An Fronleichnam ziehen Gläubige mit der Monstranz und einem Himmel durch die Straßen. Das Fest zeigt: Jesus ist unter uns.
An Fronleichnam ziehen Gläubige mit der Monstranz und einem Himmel durch die Straßen. Das Fest zeigt: Jesus ist unter uns.
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An Fronleichnam ziehen Gläubige mit der "Monstranz" und einem "Himmel" durch die Straßen. Das Fest zeigt: Jesus ist unter uns.
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An Fronleichnam ziehen Gläubige mit der "Monstranz" und einem "Himmel" durch die Straßen. Das Fest zeigt: Jesus ist unter uns.

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Fronleichnam: Eine Ordensfrau hat das katholische Fest erfunden

Fronleichnam: Eine Ordensfrau hat das katholische Fest erfunden

Seit fast 800 Jahren feiern Katholikinnen und Katholiken Fronleichnam mit einer Prozession durch die Straßen. Die Nonne Juliana von Lüttich hatte die Vision, dass es das Fest geben sollte. Und überzeugte Bischof und Papst. Was wird gefeiert?

Über dieses Thema berichtet: BR24 TV am .

Das Fest Fronleichnam wird auch "Hochfest des Leibes und Blutes Jesu Christi" genannt und findet immer am zweiten Donnerstag nach Pfingsten statt – heuer ist das am 4. Juni. Es ist ein katholisches Fest, an dem die Katholikinnen und Katholiken öffentlich ihren Glauben zeigen.

Im Mittelpunkt steht der Leib Christi in Form einer Hostie, in dem – laut katholischer Lehre – Christus gegenwärtig ist. Diese geweihte Oblate wird in einer Monstranz durch die Straßen getragen. Es soll zeigen: Jesus ist unter uns Menschen und immer da.

Der "Leib Christi" wird durch die Straßen getragen

Eine Monstranz ist ein "liturgisches Schaugerät". Sie wird einer strahlenden Sonne nachempfunden und ähnelt ein bisschen einem goldenen Pokal. Mittig in einem Fenster befindet sich die Hostie, der Leib Christi. Diese Monstranz trägt der Priester durch die Straßen. Meist unter einem Stoffbaldachin, der als "Himmel" bezeichnet wird und das "Zelt Gottes" symbolisiert.

Entlang des Weges werden Straßen und Häuser festlich geschmückt. Mancherorts werden traditionell Blumenteppiche gelegt. Die Prozession macht Station an mehreren geschmückten Altären, an denen aus den Evangelien vorgelesen, Fürbitte gehalten und der Segen erteilt wird.

Das Wort "Fronleichnam" stammt aus dem Mittelhochdeutschen: "Vron" bedeutet "dem Herrn gehörend" und "licham" meint "lebendiger Leib". Anders als Weihnachten, Ostern oder Pfingsten hat das Hochfest Fronleichnam keinen biblischen Ursprung, sondern geht auf die Initiative einer Frau zurück.

Fest geht auf die Visionen einer Ordensschwester zurück

Die Vision der Augustinernonne Juliana von Lüttich (um 1191-1258) ist der Ursprung des Festes. Das Mädchen Juliana kommt als fünfjähriges Waisenkind in die Obhut eines Augustinerinnen-Konvents in Belgien. Sie tritt in den Orden ein und legt mit 13 Jahren ihre Profess ab. Die Verehrung der Eucharistie war ihr ein besonderes Anliegen.

Im Jahr 1209 soll sie auf dem leuchtenden Mond immer wieder eine dunkle Stelle bemerkt haben. Das deutet sie als Offenbarung Christi und dass in der Kirche ein Fest fehle. Als sie 1222 Priorin des Augustinerinnenklosters wird und dadurch Zugang zu einflussreichen Menschen bekommt, setzt sie sich für die Etablierung eines Festes zu Ehren der Eucharistie ein.

1264 legt Papst Urban IV. fest, Fronleichnam am zweiten Donnerstag nach Pfingsten zu feiern. Fast 800 Jahre später hält die katholische Kirche immer noch an Fronleichnam fest.

Protestanten empfanden Fronleichnam früher als Provokation

Nach der Reformation unter Martin Luther empfanden die Protestanten das Fest lange als "Machtdemonstration" der Katholiken. Vor allem in konfessionell gemischten Gebieten kommt es immer wieder zu Spannungen, weil sich die Protestanten durch die Fronleichnamsprozession provoziert fühlen.

In der evangelischen Kirche wird Fronleichnam auch nicht gefeiert. In Deutschland ist Fronleichnam in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland ein gesetzlicher Feiertag.

Mit Informationen der KNA

Im Video: Seeprozession an Fronleichnam

Seehausen: Seeprozession an Fronleichnam
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Seeprozession an Fronleichnam

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