Temperaturrekord von Samstag erneut eingestellt
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Eine Frau füllt ihre Flasche an einem Trinkwasserspender auf.
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Eine Frau füllt ihre Flasche an einem Trinkwasserspender auf.

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Wetter-Ticker: Hitzerekord in Deutschland erneut gebrochen

Wetter-Ticker: Hitzerekord in Deutschland erneut gebrochen

Den dritten Tag in Folge ist in Deutschland ein neuer Temperaturhöchstwert gemessen worden. Gegen 16.00 Uhr meldete die Station des Deutschen Wetterdienstes im brandenburgischen Coschen einen Wert von 41,7 Grad. Die News im Ticker.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Die wichtigsten Wetter-/Hitze-News im Überblick

  • Hitzerekord in Deutschland erneut gebrochen (16.10 Uhr)
  • DWD warnt vor Unwetter in Teilen Bayerns (16.00 Uhr)
  • Waldbrände im Kreis Schwandorf - Waldbrandgefahr in Bayern (11.08 Uhr)
  • In Nürnberg können keine Straßenbahnen mehr fahren (23.34 Uhr, 27.06.26)
  • Zum Artikel: Heat Dome: Deshalb ist es in Europa gerade so heiß

22.55 Uhr: 41,9 Grad - Tschechien verzeichnet zweiten Tag in Folge Hitzerekord

Tschechien hat den zweiten Tag in Folge einen Hitzerekord verzeichnet. Laut dem nationalen Wetterdienst CHMI stieg das Quecksilber an einer Wetterstation in Doksany nördlich von Prag auf 41,9 Grad. Bereits am Samstag war dort eine Rekordtemperatur von 40,8 Grad gemessen worden. 

19.13 Uhr: Gleise auf Bahnstrecke verformt - Sperrung im Kreis Cham

Im Landkreis Cham haben sich am Wochenende in der Hitze Gleise verformt, auf denen die Oberpfalzbahn fährt. Das teilte die Betreiberin Länderbahn am Sonntag mit. Die Strecke zwischen Cham und Bad Kötzting wurde in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Für den Schülerverkehr am Montagmorgen habe man zwei Ersatzbusse organisiert. Ansonsten sei am Sonntag und Montag kein Ersatzverkehr mit Bussen möglich. Zwischen Bad Kötzting und Lam verkehren die Züge. Hitze ist ein häufiger Auslöser für Gleisverwerfungen.

17.35 Uhr: WHO-Chef: Europa ist nicht auf extreme Hitze vorbereitet

Der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, hat die europäischen Länder angesichts der extremen Hitze zu mehr Vorsorge aufgerufen. Hitzestress werde oft als "stiller Killer" bezeichnet, schrieb er am Sonntag auf der Plattform X. Wohnungen, Arbeitsplätze und Schulen in Europa seien nicht auf extreme Temperaturen ausgelegt. Tedros forderte die Länder des Kontinents auf, Aktionspläne zum Gesundheitsschutz bei Hitze umzusetzen. Europa sei der sich am schnellsten erwärmende Kontinent der Erde, erhitze sich doppelt so schnell wie im globalen Durchschnitt. Eine Hitzewelle, wie sie früher als einmaliges Ereignis einer Generation gegolten habe, trete inzwischen fast jedes Jahr auf, schrieb er.

17.14 Uhr: Kitzingen erneut Temperatur-Spitzenreiter in Bayern

Das unterfränkischen Kitzingen ist am Sonntag laut Daten des ARD-Wetterkompetenzzentrums erneut Temperatur-Spitzenreiter in Bayern. Die Thermometer kletterten dort auf 40,2 Grad. Am Freitag und Samstag hatte der Deutsche Wetterdienst dort 40,8 Grad gemessen. Mit 39,9 Grad nur geringfügig kühler war es am Sonntag im mittelfränkischen Möhrendorf bei Erlangen und mit 39,7 Grad in Schwandorf in der Oberpfalz.

16.10 Uhr: Wieder Temperaturrekord in Deutschland - 41,7 Grad in Ost-Brandenburg

In Deutschland ist den dritten Tag in Folge ein neuer Temperaturhöchstwert gemessen worden. Gegen 16.00 Uhr meldete die Station des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im brandenburgischen Coschen an der polnischen Grenze einen Wert von 41,7 Grad. Am Freitag war ein erster Höchstwert mit 41,3 Grad in Saarbrücken gemessen worden, am Samstag dann mit 41,5 Grad in Drewitz, Sachsen-Anhalt.

Der DWD selbst spricht bei diesen Zahlen nicht von "Rekorden", da die Werte noch vorläufig sind. "Eine Qualitätskontrolle dieser Messwerte ist noch nicht erfolgt und wird noch vorgenommen", erklärte der Dienst. Die offizielle Bestätigung, ob tatsächlich ein neuer Temperaturrekord vorliegt, dürfte erst nach dem Wochenende vorliegen.

16.00 Uhr: DWD warnt vor Unwetter in Teilen Bayerns

In Teilen Bayerns drohen schwere Gewitter. Für die nördliche Oberpfalz gab der Deutsche Wetterdienst am Nachmittag eine Unwetterwarnung heraus. Erwartet wurden heftiger Starkregen, Sturmböen und Hagel. Einzelne örtliche, teils kräftige gewittrige Regenzellen sind im Lauf des Tages auch noch in anderen Regionen möglich. Am Montag steigt die Unwettergefahr weiter. Mehr Informationen finden Sie hier.

15.46 Uhr: Hitze behindert Straßenbahnverkehr in Nürnberg und Würzburg

Die Straßenbahnen der Nürnberger VAG stehen derzeit aufgrund der Hitze still. Die Masse zwischen Gleis und Asphalt hat sich so stark erhitzt, dass sie an den Radreifen der Straßenbahn kleben geblieben ist. Die Klumpen verschmutzen die Schienen und müssen per Hand frei gekratzt werden, was aufgrund der Temperaturen derzeit nicht möglich ist. Erst wenn es abgekühlt hat, können die rund 40 Kilometer Straßenbahnstrecken wieder frei gemacht werden. Am Montag zu Betriebsbeginn werden deshalb noch keine Straßenbahn fahren können, sondern der Ersatzverkehr weiterlaufen. Im Laufe des Tages sollen die Strecken wieder freigegeben werden.

Auch in Würzburg verkehren wegen Hitzeschäden zwischen Hauptbahnhof und Grombühl sowie der Zellerau fahren keine Bahnen mehr.heute keine Straßenbahnen, teilte die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH mit. Auch hier können Fahrgäste auf Ersatzbusse umsteigen.

15.39 Uhr: Wetterdienst: Temperaturrekord von Samstag bereits erneut eingestellt

Der am Samstag neu aufgestellte Hitzerekord in Deutschland ist am Sonntagnachmittag erneut eingestellt worden. Im sächsischen Bad Muskau an der Grenze zu Polen und Brandenburg wurde gegen 15.00 Uhr ein Wert von 41,5 Grad gemessen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Dies ist die höchste jemals gemessene Temperatur in Deutschland, sie war am Samstag gegen 16.30 Uhr bereits in Drewitz in Sachsen-Anhalt erreicht worden.

Da die Temperaturen am Sonntag noch weiter steigen könnten, könnte den dritten Tag infolge ein neuer Höchstwert erreicht werden. Am Freitagnachmittag um 17.00 Uhr war mit 41,3 Grad in Saarbrücken bereits ein neuer Rekordwert gemessen worden. 

14.30 Uhr: Waldbrand im Manteler Forst

In der nördlichen Oberpfalz ist am Sonntagmorgen ein Waldbrand im Manteler Forst ausgebrochen. Laut Polizei waren mehr als eineinhalb Hektar Wald nahe der Gemeindegrenze zu Parkstein und Weiden betroffen. Ein Anwohner hatte eine dichte Rauchsäule bemerkt. Rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehren, Bergwacht und Rettungsdienst rückten an.

Sie mussten nicht nur gegen die Flammen kämpfen, sondern auch einen Pendelverkehr für die Löschwasserversorgung aufbauen, in den auch Landwirte mit Tankfahrzeugen eingebunden waren. Zur Überwachung des Feuers kam eine Drohne zum Einsatz. Am Mittag war der Brand gelöscht, es folgten noch kleinere Nachlöscharbeiten. Die Brandursache ist laut der Polizeiinspektion Neustadt an der Waldnaab noch unklar. Der Manteler Forst ist eines der bedeutendsten Waldgebiete der Oberpfalz.

