Am Wochenende könnte es es voll werden auf Bayerns Autobahnen.
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Am Wochenende könnte es es voll werden auf Bayerns Autobahnen.
Bildrechte: picture alliance/dpa | Hannes P. Albert
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Wochenende mit viel Reiseverkehr – Wo es eng werden könnte

Wochenende mit viel Reiseverkehr – Wo es eng werden könnte

Am Wochenende sind auf Bayerns Autobahnen viele unterwegs: Urlaubsfahrer gen Süden und Ferienrückkehrer aus fünf Bundesländern in Richtung Norden. Dazu kommen Ausnahmen vom Lkw-Fahrverbot an Mariä Himmelfahrt und am Sonntag. Wo es eng werden könnte.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Bayern am .

Mehr als 1.000 Baustellen auf Deutschlands Autobahnen, dazu der Reiseverkehr – und ein Feiertag in Bayern: Der ADAC rechnet mit erheblichem Verkehr in Bayern. Der Verband rät, wo es möglich ist, auf Autofahrten eher zu verzichten. Besonders die A7 von Süden Richtung Norden dürfte voll werden, sagt ADAC-Sprecherin Christiane Hähnel: "Das wird sehr, sehr viel Geduld benötigen. Wir haben Ferienende in fünf Bundesländern, Das heißt: Was sich von Süden nach Norden schieben wird, wird immens sein." Dazu komme der holländische Rückreiseverkehr.

Ausflugswetter an Mariä Himmelfahrt könnte zusätzlichen Verkehr bescheren

Verschärft wird die Situation durch Mariä Himmelfahrt am Samstag, ein Feiertag mit angekündigtem Kaiserwetter - der für zusätzlichen Ausflugverkehr in Richtung Alpen sorgen könnte, so ADAC-Sprecherin Hähnel: "Angesichts des Feiertags muss man aufpassen, was den Ausflugsverkehr an die Seen angeht: Chiemsee, Tegernsee, Starnberger See. Dort wird es sich auch ganz schön zusammendrücken in Sachen Stau." Besonders staugefährdet sind laut ADAC in Bayern folgende Strecken (in beiden Richtungen):

  • A3: Würzburg – Nürnberg – Passau
  • A7: Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
  • A8: Stuttgart – München – Salzburg
  • A9: Nürnberg – München
  • A93: Inntalautobahn
  • A95: München – Garmisch-Partenkirchen
  • A99: Autobahnring München

Lastwagen dürfen in Bayern bestimmte Güter am Sonn- und Feiertag transportieren

Außerdem hat Bayern wegen extremen Niedrigwassers das Lastwagen-Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen sowie das Lkw-Fahrverbot an den Samstagen in den Hauptreisezeiten bis zum 31. August ausgesetzt – zumindest für Güter, die sonst auf dem Wasserweg transportiert worden wären. Die Notmaßnahme könnte an diesem Wochenende also für zusätzlichen Stau sorgen – besonders vor den Grenzübergängen. Denn: In Österreich gibt es für Lkw keine Lockerung am Feiertag und am Sonntag. Vor der Grenze könnte es sich also massiv zurück stauen, beispielsweise an den Grenzübergängen Suben (A3), Walserberg (A8) und Kiefersfelden (A93). Auch die Brennerautobahn oder die Tauernautobahn sind klassische Staufallen.

Logistikbranche entwarnt: "Fahrpersonal schlichtweg nicht vorhanden"

Ein Vertreter der Logistikbranche sieht dagegen keine Staugefahr durch zusätzliche Lkw. Dirk Engelhardt vom Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung sagt, weshalb: "Es werden nur wenige Lkw unterwegs sein, weil wir gar nicht die Kapazitäten haben. Uns fehlen in Deutschland 100.000 Lkw-Fahrer. Das Fahrpersonal ist einfach schlichtweg nicht vorhanden. Die Lkw sind unter der Woche von Montag bis Freitag disponiert und können nicht einfach so am Wochenende eingesetzt werden. Auch die Fahrer sind echt schon hoch belastet." Von daher gehe er nicht davon aus, dass es auf Bayerns Autobahnen erhöhten Lkw-Verkehr geben werde.

Polizei kontrolliert Durchfahrtsverbote auf Ausweichrouten

Wer überlegt, dem Stau an bestimmten Stellen über Schleichwege auszuweichen, sollte das nochmal überdenken: Die bayerische Polizei hat angekündigt, bestehende Durchfahrtsverbote auf Ausweichrouten stärker zu kontrollieren und gegebenenfalls Bußgelder auszusprechen. Auch Lastwagen werden genau beobachtet: Nur, wer dringend benötigte Güter, die sonst auf den Wasserstraßen transportiert worden wären, bei sich führt, darf Samstag und Sonntag transportieren, so eine Polizeisprecherin zum BR.

Raststätten sind gerüstet

Wer auf der Autobahn Pausen einlegen möchte, muss mit gut besuchten Rastanlagen rechnen. Ein Sprecher der Tank & Rast Gruppe versicherte in diesem Zusammenhang, man sei auf besucherstarke Wochenenden in den Sommerferien sowie auf Stoßzeiten durch Staus vorbereitet. Auch Lkw-Fahrende mit Ausnahmegenehmigung seien an Sonntagen ohnehin regelmäßig an den Raststätten zu Gast, um dort ihre Ruhezeiten einzuhalten.

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