Die Bundeswehr schickt jungen Männern und Frauen des Geburtsjahrgangs 2008 seit Jahresanfang Fragebögen zum Wehrdienst. Etwa ein Viertel von ihnen hat seither darauf geantwortet. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf Koalitionskreise. Von den jungen Frauen waren es demnach nur sechs Prozent, bei den Männern jedoch etwa 50 Prozent. Letztere sind allerdings auch zu einer Antwort innerhalb von vier Wochen verpflichtet. Aus den Zahlen geht noch nicht hervor, wie viele von ihnen zu einem Dienst in der Bundeswehr bereit wären.
Wehrdienst soll Bundeswehr personell stärken
Nach der seit Jahresanfang geltenden Wehrdienstreform müssen alle 18-jährigen jungen Männer den Fragebogen ausfüllen und anschließend zur Musterung erscheinen. Derzeit dürfen sie sich aber noch freiwillig für den Wehrdienst entscheiden. Allerdings ist als Ziel ausgegeben, dass im Jahr 2035 255.000 bis 270.000 Personen bei der Bundeswehr Dienst tun. Derzeit sind es noch gut 184.000. Falls sich in der Zwischenzeit zeigt, dass dieses Ziel nicht erreicht wird, könnte eine sogenannte Bedarfswehrpflicht kommen.
Anfang Februar hatte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) erklärt, dass rund 40.000 Fragebögen verschickt worden seien. Zwar ließen sich wohl erst in einigen Monaten Rückschlüsse auf die Bereitschaft junger Männer und Frauen zu einem Dienst in der Bundeswehr ziehen. Er sei dennoch zuversichtlich, auch künftig auf eine allgemeine Wehrpflicht verzichten zu können. Viele Experten und Verteidigungspolitiker in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion bezweifeln das.
Mit Informationen von AFP
Im Video: Post von der Bundeswehr: Die Jugend und der neue Wehrdienst
Post von der Bundeswehr: Die Jugend und der neue Wehrdienst
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