Polizeiautos vor dem überfallenen Supermarkt
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Polizeieinsatz nach dem bewaffneten Überfall 2022 in Nittendorf
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Polizeieinsatz nach dem bewaffneten Überfall 2022 in Nittendorf

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Später Ermittlungserfolg: Mutmaßlicher Supermarkt-Räuber gefasst

Später Ermittlungserfolg: Mutmaßlicher Supermarkt-Räuber gefasst

Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Regensburg sind überzeugt: Sie haben den Mann gefasst, der vor vier Jahren einen Supermarkt in Nittendorf überfallen hat und mehrmals schoss. Auch eine mutmaßliche Komplizin ist in Haft - sie arbeitete dort.

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Niederbayern und Oberpfalz am .

Polizei und Staatsanwaltschaft in Regensburg haben einen späten Ermittlungserfolg bekanntgegeben: Die Ermittler sind überzeugt, einen bewaffneten Raubüberfall auf einen Supermarkt im Nittendorfer Ortsteil Undorf aus dem Jahr 2022 aufgeklärt zu haben. Zwei Tatverdächtige sitzen in Untersuchungshaft.

Täter ließ sich vor dem Überfall einschließen

Ein Mann hatte sich Ende Juli 2022 in einem Supermarkt in Undorf einschließen lassen. Nach Ladenschluss bedrohte er zuerst eine Mitarbeiterin mit einer Pistole, die sich später als Schreckschusswaffe herausstellen sollte. Die Frau führte den Mann zum Safe des Marktes und öffnete dessen Außentür. Dann zwang der Räuber einen weiteren Mitarbeiter, die Innentür mit einer Brechstange zu öffnen. Anschließend flüchtete er mit vier Tageseinnahmen in Höhe von 18.000 Euro. Bei seiner Flucht feuerte er mit der Schreckschusswaffe mehrfach auf den Mitarbeiter, der ihn verfolgte.

Umfrangreiche Fahndung blieb zunächst ohne Erfolg

Die Ermittler hatten anfangs alles versucht, um den Mann zu finden: Sie werteten Handydaten aus, suchten nach bestimmten Toyota-Modellen, trugen den Fall bei "Aktenzeichen XY" im ZDF vor - ohne Erfolg. Vergangenes Jahr kam dann die Wendung: Die Ermittler stießen auf ein Telefonat einer Mitarbeiterin des Supermarkts mit einem damals 19-Jährigen. Sie soll den mutmaßlichen Täter mit Insiderinformationen aus dem Markt versorgt haben. Eine weitere Frau, die den Mann am Tattag zum Supermarkt gefahren hatte, belastete beide.

Mitarbeiterin des Supermarkts festgenommen

Anfang des Monats konnte die Mitarbeiterin des Supermarkts festgenommen werden. Der Verdächtige stellte sich dann vor wenigen Tagen. Auch Chatverläufe der beiden untereinander belasten die Verdächtigen, so die Polizei. Sie sitzen in Untersuchungshaft. Die Ermittler gehen nach eigenen Angaben mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es sich bei dem Mann um den Täter handelt. Ihm und seiner mutmaßlichen Komplizin droht nun eine Anklage wegen besonders schwerer räuberischer Erpressung.

Zwei Buben gaben wertvollen Hinweis

Gestützt wird die Einschätzung der Ermittler auch durch die Aussage zweier Kinder. Die Buben (damals zehn und zwölf Jahre alt) hatten den Täter und das Auto, mit dem er gefahren wurde, sehr genau beschrieben, so die Staatsanwaltschaft. Diese Aussagen seien sehr wertvoll gewesen. Von einer "super Aussage" spricht Staatsanwalt Thomas Rauscher, und: Man könne die Kinder nur loben, dass sie den Mut gehabt hätten, zur Polizei zu gehen. "Erwachsene sind ja manchmal zurückhaltend, die Aussagen von Kindern zu bewerten. Hier haben die Ermittlungsbehörden die Aussage aber zum Glück für bare Münze genommen, und letztendlich hat sie sich auch in ganz großen Teilen als wahr herausgestellt", sagt Rauscher.

Bürgermeister zeigt sich erleichtert

Der Bürgermeister von Nittendorf, Johannes Bawidamann (CSU), dankte "den beteiligten Polizeikräften und Ermittlern, die über Jahre hinweg nicht lockergelassen und diesen Ermittlungserfolg möglich gemacht haben". Für Undorf und die gesamte Marktgemeinde sei es eine gute Nachricht, dass dieser Fall nun endlich abgeschlossen werden könne, sagte Bawidamann dem BR. "Ich bin sehr froh und erleichtert, dass der Raubüberfall auf den Netto-Markt in Undorf nach so langer Zeit nun offenbar aufgeklärt werden konnte." Er dankte auch "den Personen, die mit ihren entscheidenden Hinweisen zur Aufklärung des Falls beigetragen haben".

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