Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
20.11 Uhr: Ukrainische Drohnen mit Kurs Moskau
Ein Schwarm ukrainischer Drohnen ist nach russischen Angaben beim Anflug auf die Hauptstadt Moskau ins Visier der Flugabwehr geraten. Mindestens 40 Drohnen seien bereits abgeschossen worden, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin nach Angaben der Staatsagentur Tass mit. Über eventuelle Schäden oder mögliche Opfer machte er keine Angaben. Insgesamt seien über den Regionen Russlands innerhalb von nur sieben Stunden 253 ukrainische Drohnen abgeschossen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Abend mit. Wegen des Anflugs der Drohnen wurde auf den Moskauer Flughäfen Schukowski und Wnukowo aus Sicherheitsgründen vorübergehend der Flugbetrieb eingestellt. Ankommende Flüge wurden umgeleitet. Erst am Abend wurde der Flugbetrieb nach offiziellen Angaben wieder aufgenommen.
20.00 Uhr: Selenskyj bereitet sich auf diplomatische Woche vor
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bereitet sich auf eine neue diplomatische Woche in den Bemühungen um eine friedliche Lösung vor. "Es werden Treffen in Europa stattfinden, die für die Ukraine einen weiteren Beitrag zu unserem Schutz und zur Beendigung des Krieges leisten sollen", teilte er in seiner abendlichen Videoansprache mit. Dabei werde sich die Ukraine auf zwei Optionen vorbereiten: "Auf die Diplomatie, die wir gewährleisten, oder auf eine weitere aktive Verteidigung, falls der Druck der Partner auf Russland nicht ausreicht." Sollte Russland nicht zum Frieden bereit sein, benötige die Ukraine "frische Kräfte", betonte Selenskyj. Deshalb gehe er parallel dazu einen Neustart aller Strukturen an, für alle Fälle. Er ernannte den bisherigen Militärgeheimdienstchef Kyrylo Budanow zum Chef seines Präsidentenamtes. Zudem kündigt Selenskyj erneut einen Wechsel an der Spitze des Verteidigungsministeriums an. Der Vizeregierungschef und Minister für digitale Transformation, Mychajlo Fedorow, soll das Amt von Denys Schmyhal übernehmen. Schmyhal soll das Energieministerium führen. Der 34 Jahre alte Fedorow ist Spezialist für Drohnen und Digitalisierung.
18.45 Uhr: Beschädigtes Kabel in Ostsee: Schiff ließ Anker offenbar kilometerweit schleifen
Ein wegen der Beschädigung eines Unterwasserkabels zwischen Finnland und Estland beschlagnahmter Frachter hat nach Angaben der Ermittler seinen Anker über eine Strecke von mehreren Kilometern über den Meeresboden schleifen lassen. "Es gibt Grund zu der Annahme, dass der Anker und die Ankerkette des Schiffes 'Fitburg' mindestens mehrere dutzend Kilometer lang über den Meeresboden geschleift sind, bevor sie den Ort der Beschädigung erreichten", erklärte die finnische Polizei am Sonntag.
Das Schiff war am 31. Dezember beschlagnahmt worden, 14 Besatzungsmitglieder wurden festgenommen. Die "Fitburg" fährt unter der Flagge des Karibikstaats Sankt Vincent und den Grenadinen und war auf dem Weg vom russischen St. Petersburg nach Haifa in Israel. Die finnische Polizei ermittelt nach eigenen Angaben in Kooperation mit internationalen Behörden wegen "schwerer Sachbeschädigung, versuchter schwerer Sachbeschädigung und schwerer Störung der Telekommunikation".
17.40 Uhr: Wadephul besucht Litauen - Ukraine und Russland im Zentrum
Außenminister Johann Wadephul besucht am morgigen Montag vor dem Hintergrund andauernder Verhandlungen über einen Waffenstillstand in der Ukraine Litauen. In Vilnius, der Hauptstadt des baltischen EU- und Nato-Landes, will der CDU-Politiker Regierungschefin Inga Ruginiene und Außenminister Kestutis Budrys treffen.
Im Mittelpunkt der Gespräche stehen nach Angaben eines Sprechers des Auswärtigen Amts in Berlin die Unterstützung der vor fast vier Jahren von Russland angegriffenen Ukraine sowie die enge Zusammenarbeit an der Nato-Ostflanke und im Kampf gegen hybride Bedrohungen.