13.32 Uhr: Ein Toter bei Unwetter in Belgien

Nach mehreren Tagen außergewöhnlicher Hitze ist in Belgien ein Mann bei schweren Gewittern in der Nacht ums Leben gekommen. Belgischen Medienberichten zufolge wurde er getötet, als ein Baum in La Hulpe bei Brüssel auf sein Auto stürzte. In der Hauptstadt selbst musste die Feuerwehr fast hundert Mal wegen umgestürzter Bäume oder überfluteter Straßen ausrücken.

12.43 Uhr: Hitzerekord in Dänemark und hohe Temperaturen im Süden von Schweden

Dänemark hat einen neuen Hitzerekord: Mit 37 Grad war der Samstag der heißeste Tag seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Gemessen wurde die Temperatur laut dänischen Medienberichten sowohl in Odum nördlich der Stadt Aarhus in Ostjütland als auch am Flughafen H.C. Andersen, der nördlich von Odense auf der Insel Fünen liegt.

Hohe Temperaturen verzeichneten am Wochenende auch Meteorologen im Nachbarland Schweden. In Schonen, der südlichsten Provinz, wurde in Osby eine Temperatur von 36,8 Grad gemessen. Malmö, die drittgrößte Stadt des Landes, erreichte 35,1 Grad. Den landesweiten Hitzerekord brach Schweden bisher aber nicht.

12.30 Uhr: Zugverkehr im Raum Kaufbeuren wieder normal unterwegs

Die Züge im Raum Kaufbeuren verkehren wieder regulär. Die Strecke zwischen Buchloe und Kempten ist nach Angaben der Deutschen Bahn wieder vollständig freigegeben. Laut eines Konzernsprechers war es nur zu geringfügigen Verzögerungen bei einigen wenigen Zügen gekommen.

12.17 Uhr: Wegen Blitzschlag - Zugverkehr im Raum Kaufbeuren eingeschränkt

Wegen Blitzeinschlägen ist der Zugverkehr im Raum Kaufbeuren derzeit stark eingeschränkt. Das teilte die DB Regio mit. Zwischen Buchloe und Günzach sind die Züge mit verminderter Geschwindigkeit unterwegs. Fahrgäste müssten mit hohen Verspätungen und kurzfristigen Zugausfällen rechnen. Betroffen sind die Regionalexpresse 9, 70 und 79.

Im Audio: Grüne fordern Hitze-Aktionsplan

Eine Gruppe joggt bei Sonnenaufgang über den Eisernen Steg in Frankfurt am Main (Symbolbild)
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Grüne fordern Hitze-Aktionsplan (Symbolbild)

11.08 Uhr: Waldbrände im Kreis Schwandorf - Waldbrandgefahr in Bayern

Im Landkreis Schwandorf haben Waldbrände auf Tausenden Quadratmetern bis in den Abend zahlreiche Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und Rettungsdienst gefordert. Laut Polizei stand bei Pfreimd eine rund 8.000 Quadratmeter große Waldfläche in steiler Hanglage in Flammen. Außerdem brannten nördlich der Gemeinde Stulln etwa 7.000 Quadratmeter Waldfläche.

In weiten Teilen Bayerns ist die Waldbrandgefahr laut dem Deutschen Wetterdienst heute hoch bis sehr hoch. So herrscht beispielsweise in Schwandorf, Kitzingen und Amberg-Unterammersricht aktuell die höchste Waldbrand-Gefahrenstufe fünf.

10.45 Uhr: Baby sperrt sich bei Hitze versehentlich selbst im Auto ein

Bei hohen Temperaturen hat sich ein Baby in Oberfranken selbst im Auto eingeschlossen. Der Vater gab seinem acht Monate alten Sohn am Samstag den Autoschlüssel, während er einige Gegenstände in den Kofferraum einlud. Der Junge betätigte den Knopf für die Zentralverriegelung, wie die Polizei mitteilte. Zu diesem Zeitpunkt stand das Auto in der Sonne und die Außentemperatur betrug 28 Grad. Weil der Mann keinen Zweitschlüssel für den Wagen in der Nähe hatte, rief er die Feuerwehr. Einsatzkräfte schlugen die Scheibe ein und retteten das Kind nach einer Viertelstunde aus dem Auto. Der acht Monate alte Junge blieb den Angaben zufolge unverletzt.

10.31 Uhr: Hitzewelle - Frankreich verzeichnet etwa 1.000 zusätzliche Todesfälle

In Frankreich haben die Gesundheitsbehörden während der aktuellen Hitzewelle seit Mittwoch etwa 1.000 zusätzliche Todesfälle im Vergleich zu den Vormonaten verzeichnet. Laut einer Mitteilung der Gesundheitsbehörde Santé publique France vom Sonntag starben vor allem ältere Menschen ab 65 Jahren. Die Zahlen seien vorläufig und wahrscheinlich zu niedrig angesetzt, hieß es. Nach elf Tagen außergewöhnlicher Hitze mit mehr als 40 Grad in vielen Teilen des Landes sanken die Temperaturen in Frankreich am Sonntag derweil wieder etwas.

09.25 Uhr: Uni-Lauf in Bamberg kurzfristig abgesagt

Aufgrund der anhaltenden Hitze findet der für heute geplante Uni-Lauf in Bamberg nicht statt. Die Gesundheit und Sicherheit der Teilnehmenden sowie aller Helferinnen und Helfer habe oberste Priorität, teilte die Otto-Friedrich-Universität am Freitag mit. Trotz der im Vorfeld geplanten Hitzeschutzmaßnahmen sei eine verantwortungsvolle Durchführung der Veranstaltung nicht möglich. Der Uni-Lauf soll später im Jahr nachgeholt werden. Ein Termin steht noch nicht fest

08.51 Uhr: Schlauchbootrennen in Schweinfurt wegen Hitze verkürzt

Wegen der anhaltenden Hitze wurde das heute auf dem Main in Schweinfurt geplante "Rowdy River Raft Race" kurzfristig verkürzt. Das Schlauchbootrennen endet schon um 15 Uhr, statt wie geplant um 18 Uhr, teilte der veranstaltende Rotary Club Schweinfurt-Petersstirn am Morgen mit. Entsprechend finden auch die Siegerehrungen der Benefizveranstaltung früher statt.

Über 40 Mannschaften wollen bei dem um 10 Uhr startenden Rennen in Schlauchbooten der Bundeswehr antreten. Für Abkühlung an der Gutermann-Promenade sorgen Sprühnebler und die Freiwillige Feuerwehr Schweinfurt mit Mainwasser. Außerdem gibt es Wasserstationen zum Abkühlen und kostenloses Trinkwasser. Das Raftrace-Team appelliert an die Besucher auf übertriebenen Alkoholkonsum zu verzichten.

08.46 Uhr: Heißeste Nacht Bayerns wieder in Sandberg

Das unterfränkische Sandberg in der Rhön hat wieder eine Rekordnacht hinter sich: Die Temperaturen kühlten sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf nur 25,3 Grad ab, meldet das ARD Wetterkompetenzzentrum Frankfurt. Das ist die heißeste jemals gemessene Juni-Nacht in Bayern. Damit hat Sandberg den eigenen Rekord mit 24,7 Grad von der Nacht zuvor getoppt.

08.41 Uhr: DWD - Nochmal sehr heiß und Unwettergefahr

Wer sich bei der Hitze am See oder im Freibad erfrischen möchte, sollte am Sonntag rechtzeitig starten. Ab dem Nachmittag könnte es nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdiensts (DWD) kräftig gewittern. Dabei kann es vielerorts Starkregen, Hagel und stürmische Böen geben. Teilweise besteht Unwettergefahr.

Mit Höchstwerten von 35 bis 40 Grad in Nordbayern und 32 bis 39 Grad in Südbayern wird es laut DWD auch am Sonntag wieder sehr heiß – aber der Bayern-Rekordwert von 40,8 Grad dürfte wohl nicht mehr geknackt werden. Dazu weht mäßiger, im Tagesverlauf auffrischender Wind. Später bringen Gewitter Sturmböen mit sich. Die Wetterfachleute rechnen ab dem Nachmittag vielerorts mit Starkregen. Dabei können um die 20 Liter, teilweise sogar bis zu 30 Liter pro Quadratmeter binnen kurzer Zeit fallen.

