Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
22.56 Uhr: Trump will Iran angreifen, bis alle Ziele erfüllt sind
US-Präsident Donald Trump will die Angriffe auf den Iran fortsetzen, bis alle Kriegsziele erreicht sind. "Die Kampfhandlungen werden derzeit mit voller Kraft fortgesetzt und werden so lange andauern, bis alle unsere Ziele erfüllt sind", sagte er in einer Videoansprache.
Ein Iran mit weitreichenden Raketen und Atomwaffen stelle eine ernsthafte Bedrohung für jeden Amerikaner dar, so Trump. "Wir können nicht zulassen, dass eine Nation, die terroristische Armeen aufstellt, solche Waffen besitzt."
Trump rief die Revolutionsgarden im Iran erneut dazu auf, die Waffen niederzulegen. Zudem appellierte er an alle "iranischen Patrioten", die Gunst der Stunde zu nutzen und das Land wieder an sich zu reißen. Es sei nun an ihnen, sagte Trump. "Aber wir werden da sein, um zu helfen."
22.20 Uhr: Mindestens sechs Verletzte bei iranischem Raketenangriff auf Jerusalem
Bei einem iranischen Raketenangriff auf den Großraum Jerusalem sind nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes mindestens sechs Menschen verletzt worden. Sanitäter betreuten einen Mann mit mittelschweren sowie fünf weitere Menschen mit leichten Verletzungen, erklärte der Rettungsdienst am Sonntagabend. Die israelische Polizei war nach eigenen Angaben im Einsatz, nachdem Meldungen über Raketentrümmer eingegangen waren.
Zuvor waren bei einem iranischen Raketenangriff im Zentrum Israels mindestens neun Menschen getötet und 45 weitere verletzt worden. Elf Menschen wurden nach Polizeiangaben am Abend noch vermisst, nachdem eine iranische Rakete mehrere Häuser in der Stadt Beit Schemesch zum Einsturz gebracht hatte. Bereits am Samstag war bei Tel Aviv eine Frau bei einem iranischen Raketenangriff ums Leben gekommen.
21.57 Uhr: Trump - Iran-Konflikt könnte noch vier Wochen andauern
US-Präsident Donald Trump deutet an, dass der Konflikt mit dem Iran noch vier Wochen andauern könnte. "Wir gehen davon aus, dass es etwa vier Wochen dauern wird. Es war schon immer ein vierwöchiger Prozess, also – so stark es auch ist, es ist ein großes Land, es wird vier Wochen dauern – oder weniger", sagt Trump der britischen Zeitung "Daily Mail". Trump fügt hinzu, er sei weiterhin offen für weitere Gespräche mit den Iranern. Ob dies "bald" geschehen könne, sei offen. "Ich weiß es nicht", sagt Trump. "Sie wollen reden, aber ich habe gesagt, dass sie letzte Woche hätten reden sollen, nicht diese Woche." Stunden zuvor hatte Trump noch neue Gespräche mit der iranischen Führung angekündigt. "Sie wollen reden, und ich habe zugestimmt. Also werde ich mit ihnen reden", hatte er dem Magazin "The Atlantic" gesagt.
21.56 Uhr: Iran nennt Namen sieben getöteter Generäle
Die Liste der bei den amerikanisch-israelischen Luftangriffen getöteten Offiziellen wird immer länger. Die Nachrichtenagentur Tasnim veröffentlichte am Abend die Namen von sieben Generälen, die zu "Märtyrern" wurden, wie es hieß. Darunter sind unter anderem Mohammed Schirasi, der Stabschef des ebenfalls getöteten Revolutionsführers Ajatollah Ali Chamenei, sowie dessen Stellvertreter Akbar Ebrahimzadeh. Wann und wo die Generäle ums Leben kamen, ging aus der Meldung nicht hervor.
20.46 Uhr: 30.000 Reisende deutscher Veranstalter betroffen
Rund 30.000 Reisende deutscher Veranstalter sind nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) aktuell von den Luftraumsperrungen im Nahen Osten betroffen. Sie halten sich demnach entweder in der Region auf oder haben Flüge über dortige Drehkreuze gebucht.
Die Sicherheitslage sei "äußerst volatil", erläuterte der Reiseverband. Wie lange die Einschränkungen andauern, sei unklar. Gäste, die nicht wie geplant abreisen können oder auf Weiterflüge warten, würden von ihren Veranstaltern betreut und bei Bedarf "sicher untergebracht".
20.34 Uhr: Emirate schließen ihre Botschaft im Iran
Angesichts der anhaltenden Luftangriffe auf den Iran haben die Vereinigten Arabischen Emirate ihre Botschaft dort geschlossen und den Abzug ihrer diplomatischen Mitarbeiter angekündigt. Das Außenministerium der Emirate teilte am Sonntag mit, es lehne jede Aggression ab, die seine Sicherheit und Souveränität bedrohe. Zuvor hatten iranische Vergeltungsangriffe auf US-Stützpunkte im Nahen Osten den Flughafen Dubai und andere zivile Gebäude getroffen. Der Luftraum über den Emiraten wurde geschlossen.
20.26 Uhr: Israel aktiviert 100.000 zusätzliche Reservisten
Ein israelischer Militärsprecher hat am Sonntag Einzelheiten zu den Angriffen auf den Iran erläutert. Brigadegeneral Effie Defrin sagte auf einer Pressekonferenz, 100 Kampfflugzeuge hätten am Sonntag gleichzeitig Regierungsziele in der iranischen Hauptstadt Teheran angegriffen. Zu den Zielen gehörten laut dem Sprecher Gebäude der iranischen Luftwaffe, des Raketenkommandos und der Sicherheitskräfte, die im Januar gewaltsam gegen Regierungsgegner vorgegangen waren.
"Unsere Botschaft an das iranische Regime ist klar", sagte Defrin. "Niemand ist immun." Der Sprecher teilte außerdem mit, dass Israel zusätzlich 100.000 Reservisten zur Verstärkung der israelischen Grenzen aktiviert habe. Ein besonderer Fokus liege dabei auf der libanesischen Hisbollah-Miliz, die sich bisher nicht in den Krieg eingeschaltet hat. "Wir behalten die Hisbollah genau im Auge", sagte er.
20.25 Uhr: Schah-Sohn ruft Iraner zu nächtlichen Protesten für ein Ende der Islamischen Republik auf
Der Sohn des letzten iranischen Schahs hat die Menschen im Iran zu nächtlichen Protesten für ein schnelles Ende der Islamischen Republik aufgerufen. Unter Wahrung ihrer Sicherheit sollten sie "durch nächtliche Sprechchöre ihre Unterstützung für die Zerschlagung der Islamischen Republik demonstrieren", erklärte der 65-jährige Reza Pahlavi am Sonntag im Onlinedienst X. Der im US-Exil lebende Oppositionelle hält sich bereit, einen Übergang in seiner Heimat anzuführen.
20.04 Uhr: Iran - Opferzahl an Mädchenschule steigt auf 165
Die Zahl der Todesopfer an einer Mädchenschule im Iran, die nach Angaben Teherans von einem israelisch-amerikanischen Angriff getroffen wurde, soll auf 165 gestiegen sein. Die Bergungsarbeiten seien inzwischen abgeschlossen, teilte der Gouverneur der Stadt Minab im Süden des Landes laut der Nachrichtenagentur Irna mit. Bei dem angeblichen Luftangriff auf die Schule seien zudem 95 Menschen verletzt worden.
19.53 Uhr: Schwere Explosionen erschüttern Teheran
Die iranische Hauptstadt Teheran ist am Abend von schweren Explosionen erschüttert worden. Im Norden der Stadt zitterten die Wände, als kurz hintereinander zwei laute Detonationen zu hören waren, berichtete ein dpa-Reporter vor Ort. Auf Bildern waren unter anderem ein großer Feuerball und eine dunkle Rauchwolke über der Stadt zu sehen. Die Nachrichtenagentur Isna meldete, Einrichtungen des staatlichen Rundfunks seien zum Ziel eines israelisch-amerikanischen Angriffs geworden. Weiteren Berichten zufolge wurde auch der Sitz der iranischen Atombehörde angegriffen.
18.58 Uhr: Partei dementiert - Ahmadinedschad angeblich noch am Leben
Der frühere iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad soll nach Angaben seiner Partei Dolate Bahar doch nicht getötet worden sein. Zuvor hatte die iranische Nachrichtenagentur Ilna gemeldet, der 69-Jährige sei bei einem Luftangriff in Teheran ums Leben gekommen. Welche der beiden Angaben richtig ist, konnte zunächst nicht unabhängig überprüft werden.
18.51 Uhr: Trump - Neun iranische Kriegsschiffe versenkt
Die israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran haben laut US-Präsident Donald Trump neun Schiffe der iranischen Marine versenkt. Trump erklärte am Sonntag in den sozialen Medien, die Schiffe seien zerstört und versenkt worden, «einige davon relativ groß und wichtig». Der Rest der iranischen Flotte werde bald ebenfalls auf dem Meeresgrund liegen. Der Präsident teilte außerdem mit, dass bei einem separaten Angriff das Hauptquartier der iranischen Marine weitgehend zerstört worden sei.
18.46 Uhr: Forderung an Bundesregierung - "Deeskalation und Diplomatie"
Der SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic fordert die Bundesregierung auf, sich im Iran-Konflikt für eine friedliche Lösung einzusetzen. "Wir teilen das Ziel, dass der Iran keine Atombombe besitzen darf", erklärte Ahmetovic am Sonntag. Es rechtfertigte aber "keinen Krieg mit unabsehbaren Folgen für die gesamte Region". Die Bundesregierung sollte sich daher "klar für Deeskalation und Diplomatie einsetzen".
Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge forderte Merz auf, sich bei Trump für den Schutz der Zivilbevölkerung einzusetzen. Dieser müsse für alle Länder der Region "oberste Priorität" haben, sagte sie der Nachrichtenagentur AFP. Zudem müsse Merz bei Trump "die Einhaltung des Völkerrechts und die regelbasierte Ordnung ansprechen. Es wäre ein Fehler, dazu zu schweigen."
18.10 Uhr: Öltanker vor Oman beschossen - Ein Toter
Vor der Küste Omans in der Straße von Hormus ist nach Angaben des Schiffsdienstleisters V. Ships Asia ein Öltanker beschossen worden. Dabei sei ein Besatzungsmitglied getötet worden, heißt es. Es habe eine Explosion und einen anschließenden Brand gegeben, nachdem der Tanker MKD VYOM von einem mutmaßlichen Geschoss getroffen worden sei. Ein Projektil habe den unter der Flagge der Marshallinseln fahrenden Tanker getroffen. Die Tanker-Hülle sei beschädigt, es gebe aber keine Hinweise auf Umweltverschmutzung. Das Schiff fahre nun an einen sicheren Ort für eine weitere Überprüfung. Die iranischen Revolutionsgarden teilten mit, sie hätten drei Tanker aus den USA und Großbritannien im Golf und in der Straße von Hormus mit Raketen getroffen.
17.45 Uhr: Wadepuhl - Können in Nahost Gestrandete nicht ausfliegen
Bundesaußenminister Johann Wadephul sieht keine Möglichkeit, im Nahen Osten gestrandete Deutsche ausfliegen zu lassen. "Dazu sind wir nicht in der Lage", sagt Wadephul in einem "Bild"-Interview und verweist darauf, dass die Lufträume in der Region für zivile Flugzeuge gesperrt seien. Stattdessen versuche das Auswärtige Amt die Betroffenen mit den notwendigen Informationen zu versorgen. Alle deutschen Auslandsvertretungen seien geöffnet.
17.37 Uhr: Vermittler Oman ruft zu Deeskalation im Nahen Osten auf
Der Außenminister des Vermittlerstaats Oman, Badr al-Bussaidi, hat im aktuellen Iran-Krieg zur Deeskalation aufgerufen. Eine Fortsetzung der militärischen Eskalation trage nicht zur Lösung des Konflikts bei, hieß es aus dem Außenministerium in Maskat. Al-Bussaidi forderte eine sofortige Waffenruhe und die Rückkehr zu diplomatischen Gesprächen. Er habe bereits mit Irans Außenminister Abbas Araghtschi telefoniert. Dieser habe betont, dass Teheran Frieden wolle und diplomatische Bemühungen zur Beendigung der durch die amerikanisch-israelische Militärkampagne ausgelösten Krise unterstütze.
17.08 Uhr: Merz mahnt Lösung für "Tag danach" an
Bundeskanzler Friedrich Merz hat Kritik an den USA und Israel nach den Angriffen auf Iran vermieden und im Gegenteil Iran aufgefordert, die "wahllosen Angriffe" auf Staaten in der Region sofort zu beenden. Zudem müsse man "an den Tag danach" denken, sagte Merz am Sonntag bei einem Statement im Kanzleramt. Man müsse in Israel, in der Region und auch in Europa "eine Agenda mit Iran für diesen Tag danach entwickeln". Zugleich machte Merz deutlich, dass er Zweifel daran hat, welche Entwicklung die Angriffe wirklich auslösen. "Das ist nicht ohne Risiko. Wir wissen nicht, in welche Eskalation die harten iranischen Gegenschläge die Region noch ziehen werden", sagte der Kanzler. "Wir wissen schließlich nicht, ob der Plan aufgeht, durch Militärschläge von außen einen politischen Wandel von innen heraus zu ermöglichen."
16.56 Uhr: Behörden - Zwei Schiffe in Straße von Hormus von unbekannten Geschossen getroffen
In der Straße von Hormus sind am Sonntag zwei Schiffe angegriffen worden. Eines der Schiffe sei vor der Küste des Oman "oberhalb der Wasserlinie von einem unbekannten Geschoss getroffen worden", erklärte die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO). Im Maschinenraum sei ein Feuer ausgebrochen, das mittlerweile aber unter Kontrolle sei. Darüberhinaus sei ein weiteres Schiff von einem "unbekannten Geschoss" getroffen worden, teilte die UKMTO mit. Auch hier sei ein Feuer ausgebrochen, das gelöscht werden konnte. Das Schiff beabsichtige, "seine Reise fortzusetzen". Laut dem privaten Seesicherheitsunternehmen Vanguard Tech handelte es sich um einen Tanker etwa 17 Seemeilen nordwestlich von Mina Sakr in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
16.30 Uhr: Merz: "Erleichterung" über absehbares Ende des Mullah-Regimes im Iran
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Unterstützung für das Vorgehen Israels und der USA gegen die Führung des Iran geäußert. Die Bundesregierung teile "die Erleichterung vieler Iranerinnen und Iraner, dass dieses Mullah-Regime jetzt an sein Ende kommt", sagte Merz am Sonntag in Berlin. "Mit den Vereinigten Staaten und Israel teilen wir das Interesse daran, dass der Terror dieses Regimes aufhört."
15.55 Uhr: Drei US-Soldaten bei Militäreinsatz gegen Iran getötet
Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums sind drei US-Soldaten im Rahmen des Einsatzes gegen den Iran getötet worden. Fünf weitere Soldaten seien "schwer verletzt" worden, teilte das US-Kommando für den Nahen Osten (Centcom) am Sonntag im Onlinedienst X mit. Ortsangaben oder Angaben zur Identität der getöteten Soldaten wurden nicht gemacht.
