Ein altes Holzhäuschen direkt neben einem Parkplatz am Ortsrand von Uehlfeld soll dem Ärger mit den Störchen etwas entgegensetzen: Hier sollen Kaffee und Kuchen verkauft werden, aber auch Souvenirs, wie T-Shirts und Stofftier-Störche. Und vor dem Kiosk sei noch eine Sitzgelegenheit geplant, erzählt Angelika Stierhof, die sich ehrenamtlich für die Idee "Storchenkiosk" engagiert. Am Pfingstsonntag wird dieser erstmals öffnen.
Hinterlassenschaften machen Probleme
Zum einen soll so ein Anlaufpunkt für die zunehmende Zahl der Touristen entstehen. Denn Uehlfeld gilt als der Ort mit den meisten Störchen in Bayern. Zum anderen soll das Projekt ein wenig Geld für die Gemeindekasse abwerfen. Denn die großen Vögel sind nicht nur schön anzusehen. Vor allem die Hauseigentümer kämpfen mit deren Hinterlassenschaften: Dachrinnen verstopfen, Äste fallen vom Horst herab auf die Gehwege, der ätzende Kot färbt Dächer und Solaranlagen weiß.
Gemeinde bietet Hilfe an
Einmal im Jahr bietet die Gemeinde ihre Hilfe an. Dann kommen Mitarbeiter vom Bauhof, fahren mit einer Hebebühne weit hinauf und säubern Regenrinnen und Dächer. 2.500 Euro Leihgebühr für die Hebebühne und zwei Wochen Personalkosten im Bauhof, rechnet Uehlfelds zweite Bürgermeisterin Carina Scherer vor. Geld vom Freistaat Bayern, wie bei Biberschäden, gibt es dafür bisher nicht.
Der Hauseigentümer und Storchenfreund Gerhard Bärthlein freut sich über die Hilfe der Gemeinde. Denn mit seinen mittlerweile 77 Jahren will er nicht mehr auf eine Leiter steigen. Mit dem Storchenkiosk könnte künftig wieder etwas Geld in die Gemeindekasse kommen. "Es soll etwas für die Gemeinde hängen bleiben", hofft die ehrenamtliche Storchenhelferin Angelika Stierhof.
Ehrenamtliche kümmern sich um Storchtourismus
Der Storchenkiosk soll bis Ende August immer am Freitag, Samstag und Sonntag ab 14.00 Uhr offen haben. Noch ist es nur ein Versuch und es gibt noch viel zu tun. Aber Angelika Stierhof ist optimistisch, dass alles klappt. Schließlich kann sie auf ein starkes Team von 52 ehrenamtlichen Frauen aus dem Ort hoffen, die sich in Sachen Storchtourismus engagieren wollen.
Störche und Storchennester auf einem Hausdach
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