Der Montag beginnt dem DWD zufolge mit starker Bewölkung, viel Regen und örtlich auch kräftigen Gewittern. Es bleibt sommerlich warm, aber deutlich kühler im Vergleich zum Wochenende: Die Höchstwerte liegen demnach in Südbayern zwischen 26 und 32 Grad, in Nordbayern bei 26 bis 31 Grad.

Sonntag, 28. Juni 2026

 Ein Außenthermometer hinter einem blauen Himmel (Symbolbild).
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Die Hitze macht erfinderisch: Ein Bauer, der mit einer Schneekanone für Abkühlung sorgt und ein Markt, der die Hitze managt (Symbolbild).

23.34 Uhr: In Nürnberg können keine Straßenbahnen mehr fahren

Durch die große Hitze können in Nürnberg vorübergehend keine Straßenbahnen mehr fahren. Das teilte die VAG am späten Samstagabend mit. Wegen der hohen Temperaturen sei der Straßenbelag an einigen Stellen weich geworden, sodass Straßenbahnen nicht mehr sicher fahren können, heißt es weiter. Da auch am Sonntag mit extremer Hitze zu rechnen sei, wird auch bis in die Nacht zum Montag (2 Uhr) der Straßenbahnbetrieb eingestellt. Ein Ersatzverkehr mit Bussen und Taxis werde eingerichtet. Mit Hitzeschäden haben beispielsweise auch die Leipziger Verkehrsbetriebe zu kämpfen, auch dort stehen die Straßenbahnen still.

20.40 Uhr: Bayern hält Temperaturrekord – Wieder 40,8 Grad in Kitzingen

Bayern hat den Temperaturrekord von Freitag auch am Samstag gehalten. Der vorläufige Höchstwert des Tages sei um 15.20 Uhr in Kitzingen mit 40,8 Grad gemessen worden, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf Anfrage mit. Bereits am Freitag hatte die Messstation in Unterfranken mit 40,8 Grad einen vorläufigen Rekordwert für Bayern gemeldet. 

Den zweithöchsten Wert des Tages stellte der DWD um 16.40 Uhr in Kahl am Main mit 40,7 Grad fest. Es handelt sich allerdings ebenfalls um vorläufige Werte - sie könnten vom Wetterdienst im Nachhinein noch korrigiert werden.

Im Video: So geht’s weiter mit der Hitze

Wie geht es weiter mit dem Wetter? Drohen nach einer solchen Hitzewelle auch kräftige Unwetter? ARD-Wetter-Expertin Claudia Kleinert informiert.
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Wie geht es weiter mit dem Wetter? Drohen nach einer solchen Hitzewelle auch kräftige Unwetter? ARD-Wetter-Expertin Claudia Kleinert informiert.

19.30 Uhr: Großbrand in Eschenlohe

Mitten im Ortskern von Eschenlohe im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist am späten Nachmittag eine Tenne komplett abgebrannt. Das Feuer schlug direkt neben der Kirche meterhoch in den Himmel. Mehr als 300 Einsatzkräfte waren unter extremen Hitzebedingungen im Großeinsatz. Der Brand ist inzwischen gelöscht.

17.35 Uhr: Hitze lässt Temperaturrekorde in Europa schmelzen

Die Hitzewelle hat sich weiter nach Mittel- und Osteuropa verlagert und in mehreren Ländern für Temperaturrekorde gesorgt. Von der Schweiz über Tschechien bis Dänemark meldeten Wetterdienste am Samstag Höchstwerte. Auch in den nordischen Ländern, die nicht für extrem heiße Sommer bekannt sind, wurden ungewöhnlich hohe Temperaturen gemessen. Der dänische Wetterdienst meldete in Ødum nördlich von Aarhus 37 Grad – den höchsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1874. In der Schweiz wurde in Basel mit 38,8 Grad ein neuer Rekord gemessen.

17.05 Uhr: Großflächiger Waldbrand in Pfreimd

Bei Pfreimd im Landkreis Schwandorf ist ein Waldbrand ausgebrochen. Auf einer Fläche von rund 8.000 Quadratmetern stand Wald in Flammen, wie die Polizei mitteilte. Ein Polizeihubschrauber bekämpfte das Feuer aus der Luft. Ortschaften befinden sich den Angaben zufolge nicht in der Nähe des abgelegenen Brandgebiets. Rund 200 Kräfte waren im Einsatz. Wegen der Trockenheit und Hitze der vergangenen Tage steigt die Waldbrandgefahr in Bayern. Der Deutsche Wetterdienst stuft die Waldbrandgefahr für den Freistaat als hoch ein. Am Sonntag wird in manchen Regionen die höchste Gefahrenstufe 5 erwartet, das Risiko wird damit als sehr hoch eingeschätzt.

16.46 Uhr: Hitzerekord in Deutschland nach vorläufigen Daten mit 41,5 Grad erneut gebrochen

In Deutschland ist am Samstag nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erneut ein Hitzerekord aufgestellt worden. Die Messstation in Drewitz im Jerichower Land in Sachsen-Anhalt habe gegen 16.30 Uhr eine Temperatur von 41,5 Grad verzeichnet, sagte ein DWD-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP. Am Freitag war mit 41,3 Grad in Saarbrücken bereits ein neuer Rekordwert gemessen worden.

Auch die Messstation im Saarbrücker Stadtteil Burbach wies dem Sprecher zufolge am Samstag mit 41,4 Grad erneut einen höheren Wert aus. Zuvor waren zudem im rheinland-pfälzischen Andernach und in Genthin in Sachsen-Anhalt sehr hohe Temperaturen von 41,1 Grad gemessen worden. Nicht ausgeschlossen ist, dass die Temperaturen am Samstag noch weiter steigen. Der Rekord am Freitag war gegen 17.00 Uhr gemessen worden.

Die Daten sind allerdings noch vorläufig. Insbesondere bei möglichen neuen Temperaturrekorden würden die Messstationen stets kontrolliert, sagte der DWD-Sprecher. Die offizielle Bestätigung, ob tatsächlich ein neuer Temperaturrekord vorliegt, dürfte daher erst nach dem Wochenende vorliegen. Frühere Berechnungsmodelle des DWD hatten bereits für Samstag die Möglichkeit ergeben, dass sogar die 42 Grad geknackt werden könnten.

15.45 Uhr: Hitzeschäden bremsen Verkehr auf Autobahnen

Geplatzte Fahrbahndecken, Sperrungen, Tempolimits – Hitzeschäden bremsen auf den Autobahnen in Deutschland teilweise den Verkehr aus. Nach einer Liste des ADAC sind zurzeit mehrere Autobahnen betroffen. In vielen Bundesländern kommt es zu Sperrungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen. 

So gibt es etwa auf der A93 in Bayern zwischen Weiden-Süd und Luhe-Wildenau in Richtung Regensburg Fahrbahnschäden, weshalb der linke Fahrstreifen voraussichtlich bis kommende Woche gesperrt ist, wie der ADAC mit Verweis auf Informationen der Autobahn GmbH des Bundes berichtet. Reparaturen sind auch auf der A9 bei Ingolstadt in beide Richtungen nötig.

Zum Nachschauen: BR24live zur aktuellen Hitzewelle

Hitze in Bayern: Ein Thermometer zeigt Temperaturen über 30 Grad und eine Person, die aus einer Wasserflasche trinkt  (Symbolbild)
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Hitze in Bayern (Symbolbild)

15.02 Uhr: Rettungskräfte in Bayern wegen Hitze stark gefordert

In Bayern sind die Rettungskräfte aufgrund der hohen Temperaturen stark gefordert. "Hitzebedingte Einsätze, etwa wegen Kreislaufproblemen, Dehydrierung oder Erschöpfung, nehmen zu", sagte ein Sprecher des Bayerischen Roten Kreuzes am Samstag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in München.

Auch bei zahlreichen Großveranstaltungen sei das Bayerische Rote Kreuz an diesem Wochenende im Einsatz. "In vielen Fällen wurden die Kräfte wetterbedingt deutlich aufgestockt, um vorbereitet zu sein", so der Sprecher. "Zudem behalten wir auch die Situation auf den Autobahnen im Blick: Gerade bei Staus können Hitze, fehlender Schatten und lange Wartezeiten schnell zu medizinischen Notfällen führen, da man im Stau der Hitze schutzlos ausgeliefert ist."

