Die Anlage des TSV Oberbeuren mit Containern und Tennisplätzen.
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Momentan stehen beim TSV Oberbeuren noch provisorische Kunststoffcontainer statt eines Vereinsheims.
Bildrechte: BR/ Anton Kästner
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Momentan stehen beim TSV Oberbeuren noch provisorische Kunststoffcontainer statt eines Vereinsheims.

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Zu hohe Kosten: Verein baut neues Vereinsheim einfach selbst

Zu hohe Kosten: Verein baut neues Vereinsheim einfach selbst

Jahrelange Planung und keine Lösung: Der Neubau des Vereinsheims beim TSV Oberbeuren im Allgäu war einfach zu teuer. Seit einer Gasexplosion vor fünf Jahren stehen hier nur Plastikcontainer. Jetzt nimmt der Verein den Neubau selbst in die Hand.

Über dieses Thema berichtet: Mittags in Schwaben am .

Container aus Kunststoff, Duschen, in denen es schimmelt – noch ist das die Realität des TSV Oberbeuren im Allgäu. Bisher war der Neubau zu teuer, doch die Mitglieder beschlossen nun: Wir bauen unser Vereinsheim einfach selbst!

Stadt Kaufbeuren kann den Neubau nicht finanzieren

Die Idee entstand gemeinsam mit einer Holzbaufirma aus dem Vereinsumfeld. Für den Grundstücksbesitzer, die Stadt Kaufbeuren, waren die Kosten bisher zu hoch. Sie hatte das alte Vereinsheim zwar versichert und wollte auch das neue bauen. Das Problem: Nach mehreren Jahren Planung standen Baukosten von rund vier Millionen Euro im Raum – so viel ist die Versicherung nicht bereit zu übernehmen. Das war der Moment, als im Verein klar wurde, dass es so nicht weitergehen könnte, erinnert sich Vereinsvorstand Florian Kukla.

Selbst bauen hat einige Vorteile

Also nehmen sie die Sache selbst in die Hand. Und es zeigt sich, im Gegensatz zur Stadt hat der TSV Oberbeuren sogar mehrere Vorteile: Er kann sich für den Bau um hohe Förderungen bewerben, zum Beispiel durch den Bayerischen Landes-Sportverband. Außerdem muss er seine Bauaufträge nicht öffentlich ausschreiben. Dadurch kann die Holzbaufirma aus dem lokalen Umfeld den Auftrag übernehmen und günstiger umsetzen.

Die Versicherung hat die dann für sie geringeren Kosten von zweieinhalb Millionen Euro bereits akzeptiert und auch der Kaufbeurer Stadtrat hat der Lösung bereits zugestimmt. Im letzten Schritt beschloss der Verein den Neubau dann offiziell auf seiner Jahreshauptversammlung. Wenn alles gut geht, könnte im Sommer 2027 wieder ein echtes Vereinsheim auf der Anlage stehen. Und das braucht der TSV Oberbeuren dringend.

Ohne Vereinsheim leidet der Zusammenhalt

Denn laut Vorstand Kukla leidet das Vereinsleben stark unter der Situation, "Verein ist ja auch immer so ein gewisses Bindeglied in der Gesellschaft." In den vergangenen Jahren hätten die Vereinsmitglieder dies dadurch gemerkt, weil "einfach nach dem Sport keine Örtlichkeit mehr da war, um sich auszutauschen". Dadurch sei auch der Zusammenhalt "einfach ein wenig verloren gegangen".

Irgendwann hoffen sie, ist die wohl schlimmste Nacht in der Vereinsgeschichte dann vergessen. Vor fünf Jahren wurde bei Trocknungsarbeiten eine Gasleitung beschädigt. Das Gas konnte unbemerkt austreten, ein Funke löste eine Druckwelle aus, die das komplette Gebäude auf einen Schlag zerstörte. Schwer verletzt wurde zum Glück niemand – aber ein neues Vereinsheim hat der Sportverein im Kaufbeurer Ortsteil Oberbeuren bis heute nicht.

Auf Instagram: TSV Oberbeuren - Endlich Neubau nach Explosion?

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