Markus Rodler, Polier auf der U5-Baustelle in München
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Mega-Baustelle U5: So wird Münchens U-Bahn-Netz ausgebaut

Mega-Baustelle U5: So wird Münchens U-Bahn-Netz ausgebaut

Die U-Bahn-Strecke der Münchner U5 wird um drei Stationen verlängert. Das bedeutet Baustellen sowohl an der Oberfläche als auch unter Tage – durch Wohnviertel und wichtige Verkehrspunkte. Ein Kraftakt für alle Beteiligten.

Über dieses Thema berichtet: Kontrovers am .

Eine Baustelle, mitten durchs Wohngebiet – damit hier in Zukunft rund 60.000 Menschen mit der U-Bahn fahren können. Die U-Bahn-Linie 5 soll künftig den Westen Münchens mit dem Osten verbinden, und von Pasing bis nach Neuperlach fahren. Ab 2031 soll der erste Bahnhof der U5-Erweiterung in Betrieb gehen, ab 2034/2035 dann auch die Strecke bis Pasing. Reporter des BR-Dokuformats "Kontrovers – Die Story" waren mehrere Tage auf der Baustelle und haben einen tiefen Einblick zum Stand der Bauarbeiten bekommen.

Bislang läuft alles nach Plan. Dafür sorgt etwa Wolfgang Rudzki, er ist für die Sicherheit der Baustelle verantwortlich. Ein wichtiger Job, denn auf Großbaustellen kommt es immer wieder zu schweren, sogar tödlichen Unfällen. Rudzki muss auf die Einhaltung der Regeln pochen: von der korrekten Absicherung der Eingänge bis zum Tragen von Warnweste und Schutzhelm. Denn: "Wir sehen die Sicherheit zu 100 Prozent und nicht bloß zu 95 Prozent", erklärt er in "Kontrovers – die Story".

Baureferentin: München wächst weiter

Rudzki ist es auch, der sich mit den Beschwerden der Anwohner auseinandersetzt. Für die kann die Großbaustelle zu einer enormen Belastung werden. Einer klagt etwa über herunterfallenden Putz und klirrende Gläser.

Rudzki zeigt Verständnis und sichert zu, den entstandenen Schaden nach Prüfung aufzunehmen. Es werde dann geprüft, ob der Schaden durch die Baustelle entstanden sein kann. Bei solchen Arbeiten könne es immer zu Beeinträchtigungen der Anlieger oder der Substanz kommen, erklärt er. Grundsätzlich sei er überzeugt, dass der öffentliche Nahverkehr ausgebaut werden müsse.

Das sieht auch Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer so. Sie betont die Bedeutung des U5-Ausbaus für die Zukunft der Stadt:

"München wächst weiter und es werden sich immer mehr Menschen in dieser Stadt bewegen. (…) Und wenn wir es alle versuchen würden, uns mit Autos oder motorisiertem Verkehr durch diese Stadt zu bewegen, gäbe das einen totalen Kollaps", so Ehbauer in "Kontrovers – die Story".

Kontrovers – Die Story im Video: Mega-Baustelle mitten in der Stadt: U-Bahn-Ausbau in München

Kosten für Mega-Baustelle: 1,3 Milliarden Euro

Seit 2022 laufen die Arbeiten vor Ort. Laut Münchner Baureferat liegt alles im Zeitplan – bei einem Projekt dieser Größe keine Selbstverständlichkeit. Die Gesamtkosten liegen bei rund 1,3 Milliarden Euro. Vor Baubeginn seien auch Alternativen untersucht worden, erklärt Baureferentin Ehbauer. Doch Busse und Trams könnten bei Weitem nicht so viele Menschen transportieren wie die U-Bahn.

Bauüberwacher Wolfgang Rudzki ist auch für die Abnahme der Bauarbeiten verantwortlich. Er klopft mit einer Kette gegen die frisch versiegelte Seitenwand – die sogenannte "Klangprobe". Wenn er nichts hört, ist alles dicht. Ist der Klang heller, könnte ein Bereich hinterläufig sein, also undicht. Rudzki entdeckt gleich mehrere Fehler im Bau. Für ihn ist das unverständlich, solche Fehler zweimal zu machen, verletze die Handwerkerehre.

Trotzdem bleibt er optimistisch: "Angefangen habe ich 1991, U-Bahn in Gern. Die U-Bahn fährt. Auch diese U-Bahn wird fahren in vier, fünf Jahren."

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