15.24 Uhr: US-Flugzeugträger laut iranischen Revolutionsgarden von vier Raketen getroffen
Die iranischen Revolutionsgarden haben als Reaktion auf die US-israelischen Angriffe auf den Iran nach eigenen Angaben einen US-Flugzeugträger im Persischen Golf angegriffen und getroffen. "Der US-Flugzeugträger 'USS Abraham Lincoln' wurde von vier ballistischen Raketen getroffen", teilten die Revolutionsgarden am Sonntag laut örtlichen Medien mit. "Land und Meer werden mehr und mehr zum Friedhof der terroristischen Aggressoren", warnten sie demnach.
15.15 Uhr: Iranische Vergeltungsangriffe - Drei Tote in Emiraten, ein Toter in Kuwait
Durch die iranischen Gegenangriffe sind in der Golfregion mehrere Menschen getötet worden. In den Vereinigten Arabischen Emiraten seien drei Menschen getötet worden, erklärte das Verteidigungsministerium der Emirate am Sonntag. Es handele sich um Staatsbürger aus Pakistan, Nepal und Bangladesch. 58 weitere Menschen seien verletzt worden. Die Vereinigten Arabischen Emirate hätten 165 ballistische Raketen entdeckt. 152 seien zerstört worden. 541 iranische Drohnen seien registriert worden, 506 von ihnen seien abgefangen und zerstört worden. Auch aus Kuwait wurden Opfer durch iranische Angriffe gemeldet. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums des Landes wurde ein Mensch getötet. 32 Menschen seien verletzt worden, alle seien Ausländer.
14.49 Uhr: Bericht - Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad bei Luftangriff getötet
Der ehemalige iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad ist bei einem Luftangriff in Teheran getötet worden. Das berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Ilna. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Ilna befand sich der 69-Jährige zum Zeitpunkt des Angriffs gemeinsam mit Leibwächtern in seinem Haus im Osten der Hauptstadt. Ahmadinedschad führte den Iran von 2005 bis 2013. Zu Beginn galt er als Favorit des herrschenden schiitischen Klerus sowie der Hardliner und Konservativen im Parlament, gegen Ende seiner Präsidentschaft entwickelte er sich zu einer unberechenbaren Opposition innerhalb des Systems. Sein Versuch, die Befugnisse des gewählten Präsidenten gegenüber dem Klerus zu erweitern führte zum Bruch mit dem Obersten Führer. In den Folgejahren wurde er politisch marginalisiert; der Wächterrat schloss ihn 2017, 2021 und 2024 von den Präsidentschaftswahlen aus.
14.25 Uhr: Mindestens acht Tote durch iranischen Raketenangriff auf Israel
Bei einem iranischen Raketenangriff auf Israel sind mindestens acht Menschen getötet worden. Die israelische Polizei erklärte am Sonntag, eine Rakete habe in der westlich von Jerusalem gelegenen Stadt Beit Schemesch ein Gebäude getroffen. Dabei wurden nach Angaben des Rettungsdienstes Magen David Adom mindestens acht Menschen getötet. Die Rettungskräfte erklärten, sie hätten 23 Verletzte geborgen, unter ihnen zwei Schwerverletzte. Das Gebäude sei nach dem "direkten Einschlag" der Rakete eingestürzt, erklärte die israelische Polizei.
14.15 Uhr: Gestrandet im Nahen Osten - Urlauber sitzen in Golfregion fest
Tausende Reisende sind am Wochenende im Nahen Osten und anderen Weltregionen gestrandet. An Flughäfen und auch auf Kreuzfahrtschiffen vor allem in der Golfregion ging nichts mehr. Etwa in den Vereinigten Arabischen Emiraten: An den beiden großen Flughäfen von Dubai - am internationalen Flughafen DXB und am Al Maktoum Airport (DWC) - wurde der Flugverkehr bis auf weiteres ausgesetzt. Nach Angaben der Plattform Flightradar24 wurden an sieben großen Flughäfen der Nahost-Region mehr als 3.400 Flüge gestrichen.
14.03 Uhr: Warnung vor Terror-Gefahr in Deutschland wegen Iran-Krieg
Nach Beginn der gegenseitigen Angriffe gibt es Sorgen, dass die Eskalation auch Auswirkungen auf die Sicherheitslage in Deutschland hat. Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, warnte vor der Gefahr von Anschlägen. Insbesondere nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts und Religionsführers Ali Chamenei sei damit zu rechnen, dass der Iran seine Netzwerke hierzulande für Terroranschläge gegen jüdische und israelische Einrichtungen nutze. Der Vorsitzende des Bundestagsgremiums zur Kontrolle der Geheimdienste, Marc Henrichmann, mahnte zur Wachsamkeit. Für Panik gebe es wegen der bestehenden Schutzmaßnahmen aber keinen Grund.
13.51 Uhr: China verurteilt Tötung von Chamenei scharf
China hat die Tötung des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, durch US-israelische Angriffe scharf verurteilt. "Der Angriff und die Tötung von Irans oberstem Führer sind eine schwerwiegende Verletzung von Irans Souveränität und Sicherheit", erklärte das Außenministerium in Peking am Sonntag. Zudem würden damit die UN-Charta und die "Grundregeln der internationalen Beziehungen mit Füßen getreten". China forderte einen "sofortigen Stopp der Militäreinsätze".
13.20 Uhr: DHL will auf Luftraum-Sperrungen flexibel reagieren
Der Logistikkonzern DHL will auf die Luftraumschließungen im Nahen Osten flexibel reagieren. "Wir haben Erfahrungen mit dynamischen und sich schnell verändernden Szenarien und können hierauf mit Routenanpassungen oder alternativen Transportlösungen auch kurzfristig Alternativen für unsere Kunden anbieten", erklärt das Unternehmen. "Wir beobachten die Entwicklungen im Iran und der Region sehr genau. Die Sicherheit unserer Mitarbeitenden hat für uns höchste Priorität."
13.17 Uhr: Lufthansa setzt Flüge nach Nahost bis 08. März aus
Alle Airlines der Lufthansa Group setzen ihre Flüge in den Nahen Osten zunächst bis zum 08. März aus. Dies betrifft die Verbindungen nach Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil, Dammam und Teheran, wie die Fluggesellschaft mitteilt. Ebenfalls bis einschließlich 08. März würden zusätzlich folgende Lufträume nicht genutzt: Israel, Libanon, Jordanien, Irak, Katar, Kuwait, Bahrain, Dammam und Iran. Flüge von und nach Dubai und Abu Dhabi werden demnach bis einschließlich 4. März ausgesetzt. Zudem werde der Luftraum der Vereinigten Arabischen Emirate ebenfalls bis einschließlich 4. März nicht genutzt.
13.00 Uhr: Erneut Explosionen in Tel Aviv - Israel fängt wieder iranische Raketen ab
In der israelischen Stadt Tel Aviv sind am Sonntag Sirenenalarm und Explosionen zu hören gewesen. Eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP hörte ein Dutzend Explosionen von Luftabwehrsystemen, die Raketen abfingen. Zuvor waren bereits über Jerusalem Explosionen zu hören gewesen.
In verschiedenen Teilen Israels ertönte nach Militärangaben Sirenenalarm. Es seien aus dem Iran in Richtung Israel abgefeuerte Raketen identifiziert worden, erklärte das israelische Militär am Sonntag. Die Luftwaffe sei im Einsatz, um diese abzufangen und Bedrohungen abzuwehren.
12.51 Uhr: Schiff vor Oman von Geschoss getroffen
Ein Schiff ist nach Angaben der britischen Behörde UKMTO 50 Seemeilen nördlich der omanischen Hauptstadt Maskat von einem unbekannten Geschoss getroffen worden. Im Maschinenraum sei ein Feuer ausgebrochen, das inzwischen unter Kontrolle sei. Es ist bereits der zweite Vorfall, den die Behörde am Sonntag meldet. Zuvor hatte es einen Zwischenfall vor Kumzar in der Straße von Hormus gegeben.
12.45 Uhr: Nach Chameneis Tod: Ayatollah Aliresa Arafi in Übergangs-Führungsgremium berufen
Im Iran soll nach der Tötung von Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei vorübergehend ein dreiköpfiger Rat das Land führen. Die Verantwortung für die Übergangsphase sollen Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sowie das Mitglied des Wächterrats, Alireza Arafi, übernehmen. Das erklärte ein Berater des getöteten Chamenei, Mohammed Mochber, der Nachrichtenagentur Mehr zufolge. Auch die iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete darüber.
12.43 Uhr: Antisemitismusbeauftragter warnt vor Gewalt in Deutschland
Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, warnt vor Gewalt in Deutschland. Es sei damit zu rechnen, "dass der Iran seine Netzwerke hierzulande für Terroranschläge gegen jüdische und israelische Einrichtungen nutzen wird", sagt Klein den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Den Mechanismus zwischen erhöhten Spannungen im Nahen Osten und verstärkten Angriffen auf jüdisches Leben in Europa haben wir in der Vergangenheit immer wieder gesehen."
12.36 Uhr: Israels Staatsflugzeug zum Berliner Flughafen gebracht
Israels Staatsflugzeug ist nach Beginn des Kriegs gegen den Iran zum Berliner Flughafen BER gebracht worden - und damit außerhalb des Kampfgebiets. Es parkt dort auf dem Rollfeld, wie ein dpa-Reporter beobachtete.
Nach Daten des Luftverkehr-Portals "Flightradar" war die Maschine am frühen Samstagnachmittag Ortszeit (kurz nach 13.00 Uhr MEZ) in Israel gestartet und kreiste dann stundenlang über dem Mittelmeer, bevor sie nach Deutschland flog und am Abend am BER landete. Der Flughafen BER äußerte sich auf Anfrage nicht zum Aufenthalt des Fliegers, auch die israelische Botschaft reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage. Bereits bei früheren Konflikten war die Maschine nach israelischen Medienberichten zum Schutz vor Raketenangriffen außer Landes gebracht worden.
12.35 Uhr: Zypern weist Berichte über iranische Raketen zurück
Die Regierung der EU-Inselrepublik Zypern hat Berichte zurückgewiesen, wonach iranische Raketen in Richtung der Mittelmeerinsel abgefeuert wurden. Regierungssprecher Konstantinos Letymbiotis schrieb am Sonntag auf der Plattform X, entsprechende Darstellungen träfen nicht zu.
Im Zusammenhang mit Aussagen und Medienberichten über einen Abschuss von Raketen in Richtung Zyperns werde klargestellt, "dass dies nicht der Fall ist und es keinerlei Hinweise darauf gibt, dass eine Bedrohung für das Land bestanden hat", erklärte Letymbiotis. Die zuständigen Behörden verfolgten die Lage fortlaufend und sehr aufmerksam, hieß es weiter.
12.33 Uhr: Hisbollah-Miliz will sich US-israelischer "Aggression entgegenstellen"
Nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran hat die Hisbollah-Miliz im Libanon geschworen, sich der "Aggression" entgegenzustellen. "Wir werden unsere Pflicht wahrnehmen, uns der Aggression entgegenzustellen", erklärte der Anführer der pro-iranischen Schiiten-Miliz, Naim Kassem, am Sonntag. "Was auch immer die Opfer sind, wir werden (...) das Feld der Ehre und des Widerstands nicht verlassen."
12.20 Uhr: Massiver Stau von Öltankern vor Straße von Hormus
Mindestens 150 Tanker, darunter Rohöl- und Flüssiggasschiffe, haben in den offenen Gewässern vor der Straße von Hormus den Anker geworfen. Dutzende weitere liegen auf der anderen Seite der Meerenge fest, wie aus einer Reuters-Auswertung von Daten der Plattform MarineTraffic hervorgeht. Die Schiffe stauen sich vor den Küsten der großen Ölproduzenten Irak und Saudi-Arabien sowie vor Katar.
12.15 Uhr: Nach Angriffen gegen Iran: Demos und Freudenfeiern in deutschen Städten
Nach den Angriffen der USA und Israels gegen den Iran haben in deutschen Städten tausende Menschen gegen das Regime in Teheran und für Freiheit in dem Land demonstriert. Aufzüge am Samstag unter anderem in München und Berlin blieben nach Polizeiangaben weitgehend friedlich. Für Sonntag waren weitere Kundgebungen angekündigt.
In Berlin versammelten sich einem Polizeisprecher zufolge am Samstag insgesamt rund 1.800 Menschen zu einer Demonstration vom Potsdamer Platz zum Brandenburger Tor. Bis in die Nacht zum Sonntag hinein hätten Menschen größtenteils "ausgelassen und friedlich" gefeiert, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei war mit rund 450 Beamten im Einsatz.
11.54 Uhr: Israel weist Schuld an Angriff auf iranische Schule zurück
Israel hat eine Verantwortung für einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran zurückgewiesen. Die staatliche iranische Nachrichtenagentur Irna hatte berichtet, bei einem Raketenangriff im Süden des Landes seien mehr als hundert Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan. "Zu diesem Zeitpunkt sind uns keine israelischen oder amerikanischen Angriffe dort bekannt", sagte der israelische Militärsprecher Nadav Schoschani. "Ich weiß, dass die Amerikaner nachprüfen, ich weiß, dass wir nachprüfen", ergänzte der Sprecher.
11.40 Uhr: Hapag-Lloyd stoppt Fahrten durch Straße von Hormus
Die Reederei Hapag-Lloyd setzt bis auf Weiteres alle Fahrten durch die Straße von Hormus aus. Grund sei die sich entwickelnde Sicherheitslage in der Region, teilt der Hamburger Konzern mit.
11.40 Uhr: Nordkorea: Angriffe auf Iran sind "illegale Aggression"
Nordkorea verurteilt die Angriffe der USA und Israels auf den Iran als "Verletzung der nationalen Souveränität". Die Militäroperation sei eine "illegale Aggression", meldet die amtliche Nachrichtenagentur KCNA.
11.38 Uhr: Unicef: Angriff auf Schule wäre Verstoß gegen Völkerrecht
Das Kinderhilfswerk Unicef ist "zutiefst besorgt" über die Bombardierungen im Iran. "Es gibt Berichte über Angriffe auf Schulen im Iran, darunter eine Mädchenschule in Minab", teilte das Kinderhilfswerk in Köln mit. "Angriffe auf Zivilpersonen und zivile Objekte, einschließlich Schulen, stellen einen Verstoß gegen das Völkerrecht dar."
11.34 Uhr: Netanjahu ruft Iraner zum Aufstand auf
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Bevölkerung im Iran in einer auf Farsi verbreiteten Videobotschaft (externer Link) zum Sturz der politischen Führung in Teheran aufgerufen. Die Ansprache wurde allem Anschein nach mit Künstlicher Intelligenz (KI) auf Farsi erstellt. "Bürger des Irans, lasst euch diese Gelegenheit nicht entgehen", sagte Netanjahu dort. In dem Text, den der Post auf X ebenfalls enthält, heißt es zudem: "In den kommenden Tagen werden wir tausende Ziele des Terrorregimes angreifen."
11.31 Uhr: London warnt vor "wahllosen" iranischen Angriffen
Der britische Verteidigungsminister John Healey warnt vor der Gefahr von "zunehmend wahllosen iranischen Vergeltungsangriffen". Es seien zwei Raketen Richtung Zypern abgefeuert worden. "Wir glauben nicht, dass sie gezielt auf Zypern gerichtet waren", sagte Healey dem Sender Sky News. Es sei aber ein Beispiel dafür, dass es eine "sehr reale (...) Bedrohung durch ein Regime" gebe, das in der gesamten Region weit um sich schlage.