Wadephul will zudem in Nemencine bei Vilnius die deutsche Panzerbrigade 45 "Litauen" besuchen. Diese wurde im April 2025 zum Schutz der Nato-Ostflanke formal in Dienst gestellt. Sie soll bis 2027 mit einer Gesamtstärke von 4.800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeitern voll als Kampfverband einsatzfähig sein.
13.55 Uhr: Selenskyj - Rund 2.000 russische Luftangriffe in der Neujahrswoche
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach rund 2.000 russischen Luftangriffen in der Neujahrswoche die Verbündeten zu mehr Unterstützung für das Land aufgerufen. "Stabilität und Vorhersehbarkeit der Hilfe für die Ukraine sind das, was Moskau wirklich zur Diplomatie bewegen kann. Wir zählen auf weitere Verteidigungshilfe", schrieb Selenskyj auf Telegram. Im Laufe der vergangenen Woche habe Russland mehr als 1.070 Gleitbomben, fast 1.000 Drohnen und 6 Raketen gegen die Ukraine eingesetzt.
Dabei erinnerte Selenskyj in einem Video auch an einen Angriff auf die Stadt Charkiw; dort gab es am 2. Januar zahlreiche Opfer. Am Sonntag stieg die Zahl der aus den Trümmern eines getroffenen Hauses geborgenen Toten auf vier, wie die Behörden mitteilten. Mehr als 30 Menschen waren verletzt worden.
10.30 Uhr: Selenskyj reist nach Paris
Angesichts der laufenden diplomatischen Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine reist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach Paris. Dort ist ihm zufolge für morgigen Montag ein Treffen von Vertretern des ukrainischen Generalstabs und des Militärsektors geplant, am Dienstag soll ein Treffen europäischer Staats- und Regierungschefs folgen. Dabei würden hoffentlich Dokumente mit Sicherheitsgarantien für die Ukraine fertiggestellt, teilte Selenskyj mit. In der französischen Hauptstadt seien auch Treffen mit Vertretern der USA geplant.
10.00 Uhr: Drohnenbeschuss in Russland und der Ukraine gemeldet
In der Ukraine wurden laut staatlichem Rettungsdienst in der Nacht zum Sonntag drei Menschen in der Region Charkiw durch russischen Drohnenbeschuss verletzt. Die Zahl der Toten von einem russischen Raketenangriff in der Stadt Charkiw vom Freitag sei auf vier gestiegen, da zwei Leichen unter den Trümmern eines Gebäudes entdeckt worden seien, berichtete der örtliche Verwaltungschef Oleh Synjehubow bei Telegram.
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der russischen Grenzregion Belgorod ist nach örtlichen Behördenangaben ein Mensch ums Leben gekommen. Unter den zwei Verletzten sei ein junges Kind, teilte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow am Sonntag mit. Die Drohne soll ein Auto erfasst haben.
Sonntag, 4. Januar 2026
21.50 Uhr: Selenskyj – USA wissen, was mit Diktatoren zu tun ist
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Angriff auf Venezuela und die Festnahme des gestürzten Staatschefs Nicolás Maduro als wegweisend gelobt, wie mit "Diktatoren" umzugehen ist. "Wenn man mit Diktatoren so umgehen kann, dann wissen die Vereinigten Staaten von Amerika, was sie als Nächstes tun müssen", sagte Selenskyj ukrainischen Medien zufolge in Kiew vor Journalisten. Demnach ließ der Kontext der Äußerung darauf schließen, dass Selenskyj Kremlchef Wladimir Putin im Blick hatte, ohne ihn namentlich zu erwähnen.
Auf einer Pressekonferenz mit US-Präsident Donald Trump in Florida meinte zuvor Außenminister Marco Rubio, dass die Operation gegen Maduro eine Warnung auch für andere in der Welt sei, dass Amerika ernstzunehmen sei.
15.00 Uhr: Selenskyj: Verteidigungsminister Schmyhal soll Energieminister werden
Der ukrainische Verteidigungsminister Denys Schmyhal soll nach dem Willen von Präsident Wolodymyr Selenskyj neuer Energieminister und erster stellvertretender Ministerpräsident werden. Selenskyj rief die Abgeordneten des Parlaments auf, den Vorschlag zu unterstützen. Die Erfahrung Schmyhals sei angesichts der zunehmenden russischen Angriffe für die Stabilität des Energiesektors von entscheidender Bedeutung, betont Selenskyj.
