ARCHIV - 20.03.2024, Bayern, Schwarzenbach An Der Saale: Eine Medizinstipendiatin kontrolliert den Blutdruck und den Puls eines Patienten (gestellte Szene). (zu dpa: «Medizinstudium ohne Spitzen-Abi - Greifswald mit eigenem Weg») Foto: Daniel Vogl/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
ARCHIV - 20.03.2024, Bayern, Schwarzenbach An Der Saale: Eine Medizinstipendiatin kontrolliert den Blutdruck und den Puls eines Patienten (gestellte Szene). (zu dpa: «Medizinstudium ohne Spitzen-Abi - Greifswald mit eigenem Weg») Foto: Daniel Vogl/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Landarzt-Mangel: Freistaat vergibt Auslandsstipendien

Landarzt-Mangel: Freistaat vergibt Auslandsstipendien

In Bayern fehlen Ärztinnen und Ärzte, vor allem auf dem Land. Der Freistaat lockt nun mit einem neuen Stipendienprogramm – wer mag, kann auch im Ausland studieren. Der Vorteil: An einigen Unis braucht es für das Studium keine Bestnoten im Abitur.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Auf der Suche nach Landärzten fördert Bayern nun auch angehende Medizinerinnen und Mediziner mit einem Studienplatz außerhalb Deutschlands. Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) teilte mit, bis zu 100 junge Menschen könnten einen Zuschuss von bis zu 10.000 Euro pro Semester für Gebühren an privaten Partnerunis im Ausland erhalten.

77 Stipendien sind noch zu haben

Für das kommende Wintersemester sind noch 77 Plätze frei. Neun Plätze davon seien für angehende Kinder- und Jugendpsychiater reserviert, da es gerade in diesem wichtigen und sensiblen Bereich an Nachwuchs fehle, so Gerlach.

Der Vorteil: An bestimmten europäischen Universitäten gibt es keinen Numerus Clausus (NC), für den Bestnoten im Abitur erforderlich sind. Wer ein Stipendium ergattert hat, erhält laut Gerlach einen Zuschuss zu den an ausländischen Hochschulen anfallenden Studiengebühren in Höhe von bis zu 10.000 Euro pro Semester.

Bewerbungsphase in Salzburg und Split

Für das Wintersemester 2026/2027 läuft nach Angaben Gerlachs die Bewerbungsphase für eine private Universität in Salzburg, die Phase für die Hochschule im kroatischen Split beginnt demnächst. Beide kooperierten mit Krankenhäusern in Bayern – eine Voraussetzung für die Förderung. Denn mindestens die Hälfte der Studienzeit müssten Stipendiatinnen und Stipendiaten am Standort der bayerischen Klinik verbringen, sagte die Ministerin. Zudem müssten sie sich verpflichten, nach Abschluss des Studiums sich zum Facharzt in Bayern weiterzubilden und danach mindestens fünf Jahre hier auch im ländlichen Raum tätig zu sein.

Mit Informationen von dpa

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