11.27 Uhr: Putin: Tötung Chameneis ist "zynischer Mord"
Der russische Präsident Wladimir Putin kondoliert seinem iranischen Kollegen Massud Peseschkian zum Tod von Ajatollah Ali Chamenei. Putin bezeichne die Tötung als "zynischen Mord", meldet die Nachrichtenagentur Tass. Dies sei eine Verletzung aller Normen der menschlichen Moral und des Völkerrechts.
11.17 Uhr: Israel: Großteil der iranischen Flugabwehr ausgeschaltet
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben die Mehrheit der Flugabwehrsysteme im Westen und Zentrum des Iran ausgeschaltet.
11.12 Uhr: Iran: Ajatollah Arafi in Übergangs-Führungsrat berufen
Der Geistliche Aliresa Arafi wird der Nachrichtenagentur Isna zufolge in den iranischen Führungsrat berufen. Das Gremium nehme die Aufgaben des Obersten Führers wahr, bis der Expertenrat einen Nachfolger gewählt habe. Arafi bilde zusammen mit Präsident Massud Peseschkian und Justizchef Gholamhossein Mohseni Edschei die vorübergehende Staatsspitze.
11.11 Uhr: Krieg im Nahen Osten: Drohnenabschüsse über Reit-Gelände
Der Start der Reitsport-Serie Global Champions Tour am kommenden Wochenende in Katar ist angesichts der kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten mehr als fraglich. Über dem Turniergelände fliegen Drohnen und werden abgeschossen, berichtete der Springreiter Philipp Weishaupt aus Augsburg mit Verweis auf die Pflegerin seiner Pferde in Doha. "Sie hat mir Videos geschickt, die Drohnen fliegen genau über die Zelte der Pferde", sagte der Reiter.
10.48 Uhr: Irans Präsident: Tötung Chameneis ist "Kriegserklärung an Muslime"
Irans Präsident Massud Peseschkian hat die Tötung des geistlichen Oberhaupts Ayatollah Ali Chamenei bei US-israelischen Angriffen als eine "Kriegserklärung an die Muslime" bezeichnet. Die "Ermordung" Chameneis werde als "offene Kriegserklärung an die Muslime und insbesondere an die Schiiten überall auf der Welt wahrgenommen", sagte Peseschkian in einer Fernsehansprache. Der Iran betrachte es als "seine legitime Pflicht und sein Recht, sich an den Tätern und Drahtziehern dieses historischen Verbrechens zu rächen", fügte er hinzu.
10.40 Uhr: Hamas verurteilt Tötung von Chamenei als "abscheuliches Verbrechen"
Die radikalislamische Hamas hat die Tötung des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, bei US-israelischen Angriffen als ein "abscheuliches Verbrechen" verurteilt. Die Vereinigten Staaten und Israel als "faschistische Besatzerregierung tragen die volle Verantwortung für diese eklatante Aggression" und das gegen die Souveränität des Iran gerichtete "abscheuliche Verbrechen" sowie für die "schlimmen Auswirkung auf die Sicherheit und Stabilität der Region", erklärte die Hamas am Sonntag.
"Wir betrauern den Tod von Ayatollah Ali Chamenei. Er hat unser Volk, unsere Sache und unseren Widerstand politisch, diplomatisch und militärisch unterstützt", fügte die radikale Palästinenserorganisation hinzu.
10.38 Uhr: Dubai meldet Schäden und Verletzte bei Drohnenabwehr
In Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind bei der Abwehr von Drohnenangriffen zwei Menschen verletzt worden. Trümmerteile seien in die Höfe von zwei Wohnhäusern gefallen, teilte das Medienbüro von Dubai mit. Explosionsgeräusche in der Stadt seien auf Abfangraketen zurückzuführen, hieß es weiter.
10.36 Uhr: Oman meldet Angriff auf Öltanker in der Straße von Hormus
Vor der Küste des Golfstaats Oman ist nach staatlichen Angaben ein Öltanker angegriffen worden. Der Tanker "Skylight" sei etwa neun Kilometer vor der omanischen Küste bei Musandam attackiert worden, meldete die Nachrichtenagentur Oman News Agency unter Berufung auf das omanische Zentrum für maritime Sicherheit. Dabei seien vier Personen verletzt worden. Die 20-köpfige Besatzung des Schiffs unter der Flagge des pazifischen Inselstaats Palau sei evakuiert worden. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.
10.34 Uhr: Katar meldet Raketen- und Drohnenbeschuss aus dem Iran
In Katar sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums Raketen und Drohnen aus dem Iran abgefangen worden. Opfer habe es nicht gegeben, berichtete das Ministerium. Katar habe alle Maßnahmen zum Schutz des Landes ergriffen.
10.30 Uhr: Vereinigte Arabische Emirate warnen Iran
Ein Berater des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate hat Angriffe des Irans auf Golfstaaten als Reaktion auf Luftangriffe der USA und Israels kritisiert. "Ihr Krieg richtet sich nicht gegen Ihre Nachbarn", teilte Anwar Gargasch am Sonntag auf der Plattform X mit. "Kehren Sie zur Vernunft zurück, zu Ihrer Umgebung und gehen Sie mit Ihren Nachbarn mit Vernunft und Verantwortungsbewusstsein um, bevor sich der Kreis der Isolation und Eskalation ausweitet."
10.25 Uhr: Zivilschutz: Israelisches Heimatfront-Kommando mobilisiert rund 20.000 Reservisten
Angesichts der iranischen Gegenangriffe hat das israelische Heimatfront-Kommando rund 20.000 Reservisten zur Unterstützung der Zivilbevölkerung mobilisiert. Sie hätten sich in den vergangenen 24 Stunden dem Kommando angeschlossen, erklärte das Heimatfront-Kommando am Sonntag. Es ist für den Zivilschutz zuständig.
10.17 Uhr: Irans Präsident: Rache ist "legitimes Recht und Pflicht"
Der iranische Präsident Massud Peseschkian bezeichnet Rache als "legitimes Recht und Pflicht" Teherans. Sein Land werde sein Möglichstes tun, um diese Pflicht zu erfüllen, heißt es in einer Erklärung des Präsidenten.
10.16 Uhr: Proteste wegen Chameneis Tod in Pakistan - Neun Tote
In Pakistan sind bei Protesten vor einem US-Konsulat wegen des Tods des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, neun Menschen ums Leben gekommen. Vor dem Konsulat in Karachi kam es der Polizei zufolge zu Zusammenstößen. Demonstranten hätten ein Fahrzeug in Brand gesetzt. Die Polizei habe sie zurückgedrängt. Mehr Details sind noch nicht bekannt.
9.46 Uhr: Iranische Armee: US-Militärstützpunkte in der Golfregion angegriffen
Die iranische Armee hat nach eigenen Angaben am Sonntag neue Angriffe auf US-Militärstützpunkte in der Golfregion geflogen. "Vor wenigen Minuten haben Piloten der Luftstreitkräfte der Islamischen Republik Iran in mehreren Operationsphasen erfolgreich US-Stützpunkte in den Ländern am Persischen Golf und in der Region Kurdistan im Irak bombardiert", erklärte die iranische Armee im Staatsfernsehen. Mehrere Städte in der Region wurden am Morgen von Explosionen erschüttert.
In Israel ertönte in verschiedenen Landesteilen Sirenenalarm, erklärte das israelische Militär. Es seien aus dem Iran in Richtung Israel abgefeuerte Raketen identifiziert worden. Die Luftwaffe sei im Einsatz, um diese abzufangen und Bedrohungen abzuwehren. Über Jerusalem waren Explosionen zu hören.
9.40 Uhr: Große Explosion in Teheran - Israel greift Stadtzentrum an
Eine gewaltige Explosion hat am Sonntag die iranische Hauptstadt Teheran erschüttert. Über der Stadt stieg eine riesige Rauchwolke auf, der Boden bebte. Die Detonation schien sich in einem Viertel zu ereignen, in dem sich die Zentralen der iranischen Polizei und des iranischen Staatsfernsehens befinden. Das israelische Militär teilte mit, es würden Ziele in der Innenstadt beschossen.
Im Audio: Irans Revolutionsgarden melden Angriffe auf dutzende US-Stellungen und Israel
Symbolbild: Irans Revolutionsgarden melden Vergeltungsschläge
9.28 Uhr: Medienbericht: CIA spürte Aufenthaltsort von Chamenei auf
Der US-Auslandsgeheimdienst CIA hat laut einem Bericht der "New York Times" eine wichtige Rolle vor dem Angriff auf Irans obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei gespielt. Die US-Zeitung berichtete unter Berufung auf mehrere nicht genannte Personen, die mit dem Einsatz vertraut sein sollen, der Auslandsgeheimdienst habe Chamenei über Monate verfolgt und dabei Kenntnisse über seine Aufenthaltsorte und Gewohnheiten erlangt.
Die CIA soll erfahren haben, dass am Samstagmorgen in einem Gebäudekomplex im Herzen Teherans ein Treffen hochrangiger iranischer Offizieller stattfinden sollte und sich Chamenei dort aufhalten würde. Daraufhin sollen die USA und Israel den Zeitpunkt ihrer Angriffe auf den Iran angepasst haben. Ursprünglich sei laut dem Zeitungsbericht geplant gewesen, nachts anzugreifen.
9.09 Uhr: Mindestens sechs Tote bei Angriff auf US-Konsulat in Pakistan
Bei einem Angriff auf das US-Konsulat in der pakistanischen Stadt Karachi sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Um wen es sich dabei handelt, ist unklar. Hunderte Demonstranten hatten laut Polizeiangaben am Sonntag das Gebäude in der Hafenstadt angegriffen, woraufhin es zu Zusammenstößen mit Polizisten kam. Die Teilnehmer des Protests seien später vertrieben worden, die Situation sei unter Kontrolle.
8.10 Uhr: Israels Armee: Iran greift erneut mit Raketen an
Der Iran hat nach Angaben des israelischen Militärs am Morgen erneut Raketen auf den jüdischen Staat abgefeuert. Die Abwehrsysteme seien aktiviert, um sie abzuwehren, teilte die Armee mit. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, in die Schutzräume zurückzukehren. In mehreren Gebieten des Landes heulten erneut die Sirenen.
In den vergangenen 24 Stunden mussten Millionen Menschen nach Armeeangaben bereits rund 20 Mal wegen Raketenangriffen des Erzfeindes Iran in die Schutzräume eilen.
Der Iran hatte nach der Tötung des obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei bei den amerikanisch-israelischen Luftangriffen massive Vergeltungsschläge gegen Dutzende US-Stützpunkte sowie Ziele in Israel angekündigt.
8.08 Uhr: Staatsfernsehen: Irans Generalstabchef Mussawi bei Angriffen getötet
Der Generalstabschef der iranischen Streitkräfte, Abdolrahim Mussawi, ist dem iranischen Fernsehen zufolge bei Angriffen auf den Iran getötet worden.
6.57 Uhr: Iranische Gegenangriffe: Erneut Explosionen in mehreren Städten in Golfregion
Einen Tag nach Beginn der iranischen Vergeltungsangriffe sind mehrere Städte in der Golfregion am Sonntagmorgen erneut von Explosionen erschüttert worden. Über der katarischen Hauptstadt Doha stieg dichter schwarzer Rauch auf, wie ein AFP-Journalist berichtete. Auch in Dubai und in Bahrains Hauptstadt Manama waren Detonationen zu hören.
6.44 Uhr: Trump: Werden mit beispielloser Gewalt auf Vergeltung reagieren
US-Präsident Donald Trump hat den Iran vor beispielloser Gewalt gewarnt, sollte das Land Vergeltung üben. Die Vereinigten Staaten würden den Iran mit einer noch nie dagewesenen Macht treffen, erklärt Trump auf "Truth Social". "Der Iran hat gerade erklärt, dass er heute sehr hart zuschlagen wird, härter als jemals zuvor." Er fügt hinzu: "Sie sollten das aber besser nicht tun, denn wenn sie es tun, werden wir sie mit einer noch nie dagewesenen Gewalt schlagen!"
6.36 Uhr: Irans Parlamentssprecher: Rote Linie überschritten
Laut Parlamentssprecher Baker Kalibaf wird der Iran den Weg von Ajatollah Chamenei fortsetzen. Sich an US-Präsident Donald Trump und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wendend, sagt Kalibaf im Staatsfernsehen, sie hätten eine rote Linie überschritten. Dafür würden sie bezahlen.
6.25 Uhr: Trauer um Chamenei im Iran
Tausende Menschen haben sich nach dem Tod des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ali Chamenei, am Sonntag zu seinen Ehren in Teheran versammelt. Die größtenteils schwarz gekleideten Teilnehmer der Kundgebung auf dem zentralen Enghelab-Platz skandierten "Tod den Vereinigten Staaten" und "Tod Israel", wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Viele von ihnen schwenkten iranische Flaggen und hielten Fotos von Chamenei hoch.
6.20 Uhr: Irans Revolutionsgarden melden Vergeltungsschläge
Die iranischen Revolutionsgarden haben in Reaktion auf die Tötung von Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei nach eigenen Angaben massive Vergeltungsschläge gegen Dutzende Stellungen der USA und des Erzfeindes Israel durchgeführt. Es seien 27 US-Stützpunkte in der Region sowie Israels Armeehauptquartier und ein Rüstungskomplex in Tel Aviv ins Visier genommen worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, ein Sprachrohr von Irans Elitestreitmacht. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
6.02 Uhr: Chamenei-Berater: Ein Trio soll Iran vorübergehend führen
Im Iran soll nach der Tötung von Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei vorübergehend ein dreiköpfiger Rat das Land führen. Die Verantwortung für die Übergangsphase sollen Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi und ein Mitglied des Wächterrats übernehmen. Das erklärte ein Berater des getöteten Chameneis, Mohammed Mochber, der Nachrichtenagentur Mehr zufolge. Auch die iranische Nachrichtenagentur Irna berichtete darüber.
Das Trio soll die Aufgaben Chameneis übernehmen, bis der sogenannte Expertenrat, ein Gremium aus 88 einflussreichen Geistlichen, einen Nachfolger benennt. Laut der Verfassung müsse der Expertenrat umgehend einen neuen Führer bestimmen und vorstellen, sagte Mochber.
5.27 Uhr: Erneut laute Explosionen in Dubai zu hören
In der Region Dubai sind Augenzeugen zufolge erneut laute Explosionen zu hören. Der Iran hatte nach Angriffen der USA und Israels Vergeltungsschläge gegen die benachbarten Golfstaaten gestartet. Der Iran hat erklärt, er werde US-Stützpunkte in der Region angreifen.
4.43 Uhr: Trump: Chance für friedliche Lösung nach Angriffen größer
Die schweren Angriffe Israels und der USA auf den Iran haben nach Meinung von US-Präsident Donald Trump die Chance auf eine diplomatische Lösung des Konflikts erhöht. Dieser Weg sei jetzt deutlich leichter als noch vor einem Tag, sagte Trump dem Sender CBS News zufolge in einem Telefoninterview. "Weil sie heftig verprügelt werden."