11.29 Uhr: Kiesewetter: Ukraine-Einsatz nicht ausschließen
Politiker von CDU und FDP halten einen Einsatz der Bundeswehr in der Ukraine für möglich - nach einem Waffenstillstand und innerhalb einer multinationalen Truppe. Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter sagte dem "Spiegel", die Frage der Bodentruppen stelle sich erst nach einem Waffenstillstand. Er betonte aber: "Deutschland als selbst ernannte Führungsnation sollte hier zumindest in der öffentlichen Kommunikation nichts ausschließen."
06.00 Uhr: Welle personeller Veränderungen in Kiew
Angesichts eines Korruptionsskandals in der Ukraine besetzt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zentrale Führungspositionen neu. Der bisherige Leiter des Militärgeheimdienstes, Kyrylo Budanow, wird neuer Stabschef. Der auf Drohnen und Technologie spezialisierte bisherige Digitalminister Mychajlo Fedorow soll Verteidigungsminister werden. Der 39-jährige General Budanow ersetzt den langjährigen Selenskyj-Vertrauten Andrij Jermak, der im November im Zuge eines Korruptionsskandals im Energiesektor zurückgetreten war.
05.50 Uhr: Ukraine-Unterstützerstaaten beraten in Kiew
In Kiew kommen am Samstag die nationalen Sicherheitsberater der sogenannten Koalition der Willigen zu Beratungen zusammen. Vertreter von etwa 15 Unterstützer-Staaten werden an den Gesprächen teilnehmen, wie der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj am Freitag ankündigte. Auch Vertreter der EU und der Nato seien dabei. Eine US-Delegation nimmt nach Angaben von Selenskyj per Videolink an dem Treffen teil.
In der kommenden Woche will Selenskyj in Frankreich mit Spitzenvertretern von Partnerstaaten der Ukraine zusammenkommen.
Samstag, 3. Januar 2026
21.57 Uhr: Selenskyj will Verteidigungsminister austauschen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj tauscht zum Jahresbeginn seinen Verteidigungsminister aus. Auf seinen Wunsch solle der Posten vom bisherigen Digitalminister Mychailo Fedorow übernommen werden, sagte Selenskyj am Freitag in seiner täglichen Videoansprache. Der bisherige Verteidigungsminister Denys Schmyhal war erst ein halbes Jahr im Amt.
Selenskyj begründete den geplanten Ministerwechsel nicht. Er lobte den 34-jährigen Fedorow jedoch dafür, dass er sich viel mit Drohnen beschäftigt habe "und sehr effektiv an der Digitalisierung der öffentlichen Dienstleistungen und Verfahren arbeitet".
18.31 Uhr: Kiew ordnet Evakuierung von 3.000 Kindern aus Saporischschja und Dnipropetrowsk an
Die ukrainischen Behörden haben angeordnet, mehrere tausend Kinder und deren Eltern aus umkämpften Gebieten in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk zu evakuieren. Wegen der "schwierigen Sicherheitslage" sei beschlossen worden, mehr als 3.000 Kinder sowie deren Eltern aus 44 Ortschaften in Sicherheit zu bringen, die an vorderster Front in den Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk liegen, erklärte Wiederaufbauminister Oleksij Kuleba am Freitag im Onlinedienst Telegram.
16.24 Uhr: Selenskyj wählt Nachfolger für Chef des Militärgeheimdienstes
In der Folge eines Korruptionsskandals will der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den bisherigen Chef des Auslandsgeheimdienstes, Oleh Iwaschtschenko, zum neuen Leiter des Militärgeheimdienstes ernennen. Iwaschtschenko wird Kyrylo Budanow ersetzen, der neuer Chef des Präsidialamts wird, wie Selenskyj mitteilt. Selenskyjs langjähriger Stabschef Andrij Jermak war im November wegen Korruptionsvorwürfen zurückgetreten, die die Regierung unter Druck gesetzt hatten.
15.02 Uhr: Ukraine: Viele Verletzte nach Einschlag in Wohngebiet in Charkiw
In der Ukraine sind bei einem Angriff auf die Großstadt Charkiw nach Behördenangaben zahlreiche Menschen verletzt worden. Nach vorläufigen Informationen hätten zwei Raketen ein Wohngebiet getroffen, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj in den sozialen Medien. Die genaue Zahl der Opfer sei noch unbekannt. Selenskyj warf Russland vor, trotz internationaler diplomatischer Bemühungen das Töten fortzusetzen. Nach Angaben von Regionalbehörden hat es mindestens 19 Verletzte und erhebliche Schäden nach einem Treffer auf ein Hochhaus gegeben.
