Zwei Eisbecher stehen auf einem Tablett (Symbolbild)
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Abzocke im Urlaub: So erkennen Sie Touristenfallen

Abzocke im Urlaub: So erkennen Sie Touristenfallen

Taxis, Souvenirs, Getränke, Eis und mehr: In vielen Urlaubsorten drohen Touristenfallen. In welchen Situationen Vorsicht geboten ist und wie Sie nicht darauf hereinfallen. Und: Warum ein Paar aus den USA in Rom für zwei Eis 44 Euro zahlen musste.

Über dieses Thema berichtet: Alle Hits von heute - am Vormittag am .

Eine kurze Taxifahrt wird viel zu teuer, ein Snack kostet ein kleines Vermögen, ein Erinnerungsfoto ist doch nicht umsonst: In solche und ähnliche Touristenfallen geraten Menschen im Urlaub schnell. Ein Überblick über häufige Situationen – und welches Verhalten hilft.

Verpflegung zwischendurch: Eis, Snacks, Getränke

Ein paar gekühlte Getränke am Strand, ein Eis zwischendurch: Verpflegung zwischendurch gehört im Urlaub dazu. Preisschocks drohen, wenn die Kosten im Vorfeld nicht klar sind. Deshalb:

  • vor der Bestellung den Preis erfragen und sich bestätigen lassen
  • bei unklaren Preisen lieber woanders kaufen
  • nicht direkt an einer Sehenswürdigkeit kaufen, oft spart man schon nach wenigen Schritten

Verpflegung im Restaurant: preislose Menüs

Auch im Restaurant kann es im Urlaub unerwartet teuer werden. Immer wieder kommt es besonders an Touristen-Hotspots vor, dass Restaurants mit Menütafeln ohne konkrete Preise werben. Extra zahlen für Brot, Leitungswasser oder Servicepauschalen – ebenfalls keine Seltenheit. Helfen kann:

  • Vollständige Speisekarte anschauen, nicht nur Menütafeln
  • Bei "Preis nach Gewicht" (zum Beispiel für Fisch) nach dem Endpreis fragen
  • Servicegebühr vor der Bestellung klären, sich über Gepflogenheiten vor Ort informieren
  • im Hinterkopf behalten: Je besser die Lage, desto teurer

Am Strand: Liegen und Schirme

Am Strand kann es – sofern er nicht direkt zu einem Hotel oder Campingplatz gehört – ebenfalls Kostenfallen geben. Etwa Strandliegen oder Sonnenschirme, die nach Stunden abgerechnet werden. Oder Vermieter, die zusätzlich den Kauf von (überteuerten) Getränken verlangen. Daher am besten:

  • Online-Bewertungen des Anbieters prüfen und darauf achten, dass diese schlüssig sind
  • Alle Preise vor dem Hinlegen klären, evtl. gleich zahlen

Im Taxi: Fixpreise, Umwege, Zuschläge

Nächster Touristenfallen-Klassiker: Taxifahren im Urlaub. Die Verbraucherzentrale warnt vor "inoffiziellen Taxis", die oft zu überhöhten Preisen fahren (externer Link). "Manche nutzen manipulierte Taxameter, fahren unnötige Umwege oder verlangen nach der Fahrt plötzlich höhere Beträge als abgesprochen." Auch vorher nicht vereinbarte Zuschläge (für eine Nachtfahrt oder mehr als einen Fahrgast) können vorkommen. So sinkt das Risiko:

  • nur offizielle Taxiunternehmen nutzen, etwa über Taxi-Apps
  • auf Taxameter bestehen oder einen Festpreis vereinbaren – und vorab bestätigen lassen
  • bei ungutem Gefühl: Route auf eigener Karten-App vergleichen

Souvenirs: Cent-Waren und "Geschenke"

Ob Blume, Armband, Luftballon, Hilfe beim Fotografieren oder Fotos mit verkleideten Menschen: Die Verbraucherzentrale warnt vor "kostenlosen" Geschenken. Einmal angenommen, verlangen die Anbieter "plötzlich Geld oder werden aufdringlich". Wer das nicht will:

  • kein "Geschenk" in die Hand nehmen
  • wird etwas in die Hand gedrückt, sofort zurückgeben oder ablegen
  • Wertgegenstände schützen, nicht auf lange Diskussionen einlassen

Eintrittskarten und Geldwechsel: Seriös geht vor günstig

An vielen Urlaubsorten lauern Fallen rund um Eintrittskarten und Geldwechsel. Zum Beispiel überteuerte Tickets von Straßenverkäufern, gefälschte Online-Tickets auf inoffiziellen Websites, "Sonderangebote" mit versteckten Gebühren oder Wechselstuben mit hohen Zuschlägen. Das hilft:

  • Tickets für Sehenswürdigkeiten nur über offizielle Kassen, Websites oder Tourist-Infos kaufen
  • beim Geldwechsel seriöse Banken nutzen, vorher Kurse und Gebühren klären
  • bei Kartenzahlung möglichst in der Landeswährung zahlen – nicht in Euro, um schlechte Umrechnungskurse zu vermeiden

Was tun, wenn die Touristenfalle doch zugeschnappt hat?

Manchmal kommen Erkenntnis und Ärger erst, wenn die Situation vorbei ist. Bei Straßenverkäufern oder anderen Fällen im Stadtgewusel oder am Strand ist es dann in der Regel zu spät.

Anders ist es womöglich bei Touristenfallen in Restaurants oder bei Taxifahrten. Bei klar irreführenden Preisen oder aggressiven Methoden können in der EU die Europäischen Verbraucherzentren kostenfrei bei Beschwerden helfen. Das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland finden Sie hier (externer Link). Dafür braucht man Belege und idealerweise Fotos von Preis- oder Menütafeln vor Ort.

44 Euro für zwei Eis in Rom – bitte was?

Aktueller Anlass für die Aufregung über Touristenfallen: Ein US-amerikanisches Paar musste in Rom 44 Euro für zwei Eis zahlen. Die Frau wollte nach eigenen Angaben eigentlich nur zwei Eis mit jeweils zwei Kugeln bestellen. Nach ihren Angaben wurde bei ihr der Eindruck erweckt, Extras wie Sahne oder ein kleines Macaron seien kostenlos. Schon der Preis für eine einzige Eiskugel betrug demnach vier Euro.

Dieser Artikel ist erstmals am 13. Juni 2026 auf BR24 erschienen. Das Thema ist weiterhin aktuell. Daher haben wir diesen Artikel erneut publiziert.

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