4.15 Uhr: Schah-Sohn Pahlavi bringt sich als Interimsführer ins Spiel
Der Sohn des 1979 gestürzten Schahs von Persien, Reza Pahlavi, hat sich nach der Tötung von Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei erneut als Übergangsführer des Irans ins Spiel gebracht. "Viele Iraner haben mich, oft trotz lebensbedrohlicher Situationen, gebeten, diesen Übergang zu leiten", schrieb er in einem Meinungsbeitrag in der "Washington Post". Er wolle ihrem Ruf folgen und den Weg hin zu einer neuen Verfassung freimachen. Diese solle zunächst in einem Referendum verabschiedet werden. Darauf sollten dann freie Wahlen unter internationaler Aufsicht folgen. "Mit der Abstimmung der Iraner löst sich die Übergangsregierung auf", schrieb er weiter.
4.07 Uhr: EU-Außenminister beraten am Sonntag über Lage im Iran-Konflikt
Angesichts der US-israelischen Luftangriffe auf den Iran und zahlreicher Vergeltungsattacken Teherans kommen die Außenminister der EU-Mitgliedsstaaten am Sonntag zu einer außerordentliche Sitzung zusammen. "Die wahllosen Angriffe des iranischen Regimes auf seine Nachbarn bergen die Gefahr, die Region in einen größeren Krieg zu ziehen, und wir verurteilen dies", sagte Kallas am Samstag.
4.08 Uhr: Iranische Revolutionsgarden kündigen "heftigste Offensive" gegen die USA und Israel an
Die iranischen Revolutionsgarden haben eine entschlossene Antwort auf die massiven Luftangriffe der USA und Israels angekündigt. "Die heftigste Offensive in der Geschichte der Streitkräfte der Islamischen Republik Iran wird jeden Moment beginnen", teilten die Revolutionsgarden am Sonntag im Onlinedienst Telegram mit.
Kurz zuvor hatte das Staatsfernsehen den Tod von Irans geistlichem Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei bestätigt. Die Revolutionsgarden kündigten eine "strenge und entschlossene" Bestrafung der "Mörder" Chameneis an.
3.37 Uhr: Israels Armee: Mehr als 30 weitere Ziele im Iran angegriffen
Die israelische Luftwaffe hat im Iran nach eigenen Angaben mehr als 30 weitere Ziele bombardiert. Dutzende Kampfflugzeuge hätten eine weitere Angriffswelle gegen ballistische Raketenstellungen und die Luftabwehrsysteme im Westen und im Zentrum des Irans abgeschlossen. Ziele seien unter anderem Raketenabschussanlagen, Einrichtungen der Staatsführung und militärische Kommandozentren gewesen. Die Armee werde ihre Angriffe zur Schwächung der Militärkapazitäten des Irans fortsetzen.
3.21 Uhr: Irans Revolutionsgarden kündigen Rache an
Irans Revolutionsgarden haben Rache für den Tod von Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei angekündigt. "Die Mörder des Imams der Nation werden einer harten, entschiedenen und abschreckenden Strafe nicht entgehen", heißt es in einer von der libanesischen Hisbollah-Miliz verbreiteten Erklärung der Elitestreitmacht des Irans.
Die Revolutionsgarden, die Streitkräfte der Islamischen Republik und die Basidsch-Milizen würden "inneren und äußeren Verschwörungen entschieden entgegentreten" und die Aggressoren "mit einer abschreckenden und beispielhaften Antwort bestrafen", heißt es in der Erklärung weiter. Alle Teile der Gesellschaft werden darin aufgerufen, sich an der Landesverteidigung zu beteiligen und vor der Welt "Solidarität und nationale Einheit zu demonstrieren".
3.14 Uhr: G7-Außenminister beraten über Lage im Iran
Die Außenminister der G7-Länder wirtschaftsstarker Demokratien haben sich auf eine enge Abstimmung verständigt. Die USA hätten einen Überblick über die jüngsten Entwicklungen und ihre weiteren Aussichten gegeben, teilte das japanische Außenministerium nach einem Telefonat der Minister mit. Japan werde in Bezug auf den Iran mit der internationalen Gemeinschaft, einschließlich der G7-Gruppe weiter "alle notwendigen diplomatischen Anstrengungen" unternehmen, sagte Außenminister Toshimitsu Motegi. Zu den G7-Ländern gehören neben Japan und den USA auch Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und Kanada.
3.09 Uhr: Angriffe im Nahen Osten legen weltweiten Flugverkehr teilweise lahm
Angriffe der USA und Israels auf den Iran sowie iranische Vergeltungsschläge haben am Samstag zu einer der schwersten Störungen des weltweiten Flugverkehrs seit Jahren geführt. Wichtige Flughäfen im Nahen Osten, darunter das weltgrößte internationale Drehkreuz Dubai, wurden geschlossen. Der Flughafen von Dubai, der mehr als 1.000 Flüge pro Tag abwickelt, wurde bei einem iranischen Vergeltungsangriff in der Nacht beschädigt. Auch die internationalen Flughäfen von Abu Dhabi und Kuwait waren betroffen.
2.55 Uhr: Medien: Tochter und Enkel Chameneis bei Angriffen getötet
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge sind bei den israelisch-amerikanischen Luftangriffen auf den Iran auch mehrere Angehörige des obersten Führers Ali Chamenei getötet worden. Die Webseite Al-Arabiya berichtete unter Berufung auf die iranische Nachrichtenagentur Fars, eine Tochter Chameneis, ein Schwiegersohn, eine Schwiegertochter und ein Enkel seien ums Leben gekommen. Dem Sender Al-Jazeera zufolge berief sich Fars dabei auf Chamenei nahestehende Quellen. Aus dem Iran gab es dafür zunächst keine Bestätigung.
02.50 Uhr: Iran bestätigt Tod von geistlichem Oberhaupt Chamenei
Iranische Staatsmedien haben den Tod von Staatsoberhaupt und Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei bestätigt. Er sei als "Märtyrer" getötet worden, berichteten unter anderem die iranischen Nachrichtenagenturen Irna und Fars. Das iranische Staatsfernsehen machte keine Angaben zu den Umständen von Chameneis Tod und erwähnte auch die Luftangriffe der USA und Israels auf dessen Residenz in Teheran nicht.
1.36 Uhr: Verletzte und Schäden nach iranischen Angriffen in Dubai und Abu Dhabi
Bei iranischen Angriffen auf die Vereinigten Arabischen Emirate sind am Sonntag mehrere Menschen verletzt und mindestens einer getötet worden. Am Flughafen der Hauptstadt Abu Dhabi wurde dem Betreiber zufolge ein Mensch getötet und sieben weitere wurden verletzt. Die Mitteilung wurde auf der Plattform X jedoch später gelöscht. Die Hintergründe sind unklar. In Dubai wurden nach Angaben des Medienbüros der Stadt vier Menschen am internationalen Flughafen verletzt.
1.35 Uhr: Schah-Sohn: Tod von Chamenei besiegelt Ende der Islamischen Republik
Der Sohn des letzten iranischen Schahs, Reza Pahlavi, sieht die Islamische Republik nach dem Tod ihres geistliches Oberhaupts Ali Chamenei am Ende. "Mit seinem Tod ist die Islamische Republik faktisch zu Ende gegangen und wird bald im Mülleimer der Geschichte landen", schrieb der Exil-Oppositionelle am Samstag im Onlinedienst X. Er forderte die iranischen Sicherheitskräfte auf, sich an einem Übergang in dem Land zu beteiligen.
1.53 Uhr: Drohne trifft Flughafen in Bahrain
Bei einem Drohnenangriff auf den internationalen Flughafen in Bahrain ist Sachschaden entstanden. Es gebe aufgrund des Angriffs nahe der Hauptstadt Manama keine Todesopfer, erklärte das Innenministerium auf der Plattform X. Das Ministerium nannte zunächst keine weiteren Details. In dem Land gibt es wichtige US-Militäreinrichtungen.
0.21 Uhr: Drohnenangriff auf "Burj al Arab"
Bei einem mutmaßlich iranischen Drohnenangriff in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist es an dem bekannten Luxushotel Buj al Arab in Dubai zu einem Brand gekommen. An der äußeren Fassade des mehr als 300 Meter hoher Wolkenkratzer sei es zu einem "kleinen Brand" gekommen, teilte das Medienbüro von Dubai mit. Zivilschützer hätten das Feuer unter Kontrolle gebracht, hieß es. Verletzte habe es nicht gegeben.
0.13 Uhr: Iran und Russland fordern Sondersitzung der IAEA
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hält am Montag eine Dringlichkeitssitzung wegen der Angriffe der USA und Israels auf den Iran ab. Nach Teheran forderte auch Moskau eine Sondersitzung. Zuvor hatte der Iran unter Verweis auf eine "Bedrohung" der nuklearen Einrichtungen im Land eine Sondersitzung gefordert. Diplomaten zufolge gibt es keine Anzeichen dafür, dass bei den Angriffen am Samstag iranische Atomanlagen getroffen wurden.
Sonntag, 1. März 2026
22.47 Uhr: Iranischer Staatsführer Chamenei laut Trump tot
Das geistliche Oberhaupt des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, ist nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump tot. Trump bezeichnet Chamenei auf seinem Kurznachrichtendienst Truth Social als "einen der bösartigsten Menschen der Geschichte". Viele Angehörige der Revolutionsgarden, der Armee und der Polizei im Iran wollten nicht mehr kämpfen und suchten nach Immunität durch die USA, fügt Trump hinzu. Dies sei die größte Chance für das iranische Volk, sich sein Land zurückzuholen. Die Bombardierungen sollen Trump zufolge die gesamte Woche über ununterbrochen fortgesetzt werden "oder so lange wie nötig, um unser Ziel des Friedens im gesamten Nahen Osten und sogar auf der ganzen Welt, zu erreichen".
21.57 Uhr: Trump zu Berichten über Chameneis Tod - "Wir haben das Gefühl, dass das stimmt"
Eine offizielle Bestätigung über den Tod des iranischen Staatschefs Chamenei gibt es bisher nicht. Doch US-Präsident Trump sagt zu Berichten über Chameneis Tod: "Wir haben das Gefühl, dass das stimmt."
21.46 Uhr: Israel - Hohe iranische Militärs tot
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Angaben aus Israel führende Vertreter der iranischen Militärführung getötet worden. Unter den Toten seien unter anderem der Kommandeur der Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur, sowie Irans Verteidigungsminister Asis Nasirsadeh, wie die israelischen Streitkräfte mitteilten. Aus dem Iran gab es zunächst keine Bestätigung dafür.
21.43 Uhr: Israel - Chef des iranischen Verteidigungsrats getötet
Bei den Luftangriffen im Iran ist dort nach israelischen Angaben der Generalsekretär des Verteidigungsrates getötet worden. Ali Schamchani sei "eliminiert" worden, berichteten die israelischen Streitkräfte. Bereits im vergangenen Jahr hatte Israel während des Zwölftagekriegs versucht, den Funktionär zu töten. Er überlebte damals schwer verletzt. Von iranischer Seite gab es zunächst keine Bestätigung für seinen Tod.
21.40 Uhr: Iranische Medien - "Chamenei befehligt entschlossen das Feld"
In iranischen Medien heißt es, Ajatollah Ali Chamenei "befehligt unerschütterlich und entschlossen das Feld". Das meldeten die Nachrichtenagenturen Tasnim und Mehr unter Berufung auf eine Person aus dem Umfeld von Chameneis Büro. Ein hochrangiger israelischer Regierungsvertreter hatte gesagt, Chamenei sei bei den US-israelischen Angriffen getötet und seine Leiche gefunden worden.
21.30 Uhr: Kritik aus Trump-Lager an Angriff auf Iran
Prominente Stimmen aus der politischen Bewegung von US-Präsident Donald Trump kritisieren die Angriffe auf den Iran. Vertreter der "Make America Great Again" (MAGA) Bewegung warnen davor, dass der Krieg den Republikanern bei den Kongresswahlen im November schaden könnte.
Der rechte Influencer Jack Posobiec erklärt auf der Plattform X, die junge Generation interessiere sich mehr für Innenpolitik als für internationale Konflikte. Die republikanische Kandidatin Reagan Box sagt, jeder Versuch eines Regimewechsels im Nahen Osten habe bislang zu einer Destabilisierung geführt. Die ehemalige Abgeordnete Marjorie Taylor Greene schreibt auf X, ein Krieg gegen den Iran senke nicht die Inflation. Andere Anhänger wie die Aktivistin Laura Loomer verteidigen den Einsatz hingegen. "Der Iran greift die USA seit mehr als 47 Jahren an", schreibt sie auf X. "Und nun beendet der 47. Präsident der Vereinigten Staaten dessen Schreckensherrschaft."
21.24 Uhr: Jubel in Teheran nach unbestätigten Berichten über Chameneis Tod
Nach ersten unbestätigten Berichten über den Tod von Irans geistlichem Oberhaupt Ali Chamenei hat es in der iranischen Hauptstadt Teheran freudige Reaktionen gegeben. Anwohner standen am Abend an ihren Fenstern und applaudierten, wie Augenzeugen berichteten. Kurz nach 23 Uhr Ortszeit war demnach in mehreren Stadtteilen Teherans lauter Jubel zu hören.
21.20 Uhr: Iran - 108 Schülerinnen bei Raketenangriff getötet
Bei einem Raketenangriff im Süden Irans sind nach iranischen Angaben mindestens 108 Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Dutzende weitere Schülerinnen seien verletzt worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
"Diese Schule war ein direktes Ziel dieses Angriffs", hieß es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Tasnim. Die Trümmerbeseitigung sowie die Rettungsmaßnahmen für die Schülerinnen seien im Gange. Der Vorfall ereignete sich demnach im Kreis Minab unweit der Küste am Persischen Golf. Rund 170 Schülerinnen sollen sich in der Schule zum Zeitpunkt des Raketenangriffs aufgehalten haben.
21.18 Uhr: Baerbock ruft zur Deeskalation auf
Die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, ruft die USA, Israel und den Iran zur Deeskalation auf. "Die Charta der Vereinten Nationen ist eindeutig: Alle Mitgliedstaaten müssen ihre internationalen Konflikte mit friedlichen Mitteln lösen, damit Frieden, Sicherheit und Gerechtigkeit in der Welt nicht in Gefahr geraten", sagt die ehemalige Bundesaußenministerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe laut Vorabbericht. Alle Mitgliedstaaten müssten auf die Androhung oder Anwendung von Gewalt verzichten. Ernsthafte Sorgen" über das iranische Atomprogramm, die regionalen Aktivitäten des Iran und Menschenrechtsverletzungen müssten "im Einklang mit der UN-Charta und internationalem Recht" ausgeräumt werden.
21.16 Uhr: Türkei ruft alle Seiten zu Ende der Gewalt auf
Nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran und iranischen Gegenangriffen hat die Türkei alle Beteiligten des Konflikts zu einem Ende der Gewalt aufgerufen. "Wir fordern alle Parteien auf, die Feindseligkeiten unverzüglich einzustellen", erklärte das türkische Außenministerium. Die Ereignisse gefährdeten "die Zukunft unserer Region und die globale Stabilität.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan äußerte sich in einer Fernsehansprache "zutiefst beunruhigt" über die US-israelischen Angriffe auf "unseren Nachbarn Iran". Auch die als Reaktion gestarteten iranischen Drohnen- und Raketenangriffe auf benachbarte Golfstaaten seien als "inakzeptabel" zu verurteilen.
Die Türkei habe "lange Zeit hart daran gearbeitet, die Konflikte am Verhandlungstisch zu lösen, aber das Vertrauensdefizit zwischen den Parteien konnte nicht überwunden werden", sagte Erdogan. Er werde jedoch "die diplomatischen Bemühungen der Türkei" weiter vorantreiben, um die Beteiligten wieder an den Verhandlungstisch zu bringen.
