(Symbolbild) Eingang eines Tegut-Supermarkts in München.
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(Symbolbild) Die Tegut-Filialen in München werden von Edeka übernommen.
Bildrechte: picture alliance / ZB | Sascha Steinach
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(Symbolbild) Die Tegut-Filialen in München werden von Edeka übernommen.

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Tegut in Bayern: Diese Filialen bangen um ihre Zukunft

Tegut in Bayern: Diese Filialen bangen um ihre Zukunft

Die Supermarktkette Tegut soll bis Ende des Jahres verschwinden. Den Großteil der Filialen wird künftig Edeka übernehmen – allerdings nicht so viele wie ursprünglich geplant. Diese bayerischen Standorte sind betroffen.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Die Marke Tegut soll verschwinden – das teilte die Genossenschaft Migros Zürich im März mit, zu der die Supermarktkette seit 2019 gehört. Der Lebensmittelhändler Edeka plante, einen Großteil der Filialen zu übernehmen, darunter 37 Filialen in Bayern. Doch das hat das Bundeskartellamt in Bonn nun verhindert: Edeka darf deutschlandweit nur 178 Märkte statt wie geplant 202 übernehmen. Für viele Standorte in Bayern bedeutet das nun eine ungewisse Zukunft.

Nordbayern besonders betroffen

Die meisten Tegut-Filialen können von Edeka übernommen werden, darunter 17 Märkte in München sowie neun im Raum Nürnberg. Bei sechs Filialen in Unterfranken wurde die Edeka-Übernahme jedoch vom Bundeskartellamt verhindert. Dazu zählen die Filialen in der Würzburger Zellerau, in Gerbrunn, Estenfeld, Schonungen, Oberelsbach und der Markt in der Saalestraße in Bad Neustadt.

Diese Filialen darf Edeka für vier Jahre nicht erwerben. "Damit verhindern wir, dass es in den betroffenen Regionen durch die Übernahme zu Verschlechterungen für die Verbraucherinnen und Verbraucher kommt", begründete Kartellamtspräsident Andreas Mundt die Entscheidung.

Weitere Tegut-Märkte in Gefahr

Während weitere Tegut-Filialen in Bayern (externer Link) vom Einzelhandelsunternehmen Tante Enso gekauft wurden, ist für andere weiterhin offen, wer sie übernimmt. So zum Beispiel in Margetshöchheim nahe Würzburg, wo mit der Tegut-Schließung die einzige örtliche Einkaufsmöglichkeit wegfallen würde (externer Link). Auch in Eibelstadt gibt es bislang noch keinen Käufer. Bis Ende des Jahres sind die Supermärkte noch geöffnet, was danach passiert, ist unklar.

Entscheidung für Rewe steht noch aus

Laut der Schweizer Genossenschaft Migros Zürich werden Standorte, für die bisher noch kein Erwerber gefunden wurde, in einem weiteren und aktuell laufenden Bieterverfahren vergeben. Auch andere deutsche Handelsketten wollen ihr Filialnetz um Tegut-Märkte erweitern. Die Smart-Store-Kette Tante Enso erhielt im Juni bereits die Freigabe für 36 Supermärkte.

Nun prüft das Kartellamt, ob die Filialen stattdessen an Rewe gehen. Die Rewe-Gruppe möchte bis zu 40 Filialen übernehmen. Auch in diesem Verfahren hatte das Kartellamt wettbewerbliche Bedenken geäußert. Rewe legte daraufhin ein Zusagenangebot vor, um diese auszuräumen. Die Prüffrist für das Verfahren wurde bis Ende Oktober verlängert.

Bundeskartellamt: Große Macht der Supermarktketten

Das Bundeskartellamt hat die geplante Übernahme nach eigenen Angaben intensiv untersucht. Hintergrund sind die Wettbewerbsverhältnisse und eine zunehmende Konzentration im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Der Behörde zufolge vereinten Edeka, Rewe, die Schwarz-Gruppe (Lidl und Kaufland) sowie Aldi (Nord und Süd) 2025 zusammen mehr als 90 Prozent der bundesweiten Umsätze auf sich. 

Der Edeka-Verbund begrüßte die Freigabe der Übernahme durch das Kartellamt. "Das ist eine gute Nachricht für die Beschäftigten und die Menschen in den betroffenen Regionen." Damit erhielten rund 3.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine klare Zukunftsperspektive. Die übernommenen Filialen sollen schrittweise in den genossenschaftlichen Edeka-Verbund integriert werden. Ein Teil davon soll künftig von Netto Marken-Discount betrieben werden. Zugleich bedauerte das Unternehmen, auf eine erhebliche Zahl von Standorten verzichten zu müssen. 

Mit Informationen von dpa

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