Die US-Armee zieht 5.000 Soldaten aus der Oberpfalz ab. Nach BR-Informationen handelt es sich dabei um die sogenannte Stryker-Brigade aus Vilseck. Sie gehört zum US-Truppenübungsplatz Grafenwöhr, der als einer der größten in Europa gilt.
Menschen in der Region sind besorgt
Der Standort ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Oberpfalz. Ein Abzug tausender Soldaten hätte große Auswirkungen auf die Region.
Darüber sprechen wir bei BR24 mit BR-Reporter Rudolf Heinz. Er ist am Standort Vilseck und berichtet über die Reaktionen der Menschen vor Ort auf den angekündigten Truppenabzug. Außerdem ordnet USA-Experte Josef Braml die sicherheitspolitischen Auswirkungen auf Deutschland und Europa ein. Das Video zur Sendung finden Sie oben eingebettet über dem Artikel.
Truppenabzug könnte Abstrafung durch Trump sein
Der geplante US-Truppenabzug könnte eine Reaktion von US-Präsident Donald Trump auf die Kritik von Bundeskanzler Friedrich Merz am Iran-Krieg sein. Beim Besuch einer Schulklasse hatte Merz gesagt, dass die USA durch die iranische Staatsführung "gedemütigt" würden. Die Amerikaner seien "ganz offensichtlich ohne jede Strategie in diesen Krieg gegangen". Trump warf Merz daraufhin vor, dass er nicht wisse, wovon er rede.
Kritik am geplanten Abzug kommt unterdessen aus Trumps eigenen Reihen. Einflussreiche Republikaner aus dem US-Repräsentantenhaus und dem Kongress zeigten sich besorgt über die Ankündigung.
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