21.14 Uhr: Wadephul - Gefahr nicht zuletzt auch für Europa
Die derzeitige iranische Führung stellt nach Einschätzung von Außenminister Johann Wadephul eine Gefahr über die Region hinaus dar. "Man muss ganz nüchtern statuieren, dieses Regime ist eine wirkliche Gefährdung, nicht nur für Israel, sondern auch für andere Staaten und nicht zuletzt auch für Europa", sagte der CDU-Politiker in einem ZDF-"Spezial".
Im ARD-"Brennpunkt" erkläre er, dieses "Regime hat auch Moskau in seinem brutalen Angriffskrieg gegen die Ukraine unterstützt". Das deutsche Interesse bestehe darin, dafür zu sorgen, dass "wir nicht durch eine Nuklearwaffe im Iran und durch dieses Raketenprogramm weiter gefährdet werden".
21.11 Uhr: Bank Barclays - Ölpreis könnte wegen Eskalation auf 100 Dollar steigen
Die Bank Barclays geht angesichts der militärischen Eskalation in Nahost von einem deutlich steigenden Ölpreis aus. "Die Ölmärkte könnten am Montag mit ihren schlimmsten Befürchtungen konfrontiert werden", hieß es in einem Bericht der Bank. "Nach derzeitigem Stand gehen wir davon aus, dass Brent 100 US-Dollar erreichen könnte, da der Markt mit der Gefahr einer möglichen Versorgungsunterbrechung angesichts der sich zuspitzenden Sicherheitslage im Nahen Osten zu kämpfen hat." Erst am Freitag - vor der militärischen Eskalation - hatte Barclays erklärt, der Ölpreis könnte angesichts der Spannungen rund um den Iran auf 80 Dollar stiegen.
21.09 Uhr: Iran droht mit "unvergesslicher Lektion"
Der Iran hat nach den israelisch-amerikanischen Angriffen mit einer harten Reaktion gedroht. "Die tapferen Soldaten und das große Volk Irans werden den höllischen, unterdrückerischen internationalen Akteuren eine unvergessliche Lektion erteilen", schrieb der Generalsekretär des Sicherheitsrats, Ali Laridschani, auf X. Man werde die "verbrecherischen Zionisten" und die "charakterlosen Amerikaner" zur Reue bringen.
21.08 Uhr: Israelische Sender - Foto von Chameneis Leiche wurde Trump und Netanjahu gezeigt
Nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran sind ihren Regierungen laut israelischen Medien Beweise für den Tod von Ayatollah Ali Chamenei geliefert worden. Ein Foto der Leiche des geistlichen Führers des Iran sei US-Präsident Donald Trump und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vorgelegt worden, berichtete der israelische Sender Channel 12 am Abend. Chameneis Leiche sei aus den Trümmern seiner Residenz geborgen worden, berichtete der öffentlich-rechtliche Sender Kan.
20.55 Uhr: Trump - Habe mehrere Möglichkeiten für Konfliktende
US-Präsident Donald Trump hat verschiedene Szenarien für das weitere Vorgehen im Iran dargelegt. "Ich kann aufs Ganze gehen und die komplette Sache übernehmen, oder es in zwei oder drei Tagen beenden und den Iranern sagen: 'Wir sehen uns in ein paar Jahren wieder, falls ihr anfangt, (eure Atom- und Raketenprogramme) wieder aufzubauen'", sagte er einem Telefoninterview des US-Nachrichtenportals "Axios". "Auf jeden Fall wird es mehrere Jahre dauern, bis sie sich von diesem Angriff erholt haben", sagte Trump demnach.
20.53 Uhr: Insider - Irans Staatsoberhaupt Chamenei bei Angriffen getötet
Das geistliche Oberhaupt des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, ist nach Angaben aus israelischen Regierungskreisen bei den US-israelischen Angriffen getötet worden. Seine Leiche sei gefunden worden, sagte ein hochrangiger Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Auch israelische Medien berichteten unter Berufung auf israelische Regierungskreise von Chameneis Tod. Eine direkte Stellungnahme der Regierung in Teheran oder der USA zu den Berichten lag zunächst nicht vor. Die iranischen Staatsmedien zitierten den Leiter der Öffentlichkeitsarbeit in Chameneis Büro mit den Worten, der Feind greife auf psychologische Kriegsführung zurück.
20.52 Uhr: Israelische Medien melden Tod von Irans oberstem Führer Ayatollah Chamenei
Nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran haben israelische Medien den Tod des obersten iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei gemeldet. Das geistliche Oberhaupt der Islamischen Republik sei tot, schrieben die Sender Channel 12 und Kan unter Berufung auf eine "israelische Quelle" am Abend in ihren Laufbändern. Kurz zuvor hatte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu in einer Fernsehansprache von einigen "Anzeichen" für Chameneis Tod gesprochen und gesagt, sein Land habe "hohe Verantwortliche des Ayatollah-Regimes eliminiert".
20.29 Uhr: US-Armee - Bei Angriffen auf den Iran erstmals "Einweg-Angriffsdrohnen" eingesetzt
Bei den Luftangriffen auf den Iran hat die US-Armee eigenen Angaben zufolge erstmals preiswerte Einweg-Angriffsdrohnen in einem Konflikt eingesetzt. "Die Einsatzgruppe 'Scorpion Strike' hat zum ersten Mal im Kampf kostengünstige Einweg-Angriffsdrohnen genutzt", erklärte das für den Nahen Osten zuständige US-Zentralkommando (Centcom) im Onlinedienst X.
20.23 Uhr: Iran schränkt Arbeit von Journalisten weiter ein
Der Iran hat die Berichterstattung ausländischer Journalisten und Fotografen weiter eingeschränkt. Nach Angaben des Kultusministeriums dürfen Bilder und Informationen über angegriffene Ziele im Inland nur noch mit Genehmigung des Generalstabs veröffentlicht werden. Das betrifft auch Orte, von denen Raketen abgefeuert wurden, sowie militärische Einrichtungen während eines Angriffs. Unter die neuen Richtlinien fallen auch die "Veröffentlichung jeglicher Nachrichten, die die Stärke des Feindes im Krieg suggerieren oder das Bild des Landes gegenüber dem Feind schwächen, sowie Themen, die während des Krieges Besorgnis und Unruhe in der öffentlichen Meinung hervorrufen."
Statistiken und Daten über militärische oder zivile Opfer sowie Informationen über Angriffe des Gegners dürfen erst veröffentlicht werden, nachdem offizielle Sprecher die Angaben bestätigt haben. Das Ministerium warnte außerdem vor Falschmeldungen und forderte Medienschaffende auf, unzuverlässige Quellen zu ignorieren.
20.20 Uhr: Starmer - Iran kann das jetzt beenden
Der britische Premier Keir Starmer hat an die Führung des Irans appelliert, im Konflikt mit den USA und Israel nachzugeben. "Der Iran kann das jetzt beenden", sagte Starmer. Das Land solle von weiteren Angriffen absehen, sein Waffenprogramm aufgeben und "die entsetzliche Gewalt und Repression gegen das iranische Volk" beenden. Die Führung der Islamischen Republik sei "absolut abscheulich", sagte er. Sie habe die eigene Bevölkerung getötet, die Region destabilisiert und dürfe niemals die Möglichkeit erhalten, eine Atomwaffe zu entwickeln.
An den Angriffen der USA und Israels auf den Iran habe sich London nicht beteiligt, erklärte Starmer. Jedoch seien britische Flugzeuge zum Schutz von Bürgern des Landes und Verbündeter in der Region eingesetzt worden.
20.18 Uhr: Israel schließt Grenzübergänge zum Gazastreifen
Wegen der Angriffe auf den Iran hat Israel nach eigenen Angaben mehrere Grenzübergänge zum Gazastreifen geschlossen. Betroffen sei unter anderem der Übergang Rafah an der Grenze zu Ägypten, teilte die israelische Behörde Cogat mit.
20.09 Uhr: Netanjahu spricht von Hinweisen auf Tod Chameneis
Laut Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gibt es viele Hinweise, dass Irans geistliches Oberhaupt Ajatollah Ali Chamenei "nicht mehr ist". Man habe Chameneis Anwesen zerstört, sagte Netanjahu. Netanjahu erklärt weiter, es seien bei den Angriffen Kommandeure der Revolutionsgarden und hochrangige Verantwortliche des iranischen Atomprogramms getötet worden. Er ruft die iranische Bevölkerung dazu auf, auf die Straßen zu strömen und "die Sache zu Ende zu bringen".
20.07 Uhr: US-Zentralkommando - Angriffe zielen auf iranische Revolutionsgarde
Bei den Angriffen im Iran konzentriert sich das US-Militär nach Angaben des Zentralkommandos auf Einrichtungen der iranischen Revolutionsgarde. Ins Visier genommen würden Kontroll- und Kommandozentralen der Revolutionswächter, teilte das US-Zentralkommando mit. Dabei gehe es um Einrichtungen, von denen eine "unmittelbare Gefahr" ausgegangen sei. Zudem werde versucht, die Fähigkeiten des Irans zur Luftverteidigung sowie zum Einsatz von Drohnen und Raketen zu zerstören. Auch Militärflugplätze würden bombardiert. Die Angriffe auf Teheran im Rahmen der Operation "Epic Fury" ("Epischer Zorn") seien mit Präzisionsmunition aus der Luft, von Land und vom Meer aus erfolgt.
20.03 Uhr: Experte - Zivilisten im Iran sind Angriffen schutzlos ausgeliefert
Die Menschen im Iran sind laut dem Nahost-Experten Simon Wolfgang Fuchs den Gefahren durch die israelisch-amerikanischen Angriffe weitgehend schutzlos ausgeliefert. Die Zivilbevölkerung laufe ständig Gefahr, zu unbeabsichtigten Opfern zu werden, etwa wenn Mitglieder der politischen Führung angegriffen und dabei Wohngebiete ins Visier genommen würden, sagte der Professor für Islamwissenschaft an der Hebräischen Universität in Jerusalem der Deutschen Presse-Agentur.
Die jüngsten Luftangriffe zeigten, dass die Menschen im Iran weder gewarnt würden, noch auf Luftabwehr oder einen Raketenschirm vertrauen könnten. So sei die Zivilbevölkerung trotz der sich zuletzt häufenden Hinweise auf einen US-Militärschlag von den Angriffen weitgehend unvorbereitet getroffen worden. "Das war ein ganz normaler Arbeitstag in Teheran. Als die Angriffe begannen, waren die Kinder in der Schule", sagte der Experte.
19.59 Uhr: TV - Residenz von Irans geistlichem Führer Chamenei mit 30 Bomben angegriffen
Israel hat bei seinem von den USA unterstützen Angriffen auf den Iran nach Medieninformationen Dutzende Bomben auf den Wohnsitz von Irans geistlichem Führer Ayatollah Ali Chamenei abgeworfen. "30 Bomben wurden auf den Komplex abgeworfen. Ali Chamenei war unter der Erde, aber wahrscheinlich nicht in seinem eigenen Bunker", sagte der bekannte Journalist Amit Segal, der Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu nahestehen soll, am Abend dem israelischen Sender Channel 12. Quellen nannte Segal für seine Angaben nicht.
19.53 Uhr: Huthi-Chef sichert Iran Solidarität zu
Der Anführer der jemenitischen Huthi-Miliz hat Teheran nach dem Beginn des US-israelischen Großangriffs auf den Iran seine Solidarität zugesichert. Die Huthi-Rebellen seien bereit für "jede notwendige Entwicklung", erklärte Abdul-Malik al-Huthi in einer vorab aufgezeichneten Botschaft. Seine Miliz werde verschiedene Maßnahmen ergreifen. Details nannte er nicht. "Die Islamische Republik führt den Kampf der gesamten islamischen Welt gegen die amerikanisch-israelisch-zionistische Tyrannei", erklärte al-Huthi.
19.47 Uhr: EU-Außenbeauftragte beruft für Sonntag Krisensitzung ein
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas beruft angesichts der Lage im Nahen Osten für Sonntag eine außerordentliche Videokonferenz der EU-Außenminister ein. "Die wahllosen Angriffe des iranischen Regimes auf seine Nachbarn bergen die Gefahr, die Region in einen umfassenderen Krieg hineinzuziehen", schreibt Kallas auf der Plattform X. Es sei entscheidend, dass sich der Krieg nicht weiter ausbreite.
19.46 Uhr: Zeugen melden Explosionen nahe Geheimdienstministerium in Teheran
Anwohner haben der Nachrichtenagentur AP von Explosionen in der Nähe des Geheimdienstministeriums in der iranischen Hauptstadt Teheran berichtet. In iranischen Medien wurde dies am Abend zunächst nicht thematisiert. Zeugen berichteten zudem, dass in dem Gebiet Luftverteidigungssysteme in Betrieb genommen worden seien.
19.35 Uhr: Sprecherin - US-Präsident Trump verfolgt die Lage im Iran "aufmerksam"
Nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran wird US-Präsident Donald Trump nach Angaben seiner Sprecherin über die Entwicklungen ständig auf dem Laufenden gehalten. "Der Präsident und sein nationales Sicherheitsteam werden die Lage den ganzen Tag über weiterhin aufmerksam beobachten", erklärte seine Sprecherin Karoline Leavitt im Onlinedienst X. Trump werde die Entwicklungen "auch über Nacht in Mar-a-Lago" im Blick behalten.
19.34 Uhr: US-Militär - Keine US-Verluste durch iranische Angriffe
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben keine Opfer und nur geringfügige Schäden bei iranischen Angriffen auf US-Militärstützpunkte im Nahen Osten verzeichnet. Seit dem Beginn des Großangriffs auf die Islamische Republik durch die USA und Israel habe Teheran mit "Hunderten Raketen- und Drohnenangriffen" reagiert, teilte die US-Armee mit. Als Angriffsziele im Iran nannte das Militär Einrichtungen der Revolutionsgarde, Drohnen- und Raketenabschussvorrichtungen sowie Militärflugplätze.
19.33 Uhr: Golfstaaten melden Opfer nach Angriffen
Nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran hat es auch in den Golfstaaten mindestens einen Toten und mehrere Verletzte gegeben. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde ein Zivilist getötet, wie das Verteidigungsministerium mitteilte. Aus Dubai und Kuwait wurden mehrere Verletzte gemeldet. In Bahrain wurde nach Behördenangaben das Hauptquartier der Fünften US-Flotte durch einen Raketenangriff getroffen. Auch aus Katar, Saudi-Arabien und Kuwait wurden Explosionen gemeldet. Bei dem Todesopfer in Abu Dhabi handelte es sich nach Behördenangaben um einen pakistanischen Zivilisten, der in einem Wohngebiet durch herunterfallende Raketenteile getötet worden sei.
19.21 Uhr: Experte - Trumps Aufruf an Iraner ist höchst unverantwortlich
Die Aufforderung von US-Präsident Donald Trump an das iranische Volk, nach den israelisch-amerikanischen Angriffen die Führung ihres Landes abzulösen, ist einem Experten zufolge "im höchsten Maße unverantwortlich". Selbst wenn man weitere Atomanlagen bombardiere, bestimmte Führungspersönlichkeiten ausschalte und Zentren der Revolutionsgarden im Iran bombardiere, seien diese Kräfte noch längst nicht außer Gefecht gesetzt, sagte der Islamwissenschaftler Professor Simon Wolfgang Fuchs von der Hebräischen Universität in Jerusalem der Deutschen Presse-Agentur. Um den Widerstand im Land weiter brutal niederzuschlagen, brauche man keine hoch entwickelten Interkontinentalraketen, sondern nur Handfeuerwaffen und eine gewisse Haltung, fügte er hinzu.
