Dem sinkenden Vertrauen in die Demokratie will die Technische Universität München (TUM) mit einer neuen Einrichtung begegnen. Das frisch gegründete "Forum für Freiheit und Demokratie an der TUM" hat am Münchner Stammgelände im Stadtteil Maxvorstadt seinen Sitz, wie die Uni am Mittwoch mitteilte. Generationenübergreifend soll es als offene Begegnungs- und Diskursstätte dienen sowie demokratische Bildung und Werte vermitteln.
- Zum Artikel: Funktioniert unsere Demokratie noch?
Die Demokratie steht unter Druck: Einer Studie der Körber-Stiftung zufolge vertrauten ihr im vergangenen Jahr nur noch 45 Prozent der Deutschen, 2023 waren es noch 54 Prozent.
"Neue Räume für ein gegenseitiges Zuhören"
Dieser Entwicklung wolle das Forum entgegenwirken. In dem renovierten Gebäude an der Gabelsbergerstraße 39 entstehen Veranstaltungs- und Workshop-Flächen, Labore für demokratische Mediengestaltung sowie Dialog- und Seminarräume.
Das Forum will Menschen aus Bildung, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zusammenbringen und "neue Räume für ein gegenseitiges Zuhören" schaffen. Es soll Werkschauen und interaktive Formate geben mit dem Ziel, den Zusammenhalt der Gesellschaft zu stärken. Herzstück des Forums ist ein "Democracy Co-Lab", das politische Bildung als "aktives Gestaltungselement" begreife.
TUM-Präsident betont gesellschaftliche Verantwortung
TUM-Präsident Thomas F. Hofmann erklärte, die TUM stelle sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nicht allein in Forschung und Innovation, sondern ausdrücklich auch in der demokratischen Wertevermittlung und der Bildung verantwortungsvoller, weltoffener Persönlichkeiten.
Mit Informationen von epd
Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.
"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!