14.52 Uhr: Fällt heute erneut ein Hitzerekord?

Noch hält die Rekordmarke aus Saarbrücken-Burbach: Der vorläufige Spitzenwert von Freitag mit 41,3 Grad Celsius sei bislang nicht erreicht, teilte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf Anfrage mit. In gleich mehreren Bundesländern ist den Angaben zufolge aber bereits die 40-Grad-Marke geknackt worden. Kurz nach 14 Uhr meldete die Wetterstation Möckern-Drewitz in Sachsen-Anhalt demnach 40,5 Grad. Knapp darunter seien es aktuell in Waghäusel-Kirrlach in Baden-Württemberg 40,4 Grad. Auch Bayern schwitzt: 40,2 Grad verzeichnet die Wetterstation in Kahl am Main.

"Es kann gut sein, dass der Hitzerekord heute noch geknackt wird. Es sind ja noch ein paar Stunden und es liegt auf jeden Fall im Bereich des Möglichen." Eine erste Abfrage der Deutschen Presse-Agentur hatte bereits um kurz vor 12.00 Uhr Temperaturen von 36 Grad ergeben, etwa im niedersächsischen Faßberg. Die ungewöhnlich frühen Temperaturen über 30 Grad seien dadurch zu erklären, dass es nachts nicht so gut abgekühlt habe, hieß es. Auch die Böden und die Oberflächen in den Städten gäben Wärme ab.

14.37 Uhr: Rettungsdienste der Malteser laufen trotz Hitze normal

Bei den Rettungsdiensten der Malteser herrscht trotz der großen Hitze eine relativ normale Arbeitsbelastung. "Wir haben in der einen oder anderen Stadt ein bisschen mehr Personal im Einsatz oder mehr Fahrzeuge in Betrieb genommen", sagte ein Sprecher am Samstag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). "Bisher ist es aber tatsächlich so, dass nur partiell mehr Einsätze gefahren werden."

In der nordrhein-westfälischen Metropole Köln hatte die Feuerwehr am Samstagnachmittag mitgeteilt, man sei an der Kapazitätsgrenze angelangt. Neben zahlreichen zusätzlichen Rettungs- und Notarzteinsatzfahrzeugen unterstützten derzeit auch Löschfahrzeuge der Feuerwehr den laufenden Rettungsdienstbetrieb. "Nach zehn aufeinanderfolgenden Tagen mit extremer Hitze und ohne nennenswerte nächtliche Abkühlung ist die Lage ernst."

14.30 Uhr: Was der Deutsche Wetterdienst prognostiziert

Auch am Sonntag erwarten die Menschen von Franken bis nach Brandenburg wieder hohe Temperaturen: 39 bis 41 Grad, in der Lausitz bis 42 Grad, melden die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes. Im Rest des Landes "fallen" die Temperaturen auf Höchstwerte zwischen 32 und 38 Grad. Im Tagesverlauf besteht die Gefahr schwerer Gewitter mit schweren Sturmböen, heftigem Starkregen und großkörnigem Hagel. Richtung Osten und Südosten ist es demnach länger sonnig und trocken.

13.41 Uhr: Tausende feiern trotz Hitze beim CSD in München

In München ist bei Temperaturen um die 36 Grad die diesjährige CSD-Demonstration angelaufen. Trotz der Hitze laufe bislang alles gut, sagte ein Sprecher des Veranstalters. Ob sich die hohen Temperaturen negativ auf die Teilnehmerzahl auswirken, ist den Angaben nach noch nicht absehbar. Der Veranstalter rechnet mit 300.000 bis 500.000 Menschen.

Größere Zwischenfälle wegen der Hitze habe es bislang nicht gegeben, sagte Conrad Breyer vom CSD München. Die Veranstalter hatten wegen der außergewöhnlich hohen Temperaturen unter anderem Trinkwasserspender und Wassersprühstationen aufgestellt. Die Polizei empfahl allen Zuschauerinnen und Zuschauern, nach schattigen Plätzen zu suchen, um die Parade zu verfolgen.

Unter dem Motto "Unsere Vielfalt. Unsere Stärke" zogen rund 200 Gruppen beim Münchner CSD durch die Stadt und warben für Toleranz und Offenheit.
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Unter dem Motto "Unsere Vielfalt. Unsere Stärke" zogen rund 200 Gruppen beim Münchner CSD durch die Stadt und warben für Toleranz und Offenheit.

13.04 Uhr: Bahn rät von nicht notwendigen Reisen ab

Die Deutsche Bahn und weitere Eisenbahnunternehmen raten wegen der Hitze am Wochenende von nicht dringend notwendigen Reisen im Fern- und Regionalverkehr ab. "Die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland ist an diesem Wochenende stark von der Rekordhitze betroffen. Auch der Schienenverkehr leidet unter den Extrem-Temperaturen", so ein DB-Sprecher auf BR-Anfrage. Darüber hinaus warne der Deutsche Wetterdienst vor Gewittern und Starkregen.

Fahrgäste, die bis 23. Juni ein Ticket für eine Reise im Fernverkehr bis einschließlich 30. Juni gebucht haben, könnten ihren Fahrschein kostenfrei stornieren. An allen großen Bahnhöfen seien zusätzliche Servicekräfte im Einsatz. In den Bahnhöfen könnten Fahrgäste an der DB-Information außerdem Getränkegutscheine erhalten und diese in vielen Bahnhofsgeschäften mit Getränkeangebot sofort einlösen.

Zum Video: Landwirt aus Coburg kühlt Kuhstall mit Schneekanone

Ein Landwirt kühlt seinen Kuhstall mit einer Schneekanone
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Ein Landwirt kühlt seinen Kuhstall mit einer Schneekanone

11.53 Uhr: Fast 25 Grad - Heißeste Nacht in Bayern

Im unterfränkischen Sandberg in der Rhön wurde in der Nacht auf Samstag ein Tiefstwert von 24,7 Grad erreicht. Das ist die höchste Tiefsttemperatur, die in Bayern jemals im Juni gemessen wurde, meldet das ARD Kompetenzzentrum Wetter. Erst gestern hatte die Stadt Kitzingen mit 40,8 Grad den jemals höchsten gemessenen Wert in Juni für ganz Bayern geknackt. Auch für heute werden Temperaturen um die 40 Grad erwartet. Aktuell sind es dort bereits 36,3 Grad, in Kahl am Main im Landkreis Aschaffenburg ist es mit 38,2 Grad noch heißer.

Bayernkarte: Hitzewarnungen des DWD

11.38 Uhr: Feuerwehr muss Bewohner wegen Hitze aus Altenheim retten

In Dormagen in Nordrhein-Westfalen musste die Feuerwehr mehrere Bewohner aus dem Gebäude holen, weil es darin zu heiß geworden war. Wegen gefährlicher Hitze-Entwicklung wurden die Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Gebäude gebracht und medizinisch versorgt. In der Nacht sei auch ein Bewohner gestorben. Ob die Hitze allerdings die Todesursache war, stehe noch nicht fest, sagte ein Sprecher der Stadt im Rhein-Neuss-Kreis auf dpa-Anfrage. Man habe sich am Morgen zu umfassenden vorsorglichen Maßnahmen entschieden. 

11.12 Uhr: Funken aus Heuballenpresse setzen zwei Wiesen in Brand

Beim Heuballenpressen hat ein Landwirt im mittelfränkischen Allersberg zwei Wiesen in Brand gesetzt. Das Feuer breitete sich auf einer Fläche von 700 Quadratmetern aus. Die Feuerwehr konnte verhindern, dass die Flammen auf einen angrenzenden Wald übergriffen. Als Ursache werde ein technischer Defekt in der Rundballenpresse vermutet, so die Polizei. Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt.

11.00 Uhr: Amtliche Warnung vor extremer Hitze

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für den Großteil Deutschlands eine Warnung vor extremer Hitze ausgegeben. "Am heutigen Samstag sind flächendeckend Temperaturen über 36 Grad erwartbar, lediglich an den Küsten ist es etwas weniger heiß", erklärten die Experten aus Offenbach. "Lokal sind sogar 42 Grad nicht ausgeschlossen." Damit würde der erst am Freitag erreichte Hitzerekord erneut gebrochen. Örtlich drohen den Angaben nach zudem Gewitter und Unwetter.