In der südukrainischen Stadt Cherson kam ein 51-Jähriger bei russischem Beschuss ums Leben, wie der dortige Gebietsgouverneur Olexander Prokudin mitteilte. Durch Attacken auf ein Wärmekraftwerk könne es zu Unterbrechungen der Wärmeversorgung kommen, hieß es weiter. Das Energieministerium der Ukraine teilte mit, dass Russland erneut die Energieinfrastruktur vor allem in den Gebieten Saporischschja und Mykolajiw attackiert habe.
13.51 Uhr: Erdogan will bei Telefonat mit Trump über Ukraine sprechen
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will am Montag mit US-Präsident Donald Trump über die Friedensbemühungen im Ukraine-Konflikt sprechen, das erklärte er vor Journalisten in Istanbul. Zudem kündigte er an, dass der türkische Außenminister Hakan Fidan an dem Treffen der Ukraine-Unterstützerstaaten aus der "Koalition der Willigen" am Dienstag in Paris teilnehmen werde.
13.26 Uhr: Bisheriger Leiter des Militärgeheimdienstes wird Selenskyjs Präsidialamtschef
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dem bisherigen Geheimdienstchef Kyrylo Budanow die Leitung des Präsidialamts übertragen. "Die Ukraine muss sich derzeit stärker auf Sicherheitsfragen, die Entwicklung der Verteidigungs- und Sicherheitskräfte sowie auf diplomatische Verhandlungen konzentrieren", erklärte Selenskyj auf der Online-Plattform X. Das Präsidialamt werde in erster Linie diesen staatlichen Aufgaben dienen. "Kyrylo verfügt in diesen Bereichen über spezielle Erfahrung und hat die nötige Stärke, um Ergebnisse zu liefern", fügte er hinzu.
Selenskyjs vorheriger Stabschef Andrij Jermak war im November nach einem Korruptionsskandal zurückgetreten. Budanow übernahm die Führung des Militärgeheimdiensts HUR im Jahr 2020. Unter ihm hatte die Behörde mehrere aufsehenerregende Einsätze in Russland ausgeführt, die gegen die militärischen Fähigkeiten und Energiekapazitäten des Landes zielten.
Im Audio: Geheimdienstchef soll Chef des Präsidentenbüros werden
Kyrylo Budanow
13.05 Uhr: Ukraine und Russland melden neue Drohnenangriffe
Russland hat in der Nacht zum Freitag nach ukrainischen Angaben mit mindestens neun Drohnen die Stadt Saporischschja angegriffen. Dabei seien Dutzende Wohngebäude und andere zivile Infrastruktur beschädigt worden, teilte der Leiter der Regionalverwaltung, Iwan Fedorow, bei Telegram mit. Verletzte habe es nicht gegeben. Laut ukrainischer Luftwaffe setzte Russland insgesamt in der Nacht mehr als 110 Langstreckendrohnen gegen die Ukraine ein.
Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, die russische Luftabwehr habe in der Nacht 64 ukrainische Drohnen über Russland abgefangen. Der Gouverneur der Grenzregion Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, warf der Ukraine einen Raketenangriff auf die gleichnamige russische Stadt vor. Zwei Frauen seien mit Verletzungen ins Krankenhaus gekommen. Bei dem Angriff seien Fenster in Wohngebäuden zerstört worden, zudem sei eine sogenannte kommerzielle Einrichtung beschädigt worden, sagte er.
12.59 Uhr: Russland meldet 27 Tote bei Drohnenangriff auf besetztes Dorf
Bei einem angeblichen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Café und ein Hotel in einem von Russland besetzten Dorf in der ukrainischen Region Cherson sind nach neuen russischen Angaben 27 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten seien zwei Minderjährige, teilte die Sprecherin des russischen Ermittlungskomitees, Swetlana Petrenko, mit. Insgesamt 31 Menschen seien verletzt ins Krankenhaus gekommen. Kiew bestritt, zivile Ziele angegriffen zu haben.
