Emblem Zentrale Untersuchungsstelle der Bundeswehr für Technische Aufklärung
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In Hof sitzt die "Zentrale Untersuchungsstelle der Bundeswehr für Technische Aufklärung" mit hochqualifizierten Mitarbeitern.
Bildrechte: BR/ Lorenz Storch
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In Hof sitzt die "Zentrale Untersuchungsstelle der Bundeswehr für Technische Aufklärung" mit hochqualifizierten Mitarbeitern.

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Hightech-Bundeswehr in Hof: Labor statt Exerzierplatz

Hightech-Bundeswehr in Hof: Labor statt Exerzierplatz

Die Oberfranken-Kaserne in Hof ist Stand jetzt der einzige verbliebene Standort der Bundeswehr in Oberfranken. Und ein ganz besonderer: Hier wird – streng geheim – an neuen Techniken zur Feindaufklärung geforscht.

Über dieses Thema berichtet: Frankenschau aktuell am .

Kommandos schallen über den Platz vor der Marienkirche in der Hofer Fußgängerzone. Die Hofer Soldatinnen und Soldaten sind angetreten, im Tarnanzug. Sie mussten das mit dem Gleichschritt aber vorher nochmal extra üben. Denn ihr militärischer Alltag in der Oberfrankenkaserne hat meist eher wenig von Drill auf dem Kasernenhof. "Wir sind eine technisch-wissenschaftliche Einrichtung", erklärt der Standortälteste, Oberst Torsten Grefe: "Die Hauptaufgabe ist es, technologische Ideen zu entwickeln und auch Untersuchungen durchzuführen, die direkt dem Schutz der Truppe dienen."

Lasertechnik abwehren mit Know-how aus Hof

In Hof sitzt die "Zentrale Untersuchungsstelle der Bundeswehr für Technische Aufklärung". Dort werden zum Beispiel Verfahren entwickelt, mit denen Bundeswehr-Einheiten schnell merken, wenn sie von einem Laser-Zielsystem erfasst werden – und dann Gegenmaßnahmen einleiten können. Bis zum Zusammenbruch des Warschauer Paktes und der Wiedervereinigung Deutschlands wurde die Dienststelle unter dem Namen "Fernmelde- und Radarstelle der Bundeswehr" geführt.

Weiße Kuppel am Döbraberg arbeitet noch

Am Döbraberg im Frankenwald, der auch zum Standort Hof gehört, überwacht noch heute eine Radaranlage den Luftraum, die weiße Kuppel über dem Radar ist weithin sichtbar. Und auf der Hohensaas nahe Hof messen empfindliche Instrumente elektromagnetische Strahlung, zum Beispiel von Flugzeugen. Was auch dazu dient, die eigenen Jets so zu optimieren, dass sie immer "unsichtbarer" werden.

Die Zentrale Untersuchungsstelle in Hof ist zuständig für den gesamten Weg von technisch-wissenschaftlicher Grundlagenarbeit bis hin zur praktischen Umsetzung der Ergebnisse für den Einsatz in der Bundeswehr. Sie baut Prototypen und arbeitet mit den nationalen Sicherheitsbehörden zusammen. Militärische und zivile Kompetenzen sollen dabei gebündelt werden.

Der Bundeswehr-Standort soll weiter wachsen

Seit Jahren ist am Standort Hof ein neues Laborgebäude im Bau, ebenfalls streng geheim. Es gab dabei immer wieder Verzögerungen. Stand jetzt arbeiten im Bereich der Oberfranken-Kaserne rund 500 Soldaten – viele davon hochqualifiziert, mit Ingenieuren und eigener IT-Abteilung.

Hof als Hightech-Standort der Bundeswehr in Oberfranken soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Es sind neue Stellen ausgeschrieben, die noch besetzt werden müssen. Die Gebäude in der Oberfrankenkaserne werden nach Angaben des Standortältesten laufend renoviert.

Weitere Bundeswehr-Kasernen in Oberfranken?

Beim Jubiläums-Appell für Hof ist auch Finanz-Staatssekretär Martin Schöffel (CSU) da, als Vertreter der bayerischen Staatsregierung. Die wünscht sich laut Schöffel wieder mehr Bundeswehrstandorte im Freistaat – auch wieder mehr in Oberfranken: "Wir könnten uns vorstellen, dass ein neuer Ausbildungsstandort in Oberfranken eingerichtet wird. Auch anderes wäre denkbar. Es gibt verschiedene Grundstücke, die sich bestimmt eignen würden." Bamberg zum Beispiel rechnet sich gute Chancen aus.

In Hof jedenfalls ist die Bundeswehr seit 1971 ununterbrochen präsent. Damals übernahm die Bundeswehr die Hofer Kaserne von der US-Armee. Zunächst wurde sie noch nach einem früheren Befehlshaber der Wehrmacht General-Hüttner-Kaserne genannt – seit 2013 heißt sie einfach Oberfranken-Kaserne. Die Soldaten fühlen sich nach Aussage ihres Standortältesten in der Stadt willkommen.

Zum 55-jährigen Jubiläum hat Hofs Oberbürgermeister Stefan Schmalfuß (CSU) auch eine offizielle Patenschaftsurkunde mit dem Standortkommandanten unterzeichnet. Die Feierlichkeiten zum eigentlich runderen 50-jährigen Jubiläum hatten wegen der Einschränkungen während der Corona-Pandemie ausfallen müssen.

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