10.30 Uhr: Scheune mit Abflammgerät in Brand gesetzt - Mann erwartet Anzeige

Bei Arbeiten mit einem Abflammgerät hat ein Mann im oberfränkischen Altenkunstadt (Landkreis Lichtenfels) eine Scheune in Brand gesetzt. Wie die Polizei mitteilt, wollte der 46-Jährige mit den Flammen Unkraut beseitigen. Den 46-Jährigen erwartet nun eine Anzeige, weil er trotz der derzeitigen Brandgefahr durch die extreme Hitze das Abflammgerät eingesetzt hat. Die Pflicht zur Verhütung von Bränden ist im Landesstraf- und Verordnungsgesetz (LStVG) geregelt.

09.57 Uhr: Elternverband beklagt fehlenden Hitzeschutz an Schulen

Angesichts von Temperaturen an der 40-Grad-Grenze beklagt der Bayerische Elternverband (BEV) einen fehlenden Hitzeschutz an Schulen. "Viele Schulen sind auf extreme Temperaturen unzureichend vorbereitet", teilte der BEV-Vorsitzende Martin Löwe mit. Es fehlten landesweit verbindliche Standards. Während andere Bereiche des öffentlichen Lebens längst reagierten, bleibe der schulische Alltag unverändert - "mit gravierenden Folgen für Gesundheit, Lernfähigkeit und Chancengleichheit".

09.39 Uhr: Hausärzte werfen Bundesregierung Versagen beim Hitzeschutz vor

Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband hat der Bundesregierung Versagen beim Hitzeschutz vorgeworfen. "Die Bundesregierung lässt die Praxen beim Hitzeschutz im Stich", sagte die Verbandsvorsitzende Nicola Buhlinger-Göpfarth den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Samstag. "Den jahrelangen Ankündigungen, man werde das Thema Hitzeschutz endlich priorisieren, sind keine Taten gefolgt." Bereits vor drei Jahren sei von der damaligen Regierung ein umfassendes Maßnahmenpaket zum Hitzeschutz angekündigt worden. Sobald der Sommer vorbei gewesen sei, sei das Thema wieder von der politischen Agenda verschwunden.

08.04 Uhr: Kommunen rufen Bürger zum Wassersparen auf

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat die Bürger wegen der Hitze dringend zum Wassersparen aufgerufen und notfalls Verbote ins Spiel gebracht. "Bei dieser Hitze appelliere ich dringend an den gesunden Menschenverstand, in den kommenden Tagen bitte ganz besonders sparsam mit dem kostbaren Wasser umzugehen", sagte Hauptgeschäftsführer André Berghegger der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

06.54 Uhr: Rekordhitze am heutigen Siebenschläfertag

Laut Bauernregeln soll sich am heutigen Siebenschlägertag entscheiden, wie das Wetter in den nächsten sieben Wochen wird. Diesmal wird es der Vorhersage zufolge ein sehr heißer Tag, der Deutschland womöglich sogar Rekordhitze bringt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) zeigt sich allerdings gelassen. Bauernregeln seien zwar interessant, doch wissenschaftlich nicht belegt, wie DWD-Meteorologin Jacqueline Kernn sagt. Für den weiteren Sommerverlauf sei jedenfalls nicht das Wetter an einem einzelnen Tag ausschlaggebend.

06.51 Uhr: Bayern steuert auf Höhepunkt der Hitzewelle zu

Nach dem gestrigen Temperaturrekord in Deutschland mit 41,3 Grad sind die nächsten Höchstwerte schon in Sicht. Für das Wochenende sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) den Höhepunkt der Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 42 Grad vorher, zudem drohen heftige Gewitter.

06.47 Uhr: Christopher Street Day in München findet wie geplant statt

Der Christopher Street Day (CSD) München wird trotz der vorhergesagten Temperaturen wie geplant stattfinden. Das bestätigte das Organisationsteam dem BR auf Nachfrage. Allerdings werde man aufgrund der heißen Temperaturen nachsteuern. Im vergangenen Jahr nahmen laut der Veranstalter jeweils bis zu 300.000 Menschen an den Veranstaltungen rund um den Münchner CSD teil.

So planen die Organisatoren auf der Ludwigsstraße Trinkwasserbrunnen sowie kühlende Wassersprühstationen aufzustellen. Zudem seien die Gastrobetriebe gebeten worden, genügend alkoholfreie Getränke vorzuhalten und in den Biergärten Sonnenschirme aufzustellen. Das Sanitätsteam der Johanniter-Unfallhilfe rät, auf Alkohol zu verzichten und stattdessen reichlich Wasser zu trinken. Neben dem Christopfer Street Day findet trotz Hitze am Wochenende auch das Actionsport-Festival "Munich Mash“ im Münchner Olympiapark sowie das Tollwood-Festival statt.

03.30 Uhr: Schweizer Gletscher-Forscher rechnet mit "sehr starkem Eisverlust"

Die Hitzewelle in Europa setzt auch den Gletschern zu: In den Alpen sei in diesem Jahr mit einem "sehr starken Eisverlust" zu rechnen, sagte der Schweizer Gletscher-Forscher Matthias Huss der Nachrichtenagentur AFP. Voraussichtlich schon am 29. Juni seien die winterlichen Schneereserven der Gletscher in diesem Jahr aufgebraucht - danach verlieren sie beim Schmelzen an Masse. Der sogenannte Gletscherschwundtag war bisher nur ein einziges Mal, im Jahr 2022, schon so früh im Jahr eingetreten.

Samstag, 27. Juni 2026

21.49 Uhr: Die heißesten Orte im Freistaat am Freitag

In ganz Bayern sorgt die anhaltende Hitze für außergewöhnlich hohe Temperaturen. Am heißesten war es am Freitag in Kitzingen (40,8 Grad), danach in Kahl am Main (39,6 Grad), Würzburg (39,2 Grad), Arnstein (38,9 Grad) und Rollbach (38,8 Grad).

20.57 Uhr: Gefrorene Wasserflaschen sollen Konzerthalle in Gerbrunn kühlen

Mit einer ungewöhnlichen Aktion wollen zwei Chöre in Gerbrunn bei Würzburg der Hitze bei einem Konzert am Samstag begegnen. Besucherinnen und Besucher sollen gefrorene Wasserflaschen mitbringen. Rund 2.000 Ein-Liter-Flaschen Eis sollen nach Berechnungen eines Chormitglieds die Temperatur in der Mehrzweckhalle spürbar senken.

Die Flaschen sollen ab 18.15 Uhr am Einlass abgegeben und anschließend von Helferinnen und Helfern unter den Sitzplätzen verteilt werden. So solle die Luft im Publikumsbereich lokal und vorübergehend gekühlt werden. Unterstützt werde der Effekt durch Ventilatoren.

20.37 Uhr: Rekord in Bayern - DWD misst 40,8 Grad in Kitzingen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat nach vorläufigen Angaben mit 40,8 Grad im unterfränkischen Kitzingen die höchste Temperatur registriert, die jemals in Bayern gemessen wurde. Am Nachmittag um 16.50 Uhr waren bereits 40,7 Grad an der dortigen Messstation abgelesen worden. Am Abend meldete der DWD dann 40,8 Grad. Damit wurde der Allzeitrekord von 40,4 Grad am 09.08.2003 in Roth geknackt.

20.13 Uhr: Main-Wasser zeitweise 30 Grad warm

Die Wassertemperatur des Mains hat an der Messstation Erlabrunn bei Würzburg am Nachmittag zeitweise die 30-Grad-Marke erreicht. Nach Angaben des Landesamtes für Umwelt (LfU) wurden um 14.30 Uhr genau 30 Grad registriert – so viel wie noch nie in diesem Jahr. Zum Abend sank der Wert nur leicht. Optimal wären zu dieser Jahreszeit 20 bis 25 Grad, wie Gewässerökologin Eva-Barbara Meidl von der Wasserwirtschaft der Regierung von Unterfranken kürzlich der Deutschen Presse-Agentur sagte. 

Auch die Donau erwärmt sich in diesen Tagen schnell. Die Messstation Pfelling bei Deggendorf registrierte laut LfU am Freitagnachmittag in der Tagesspitze eine Wassertemperatur von 28,6 Grad. 

18.42 Uhr: Temperaturrekord in Bayern - 40,7 Grad gemessen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat nach vorläufigen Angaben mit 40,7 Grad die höchste Temperatur registriert, die bisher in Bayern gemessen wurde. Der vorläufige Höchstwert wurde um 16.50 Uhr in Kitzingen in Unterfranken abgelesen, wie der Wetterdienst mitteilte.

Nach neueren Angaben des ARD-KompetenzZentrums Wetter wurden in Kitzingen am Freitag sogar 40,8 Grad gemessen.