Trump hatte die Iraner in einer Videobotschaft zu den Angriffen aufgefordert, die Gunst der Stunde zu nutzen, um die Führung des Landes zu übernehmen: "Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung".
18.51 Uhr: Iranische Medien melden 201 Tote und 747 Verletzte
In iranischen Medien werden Opferzahlen genannt: Bei den US-israelischen Angriffen auf 24 Provinzen seien 201 Menschen getötet und 747 verletzt worden, heißt es unter Berufung auf den Roten Halbmond.
18.50 Uhr: Unterschiedliche Bewertung der Iran-Eskalation in der Regierung
Die Bewertungen des Angriffs auf den Iran gingen bei deutschen Fachpolitikern und -politikerinnen auseinander. Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) warnte, dass der Angriff auf den Iran eine schwer zu kontrollierende Dynamik in der Region freisetzen könnte. "Die auf die Schläge Israels und der USA folgenden maßlosen Vergeltungsschläge des iranischen Regimes führen zu einer gefährlichen Eskalation der Gewalt mit derzeit unabsehbaren Folgen für die Sicherheit in der gesamten Region", erklärte Klingbeil.
Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hält den Angriff ihn für berechtigt: "Der Iran hintergeht seit Jahren das internationale Atomabkommen und vermittelt den Eindruck, militärische Nuklearmacht zu werden", sagte er dem Portal t-online.
Auch der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Adis Ahmetovic, warnte vor einer Ausweitung des Kriegs auf die gesamte Region. "Der militärische Schlag Israels und der USA gegen den Iran sowie die iranische Gegenreaktion auf mehrere Staaten verschärfen eine ohnehin hochgefährliche Lage dramatisch", sagte Ahmetovic den RND-Zeitungen.
Die Linkspartei verurteilte den Militärangriff auf den Iran unumwunden. "Israel und die USA missachten mit den Angriffen auf den Iran das Völkerrecht", erklärte Fraktionschef Sören Pellmann. Sie riskierten damit einen Krieg mit katastrophalen Folgen.
Die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla vermieden in einer Erklärung eine Verurteilung der USA oder Israels. Sie drückten ihre "große" Sorge" aus und riefen "alle Kriegsparteien zur unbedingten Zurückhaltung auf".
18.49 Uhr: Angriff auf den Iran: "Epischer Zorn" und "Brüllender Löwe"
Nach dem "Mitternachts-Hammer" kommt nun der "Epische Zorn": Die USA haben ihren jüngsten Militärangriff gegen den Iran "Operation Epic Fury" genannt. Den Namen sowie ein Emoji mit der US-Flagge veröffentlichte das Pentagon, das sich unter Ressortchef Pete Hegseth selbst "Kriegsministerium" nennt, auf seiner Webseite. Israel sprach seinerseits von der Operation "Brüllender Löwe".
Die USA hatten ihren Angriff auf den Iran vom vergangenen Juni "Midnight Hammer" betitelt. Damals hatte die US-Armee während des zwölftägigen Krieges zwischen Israel und dem Iran iranische Atomanlagen bombardiert.
18.41 Uhr: US-Demokraten kritisieren "illegalen" Angriff im Iran - Republikaner unterstützen Trump
Die US-israelischen Luftangriffe auf den Iran haben in den USA geteilte Reaktionen ausgelöst: Während die Republikaner den Militärschlag der US-Regierung unter Präsident Donald Trump größtenteils begrüßten, verurteilten einige Angehörige der oppositionellen Demokraten die Angriffe als "illegale" Aggression.
"Heute sieht sich der Iran mit den schwerwiegenden Folgen seiner bösartigen Handlungen konfrontiert", erklärte der republikanische Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson. Dazu zähle "Terrorismus" sowie die anhaltenden atomaren Ambitionen der iranischen Führung. "Wir beten für die Sicherheit unserer tapferen Soldaten und unserer Verbündeten, die an dem Militäreinsatz 'Epischer Zorn' beteiligt sind."
Der demokratische Senator Ed Markey verurteilte Trumps Angriffsbefehl auf den Iran derweil als "illegal und verfassungswidrig". Der Anführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, forderte eine Unterrichtung des Kongresses über den Militäreinsatz durch die Trump-Regierung. "Das amerikanische Volk will keinen weiteren endlosen und kostspieligen Krieg im Nahen Osten, wenn es zu Hause so viele Probleme gibt", erklärte Schumer.
18.34 Uhr: Israel - Angriffe auf den Iran sind die "größten" in der Geschichte der Luftwaffe
Die Angriffe auf den Iran sind nach Angaben des israelischen Militärs die "größten" in der Geschichte seiner Luftwaffe. Rund 200 Kampfjets hätten seit dem Morgen an dem "umfangreichen Angriff auf das Raketenarsenal und die Verteidigungssysteme des iranischen Terrorregimes im Westen und im Zentrum Irans" teilgenommen, erklärte die Armee. Die Kampfflugzeuge hätten "etwa 500 Ziele" angegriffen, "darunter Luftverteidigungssysteme und Raketenwerfer".
18.26 Uhr: Italiens Verteidigungsminister Crosetto steckt in Dubai fest
Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto steckt infolge der Angriffe der USA und Israels auf den Iran zusammen mit seiner Familie in Dubai fest. Der Politiker der rechten Regierungspartei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) konnte nicht wie geplant zurückkehren, weil viele Fluggesellschaften ihre Flüge in die Region ausgesetzt haben. Crosetto war nach Angaben aus seiner Umgebung erst am Freitag nach Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten gereist.
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni (ebenfalls Fratelli d'Italia) berief wegen der militärischen Eskalation in Rom mehrere Krisensitzungen ein. Crosetto wurde dazugeschaltet. Offen ist, wann der Verteidigungsminister zurückkehren kann.
18.17 Uhr: Iran warnt Schiffe in der Straße von Hormus
Die iranischen Revolutionsgarden haben nach Angaben der ihnen nahe stehenden Nachrichtenagentur Tasnim den Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormus eingeschränkt. Demnach erhielten Schiffe wiederholt Funkmeldungen, in denen ihnen die Durchfahrt untersagt werde. Die Besatzungen würden aufgefordert, die Maschinen zu stoppen und sich auf ein mögliches Entern vorzubereiten.
Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Engstellen des weltweiten Energiehandels. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert täglich die Meerenge. Jede Störung könnte die Energiepreise steigen lassen und die internationalen Märkte verunsichern.
Im Audio: Iran stoppt Schiffe auf der Straße von Hormus
Iran stoppt Schiffe auf der Straße von Hormus
18.16 Uhr: Gouverneur: Mindestens 85 Tote nach Angriff auf Mädchenschule im Iran
Nach einem Angriff auf eine Mädchenschule im Süden des Irans ist die Zahl der Toten nach Angaben des Gouverneurs der Provinz Hormusgan auf mindestens 85 gestiegen. Dutzende weitere Menschen seien bei dem Angriff in der Stadt Minab verletzt worden, zitierte ihn das Staatsfernsehen. In der Stadt hat auch die iranische Revolutionsgarde einen Stützpunkt. Das israelische Militär und das Weiße Haus gaben auf Nachfrage der Nachrichtenagentur AP zu dem Angriff zunächst keinen Kommentar ab.
18.12 Uhr: Israels Generalstabschef: greifen Hunderte Ziele im Iran an
Die gegenseitigen Angriffe zwischen Israel und dem Iran sind nach israelischen Angaben auch am Abend fortgesetzt worden. "In diesem Moment greifen israelische Luftwaffenpiloten unter erheblichem persönlichen Risiko und in Abstimmung mit US-amerikanischen Angriffen Hunderte Ziele im Iran an", sagte Israels Generalstabschef Ejal Zamir einer Mitteilung zufolge. Rund 200 Kampfjets seien eingesetzt worden. Es handele sich um den größten Einsatz dieser Art in der Geschichte der israelischen Luftwaffe.
Luftverteidigungssysteme und die Marine seien im Einsatz, um Israels Luftraum und Küsten vor Raketenangriffen und Bedrohungen aus der Luft und vom Meer zu schützen, hieß es von Zamir weiter. «Unsere Bodentruppen sind entlang der Grenzen positioniert, um jeden Versuch, in israelisches Gebiet einzudringen, zu vereiteln und abzuwehren."
Gleichzeitig warnte er die Bürger vor Leichtsinn und einem vorzeitigen Verlassen der Schutzräume bei Raketenalarm. In Israel wurde auch am frühen Abend wiederholt Raketenalarm ausgelöst.
In mehreren israelischen Ortschaften wurden im Laufe des Tages Gebäude von iranischen Raketen getroffen. In einer Mitteilung des Militärs wurde vermutet, dass möglicherweise auch Streumunition eingesetzt wurde. Diese Angaben konnten zunächst nicht überprüft werden.
Im Video: BR24live zu den Angriffen und der Situation im Nahen Osten
Rauch über Teheran nach einer Explosion
18.21 Uhr: Experten - Etwa ein Viertel der Flüge nach Nahost annulliert
Daten des Analysehauses Cirium zufolge sind rund die Hälfte aller Flüge nach Katar und Israel gestrichen worden, bei Kuwait seien es 28 Prozent. Insgesamt seien knapp ein Viertel der Verbindungen in den Nahen Osten annulliert worden. Die Region ist ein wichtiges Drehkreuz zwischen Europa und Asien, das wegen der Sperrung des russischen Luftraums infolge des Ukraine-Kriegs zuletzt noch an Bedeutung gewonnen hat. Dubai International ist gemessen am Passagieraufkommen inzwischen der größte internationale Flughafen der Welt.
18.10 Uhr: Merz kritisiert Iran scharf und fordert sofortiges Ende der iranischen Angriffe
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den Iran zu einem sofortigen Ende der Militärangriffe auf Ziele in der Region aufgefordert. In einer am Abend verbreiteten Erklärung rief der Kanzler den Iran "nachdrücklich dazu auf, sofort die militärischen Schläge gegen Israel und unsere anderen Partner in der Region einzustellen". Der Iran müsse zudem "auch andere destabilisierende Aktivitäten in der Region und darüber hinaus unterlassen" sowie "die Gewalt gegen die eigene Bevölkerung beenden".
Forderungen an die Adresse der USA und Israels, die am Samstagmorgen Angriffe auf den Iran gestartet hatten, enthielt die Erklärung des Kanzlers hingegen nicht. Merz vermied darin auch eine direkte Bewertung des Vorgehens von israelischer und US-Seite.
Merz rief dazu auf, über diplomatische Verhandlungen einen Ausweg aus der Krise zu suchen: "Die Bundesregierung spricht sich dafür aus, Bemühungen um eine Verhandlungslösung wieder aufzunehmen", erklärte er. "Sie ruft die iranische Führung auf, einer solchen Verhandlungslösung zuzustimmen."
18.08 Uhr: Bericht - 100.000 Israelis im Ausland gestrandet
Wegen der militärischen Eskalation zwischen Israel und dem Iran sind derzeit einem Medienbericht zufolge rund 100.000 Israelis im Ausland gestrandet. Das berichtete der israelische Sender Channel 12. Wegen der iranischen Gegenangriffe nach den israelisch-amerikanischen Attacken im Iran wurde der Luftraum über Israel bis auf weiteres für zivile Flüge geschlossen.
Dem Sender zufolge sitzen auch Dutzende israelische Passagiere in Saudi-Arabien fest. Sie seien eigentlich auf dem Weg in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gewesen und in Saudi-Arabien notgelandet. Zu Saudi-Arabien unterhält Israel - anders als zu den VAE - keine diplomatischen Beziehungen.
17.55 Uhr: Von der Leyen ruft nach Angriffen auf Iran zu "maximaler Zurückhaltung" auf
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat nach Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran zu "maximaler Zurückhaltung" aufgerufen. "Die Entwicklungen im Iran sind höchst besorgniserregend", erklärte von der Leyen. "Wir rufen alle Seiten zu maximaler Zurückhaltung, zum Schutz von Zivilisten und zum vollständigen Respekt des Völkerrechts auf." Nach Angaben des EU-Ratsvorsitzes werden Vertreter der EU-Mitgliedstaaten am Sonntag zu Krisengesprächen in Brüssel zusammenkommen. Es sei "von größter Bedeutung, dass es nicht zu einer weiteren Eskalation durch ungerechtfertigte Angriffe des Iran auf Partner in der Region kommt", fügte von der Leyen in Onlinediensten hinzu.
17.51 Uhr: Ägyptischer Außenminister warnt vor Gefahr für gesamte Region
Der ägyptische Außenminister Badr Abdel-Atti hat nach den Angriffen der USA und Israels vor einem Flächenbrand in der Region gewarnt. Die Eskalation vom Samstag könnte schwerwiegende Folgen für die Sicherheit und Stabilität des gesamten Nahen Ostens haben, sagte Abdel-Atti laut einer Mitteilung seines Ministeriums in Telefonaten mit Amtskollegen zahlreicher anderer Staaten, darunter Deutschland und Saudi-Arabien. Er rief dazu auf, politische und diplomatische Lösungen zu suchen, um eine "umfassende Konfrontation" in der Region zu verhindern.
17.48 Uhr: Iran - Alle feindlichen Einrichtungen sind Ziele
Irans Außenminister Abbas Araghtschi betont in einem Brief an den UN-Sicherheitsrat das nach Artikel 51 der UN‑Charta verankerte Recht seines Landes auf Selbstverteidigung. Die Streitkräfte der Islamischen Republik würden alle notwendigen Verteidigungsfähigkeiten und Mittel einsetzen, um dieser "kriminellen Aggression" zu begegnen und feindliche Handlungen abzuschrecken. Der Iran betrachte alle Stützpunkte, Einrichtungen und Vermögenswerte der feindlichen Kräfte als legitime militärische Ziele.
17.35 Uhr: Raketen über Dubai - Brand an Luxushotel
Nach den amerikanisch-israelischen Militärschlägen im Iran greift Teheran offenbar weiterhin in den Vereinigten Arabischen Emiraten an. In der Metropole Dubai seien alle paar Stunden Explosionen zu hören, berichteten Anwohner. Viele Menschen seien verunsichert, ob sie zu Hause bleiben oder das Stadtzentrum verlassen sollten. "Es ist überall", sagte eine Anwohnerin. Laut mehreren Anwohnern wurden auch die Einkaufszentren geschlossen, in denen sich vor allem am Wochenende viele Familien aufhalten.
An einem Luxushotel auf der künstlichen Insel Palm Dschumaira brach ein Feuer aus. Videos von Augenzeugen zeigten einen Brand an der Einfahrt des Hotels, das für seine Lage direkt am Wasser bekannt ist. Über dem Gebäude stiegen schwarze Rauchwolken auf. Es war unklar, ob an dem Hotel eine mutmaßlich iranische Rakete einschlug oder ob etwa Trümmerteile nach dem Abschuss einer Rakete niedergingen und diese einen Brand auslöste. Der Zivilschutz teilte mit, das Feuer sei unter Kontrolle. Vier Menschen seien verletzt worden.
