Lawinenabgang auf der "Schmugglerscharte" in Bad Hofgastein in Österreich.
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In Österreich sind am Samstag bei drei Lawinenabgängen insgesamt acht Menschen ums Leben gekommen.
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In Österreich sind am Samstag bei drei Lawinenabgängen insgesamt acht Menschen ums Leben gekommen.

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Mehrere Lawinen in Österreich: Acht Menschen sterben

Mehrere Lawinen in Österreich: Acht Menschen sterben

In den Alpen ist die Schneelage derzeit brisant. Viele Sportler gehen trotzdem ins freie Gelände, doch selbst für Geübte ist die Gefahr schwer zu erkennen. In Österreich starben am Samstag acht Menschen, als sie von Lawinen mitgerissen wurden.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-1-Nachrichten am .

Es war das in dieser Saison bisher tödlichste Lawinen-Wochenende in den Alpen. Drei Schneebretter gingen in den Bundesländern Salzburg und Steiermark nieder. Insgesamt starben acht Menschen. Sie stammten aus Tschechien und Österreich, teilte die Polizei mit. Schon am Freitag war ein Deutscher bei einer Skitour am Piz Badus in der Schweiz durch eine Lawine ums Leben gekommen.

Lawinenwarnstufe drei: Besonders tückisch

Die Bergrettung wies erneut auf die brisante Lawinenlage hin: Der Schnee im hochalpinen Gelände sei ungleich verteilt. Die Schneedecke habe eine sehr ungünstige Schichtung, sagte eine Sprecherin. Selbst für geübte Skitourengeher seien die Schneehöhen schwer erkennbar. Die Sprecherin erinnerte daran, dass bei der aktuellen Lawinenwarnstufe drei - auf einer fünfteiligen Skala - die meisten Unglücke passierten.

Diese Lawinenwarnstufe sei besonders tückisch, sagte Bergretter Gerhard Kremser der dpa. Sie erwecke offenkundig den Eindruck, dass die besonders gefährlichen Stufen vier und fünf noch nicht erreicht seien. Aber von jeder Stufe steige die Gefahr um das Doppelte. "Drei ist doppelt so gefährlich wie zwei."

Schneebrett im Großarltal reißt erfahrene Alpinisten mit

Vom folgenschwersten Unglück war eine Kursgruppe des Alpenvereins betroffen. Vier von sieben Kursteilnehmern wurden getötet: drei Männer im Alter von 53, 63 und 65 Jahren sowie eine 60-jährige Frau.

Der Kurs habe im Rahmen eines regulären Winterausbildungsprogramms des Österreichischen Alpenvereins im Großarltal im Bundesland Salzburg stattgefunden, teilte die Organisation mit. "Es war ein mehrtägiger Kurs für Tourenführer, der von einer Bergführerin geleitet wurde. Alles sehr erfahrene Leute", sagte der Sprecher des Alpenvereins, Gerald Zagler, der dpa.

"In unseren Kursen stehen Risikokompetenz und Sicherheitsbewusstsein an oberster Stelle. Dieses Unglück schmerzt zutiefst", sagte Jörg Randl, Leiter der Abteilung Bergsport des Österreichischen Alpenvereins. Die Organisation stehe in engem Kontakt mit den Behörden sowie den Angehörigen der betroffenen Personen. "Die alpine Gemeinschaft trauert mit den Angehörigen", so Wolfgang Schnabl, Präsident des Österreichischen Alpenvereins.

Weitere Lawinenabgänge im Murtal und Hofgastein

Im Bundesland Steiermark wurden im Raum Murtal drei Personen unter einer Lawine verschüttet. Für die drei Tschechen kam jede Hilfe zu spät. Die Bergung ihrer Leichen sollte am heutigen Sonntag erfolgen.

Bei Bad Hofgastein wurde eine 58-Jährige bei einer Skitour vor den Augen ihres Mannes von einer Lawine erfasst. Auch in diesem Fall konnte der Notarzt nur noch den Tod feststellen. Weitere Lawinenabgänge wurden beobachtet, ohne dass etwas passierte.

Bei den Unglücken war jeweils ein Großaufgebot an Rettern im Einsatz. Insgesamt mehr als 200 Helfer und Bergretter haben den Angaben nach geholfen, die Toten zu bergen und Verletzte in Krankenhäuser zu fliegen.

Große Lawinengefahr in den Alpen

In den Alpen ist die Lawinengefahr nach starken Schneefällen weiter hoch. Seit Ende vergangener Woche starben bereits 17 Skifahrer. Die österreichische Bergrettung spricht von einer aktuell "heiklen Lawinenlage". Das gelte für alle Gebiete oberhalb von etwa 2.000 Metern, hieß es auf der Webseite des Lawinen-Warndienstes.

Seit Tagen wird vor der Lawinen-Situation in den Alpen gewarnt – und dennoch brechen nicht wenige Menschen zu einer Skitour auf. Bergretter Gerhard Kremser sagte der dpa zum Verhalten der Wintersportler: "Ich weiß nicht, was da in den Köpfen passiert". Das Gewicht eines einzelnen Skifahrers kann ausreichen, ein Schneebrett auszulösen. Diese Tragödie zeige schmerzhaft, wie ernst die aktuelle Lawinenlage sei.

Die Opfer seien für den Lawinen-Notfall eigentlich bestens ausgerüstet gewesen, so der Bergretter. Zu einer solchen Ausrüstung gehören elektronische Geräte, die das Finden von Verschütteten erleichtern sollen. "Es hat nichts genützt." Auch kleinere Schneemassen reichten laut Kremser aus, Menschen zu verschütten. Ohne Atemhöhle drohe binnen weniger Minuten der Tod durch Ersticken.

Mit Informationen von dpa und AFP

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