18.15 Uhr: Rekordwert von 41,3 Grad in Deutschland erreicht

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat nach vorläufigen Angaben mit 41,3 Grad die höchste Temperatur registriert, die jemals in Deutschland gemessen wurde. Der vorläufige Höchstwert wurde um 17 Uhr in Saarbrücken-Burbach im Saarland gemessen, wie der Wetterdienst mitteilte. Da der vorläufige Wert um 17 Uhr gemessen wurde, könnte die Temperatur im Laufe des Tages sogar noch höher liegen.

Der bisherige Hitzerekord für Deutschland hatte bisher bei 41,2 Grad Celsius gelegen, gemessen am 25. Juli 2019 in Tönisvorst und Duisburg-Baerl in Nordrhein-Westfalen.

17.58 Uhr: Flächenbrand bei Volkach greift auf Weinberg über

In Volkach im Landkreis Kitzingen hat am Freitagmorgen ein Flächenbrand einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Das meldet die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Volkach.

Ein Zeuge hatte Rauch auf Äckern beim Baugebiet Schaubmühle entdeckt. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte eine Fläche von rund 5.000 Quadratmetern. Die Flammen hatten zudem auf einen angrenzenden Weinberg übergegriffen sowie auf Totholz, Gebüsche und Baumstümpfe. Weil der Wind auffrischte, waren die Löscharbeiten anspruchsvoll. Zahlreiche Glutnester mussten gezielt gelöscht werden. Insgesamt dauerte der Einsatz rund zweieinhalb Stunden.

Hilfreich war, dass in der angrenzenden Siedlung die Löschwassertanks der Fahrzeuge immer wieder befüllt und im Pendelverkehr zur Einsatzstelle gebracht werden konnten. Zur Ursache des Brandes liegen bislang keine Erkenntnisse vor.

16.49 Uhr: Über 40 Grad – Neuer Juni-Hitzerekord für Deutschland

In Deutschland sind erstmals seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in einem Juni mehr als 40 Grad Celsius gemessen worden. An einer Wetterstation in Saarbrücken wurden nach den vorläufigen Messungen am Freitag 40,9 Grad gemessen, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) der Nachrichtenagentur AFP sagte. Der bisherige Juni-Rekordwert lag bei 39,6 Grad.

Dem DWD zufolge lagen die Temperaturen gleich an mehreren Orten in Deutschland über dem bisherigen Juni-Rekordwert, der 2019 in Bernburg in Sachsen-Anhalt gemessen wurde. So seien in Bad Kreuznach 40,7 Grad gemessen worden und in Trier 40,1 Grad. Auch an weiteren Stationen wurden über 40 Grad gemessen. Dem DWD zufolge gab es am Freitag an 147 deutschen Wetterstationen einen neuen Juni-Rekordwert.

16.48 Uhr: Schweizer AKW Beznau wegen Hitze abgeschaltet

Wegen der Hitzewelle ist das Atomkraftwerk Beznau in der Schweiz vorübergehend abgeschaltet worden. Grund sei die zu hohe Temperatur des Flusses Aare, der zur Kühlung der beiden AKW-Reaktoren genutzt wird, teilte das Energieunternehmen Axpo mit.

16.47 Uhr: Hitzewelle bedroht Fische in Flüssen - Sauerstoff sinkt

Die Hitzewelle wird auch für die Fische in den Flüssen zur Gefahr. Nach Behördenangaben ist die Wassertemperatur von Rhein und Mosel in Rheinland-Pfalz auf bedenkliche 27 Grad gestiegen, ebenso die vom Main in Hessen. An der Obermosel um Palzem sei der Sauerstoffgehalt unter die für Fische kritische Marke von drei Milligramm pro Liter gesunken, teilte das rheinland-pfälzische Umweltministerium mit. In diesem Bereich könne es zu einem Fischsterben kommen. An der Saar würden die 27 Grad am Wochenende erreicht werden.

16.29 Uhr: Techno-Festival in den Niederlanden wegen Hitzewelle abgebrochen

Wegen der Hitzewelle in weiten Teilen Europas ist ein mehrtägiges Techno-Festival in den Niederlanden kurz nach seinem Beginn abgebrochen worden. Nachdem der Wetterdienst erstmals in der Geschichte in acht Provinzen des Landes die höchste Hitze-Warnstufe ausgerufen habe, sei das vorzeitige Ende des Defqon.1-Festivals in Biddinhuizen im Zentrum des Landes beschlossen worden, teilten die Organisatoren mit.

Im Video: Hitzeglocke über Europa

(Symbolbild) Eine junge Frau lässt sich in einem Fluss treiben.
Bildrechte: Bayerischer Rundfunk 2026
Videobeitrag

(Symbolbild) Ganz Westeuropa stöhnt unter der Hitzeglocke. In Paris gilt ab heute ein Alkoholverbot und Spanien meldet über 200 Hitzetote.

16.28 Uhr: Kein Krawattenzwang beim Schlossgartenfest ist Erlangen

Das traditionelle Erlanger Schlossgartenfest findet am Samstag trotz der vorhergesagten großen Hitze statt. Das teilte die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) mit, die das Fest organisiert. Statt in festlicher Abendgarderobe genüge es, wenn die Gäste in diesem Jahr in festlich-sommerlicher Garderobe feiern, heißt es. Die Veranstaltung gehört zu den größten Gartenfesten Europas.

15.50 Uhr: Krankenhäuser rufen zu mehr Achtsamkeit bei Hitze auf

Die Kliniken in Bayern sehen sich gerüstet für Patientinnen und Patienten, die am Wochenende mit hitzebedingten Beschwerden eingeliefert werden. Man sei routinemäßig darauf eingestellt, entsprechend mehr Menschen zu behandeln, teilte die bayerische Krankenhausgesellschaft mit. Vor allem ältere Menschen, Kinder, Schwangere und Menschen mit chronischen Vorerkrankungen seien bei Hitze besonders gefährdet. Das gelte auch für Pflegebedürftige und für Menschen, die allein lebten.

14.58 Uhr: Krankenhäuser behandeln vermehrt Hitze-Notfälle

Viele Krankenhäuser in Deutschland verzeichnen eine Zunahme von Patienten mit hitzebedingten Beschwerden. Die Situation in den Notaufnahmen bleibt aber beherrschbar, wie eine Umfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) unter großen Kliniken ergab. An der Uni-Klinik Mainz etwa wurden in dieser Woche 160 bis 180 Patienten am Tag aufgenommen gegenüber 130 bis 140 zuvor. Betroffen seien vor allem ältere Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen, hieß es. Das Klinikum Stuttgart berichtet von einer "veränderten Krankheitslast mit täglich 20 bis 30 zusätzlichen Behandlungen von Menschen, die wegen Folgen der Hitze akut Hilfe brauchen".

14.56 Uhr: Hitze - Französische Regierung befürchtet zahlreiche Todesfälle

Nach einer Woche mit Extremtemperaturen rechnet die französische Regierung damit, dass zahlreiche Menschen wegen der Hitze in ihren eigenen vier Wänden ums Leben gekommen sind. "Wir sind besorgt über landesweite Todesfälle zu Hause", erklärte das Gesundheitsministerium. Zahlen dazu lagen zunächst nicht vor. Die jüngste Hitzewelle hat in ihrer Ausdehnung und Intensität bereits eine Hitzewelle von 2003 übertroffen, die in Frankreich zu 15.000 Todesfällen geführt hatte.

14.55 Uhr: Hitze bremst die Straßenbahnen in Nürnberg aus

Die aktuelle Hitzewelle hat auch Auswirkungen auf den Betrieb der Nürnberger Straßenbahnen. Wegen aufgeheizter Gleise hat der städtische Verkehrsbetrieb VAG an mehreren Streckenabschnitten sogenannte Langsamfahrstellen eingerichtet. Betroffen seien vor allem die Innenstadt und einige Bereiche in der Südstadt, sagte eine VAG-Sprecherin dem BR. An den fraglichen Stellen dürfen die Bahnen vorerst nur mit maximal 30 Stundenkilometern fahren. Sonst ist bis zu Tempo 50 erlaubt. Zuerst hatten die "Nürnberger Nachrichten" darüber berichtet.

