Die verkohlte Spitze des Windrads nach dem Brand
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Am Montag nach dem Brand: So verkohlt ist die Spitze des Windrads.
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Am Montag nach dem Brand: So verkohlt ist die Spitze des Windrads.

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"Wir konnten nichts tun": Darum brannte das Windrad aus

"Wir konnten nichts tun": Darum brannte das Windrad aus

Das Windrad bei Biebelried ist ausgebrannt. Statt zu löschen, konnte die Feuerwehr beim Brand nur zusehen. Währenddessen brachten Schaulustige, die die Absperrungen missachteten, sich und die Einsatzkräfte in Gefahr.

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Mainfranken am .

Nur noch zwei Rotorblätter hängen an dem Windrad zwischen Biebelried und Repperndorf im Landkreis Kitzingen. Und auch sie können jederzeit abfallen. Darum ist der Bereich um das Windrad immer noch abgesperrt. Wer von der Absperrung aus mit dem Handy zoomt, kann sehen, dass schwarze Schlieren von den Rotoren hängen, dort, wo durch den Brand Carbon und andere Materialien geschmolzen sind. Die Überreste an der Spitze sind verkohlt.

Einsatzleiter der Feuerwehr: "Wir konnten nichts tun."

Der Brand am Samstagabend entfachte auf 112 Metern. Rund um Gondel, dort wo die drei Rotorblätter angebracht sind, brach gegen 18.45 Uhr das Feuer aus. Einsatzkräfte aus Kitzingen, Bibelried, Würzburg und Repperndorf rückten an. Doch mit ausgefahrener Leiter kann die Feuerwehr maximal eine Höhe von 30 Metern erreichen. Selbst mit einem starken und weitreichenden Wasserstrahl hätten die Kräfte die Brandstelle nicht löschen können. "Dann hieß es leider abwarten, weil wir konnten nichts tun", sagte der Einsatzleiter der Kitzinger Feuerwehr Kevin Gimperlein am Montag gegenüber dem BR.

Von innen hochzusteigen wäre zu gefährlich gewesen, womöglich hätte die zusätzliche Sauerstoffzufuhr durch den Turm den Brand sogar beschleunigt. Die Feuerwehr sperrte darum das Gelände um das Windrad herum ab.

Darum musste auch die A7 gesperrt werden

Kevin Gimperlein ordnete auch eine Sperrung der Autobahn A7, die nahe des Windrads verläuft, an. Denn "falls eine Windböe aufkommt und das Windrad wieder anfängt sich zu drehen, könnten Rotorteile mehrere hundert Meter fliegen", sagte Gimperlein. Trotz der Entfernung von circa 300 Metern wäre das eine Gefahr für die Fahrer.

Einer der drei Rotorflügel löste sich tatsächlich. Aufgrund der Windstille stürzte er nahe des Windrads ab. Auch andere Teile brachen ab und fielen zu Boden.

Schaulustige bringen sich und Einsatzkräfte in Gefahr

Dass dabei niemand zu Schaden kam, war den Einsatzkräften vor Ort zu verdanken. Denn einige Schaulustige missachteten die Absperrungen. "Da sind Personen unter dem brennenden Windrad rumgelaufen und haben Trümmerteile aufgehoben", sagt Kevin Gimperlein. "Das ist für mich unverständlich, wie man so was machen kann. Weil sie begeben nicht nur sich, sondern auch Einsatzkräfte in Gefahr."

Auch an den Pfingstfeiertagen kamen viele Leute an den abgesperrten Bereich. Ein Sicherheitsdienst kontrollierte, dass niemand den Gefahrenbereich betrat. Nach wie vor bestehe die Gefahr, dass Teile vom Windrad herunterfallen könnten. Kevin Gimperlein appelliert darum: "Bitte haltet euch fern, bleibt an der Absperrung stehen und geht nicht weiter. Aktuell ist absolute Gefahr in dem Bereich."

Der Hersteller Enercon teilte auf BR-Anfrage mit, dass es zur weiteren Sicherung nötig sei, "die beschädigten Komponenten der Windturbine zu demontieren, damit von ihnen keine Gefahr mehr ausgeht". Die Vorbereitungen dafür seien bereits angelaufen.

Windkraftanlage hatte kein Feuerlöschsystem

Heutzutage werden in Windkraftanlagen häufig Brandschutzsysteme verbaut. Das Windrad vom Modell E-70 wurde 2005 in Betrieb genommen. Der Hersteller Enercon teilte auf BR-Anfrage mit, dass "die betroffene Anlage nicht mit einem Feuerlöschsystem ausgestattet" war. Der Betreiber Mainwind Repperndorf bestätigte das ebenfalls und weißt darauf hin, dass es "zu der Zeit es noch nicht üblich [war] Brandschutzeinrichtungen in den Gondeln zu verbauen". Laut dem Betreiber wurde die Anlage im April 2026 zuletzt gewartet.

Das Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie führt auf seiner Webseite auf, dass Ende 2025 insgesamt 1.169 Windkraftanlagen in Bayern standen. Deutschlandweit gibt es über 29.000. Brände in Windkraftanlagen sind sehr selten. Bei circa fünf bis zehn Anlagen brennt es im Jahr, schätzt der Bundesverband Windenergie.

Warum es in diesem Fall zum Brand kam, steht noch nicht fest. Aufschluss kann erst eine Untersuchung der Brandstelle geben.

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