Die Bundeswehr hat in den vergangenen Jahren eine Zunahme von Drohnensichtungen verzeichnet. "Seit Beginn der völkerrechtswidrigen russischen Vollinvasion der Ukraine im Februar 2022 hat das Meldeaufkommen auch zu Drohnensichtungen mit Bezug zur Bundeswehr deutlich zugenommen und sich verstetigt", sagte ein Sprecher des Operativen Führungskommandos dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
Immer mehr hybride Bedrohungen
Demzufolge ging es dabei um einzelne der Flugobjekte, teils aber auch um ganze Schwärme. Das sicherheitspolitische Umfeld in Deutschland und Europa habe sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert, so der Sprecher weiter. Deutschland sehe sich täglich hybriden Bedrohungen wie Desinformation, Cyberangriffen, Spionage oder Sabotage ausgesetzt.
Zuletzt war in der vergangenen Woche bekannt geworden, dass über einem Militärstützpunkt in Mechernich in Nordrhein-Westfalen zwei Drohnen gesichtet worden waren. Der Fall wurde laut Bundeswehr an die Polizei übergeben.
Dobrindt erweitert Drohnenabwehr
Zudem hatte in der vergangenen Woche eine mit Sprengstoff und Zünder bestückte Drohne am Flughafen Leipzig/Halle – in der Nähe ukrainischer Transportflugzeuge – für erheblichen Wirbel gesorgt. Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen an sich gezogen.
Als Reaktion auf den Drohnen-Vorfall am Leipziger Flughafen verdoppelt Bundesinnenminister Alexander Dobrindt die Anti-Drohnen-Einheit der Bundespolizei. So sollen im Gemeinsamen Drohnenabwehrzentrum (GDAZ) künftig 300 statt 150 Einsatzkräfte für die Drohnenabwehr zur Verfügung stehen.
Mit Informationen von dpa
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