13.18 Uhr: Pride-Parade in Paris wegen Hitze abgesagt

Wegen der anhaltenden Hitzewelle fällt die Pride-Parade in Paris am Samstag aus. Man wolle kein Gesundheitsrisiko eingehen, hieß es von den Veranstaltern. Es werde nun ein Termin im September in den Blick genommen. Im vergangenen Jahr nahmen nach Angaben der Organisatoren rund 500.000 Menschen an der Pride-Parade teil.

13.16 Uhr: Kirchen in Bayern sagen Veranstaltungen wegen Hitze ab

Wegen der erwarteten extremen Hitze am Wochenende sind in Bayern zahlreiche Veranstaltungen abgesagt worden. Auch etliche kirchliche Veranstaltungen sind betroffen, etwa Freiluft-Gottesdienste, Chorkonzerte oder Wallfahrten. Die bayernweite Aktion "Einfach heiraten" der evangelischen Landeskirche am heutigen Freitag soll hingegen wie geplant stattfinden, hitzebedingte Absagen von Kirchengemeinden gab es laut Landeskirche keine.

12.30 Uhr: Forstbetrieb Nürnberg warnt vor "sehr hoher Waldbrandgefahr"

Vor einer sehr hohen Waldbrandgefahr rund um Nürnberg und Erlangen warnt der Forstbetrieb Nürnberg der Bayerischen Staatsforsten. Laut dem Deutschen Wetterdienst DWD werde in weiten Teilen Frankens und Bayerns die höchste Warnstufe 5 erreicht, flächendeckend könne von Stufe 4 ausgegangen werden, teilte der Forstbetrieb mit.

Besonders kritisch sei der Zustand der bodennahen Schichten im Wald: Durch die geringen Niederschläge der vergangenen Wochen seien Laub, Nadeln, Gras und Humus sehr trocken. Schon ein Funke könne ausreichen, um einen Brand auszulösen. Meist entstünden solche Brände durch menschliche Unachtsamkeit - etwa weggeworfene Zigaretten, offenes Feuer oder heiße Katalysatoren von Fahrzeugen.

12.27 Uhr: Hitzewelle steuert auf Rekord zu und könnte mit Knall enden

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt für Sonntag Temperaturren von bis zu 42 Grad vorher – damit könnte der Allzeit-Temperaturrekord gebrochen werden. Schon am heutigen Freitag wird es teilweise extrem heiß. "Verbreitet erreichen die Höchstwerte 36 bis 40 Grad. Lokal sind auch 41 Grad möglich", sagte DWD-Meteorologe Markus Eifried. In der Nacht zu Samstag sind über den westlichen Mittelgebirgen und im äußersten Westen ganz vereinzelte Gewitter nicht ausgeschlossen. Die Gefahrenkarte zeigt am Sonntag für ganz Deutschland Gefahr für schwere Gewitter. 

11.52 Uhr: 24-Jähriger stirbt bei Badeunfall in See

Ein 24-Jähriger ist bei einem Badeunfall im Emmeringer See (Landkreis Fürstenfeldbruck) gestorben. Der Mann konnte nur noch leblos aus neun Metern Tiefe geborgen werden, wie die Polizei mitteilte. Demnach war zuvor gemeldet worden, dass Kleidung am Ufer des Sees liegt, was eine Suchaktion auslöste. Für eine Fremdeinwirkung gebe es keine Anhaltspunkte. Die Polizei geht derzeit von einem tragischen Badeunfall aus.

11.23 Uhr: Städtetag fordert Aufwertung des Hitzeschutzes in Kommunen

Angesichts der anhaltend hohen Temperaturen fordert der Deutsche Städtetag eine Aufwertung des Hitzeschutzes in den Kommunen. Derzeit seien dies lediglich freiwillige Aufgaben, die "nur aus den Geldern bezahlt werden, die am Ende überhaupt noch übrig bleiben", sagte der Städtetags-Vizepräsident und Saarbrücker Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) am Freitag dem RBB-Inforadio. Er warb dafür, den Hitzeschutz zu einer kommunalen Pflichtaufgabe zu machen. "Und dann müssen entsprechend auch die Gelder bereitgestellt werden", argumentierte Conradt.

11.19 Uhr: Hitze belastet Tiere - Veterinäramt Mühldorf warnt Tierhalter

Die Hitze macht nicht nur Menschen zu schaffen – auch Tiere brauchen jetzt besonderen Schutz. Das Veterinäramt Mühldorf a. Inn erinnert deshalb alle Halterinnen und Halter von Nutztieren daran, ihre Tiere in diesen Tagen besonders gut im Blick zu behalten. Das gilt für landwirtschaftliche Betriebe genauso wie für Hobbyhaltungen – also zum Beispiel für Pferde, Rinder, Schafe, Ziegen oder Geflügel. Besonders wichtig ist jetzt: Die Tiere müssen jederzeit genug frisches und sauberes Wasser haben.

10.52 Uhr: Musikfestival in den Niederlanden wegen Hitze abgebrochen

Wegen der großen Hitze ist das Hardstyle-Festival Defqon.1 im niederländischen Biddinghuizen vorzeitig beendet worden. Die Veranstalter forderten die Besucher auf, den Campingplatz zu verlassen. Das Festival mit mehr als 70.000 Gästen pro Tag hatte am Donnerstag begonnen und sollte ursprünglich bis Sonntag dauern.

10.21 Uhr: 55 Tote bei Badeunfällen seit Beginn der Hitzewelle in Frankreich

Seit Beginn der aktuellen Hitzewelle sind in Frankreich nach Behördenangaben mindestens 55 Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen. Etwa zwei Drittel der Vorfälle ereigneten sich an unbewachten oder illegalen Badestellen, wie Sportministerin Marina Ferrari mitteilte. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Todesfälle weiter steigt. Vor allem bei jungen Menschen ist die Abkühlung in Flüssen und Kanälen verbreitet, obwohl das Baden dort häufig verboten ist. Nach wiederholten Spannungen zwischen Polizei und Jugendlichen hat die Stadt Paris inzwischen eine offizielle Badestelle am Canal Saint-Martin eingerichtet.

09.44 Uhr: Mehrheit der Kliniken laut Verband ohne Klimaanlagen für Patienten

Klimaanlagen in Patientenzimmern sind in deutschen Krankenhäusern nach Angaben des Marburger Bundes weiterhin die Ausnahme. Nur etwa ein Drittel der Kliniken verfüge über klimatisierte Zimmer, sagte die Vorsitzende Susanne Johna im ZDF-Morgenmagazin. Klimatisiert seien meist nur Intensivstationen sowie Bereiche wie Operationssäle und Radiologie. Teilweise würden Angehörige gebeten, Kühlakkus mitzubringen, um Patienten vorübergehend Erleichterung zu verschaffen.

09.39 Uhr: Großer Andrang - Volkach muss zeitweise Einlass ins Freibad regeln

Wegen des großen Besucherandrangs muss das neue Freibad in Volkach bei Bedarf den Einlass vorübergehend begrenzen. Das teilte die Stadt mit. Grund sei, dass an stark besuchten Tagen die zulässige Zahl der Badegäste zeitweise erreicht oder überschritten werde. Um die Sicherheit der Badegäste zu gewährleisten, werde bei Erreichen der Kapazitätsgrenze vorübergehend ein Einlass-Stopp verhängt. Das sei nötig, um die Badeaufsicht sowie den hohen Standard bei Wasser- und Hygienequalität sicherzustellen. Sobald wieder genügend Gäste das Bad verlassen hätten, werde der Zutritt wieder freigegeben.

09.35 Uhr: Stadt Würzburg ruft wegen Hitze zum Wassersparen auf

Wegen der angekündigten Temperaturen von bis zu 39 Grad am Samstag ruft die Stadt Würzburg zum sparsamen Umgang mit Trinkwasser auf. Zwar sei die Versorgung gesichert, an besonders heißen Tagen komme es aber auf die Mithilfe aller an, teilte die Stadt mit. Oberbürgermeister Martin Heilig appellierte an die Bevölkerung: "Gehen Sie an diesen heißen Tagen bewusst mit Wasser um. Jeder gesparte Liter zählt." Die Stadt empfiehlt unter anderem, Gärten mit Regenwasser zu gießen sowie auf das Befüllen von Pools und das Autowaschen zu verzichten.

