Unglücksstelle in Tomblaine: Elf Tote bei Flugzeugabsturz im Osten Frankreichs
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Unglücksstelle in Tomblaine: Elf Tote bei Flugzeugabsturz im Osten Frankreichs
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Elf Tote bei Flugzeugabsturz im Osten Frankreichs

Elf Tote bei Flugzeugabsturz im Osten Frankreichs

Bei einem Flugzeugabsturz nahe Nancy, im Osten Frankreichs, sind zehn Teilnehmer eines Fallschirmkurses sowie der Pilot ums Leben gekommen. Die Ursache des Unglücks ist unklar. Es ist eines der folgenschwersten Kleinflugzeug-Unglücke in Frankreich.

Über dieses Thema berichtet: Bayern-2-Nachrichten am .

Beim Absturz eines zivilen Flugzeugs in Nordostfrankreich sind am Sonntag elf Menschen ums Leben gekommen. Die Maschine sei gegen 11.00 Uhr in einem Gewerbegebiet nahe der Stadt Nancy abgestürzt, sagte der Präfekt des Départements Meurthe-et-Moselle, Yves Séguy, vor Journalisten in der Nähe der Unglücksstelle. Rettungskräfte seien sofort im Einsatz gewesen. Unbeteiligte kamen offenbar nicht zu Schaden. Es handelt sich um eines der folgenschwersten Unglücke mit einem Kleinflugzeug in Frankreich.  

Fallschirmspringer an Bord

Das in Deutschland registrierte Flugzeug vom Typ Pilatus stürzte auf einer Grünfläche nahe der Start- und Landebahn des Flugplatzes Nancy-Essey ab, wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Bei den zehn ums Leben gekommenen Passagieren handelt es sich dem Präfekten Yves Séguy zufolge um fünf Ausbilder und fünf Teilnehmer eines Fallschirmsprungkurses. Sie wollten Tandemsprünge absolvieren. Die fünf Kursteilnehmer waren laut Behördenangaben freiberufliche Mitarbeitende des Gesundheitswesens. Thierry Pechey von der Krankenpflegekammer in Meurthe-et-Moselle sagte: "Es handelt sich um Kollegen, die beschlossen hatten, einen ersten Fallschirmsprung zu wagen - vermutlich um sich zu entspannen, denn wir haben gerade schwierige Zeiten wegen der Hitzewelle". Der Fallschirmsprungkurs war demnach vom Verein Tandemotion organisiert worden. Einige der Opfer hätten den Sprung als "Geschenk bekommen", sagte François Pélissier laut der Zeitung "L’Est républicain".

Spekulationen zur Unglücksursache

Ich habe gesehen, wie das Flugzeug aufstieg, es flog mit der Nase nach oben, und dann war plötzlich kein Geräusch mehr zu hören und es verschwand nach rechts", berichtete ein Zeuge. Der Bürgermeister von Tomblaine, Hervé Féron, bestätigte, das Flugzeug sei "steil" und "auf unerklärliche Weise während der Steigphase" abgestürzt.

Die Unglücksursache war zunächst unklar. Der ehemalige Präsident der französischen Flugsicherheitsbehörde Jean-Paul Troadec vermutet, dass es zu einem Triebwerksausfall gekommen sein könnte. Auch könnte seinen Angaben zufolge eine ungünstige Verteilung der Passagiere im Flugzeug zu einem Ungleichgewicht geführt haben. Troadec schließt zudem nicht aus, dass der Pilot einen Schwächeanfall erlitten haben könnte - "eine Annahme, die wir sicherlich prüfen werden, da es sehr heiß war".

Staatsanwaltschaft ermittelt

Das Flugzeug sei nicht mit einer Blackbox ausgestattet gewesen, doch die Ermittler der Flugsicherheitsbehörde würden sich vermutlich auf Videos stützen können, die mit Smartphones im Inneren des Flugzeugs oder von Zeugen am Boden aufgenommen wurden, erklärte Troadec. 

Nach Angaben der Behörden wurde der Bereich um die Unglücksstelle in Tomblaine weiträumig abgesperrt. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste sind mit einem Großaufgebot im Einsatz, um die Bergungsarbeiten zu unterstützen und den Unfallhergang zu rekonstruieren. Auch die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen aufgenommen.

Mit Material von dpa.

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