Männlicher Erzieher liest Kindern in eienr Kindertagesstätte vor (Symbolbild)
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Spätestens ab 2029: Kein Erziehermangel in Bayern mehr
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Spätestens ab 2029: Kein Erziehermangel in Bayern mehr

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Studie: Spätestens ab 2029 kein Erziehermangel mehr in Bayern

Studie: Spätestens ab 2029 kein Erziehermangel mehr in Bayern

Spätestens ab 2029 soll es in Bayerns Kitas genügend Erzieherinnen und Erzieher geben. Das besagt eine neue Studie. Im besten Fall gibt es schon 2027 keinen Mangel mehr. Seit 2011 hat sich die Zahl der Erzieher in Bayern verdoppelt.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Nachrichten am .

Immer mehr junge Menschen in Bayern entscheiden sich für den Beruf des Erziehers oder der Erzieherin. Seit 2015 liegt der Zuwachs bei 55 Prozent und seit 2011 hat sich ihre Zahl sogar verdoppelt. Darum soll es spätestens ab 2029 an bayerischen Kindertagesstätten keinen Personalmangel mehr geben, optimalerweise sogar schon ab nächstem Jahr. Das besagt eine neue Studie des Staatsinstituts für Frühpädagogik und Medienkompetenz (IFP) (externer Link) .

Mehr Personal und Kinder in Bayerns Kitas

Laut Bayerns Familienministerin Ulrike Scharf (CSU) haben die bayerischen Kitas seit 2015 jedes Jahr zwischen rund 4.000 und 5.800 zusätzliche Erzieherinnen und Erzieher gewinnen können. Im vergangenen Jahr habe es insgesamt 69.112 Fachkräfte und 60.253 Ergänzungskräfte gegeben. Scharf nennt diesen Erfolg "großartig". 

Dem Zuwachs entspricht, dass auch die Zahl von Kindern in den bayerischen Kitas gestiegen ist: 2025 habe es mit rund 650.000 Kindern sogar einen Rekord gegeben. Zehn Jahre zuvor waren es noch rund 520.000. Das ist im Sinne der Ministerin: "Kinder in Bayern sollen von Anfang an die gleichen Chancen haben und bestmöglich gefördert werden", so Scharf. "Frühkindliche Bildung ist nicht nur das Fundament für die erfolgreiche Bildungsbiografie unserer Kinder, sondern auch ein harter Wirtschaftsfaktor – und nicht zuletzt der Schlüssel zu einer gelungenen Integration."

So hat Bayern Erzieherinnen und Erzieher gewonnen

Dennoch will Bayern weiter um neue Fachkräfte für die Kitas werben, so Scharf. Dem eklatanten Mangel an Erzieherinnen und Erziehern in den Nuller- und Zehnerjahren sei Bayern mit unterschiedlichen Maßnahmen begegnet. So habe man die Ausbildung reformiert und verkürzt, das praxisintegrierte Ausbildungsmodell verstetigt und den Meisterbonus auf 3.000 Euro erhöht. Auch gebe es mehr Fachakademien für die Ausbildung sowie für mehr akademische Fachkräfte 400 neue Studienplätze in der Sozialen Arbeit und Kindheitspädagogik. Bis 2028 sollen weitere 200 Plätze hinzukommen.

Doch die zusätzlichen Fachkräfte müssen auch bezahlt werden. Umstritten ist da die Entscheidung des Freistaats, direkte Familienzuschüsse zu streichen und das Geld in die Kita-Betreuung zu stecken. "Bereits in diesem Jahr haben wir die staatliche Betriebskostenförderung deswegen einseitig mit zusätzlichen 280 Millionen Euro um mehr als 10 Prozent erhöht", betont Scharf.

Mit Informationen von dpa

Im Audio: Studie zu Fachkraft-Quote in Kitas - Bayern Schlusslicht

Kinder sitzen in einem Kindergarten im Kreis. (Symbolbild)
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Studie zu Fachkraft-Quote in Kitas: Bayern Schlusslicht

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