08.43 Uhr: Süddeutsche Leichtathletik-Meisterschaften in Kitzingen wegen Hitze abgesagt

Die Süddeutschen Leichtathletik-Meisterschaften am Wochenende in Kitzingen sind wegen der erwarteten großen Hitze abgesagt worden. Das teilten die Veranstalter mit. Betroffen ist die für Samstag und Sonntag (27./28.06.2026) geplante Veranstaltung für U16 und U20 Sportlerinnen und Sportler. Als Grund nannte der Organisator der Veranstaltung, der Bayerische Leichtathletikverband, zahlreiche Absagen anderer Sportveranstaltungen sowie die eindeutigen Empfehlungen des Bayerischen Sportärzteverbandes. Trotz eines eigens erarbeiteten Hitzeschutzkonzepts hätten sie sich schweren Herzens zu diesem Schritt entschlossen.

08.34 Uhr: Ironman in Frankfurt rüstet sich für Hitze bis 39 Grad

Wegen der angekündigten hohen Temperaturen von bis zu 39 Grad passen die Veranstalter der Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt am Main die Laufstrecke am Wochenende an. Sie soll mehr schattige Abschnitte enthalten, wie der Veranstalter auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Auch die Wasserversorgung wird ausgeweitet und die medizinische Betreuung verstärkt.

Neben rund 70 gemeldeten Profis, die um den EM-Titel kämpfen, gehen am Sonntag (ab 6.20 Uhr/HR) auch Tausende Amateursportler auf die Strecke. Start ist am Langener Waldsee mit 3,8 Kilometern Schwimmen, bevor es auf die 180 Kilometer lange Radstrecke quer durch Frankfurt und die Wetterau geht. Zum Abschluss folgt der Marathon über 42,195 Kilometer entlang des Mainufers bis zum Ziel auf dem Römerberg.

06.48 Uhr: Warnung für Donau ausgesprochen - Sauerstoffgehalt wegen Temperatur kritisch

Wegen steigender Wassertemperaturen hat die Regierung der Oberpfalz eine Warnung für die Donau zwischen Regensburg und Passau ausgesprochen. Der sinkende Sauerstoffgehalt im Fluss kann zur Gefahr für viele Arten wie Fische, Kleinkrebse oder Vögel werden und verstärkt Algen wachsen lassen, die wiederum Sauerstoff verbrauchen.

Für die Donau gibt es in Bayern einen Alarmplan Gewässerökologie, der Maßnahmen gegen einen bedenklich sinkenden Sauerstoffgehalt vorsieht. So sind Wasserwirtschaftsämter und Landratsämter aufgrund der Warnung nun angehalten, bestimmte Aktivitäten zu stoppen, etwa Schlammräumungen oder Baggerarbeiten in der Donau. Außerdem sollen sie dafür sorgen, dass weniger Schadstoffe in die Donau gelangen. Abwasserreinigungsanlagen sollen unbedingt weiterlaufen und nicht - etwa wegen Sanierung - abgeschaltet werden. An der automatischen Messtelle Pfelling bei Deggendorf hat die Donau seit Mittwoch in der Tagespitze eine Wassertemperatur von über 26,5°C - Tendenz steigend, so die Bezirksregierung.

05.11 Uhr: Hitze in Deutschland - Fällt heute der Juni-Rekord?

Erstmals an einem Juni-Tag könnte heute die 40-Grad-Marke in Deutschland geknackt werden. Laut den Experten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sind sogar Temperaturen bis zu 41 Grad möglich. Konkret deutet sich dies laut DWD-Angaben für den Oberrhein bis zum Rhein-Main-Gebiet an. Die bisher höchste gemessene Temperatur an einem Juni-Tag liegt bei 39,6 Grad und wurde am 30. Juni 2019 in Bernburg (Sachsen-Anhalt) registriert. Die Meteorologen rechnen damit, dass es an mehreren Tagen hintereinander Spitzenwerte von mehr als 40 Grad geben wird.

04.32 Uhr: Hitzewelle sorgt für viele Badetote in Bayern

Das hochsommerliche Wetter hat dafür gesorgt, dass nach Angaben der Wasserwacht seit Anfang Mai in Bayern 15 Menschen beim Baden gestorben sind. Wie das Bayerische Rote Kreuz (BRK) mitteilte, ertranken zehn der Opfer in Seen. Drei Menschen kamen in Flüssen ums Leben, je ein Mensch in einem Natur- und in einem Freibad. "Es sind fast ausschließlich Männer betroffen, viele davon im Alter von 20 bis 25 Jahren", sagte eine BRK-Sprecherin. Nach der Statistik war nur eine Frau unter den Opfern. Nach den jüngeren Männern sind vor allem die Senioren ab 70 Jahren betroffen, in dieser Gruppe gab es fünf Todesopfer.

04.30 Uhr: Feste und Sportveranstaltungen wegen Hitze abgesagt

Wegen der Extremhitze mit Temperaturen von über 35 Grad fallen am Wochenende in Deutschland zahlreiche Feste und Veranstaltungen aus. Behörden und Verbände verweisen auf den Gesundheitsschutz.

In Bayern sagt der Bayerische Fußball-Verband (BFV) sämtliche Spiele und Turniere von Freitag bis Sonntag ab – betroffen sind rund 4.400 Jugendspiele. Auch der Württembergische Fußballverband (wfv) setzt den Spielbetrieb aus. Bereits am Mittwoch wurde der für Sonntag geplante Hamburger Halbmarathon abgesagt.

03.45 Uhr: Unterfranken auf dem Weg zu einer der heißesten Regionen

Gluthitze breitet sich über Bayern aus - und in Unterfranken wird es vermutlich am schlimmsten. Heute könnte es am Untermain laut Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) um die 41 Grad Celsius heiß werden. Am Samstag ist sogar ein Grad mehr drin - im Schatten gemessen. Daher ist Vorsicht geboten, um gesund zu bleiben: möglichst kein Sport in der prallen Sonne, körperliche Anstrengung insgesamt reduzieren, die Wohnung verschatten, viel Alkoholfreies trinken, leichte Mahlzeiten, luftige Kleidung.

03.30 Uhr: München - CSD, Munich Mash und Tollwood finden trotz hoher Temperaturen statt

In der bayerischen Landeshauptstadt finden am Wochenende mehrere Großveranstaltungen statt. Wegen der andauernden Hitzewelle müssen die Organisatoren aber kurzfristig umplanen.

So wird der Christopher Street Day (CSD) München trotz der vorhergesagten Temperaturen, wie geplant stattfinden. Das bestätigte das Organisationsteam dem BR auf Nachfrage. Allerdings werde man aufgrund der heißen Temperaturen nachsteuern. Im vergangenen Jahr nahmen laut der Veranstalter jeweils bis zu 300.000 Menschen an den Veranstaltungen rund um den Münchner CSD teil. So planen die Organisatoren bei der bereits am Freitagnachmittag (26.06./16 Uhr) beginnenden PrideMeile auf der Ludwigsstraße Trinkwasserbrunnen sowie kühlende Wassersprühstationen aufzustellen.

Neben dem Christopfer Street Day findet im Münchner Olympiapark von Freitag bis Sonntag das Actionsport-Festival "Munich Mash" statt. Aufgrund der heißen Temperaturen werde man auf dem Parkgelände zusätzliche Schattenplätze schaffen, heißt es vonseiten des Olympiaparks. Außerdem wird die Olympiahalle geöffnet.

Auch das bis zum 19. Juli noch im südlichen Olympiapark stattfindende Tollwood-Festival hat nach eigenen Angaben auf die Hitzewelle reagiert. So seien noch mehr Brunnen und Schatteninseln eingerichtet worden. Dazu stünden eine Wasserwand und Sprühventilatoren für die Festival Besucher bereit. Zudem sei ein Saunafass mithilfe einer solarbetriebenen Klimaanlage in eine "Kühloase" umgebaut worden, so die Veranstalter.

03.30 Uhr: Regierung von Mittelfranken ordnet Luftbeobachtungsflüge an

Wegen der hohen Waldbrandgefahr aufgrund extremer Hitze und großer Trockenheit hat die Regierung von Mittelfranken Luftbeobachtungsflüge für Samstag und Sonntag (27. und 28.06.26) angeordnet. Die Flüge finden jeweils in den Nachmittagsstunden statt, teilte die Regierung von Mittelfranken in Ansbach mit. Neben ehrenamtlichen Piloten der Luftrettungsstaffel Mittelfranken befinden sich speziell ausgebildete Luftbeobachter der Feuerwehr und der Forstbehörden an Bord. Entdecken sie aus der Luft einen Brand, wird die Feuerwehr per Funk zur Brandstelle gelotst.

Freitag, 26. Juni 2026

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