Mit "Rock im Park" steht Europas größtes innerstädtisches Festival an. Die Tickets waren heuer so schnell weg wie nie - was leer ausgegangenen Fans auf dem sogenannten Zweitmarkt absurde Preise beschert hat. Das war Thema in unserem BR24live, moderiert von Daniel Peter. Er schaltete außerdem zu BR-Korrespondentin Tina Wenzel, die auf dem Festivalgelände mit Thilo Koenicke gesprochen hat, dem Einsatzleiter Sanitätsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes auf Rock im Park. Daneben ging es um die Stimmung bei den Fans vor dem Start und - natürlich - das Wetter. Das Video finden Sie oben eingebettet über diesem Artikel.
In Nürnberg startet am Freitag das Musikfestival "Rock im Park". Auf den Bühnen stehen internationale Top-Acts wie Iron Maiden, Linkin Park und Volbeat. Vor den Bühnen werden an dem Festivalwochenende 80.000 Musikfans pro Tag erwartet. "Rock im Park" gilt als eines der größten innerstädtischen Musikfestivals Europas und ist seit April ausverkauft – so früh wie noch nie.
Die meisten Besucher campen rund um das Gelände. Um Staus bei der Anreise wie in den vergangenen Jahren zu vermeiden, setzen die Veranstalter in diesem Jahr auf digitale Hilfe.
Neue Navi-App gegen Staus
Über die Navigations-App NUNAV können sich Besucher in Echtzeit zu noch freien Parkflächen rund um "Rock im Park" lotsen lassen, sagt Festivaldirektorin Cathi Krämer. Die App zeigt die aktuelle Belegung der Parkplätze an und leitet die Autofahrer gezielt auf weniger ausgelastete Flächen – und das genauer als andere Navigationssysteme.
Mehr Platz und mehr Ausgänge
Auf dem Gelände selbst hat das Festivalteam das Sicherheitskonzept angepasst. Um die Menschenmassen besser zu lenken, sind dieses Jahr mehr Ein- und Ausgänge geschaffen worden, so Krämer. Beim Bühnenwechsel drängten sich die Musikfans in der Vergangenheit häufig auf dem vermeintlich kürzesten Weg.
Auch der Platz vor der Hauptbühne wurde um rund 25 Prozent vergrößert. Das Festivalgelände wird zudem aus der Luft beobachtet, um mögliche gefährliche Situationen früh zu erkennen und schnell auflösen zu können.
Beschwerde-Telefon für Anwohner
Für Anwohner richtet die Stadt Nürnberg während des Festivals wieder ein Beschwerde-Telefon ein. Dort können Lärmbelästigungen gemeldet werden, ebenso Falschparker oder Wildcamper im Umfeld des Festivalgeländes. Die Hinweise sollen helfen, die Belastung für die Anwohner möglichst gering zu halten, während in der Stadt drei Tage lang gerockt wird. Die Telefonnummer lautet: 0911 / 8186174.
Ehrenamtliche Rettungskräfte im Einsatz
Rund 1.700 ehrenamtliche Einsatzkräfte, drunter 50 Ärzte, sichern das Festivalgelände sanitätsdienstlich ab. Wie das Bayerische Rote Kreuz (BRK) mitteilt, ist der Sanitätswachdienst bei "Rock im Park" der größte planbare Einsatz der Nürnberger Hilfsorganisationen. Täglich sind bis zu 333 Einsatzkräfte im Dienst, um im Bedarfsfall schnell und koordiniert helfen zu können. Dafür stehen ihnen unter anderem rund 18.000 Sanitätsmaterialien, wie Pflaster, Kompressen und Mullbinden sowie etwa 2.000 Medikamente und mehr als 150 Einsatzfahrzeuge zur Verfügung.
Rund um die Uhr erreichbar
Festivalgäste erreichen die Einsatzkräfte rund um die Uhr unter der Notfallnummer 0700 / 911 53 010. Seit insgesamt 23 Jahren leisten die Nürnberger Hilfsorganisationen den Sanitätswachdienst bei Rock im Park. Im vergangenen Jahr wurden beispielsweise mehr als 2.400 Patientinnen und Patienten medizinisch versorgt. Den Sanitätswachdienst führen das BRK, der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), die DLRG, die Johanniter und die Malteser gemeinsam durch.
Parallel zu "Rock im Park" findet das Zwillingsfestival "Rock am Ring" in der Eifel statt.
Vor den Bühnen drängen sich jedes Jahr die Fans von "Rock im Park". Dieses Jahr soll es mehr Platz geben.
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