17.25 Uhr: Iranischer Außenminister fordert Einschreiten des UN-Sicherheitsrats
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat nach Attacken der USA und Israels auf sein Land ein Eingreifen der internationalen Gemeinschaft gefordert. Der UN-Sicherheitsrat müsse sofort handeln, um auf diesen Verstoß gegen den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit zu reagieren, hieß es in einem Schreiben des Außenministers an das mächtigste UN-Gremium. Der Sicherheitsrat, in dem die USA einer der fünf einflussreichen Vetomächte sind, wollte noch am Samstag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen.
17.19 Uhr: Hisbollah im Libanon lässt Eingreifen gegen Israel offen
Die radikal-islamische Hisbollah-Miliz im Libanon erklärt sich solidarisch mit dem Iran, lässt eine direkte Beteiligung an den Kämpfen jedoch offen. In einer Mitteilung droht die Gruppe den USA und Israel zwar mit einem "schweren Schlag", kündigt aber keine eigenen militärischen Schritte an. Der libanesische Ministerpräsident Nawaf Salam warnt indes davor, das Land in "Abenteuer" hineinzuziehen. Israel hatte der Regierung in Beirut mit Angriffen auch auf zivile Infrastruktur wie Flughäfen gedroht, sollte sich die Hisbollah einmischen.
17.17 Uhr: IAEA - Keine Anzeichen auf radioaktive Auswirkungen im Iran
Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) gibt es nach den jüngsten Angriffen auf den Iran bislang keine Hinweise auf "radioaktive Auswirkungen". Das teilte die Organisation in Wien auf der Plattform X mit.
Die IAEA mahnte zur Zurückhaltung, "um jegliche nukleare Sicherheitsrisiken für die Bevölkerung der Region zu vermeiden", hieß es zu dem militärischen Konflikt. Die Organisation beobachte die Lage genau und stehe in ständigem Kontakt mit Staaten der Region.
16.51 Uhr: Zentren öffnen im Iran für Blutspenden
Im Iran haben mit Kriegsbeginn landesweit Zentren zur Blutspende geöffnet. "Die Blutspendezentren im ganzen Land sind bereit und empfangen die Mitbürger", hieß es in einer Mitteilung des staatlichen Rundfunks. Damit soll die Versorgung möglicher Verletzter sichergestellt werden. Offizielle Zahlen zu den landesweiten Opfern gibt es bislang nicht.
16.50 Uhr: Israel - Mehrere ranghohe Vertreter Irans getötet
Bei den gemeinsamen Angriffen der USA und Israels sind nach Angaben eines israelischen Militärvertreters mehrere ranghohe iranische Vertreter getötet worden. Drei Orte, an denen Treffen "des iranischen Terror-Regimes" stattgefunden hätten, seien gleichzeitig angegriffen worden, sagte der Vertreter. Dabei seien mehrere ranghohe Persönlichkeiten getötet worden, die für die Führung der Regierung von entscheidender Bedeutung gewesen seien. Die Angriffe seien über Monate geplant worden.
16.47 Uhr: Augenzeugen - Explosion auf bekannter künstlicher Insel "The Palm" in Dubai
Nach den US-israelischen Angriffen auf den Iran hat es auf der bekannten künstlichen Insel "The Palm" in Dubai Augenzeugen zufolge eine Explosion gegeben. Einer der Augenzeugen sagte am Samstag, von einem Hotel auf der künstlichen Insel steige dichter schwarzer Rauch auf, außerdem habe er Krankenwagen gehört.
16.44 Uhr: Irans Behörden rufen per SMS zum Verlassen von Teheran auf
Die Behörden des Iran haben die Menschen in Teheran wegen der Angriffe Israels und der USA per SMS zum Verlassen der Hauptstadt aufgerufen. "Angesichts der gemeinsamen Einsätze der USA und des zionistischen Regimes gegen Teheran und andere Großstädte sollten Sie, wenn möglich und Ruhe bewahrend, andere Städte ansteuern", hieß es in der SMS, die am Samstag auch Journalisten der Nachrichtenagentur AFP im Iran erhielten.
16.29 Uhr: Großbritannien lässt wegen Eskalation des Iran-Konflikts Militärflugzeuge aufsteigen
Als Reaktion auf die Eskalation des Iran-Konflikts hat Großbritannien Militärflugzeuge aufsteigen lassen. Der britische Premierminister Keir Starmer sagte am Samstag in einer kurzen Fernsehansprache, dies sei Teil von "koordinierten regionalen Verteidigungseinsätzen, um unsere Bevölkerung, unsere Interessen und unsere Verbündeten zu schützen". Dies stehe in Einklang mit dem Völkerrecht.
16.18 Uhr: Auswärtiges Amt verschärft Reisehinweise
Nach dem Militärangriff Israels und der USA auf den Iran hat das Auswärtige Amt seine Reise- und Sicherheitshinweise für die gesamte Region verschärft. Für Bahrain, Irak, Israel, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabische Emirate wurde eine Reisewarnung ausgesprochen, wie nach Beratungen des Krisenstabs der Regierung am Samstag aus dem Ministerium verlautete. Zusätzlich wurden Deutsche aufgefordert, den Libanon zu zu verlassen - für den Iran galt dies bereits.
16.17 Uhr: UN-Sicherheitsrat kommt zur Dringlichkeitssitzung zusammen
Der UN-Sicherheitsrat will angesichts der Angriffe Israels und der USA auf den Iran zu einer Dringlichkeitssitzung zusammenkommen. Das mächtigste Gremium der Vereinten Nationen soll sich am Samstag um 16.00 Uhr Ortszeit (22.00 Uhr MEZ) treffen. Frankreich und Bahrain hätten die Sitzung angefragt, teilte die israelische Botschaft bei den Vereinten Nationen mit.
UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte die Eskalation unterdessen scharf: "Ich fordere einen sofortigen Stopp der Kampfhandlungen und eine Deeskalation", teilte der UN-Chef mit. Er forderte alle Parteien auf, unverzüglich an den Verhandlungstisch zurückzukehren.
16.04 Uhr: Medien - Gebäude im Großraum Tel Aviv von Rakete getroffen
Bei einem iranischen Raketenangriff ist nach israelischen Medienberichten mindestens ein Gebäude im Großraum Tel Aviv getroffen worden. Das Nachrichtenportal "ynet" berichtete, es handele sich um ein Haus in Bnei Brak bei Tel Aviv. Dabei seien auch Menschen zu Schaden gekommen. Dafür gab es zunächst keine offizielle Bestätigung. Nach einem anderen Bericht wurde auch ein Haus in dem Ort Rosch Haajin getroffen. Der Rettungsdienst Magen David Adom berichtete, Einsatzkräfte seien unterwegs zu möglichen Einschlagsorten.
15.44 Uhr: Saudi-Arabien bestätigt Angriffe durch Iran
Saudi-Arabien hat iranische Angriffe auf sein Territorium bestätigt. Die Angriffe hätten sich gegen die Hauptstadt Riad und die Ostprovinz des Königreichs gerichtet, meldet die staatliche Nachrichtenagentur SPA unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Auf die Angriffe sei reagiert worden, heißt es weiter, ohne dass Details genannt wurden.
15.43 Uhr: Iranischer Außenminister - Chamenei lebt "soweit ich weiß"
Das iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei hat nach Worten des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi die israelisch-amerikanischen Luftangriffe überlebt. Chamenei sei "soweit ich weiß" noch am Leben, sagte der Minister im Gespräch mit dem US-Sender NBC News.
Araghtschi zufolge waren bei den Angriffen zwei Kommandeure getötet worden. Hochrangige Funktionäre der Führung in Teheran hätten überlebt. Die Angaben Araghtschis lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
15.42 Uhr: Immer wieder Raketenalarm in Israel
Wegen der iranischen Gegenangriffe wird in Tel Aviv und anderen israelischen Städten weiterhin immer wieder Raketenalarm ausgelöst. Zivilschutzbehörde und Militär riefen die Menschen im Land am Samstag mehrfach auf, Schutzräume aufzusuchen und dort auf Entwarnung zu warten. Die Verteidigung sei "nicht hermetisch", hieß es in einer Mitteilung des Militärs. Der Iran feuert als Reaktion auf Angriffe Israels und der USA Raketen auf Israel.
Ein Einwohner Tel Avivs sagte, es seien die intensivsten Angriffe auf die Stadt, die er je erlebt habe. Es gebe etwa jede halbe Stunde Luftalarm.
Im Audio: Raketenalarm in Israel
Nach den israelischen Angriffen auf Iran wurden aus Teheran mehrere Explosionen gemeldet
15.11 Uhr: Autobahn bei Teheran wird zur Einbahn
Die iranischen Behörden haben eine Autobahn in Teheran zu einer Einbahn gemacht, weil nach den Angriffen der USA und Israels so viele Menschen aus der Hauptstadt fliehen. Alle Fahrspuren der Autobahn, die Teheran mit dem Norden des Landes verbindet, seien nur in eine Richtung geöffnet - heraus aus der Stadt -, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna am Samstag. Zuvor hatte der iranische Sicherheitsrat der Bevölkerung geraten, aus Teheran zu fliehen.
14.54 Uhr: Insider - Irans Verteidigungsminister sowie Kommandeur getötet
Bei den israelischen Angriffen sind Insidern zufolge der iranische Verteidigungsminister Amir Nasirsadeh und der Kommandeur der Revolutionsgarden, Mohammed Pakpur, getötet worden. Dies sagen drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.
14.46 Uhr: Kreise bestätigen gezielte Angriffe auf iranische Führung
Israel hat bei seinen Angriffen auf den Iran gezielt die Führung der islamischen Republik attackiert. Das bestätigten zwei mit der Militäroperation vertraute Personen am Samstag der Nachrichtenagentur AP. Ob dabei auch eine dieser Führungspersonen getötet wurde, sagten sie nicht.
Einer der ersten Angriffe schlug nahe dem Büro des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei ein. Ob sich der 86-Jährige zu dem Zeitpunkt dort befunden hatte, war allerdings unklar. Er war auch in den Tagen zuvor nicht in der Öffentlichkeit gesehen worden, als die Spannungen mit den USA zunahmen.
Informierte Kreise bestätigten der AP zudem, dass mehrere militärische und geheimdienstliche Ziele angegriffen worden seien. Bei einem Angriff auf eine Mädchenschule im Süden des Irans kamen nach einem Bericht der staatlichen Nachrichtenagentur Irna mindestens 40 Menschen ums Leben. In der Stadt Minab in der Provinz Hormusgan, wo die Schule steht, hat auch die iranische Revolutionsgarde einen Stützpunkt.
14.45 Uhr: Merz, Macron, Starmer - Iran muss Angriffe stoppen
Frankreich, Deutschland und Großbritannien haben in einer gemeinsamen Erklärung die jüngsten iranischen Angriffe auf Staaten in der Region scharf verurteilt. Die drei Regierungen fordern Teheran auf, sofort von willkürlichen militärischen Aktionen abzusehen und umgehend zu diplomatischen Gesprächen zurückzukehren, heißt es in der gemeinsamen Erklärung von Präsident Emmanuel Macron, Bundeskanzler Friedrich Merz und Premierminister Keir Starmer.
14.34 Uhr: Brand in Bahrain nach iranischen Angriffen
Bei den iranischen Angriffen auf US-Stützpunkte im Nahen Osten ist es in Bahrain zu einem Brand gekommen. An einem Lagerhaus neben dem wichtigen US-Marinestützpunkt im Land stiegen dunkle Rauchwolken auf, wie Anwohner bestätigten. Auf Videos war ein großes Feuer in einem Hafengelände zu sehen. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht, auch das Ausmaß der Schäden war zunächst unklar.
14.13 Uhr: Gegenangriffe des Iran - Raketenabwehr in Dubai im Einsatz
Der Angriff Israels gegen den Iran hat auch in der Metropole Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten für Panik gesorgt. Über der Stadt sei am Samstagnachmittag das Donnern der Raketenabwehr zu hören gewesen, berichteten Reporter der Nachrichtenagentur AP.
Es habe mindestens eine Explosion gegeben, nachdem eine Abwehrrakete abgefeuert worden sei, sagten sie. In der Hauptstadt Abu Dhabi war zuvor bereits eine Person bei einem iranischen Raketenangriff von Trümmerteilen getötet worden, wie die staatliche Nachrichtenagentur WAM berichtete.
14.00 Uhr: Aktivisten - Fünf Todesopfer in Syrien durch iranische Rakete
In Syrien sind durch Trümmerteile einer mutmaßlich iranischen Rakete laut Menschenrechtsaktivisten mindestens fünf Menschen getötet worden. In der syrischen Stadt Suwaida im Süden seien Trümmer auf ein Wohngebäude gefallen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Fünf Zivilisten, darunter ein Kind, seien getötet worden. Die syrische Staatsagentur Sana berichtete zunächst von vier Todesopfern unter Berufung auf die örtliche Gesundheitsbehörde.
13.52 Uhr: Iran - Zweite Raketenwelle auf Israel gefeuert
Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben mit einer zweiten Raketenwelle auf Israel begonnen. Erneut seien ballistische Raketen auf die "besetzten Gebiete" gefeuert worden, berichtete der staatliche Rundfunk. Gemeint ist damit israelisches Staatsgebiet, das der Iran nicht offiziell anerkennt.
Irans reguläre Armee teilte unterdessen mit, Dutzende Kampfdrohnen in Richtung Israel geschickt zu haben. "Diese Operation wird bis zur vollständigen Bestrafung der aggressiven Feinde fortgesetzt werden", hieß es in der Mitteilung, die iranische Staatsmedien verbreiteten.
13.51 Uhr: Irans Außenminister spricht von "illegalem Krieg"
Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat die Angriffe auf sein Land scharf verurteilt. Es handele sich um einen "Krieg", der "völlig unprovoziert, illegal und unrechtmäßig" sei, schrieb er auf X. "Unsere mächtigen Streitkräfte sind auf diesen Tag vorbereitet und werden den Aggressoren die Lektion erteilen, die sie verdienen", fügte er hinzu.
13.47 Uhr: Insider - Türkei berät mit Staaten in Nahost
Der türkische Außenminister Hakan Fidan hat mit seinen Amtskollegen aus der Region über die Lage nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran. Fidan habe unter anderem mit den Ministern aus dem Iran, dem Irak, Saudi-Arabien, Katar, Syrien und Ägypten telefoniert, sagt ein Insider aus dem aus dem Außenministerium in Ankara. Auch mit dem indonesischen Außenminister habe er gesprochen. Ziel sei es, Schritte zur Beendigung der Kampfhandlungen zu finden.
13.39 Uhr: Insider - Ölkonzerne setzen Lieferungen durch Straße von Hormus aus
Einige große Ölkonzerne und Handelshäuser setzen wegen des Angriffs auf den Iran ihre Öl- und Treibstofflieferungen durch die Straße von Hormus aus. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von vier Händlern. "Unsere Schiffe werden für mehrere Tage stillliegen", sagte ein leitender Manager eines großen Handelshauses.
13.36 Uhr: Macron fordert UN-Sicherheitsratssitzung
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron fordert angesichts der Angriffe auf den Iran eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats. Das iranische Regime habe nun keine andere Wahl mehr, als ernsthafte Verhandlungen über sein Atom- und Raketenprogramm sowie seine destabilisierende Rolle in der Region aufzunehmen, schreibt Macron auf der Plattform X.
