Die Ahrtal-Katastrophe (Archivbild: 15.07.2021)
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Unwetter und Überschwemmungen verursachen in Deutschland weit größere Schäden als in den meisten anderen Industrienationen.
Bildrechte: picture alliance / Geisler-Fotopress | Christoph Hardt/Geisler-Fotopres
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Unwetter und Überschwemmungen verursachen in Deutschland weit größere Schäden als in den meisten anderen Industrienationen.

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Unwetterschäden in Deutschland: 182 Milliarden Euro seit 1980

Unwetterschäden in Deutschland: 182 Milliarden Euro seit 1980

Unwetter und Überschwemmungen verursachen in Deutschland weit größere Schäden als in den meisten anderen Industrienationen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Geowissenschaftlern. Durch die Erderwärmung werden Unwetter häufiger und extremer.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Unwetter und Überschwemmungen verursachen in Deutschland weit größere Schäden als in den meisten anderen Industrienationen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Geowissenschaftlern für den Münchner Rückversicherer "Munich Re", die kurz vor Beginn der Weltklimakonferenz in Brasilien veröffentlicht wurde.

Nur China und die USA trifft es noch schlimmer als Deutschland

Auch in anderen großen Industrienationen haben sich demnach die Schäden und Kosten vervielfacht. Deutschland zählt mit einem Anstieg um etwa das Fünffache aber zu den am schwersten getroffenen Nationen, schreiben die Geowissenschaftler des Versicherers in einer Analyse. Die von Unwettern und Fluten verursachten Gesamtschäden in Deutschland von 1980 bis 2024 beziffert das Unternehmen auf 210 Milliarden Dollar (aktuell etwa 182 Mrd. Euro). Damit liegt die Bundesrepublik auf Rang drei, gleichauf mit Indien.

An erster Stelle der Katastrophen-Rangliste der zehn größten Volkswirtschaften auf der Erde stehen die USA mit 2,7 Billionen Dollar Schäden, gefolgt von China mit 680 Milliarden. Gemessen an der Entwicklung des nationalen Bruttoeinkommens jedoch sind die Schäden in China dank verbesserten Hochwasserschutzes trotz der hohen Summe in den vergangenen Jahrzehnten gesunken, wie es in der Analyse heißt.

Menschengemachter Klimawandel sorgt für mehr Katastrophen

In den USA und Deutschland dagegen ging es steil nach oben - wobei dazu in Deutschland maßgeblich die Ahrtalflut des Jahres 2021 beitrug, die allein laut Munich Re 42 Milliarden Dollar Schaden verursachte. Wetterextreme könnten die wirtschaftliche Substanz auch der größten Volkswirtschaften erodieren, schreiben Chef-Geowissenschaftler Tobias Grimm und seine Kollegen. 

Kräftige Anstiege der Extremwetterschäden gab es demnach auch in Kanada, Italien und Frankreich, etwas weniger ausgeprägt in Indien, Japan und Brasilien. Neben China sind die Extremwetterschäden gemessen am Bruttonationaleinkommen nur in Großbritannien gesunken. 

Wie alle anderen ernsthaften Arbeiten zur Klimakrise auch, sehen die Wissenschaftler einen klaren Zusammenhang mit dem menschengemachten Klimawandel: Unwetter treten nicht nur häufiger auf als in früheren Jahrzehnten, sondern sie sind auch extremer geworden.

Mit Informationen von dpa

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