auf 2,074 Euro pro Liter verteuert, Diesel um 2,3 Cent auf 2,150 Euro pro Liter.
Nach Ostern waren die Spritpreise rund zwei Wochen tendenziell gefallen und hatten sich ein gutes Stück von ihren Hochs entfernt. Nun geht es in die andere Richtung. Eine Rolle dürfte dabei der Ölpreis spielen, der bei der für Europa wichtigen Sorte Brent inzwischen wieder über 100 Dollar pro Barrel (159 Liter) liegt.
ADAC: Wirkung des Tankrabatts offen
Bundestag und Bundesrat beschlossen am Freitag die Senkung der Mineralölsteuer um 17 Cent ab dem 1. Mai. Dies soll zwei Monate lang gelten.
Der ADAC begrüßte das, nannte es aber "fraglich", dass sich der Rabatt "unmittelbar und vollumfänglich" auf die Kraftstoffpreise auswirken wird. Er rechnet damit, dass die Preise erst sukzessive um den Steuerentlastungsbetrag sinken werden. Versorgungsengpässe rund um den 1. Mai hält der ADAC aber für "unwahrscheinlich".
Mit Informationen von AFP und dpa
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