Ein Plakat für ein Festival hängt an einem Bauzaun an einem ehemaligen Kieswerk im Münchner Osten
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Plakat fürs Heartbeatz-Festival an ursprünglich geplanter Location.
Bildrechte: BR/Katrin Bohlmann
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Nach Kritik: "Heartbeatz"-Festival findet woanders statt

Nach Kritik: "Heartbeatz"-Festival findet woanders statt

Anfang Mai war die Aufregung um ein geplantes Musikfestival am Landschaftsschutzgebiet im Münchner Osten groß. In einem alten Kieswerk sollte das Festival stattfinden. Anwohner und Naturschützer waren dagegen. Die Veranstalter haben jetzt reagiert.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Oberbayern am .

Knapp 40.000 Besucherinnen und Besucher werden erwartet beim "HeartBeatz"-Festival in München. Stattfinden sollte es unter anderem mit DJ Robin Schulz Mitte Juni. Drei Tage lang Party im Münchner Osten, in einem ehemaligen Kieswerk, direkt neben einem Landschaftsschutzgebiet.

Festival jetzt in Eventlocation "Lucky Star"

Anwohner, Kommunalpolitiker und Naturschutzverbände hatten mit Empörung reagiert, wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung berichtete. Jetzt haben die Veranstalter des Festivals mitgeteilt, dass es an einem anderen Ort stattfinden wird. Laut einer Pressemitteilung zieht das "Heartbeatz"-Festival in die Eventlocation Lucky Star in München um. Dieses Zwischennutzungsquartier nördlich des Oberwiesenfelds wird derzeit unter anderem für sportliche und musikalische Events genutzt.

Ob dieser Umzug aufgrund der Proteste geschehen ist, beantworten die Veranstalter nicht. Sie reagieren erneut nicht auf BR-Anfragen. Das Festival dauert laut der Pressemitteilung einen Tag kürzer als ursprünglich geplant. Die Konzerte finden am Samstag und Sonntag statt, der Freitag entfällt.

Spaß haben und Artenschutz

Der Landesbund für Vogelschutz München (LBV) begrüßt die Verlegung des Festivals. Der LBV und der Bund Naturschutz hatten die Berichterstattung über den Ärger bei Anwohnenden, Kommunalpolitikern und Naturschützern ins Rollen gebracht. Eine LBV-Sprecherin vermutet, dass die Veranstalter einfach nicht Bescheid wussten, wie sensibel die Fläche neben der ursprünglich geplanten Festival-Location aus Natur- und Artenschutzsicht ist. Und dass sie nun, nach der Berichterstattung und der damit verbundenen Empörung, Verantwortung übernehmen. "Wir freuen uns, wenn die Menschen feiern und gute Stimmung ist", betont sie im Gespräch mit BR24.

Genehmigung für neue Location liegt bisher nicht vor

Aus dem zuständigen Münchner Kreisverwaltungsreferat heißt es: Ja, die Veranstalter selbst haben die Verlegung des Festivals beantragt. Das ursprüngliche Genehmigungsverfahren für das Festival im ehemaligen Kieswerk sei noch nicht abgeschlossen gewesen. Jetzt laufe ein neues für die andere Location. Die Unterlagen würden derzeit bearbeitet, eine Genehmigung sei noch nicht ausgesprochen.

Tickets behalten Gültigkeit

Die Veranstalter weisen darauf hin, dass alle bereits angekündigten Künstler wie geplant am 13. und 14. Juni live auftreten werden.

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