In Unterfranken musste die Feuerwehr am Samstagabend zu einem verzwickten Einsatz ausrücken: An der Autobahn 7 ist bei Kitzingen ein Windrad in Brand geraten. Die örtlichen Feuerwehren waren mit einem Großaufgebot vor Ort, wie die Polizei mitteilte – allerdings konnten sie nicht viel tun.
Feuerwehr muss Flammen abbrennen lassen
Gegen 18.50 Uhr hatten mehrere Verkehrsteilnehmer eine starke Rauchentwicklung an der Turbine des über 100 Meter hohen Windrads festgestellt, wie es hieß. Kurz nach Eintreffen der Einsatzkräfte stand dieses dann in Flammen. Jedoch konnte die Feuerwehr diese nicht löschen.
Es gebe keine Geräte, die eine Höhe von über 100 Metern haben, um das Feuer von außen zu bekämpfen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Gleichzeitig verbiete es sich, Kräfte im Inneren des Windrads zur Brandbekämpfung einzusetzen. "Das heißt, in diesem Fall bleibt uns nichts anderes übrig, als Abstand zu halten und die Lage zu beobachten", so der Sprecher.
A7 für die Zeit des Einsatzes gesperrt
Aus Sicherheitsgründen musste die A7 zwischen den Anschlussstellen Kitzingen und Marktbreit gesperrt werden – und das gleich zu Beginn der Pfingstferien in Bayern, einer der verkehrsreichsten Zeiten im Jahr. Nach etwa zwei Stunden wurde die Sperrung wieder aufgehoben. Autofahrer auf der A7 mussten so lange über eine Umleitung fahren.
Polizei sperrt Bereich um Windrad
Auch am Sonntag konnte das Feuer zunächst nicht gelöscht werden, weil der Propeller drohte abzustürzen. "Da sind viele Schaulustige dort", schilderte ein Sprecher am Sonntagvormittag. Diese würden auch ganz nah an das noch immer brennende Windrad herangehen und herabgestürzte Teile aufsammeln. Die Polizei sperrte den Bereich deshalb in einem Radius von 300 Metern um das Windrad ab. Das Annähern an die Brandstelle ist weiterhin streng untersagt und wird durch einen Sicherheitsdienst überwacht.
Sobald es möglich ist, kümmert sich die Betreiberfirma um die Reparatur, so die Polizei.
Mit Informationen von dpa
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