13.35 Uhr: Angriff auf den Iran sorgt für Chaos im Luftverkehr
Die Angriffe Israels und der USA auf den Iran haben im Nahen Osten und auch darüber hinaus für Chaos im Luftverkehr gesorgt. Die Vereinigten Arabischen Emirate, in denen mit Emirates und Etihad zwei große Fluggesellschaften ihren Sitz haben, schlossen ebenso ihren Luftraum wie zahlreiche andere Staaten, darunter Syrien und der Irak sowie Katar.
Auch Qatar Airways, ein weiterer wichtiger Anbieter von Langstreckenflügen, teilte mit, er könne sein Drehkreuz in der Hauptstadt Doha derzeit nicht mehr anfliegen. Flugzeuge, die auf dem Weg nach Israel waren, wurden zu anderen Flughäfen umgeleitet. Passagiere, die am Ben Gurion International Airport bei Tel Aviv auf ihre Flüge warteten, wurden zurückgebracht. Mehrere Airlines, darunter Lufthansa, Air France, Transavia und Pegasus setzten Flüge in den Nahen Osten aus.
13.25 Uhr: Israel meldet Angriffe auf hunderte Ziele im Iran
Die israelischen Streitkräfte setzen nach eigenen Angaben ihre Angriffe auf militärische Ziele im Iran fort. Die Armee habe "hunderte iranische Militärziele, darunter Raketenabschussvorrichtungen im Westen Irans, angegriffen", teilten die Streitkräfte mit. Einige der ersten Angriffe trafen Berichten zufolge Gebiete in der Umgebung der Büros des geistlichen Oberhaupts des Irans, Ajatollah Ali Chamenei. Ob sich der 86-Jährige zu dem Zeitpunkt dort befunden hatte, war allerdings unklar.
Iran wiederum feuerte Raketen auf Israel ab sowie auf US-Stützpunkte in anderen Ländern der Region. Vom israelischen Militär hieß es, derartige "Bedrohungen, die vom Iran in Richtung Staat Israel abgefeuert werden, würden identifiziert und abgefangen".
13.10 Uhr: Israel ruft Notstand aus
Israel hat nach den iranischen Raketenangriffen den Notstand ausgerufen. Verteidigungsminister Israel Katz warnte die Bevölkerung vor weiteren Angriffen mit Raketen und Drohnen. Öffentliche Versammlungen sind verboten, Schulen und Arbeitsstätten geschlossen. Krankenhäuser verlegen Patienten in unterirdische Schutzräume. Die Polizei rät von nicht notwendigen Fahrten ab.
12.39 Uhr: Iran und Israel melden erste Opfer und Schäden
Bei einem Raketenangriff in Minab im Süden Irans sind nach iranischen Angaben mindestens 40 Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf den dortigen Vizegouverneur. Zunächst war von fünf toten Schülerinnen die Rede.
In Israel hat es vereinzelt Einschläge gegeben. Im Norden sei ein Mann durch die Druckwelle einer Explosion verletzt worden, berichtete die Zeitung "Times of Israel". Die Polizei habe Granatsplitter in Jerusalem und in der Stadt Beit Schemesch beseitigt, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Ein Gebäude in der Stadt Tirat Carmel südlich von Haifa sei beschädigt worden.
Außerdem ist eine Person in den Vereinigten Arabischen Emiraten nach einem iranischen Raketenangriff von Trümmerteilen getötet worden, wie die staatliche Nachrichtenagentur WAM schrieb.
11.45 Uhr: Führende EU-Politiker mahnen Zurückhaltung an
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Antonio Costa rufen angesichts der Angriffe auf den Iran alle Beteiligten zur maximalen Zurückhaltung auf. Die Entwicklungen seien äußerst besorgniserregend, teilen die beiden Spitzenvertreter in einer gemeinsamen Erklärung mit. Alle Parteien müssten Zivilisten schützen und das Völkerrecht uneingeschränkt achten. Die EU werde zudem alle nötigen Schritte unternehmen, um ihre Bürger in der Region zu unterstützen. Mit Blick auf den unklaren Stand des iranischen Atomprogramms mahnten sie die nukleare Sicherheit an.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bezeichnete die Lage im Nahen Osten als "gefährlich". Sie habe mit Israels Außenminister und weiteren Ministern in der Region gesprochen.
11.29 Uhr: Israel mobilisiert Reservisten
Israel will für den neuen Konflikt mit dem Iran rund 70.000 Reservisten einberufen. Ein israelischer Militärvertreter sagte, die meisten gehörten zur Luftverteidigung und zum Heimatschutzkommando. Es sei aber auch eine "starke Präsenz" an den Grenzen geplant. Dauern werde der neue Militäreinsatz "so lange wie notwendig", so der Militärvertreter weiter.
11.07 Uhr: EU-Marinemission in Alarmbereitschaft
Nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas ist die EU-Marine-Mission "Aspides" im Roten Meer in hoher Alarmbereitschaft. Sie stehe bereit, den Seeweg offen zu halten, sagt Kallas. Sie habe mit dem israelischen Außenminister Gideon Saar und anderen Ministern in der Region gesprochen. Zudem stimme sich die EU eng mit arabischen Partnern ab, um diplomatische Wege auszuloten.
10.41 Uhr: Iran fordert Handeln der internationalen Gemeinschaft
Der Iran hat die Weltgemeinschaft angesichts der Angriffe der USA und Israels zum Handeln aufgefordert. In einer Mitteilung des Außenministeriums forderte die Regierung in Teheran die Vereinten Nationen und die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, die Attacken zu verurteilen und Maßnahmen zu ergreifen. Die Sicherheit der Region und der Welt seien einer beispiellosen Bedrohung ausgesetzt, hieß es.
10.39 Uhr: Offenbar Angriffe in mehreren iranischen Nachbarländern
Aus mehreren Nachbarländern des Iran werden Angriffe gemeldet. Augenzeugen berichten von Explosionen in der katarischen Hauptstadt Doha, auch aus Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie Riad in Saudi-Arabien werden laute Geräusche gemeldet. In Kuwait sind Sirenen zu hören. Bahrain bestätigt ebenfalls, dass es Ziel von Angriffen war. Im Irak wurde offenbar ein Stützpunkt pro-iranischer Gruppen "bombardiert". Das verlautete aus irakischen Sicherheitskreisen sowie von der pro-iranischen, paramilitärischen Gruppe Hasched-al-Schaabi. Bei dem Angriff habe es auch Opfer gegeben, hieß es aus den Sicherheitskreisen.
Die iranischen Streitkräfte teilten mit, sie hätten als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA vier US-Militärstützpunkte in der Region attackiert. Unter den Zielen waren demnach der Militärstützpunkt Al-Udeid in Katar, der Stützpunkt Al-Salem in Kuwait, der Luftwaffenstützpunkt Al-Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie die US-Flotte in Bahrain.
10.20 Uhr: Bundesregierung ruft Krisenstab zusammen
Die Bundesregierung ruft den Krisenstab zusammen. Das Treffen sei für 12 Uhr mittags im Auswärtigen Amt angesetzt, teilt ein Sprecher des Ministeriums mit. Das Auswärtige Amt stehe in engem und ständigem Kontakt mit den Botschaften in Iran und Israel sowie den weiteren Vertretungen in der Region. "Die Bundesregierung beobachtet die Entwicklung genau und befindet sich in enger Abstimmung mit den europäischen Partnern", teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius mit.
Im Audio: Krisenstab tagt am Mittag in Berlin
Der Krisenstab der Bundesregierung tagt am Mittag im Auswärtigen Amt.
10.17 Uhr: US-Stützpunkt in Bahrain bei Raketenangriff getroffen
Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA auch eine US-Militäreinrichtung attackiert. Ein Logistikzentrum der US-Marine sei im Golfstaat Bahrain mit Raketen angegriffen worden, hieß es im staatlichen Rundfunk. Laut der Regierung von Bahrain wurde der Stützpunkt dabei auch getroffen.
09.54 Uhr: Huthi-Miliz kündigt neue Attacken an
Nach dem Angriff Israels und der USA auf den Iran hat auch die mit Teheran verbündete Huthi-Miliz im Jemen neue Attacken auf den Schiffsverkehr in der Region angekündigt. Die Huthi würden Schiffe auf dem Weg durch das Rote Meer und auch Israel selbst angreifen, um damit den Iran zu unterstützen, sagten zwei Huthi-Funktionäre der Nachrichtenagentur AP.
09.38 Uhr: Lufthansa streicht Flüge
Die deutsche Botschaft in Tel Aviv fordert die Deutschen in Israel auf, sich dringend an die Anweisungen der Sicherheitsbehörden zu halten. "Bleiben Sie vor allem nah an geeigneten Schutzräumen", schreibt der deutsche Botschafter Steffen Seibert in den Sozialen Medien.
Die Lufthansa streicht alle Flüge zu mehreren Zielen im Nahen Osten. Der Flugverkehr von und nach Dubai sei am Samstag und Sonntag unterbrochen, sagt ein Sprecher. Die Verbindungen von und nach Tel Aviv (Israel), Beirut (Libanon), Amman (Jordanien), Erbil (Irak) und Teheran (Iran) würden bis zum 7. März gestrichen.
09.31 Uhr: Iran meldet Cyberangriffe
Der Iran ist Angaben der Nachrichtenagentur Fars Ziel von massiven Cyberangriffen. Betroffen sind demnach mehrere inländische Nachrichtenagenturen und zentrale Plattformen, die mit erheblichen Störungen zu kämpfen hätten. Dazu zählten auch die Websites der Nachrichtenagenturen Irna und Isna. Die Agentur Fars steht den Revolutionsgarden nahe.
09.30 Uhr: Netanjahu spricht von "existenzieller Bedrohung"
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den gemeinsamen Angriff seines Landes und der USA auf den Iran als Präventivmaßnahme für den Schutz Israels verteidigt. Ziel sei es, eine "existenzielle Bedrohung zu beseitigen", die der Iran darstelle, sagte er. Ähnlich hatte sich zuvor bereits Israels Verteidigungsminister Israel Katz geäußert. Netanjahu sagte weiter, der Militärschlag werde die Bedingungen schaffen, dass das iranische Volk sein "Schicksal in die eigenen Hände nehmen" könne.
Auch US-Präsident Trump rief die iranische Bevölkerung auf, die Regierung in Teheran zu "übernehmen". "Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung", sagte Trump in einer Ansprache. "Ihr werdet sie übernehmen können. Das wird wahrscheinlich eure einzige Chance in Generationen sein."
09.24 Uhr: Israel meldet iranische Raketenangriffe
Die israelische Armee hat erklärt, sie habe Raketen identifiziert, die aus dem Iran auf Israel abgefeuert worden seien, und in mehreren Regionen des Landes Luftschutzalarm mit Sirenen und Handy-Warnmeldungen ausgelöst. Die Menschen wurden aufgefordert, Schutzräume aufzusuchen. Im Norden Israels waren Explosionen zu hören, wie Bewohner berichteten. Das israelische Militär weiter teilte mit, iranische Geschosse würden mit dem Raketenabwehrsystem abgefangen.
09.01 Uhr: US-Bürger in Katar und Bahrain sollen sich in Sicherheit bringen
Nach den Angriffen auf den Iran haben die US-Botschaften in Katar und Bahrain ihr Personal und alle US-Staatsangehörigen in den Golfstaaten aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. Die Botschaften wiesen ihre Beschäftigten an, vorerst nicht das Haus zu verlassen. "Wir empfehlen allen Amerikanern, bis auf weiteres dasselbe zu tun", erklärten die Botschaften. Sie sollen sich demnach "einen sicheren Ort zu Hause oder in einem anderen sicheren Gebäude suchen".
08.36 Uhr: Trump bestätigt US-Beteiligung an Angriffen auf Iran
Die US-Streitkräfte haben nach Angaben von Präsident Donald Trump einen großen Kampfeinsatz im Iran begonnen. "Unser Ziel ist es, das amerikanische Volk dadurch zu schützen, dass die unmittelbare Bedrohung durch das iranische Regime eliminiert wird", sagte Trump in einem auf sozialen Netzwerken veröffentlichten Video. Der Iran entwickle Langstreckenraketen, welche die USA und andere Länder bedrohten. "Wir werden ihre Raketen zerstören und ihre Raketenindustrie dem Boden gleichmachen." Die USA stellten zudem sicher, dass der Iran keine Atombombe erhalte. "Wir werden ihre Marine auslöschen."
Die US-amerikanischen Streitkräfte werden wohl mehrere Tage im Einsatz sein. Das sagte ein US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Aktuell erfolgen die Angriffe auf den Iran den Angaben nach von der Luft und von See aus.
Im Video: Israel verkündet Präventivschlag gegen Iran - USA beteiligt
Israel und die USA greifen Iran an
08.32 Uhr: Israel greift Einrichtungen von Militär und Regierung an
Israel nimmt bei seinem Angriff auf den Iran nach Angaben des staatlichen Rundfunks Einrichtungen der islamischen Führung und der Armee ins Visier. Die israelische Armee greife Ziele von "Regime und Militär" an, berichtete Israels öffentlich-rechtlicher Rundfunk.
08.25 Uhr: Iran bereitet Gegenschlag vor
Der Iran hat nach Beginn der Angriffe Israels mit drastischen Worten reagiert. "Wir haben Euch gewarnt. Nun habt Ihr einen Weg eingeschlagen, dessen Ausgang nicht mehr in Eurer Hand liegt", sagte der Leiter der Sicherheitskommission, Ebrahim Azizi.
Der iranische Revolutionsführer Ajatollah Ali Chamenei ist nach Angaben eines Regierungsvertreters an einen sicheren Ort gebracht worden. Irans Präsident Massud Peseschkian hatte mit einem "umfassenden Krieg" gedroht, sollte Chamenei attackiert werden. An Tankstellen in der iranischen Hauptstadt Teheran bilden sich Augenzeugen zufolge lange Schlagen.
08.23 Uhr: Mehrere Länder schließen Luftraum
Nach dem israelischen "Präventivschlag" gegen den Iran hat Israel seinen Luftraum für zivile Flüge gesperrt. "Aufgrund der Sicherheitslage" habe sie angeordnet, "den Luftraum des Staates Israel für zivile Flüge zu sperren", erklärte Verkehrsministerin Miri Regev.
Auch die Luftfahrtbehörde des Iran teilte mit, dass der Luftraum des Landes "bis auf Weiteres" gesperrt sei. Der Irak schloss seinen Luftraum ebenfalls, wie die irakische Nachrichtenagentur INA unter Berufung auf das Verkehrsministerium berichtete.
08.10 Uhr: Explosionen in mehreren iranischen Städten
Aus Teheran werden mehrere Explosionen gemeldet. Über der Stadt sind Augenzeugen zufolge zwei dicke Rauchsäulen zu sehen. Auch in den iranischen Städten Isfahan, Ghom, Karadsch und Kermanschah werden der Nachrichtenagentur Fars zufolge Explosionen gemeldet.
07.28 Uhr: Israel meldet Angriff auf Iran
Israel hat eigenen Angaben zufolge einen Präventivschlag gegen den Iran gestartet. Das teilte der israelische Verteidigungsminister Israel Katz mit. Es gehe darum, "Bedrohungen für den Staat Israel zu beseitigen." Katz erklärte außerdem "einen besonderen und sofortigen Ausnahmezustand" für das ganze Land, wie sein Ministerium in einer Erklärung mitteilte.
Samstag, der 28. Februar 2026
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