Milde Temperaturen und atlantische Tiefausläufer sorgten in den letzten Tagen für Regen und Tauwetter in Bayern. Da die Böden noch teilweise gefroren waren, konnte das Schmelzwasser nicht einsickern und es bildeten sich vor allem im Norden Bayerns auf Wiesen und Feldern große Seenlandschaften, die auch nahegelegene Straßen durchaus überfluteten.
Aber auch die Pegel an zahlreichen Flüssen in Franken und der Oberpfalz stiegen durch Regen und Tauwetter an und erreichten teilweise Meldestufe 1 bis 2, die Aisch beim Pegel Laufermühle, die Reiche Ebrach bei Röbersdorf, die Itz bei Schenkenau und die Steinach bei Fürth am Berg Meldestufe 3.
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Bayernkarte: Hochwasserwarnungen des LfU
Vorübergehend kurzzeitige Wetterberuhigung
Heute fiel zunächst vor allem im Norden Bayerns sowie im Bayerischen Wald gebietsweise Regen, von Südwesten her machte sich schwacher Zwischenhocheinfluss bemerkbar und der Regen wurde weniger.
Aber da die Flüsse zeitversetzt auf die Witterung reagieren, verharren die meisten Pegelstände derzeit auf dem aktuellen Niveau oder steigen sogar noch leicht an.
Regen von Norden her wird in Schnee übergehend
Diese trockene Witterung ist aber nur von kurzer Dauer. Bereits im Laufe der Nacht bringt ein neuer Tiefausläufer in Teilen Frankens von Westen her gebietsweise Regen. Und auch am Tage regnet es zunächst in Franken, nachmittags und abends fällt auch im übrigen Bayern Regen.
In der von Norden einströmenden kalten Luft geht der Regen in Teilen Nordbayerns im Laufe des Vormittags oder ab Mittag, im übrigen Bayern ab dem späten Nachmittag und zum Abend hin, zunehmend in Schnee über.
Neuschnee in Nordbayern - kräftige Schneefälle in Alpennähe
Dabei sind bis Samstagabend vor allem in Teilen Nordbayerns 1 bis 5 Zentimeter, in den östlichen Mittelgebirgen bis zu 10 cm Neuschnee möglich. Kräftige Schneefälle in Alpennähe In der Nacht zu Sonntag kommt es vor allem im südlichen Alpenvorland und an den Alpen zu teils kräftigen Schneefällen.
Bis Sonntag früh sind gebietsweise 5 bis 10 Zentimeter, an den Alpen bis 20 Zentimeter und in Staulagen der Alpen um 25 cm Neuschnee möglich. Im übrigen Bayern lassen die Schneefälle in der Nacht nach, nachfolgend lockert es etwas auf.
Sonntag kurze Wetterberuhigung – dann erneut Regen und Schnee
Am Sonntag setzt sich vorübergehend schwacher Zwischenhocheinfluss durch und es ist teils sonnig, teils bewölkt und meist trocken. Nur an den Alpen und dem Bayerischen Wald gibt es am Vormittag letzte Schneeschauer. Die Höchstwerte liegen nur noch bei -2 bis +4 Grad.
Ab der Nacht zu Rosenmontag und bis mindestens Donnerstag sorgt Tiefdruckeinfluss für unbeständiges Wetter im Freistaat. Dabei kommt es je nach Tageszeit und Höhenlage zu Regen- oder auch Schneefällen. Zwischendurch gibt es sonnige Abschnitte. Die Höchstwerte liegen meist zwischen 0 und 7 Grad, am Donnerstag bei 2 bis 10 Grad. In den Nächten gibt es teilweise leichten Frost.
Hochwasserlage entspannt sich leicht
Wenn ab Samstagnachmittag die meisten Niederschläge in Nordbayern als Schnee fallen und somit keinen direkten Eintrag für die Flüsse liefern und der Sonntag weitgehend trocken verläuft, werden die Pegel im Laufe des Sonntags sinken.
Da aber in den folgenden Tagen sich erneut unbeständiges Wetter mit Regen- oder Schneefällen einstellt, können die Pegel in Nordbayern wieder leicht steigen. Für die Flüsse südlich der Donau und die Donau selbst ist bis einschließlich des Wochenendes kein Hochwasser zu erwarten.
Im Video: Hochwasser-Lage in Nordbayern bleibt angespannt
Hochwasser-Lage in Nordbayern bleibt angespannt
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