Der Beschuss ereignete sich laut Russland in der Silvesternacht im Dorf Chorly, als mindestens 100 Zivilisten den Jahreswechsel gefeiert hätten. Petrenko sagte, es werde wegen eines Terrorakts ermittelt. Ein Sprecher des ukrainischen Generalstabs, Dmytro Lychowij, sagte dem Sender Suspilne, die ukrainischen Truppen führten "nur Angriffe gegen russische militärische Ziele, Einrichtungen des russischen Treibstoff- und Energiesektors und andere rechtmäßige Ziele aus". Eine vom Generalstab veröffentlichte Liste von Zielen, die das ukrainische Militär in der Nacht zu Neujahr angegriffen habe, enthalte keine Angriffe auf von Russland besetzte Gegenden von Cherson.
11.28 Uhr: Ukraine und Tschechien streiten über Waffenlieferungen und Korruption
Zwischen der Ukraine und Tschechiens neuer Regierung ist ein offener Streit über Rüstungshilfe und Korruption ausgebrochen. Kiews Botschafter in Prag protestierte gegen Aussagen des rechtsgerichteten Parlamentspräsidenten Tomio Okamura. Dieser hatte in seiner Neujahrsansprache gefordert, keine weiteren Waffen an die Ukraine zu liefern, um einen "sinnlosen Krieg" fortzuführen. Die ukrainische Regierung von Präsident Wolodymyr Selenskyj beschimpfte er laut Medienberichten als korrupte "Diebe".
In seiner Protestnote bezeichnete Botschafter Vasyl Zvarych die Aussagen als Beleidigung für alle Ukrainer. Er warf Okamura vor, "unter dem Einfluss russischer Propaganda" zu stehen und demokratische Prinzipien zu missachten. Dafür müsse dieser zur Rechenschaft gezogen werden. In Tschechien regiert seit wenigen Wochen eine Koalition aus Okamuras rechtsnationaler SPD, der EU-kritischen Autofahrerpartei und der ANO-Partei von Ministerpräsident Andrej Babis. Tschechien zählte bisher zu den wichtigsten Rüstungslieferanten der Ukraine.
10.14 Uhr: Kartierungsprojekt - Russland eroberte 2025 weniger als 1 Prozent der Ukraine
Einer Auswertung des ukrainischen Kartierungsprojektes "DeepState" zufolge haben russische Truppen im Jahr 2025 4.336 Quadratkilometer der Ukraine erobert. Dies entspreche 0,72 Prozent der Fläche des Landes, berichtete das Online-Medium "The Kyiv Independent".
05.22 Uhr: Beschlagnahmter Frachter soll auch EU-Sanktionen verletzt haben
Im Fall des von Finnland beschlagnahmten Frachters in der Ostsee prüfen die Behörden nun auch, ob das Schiff gegen EU-Sanktionen verstoßen hat. Nach Angaben des finnischen Zolls hat es russischen Stahl an Bord. Man gehe davon aus, dass die Ladung unter die von der EU verhängten Strafmaßnahmen gegen Russland falle, hieß es. Der Stahl sei daher vorläufig ebenfalls beschlagnahmt worden. Finnland hatte den Frachter gestoppt, weil er im Verdacht steht, ein Unterseekabel beschädigt zu haben. Das Schiff fährt unter der Flagge des Karibikstaates St. Vincent und die Grenadinen.
Freitag, 2. Januar 2026
22.48 Uhr: Moskau übergibt USA Material zu angeblichem Angriff auf Putin-Residenz
Russland hat nach eigenen Angaben auf einer ukrainischen Drohne Navigationsdaten entschlüsselt, die einen angeblich geplanten Angriff auf eine Residenz von Kremlchef Wladimir Putin beweisen sollen. Die Materialien mit entschlüsselten Routing-Daten in einer Mappe sowie ein Bauteil der Drohne seien einem Vertreter des Militärattachés der US-Botschaft in Moskau übergeben worden, teilte das russische Verteidigungsministerium mit.
Das Ministerium veröffentlichte auch ein Video von dieser ungewöhnlichen Begegnung des Chefs des russischen Militärgeheimdienstes GRU, Igor Kostjukow, mit den Uniformierten. Die Ukraine bezeichnet die russischen Vorwürfe seit Tagen als Lüge - mit dem Ziel, Schläge gegen Regierungsgebäude in Kiew zu rechtfertigen.
21.48 Uhr: Ukraine - Greifen nur militärische Ziele und Energieanlagen an
Angesichts russischer Angaben über einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Hotel in der von Russland besetzten Region Cherson erklärt das ukrainische Militär, es greife ausschließlich militärische Ziele, Energieanlagen "und andere legitime Ziele" an. Die ukrainischen Streitkräfte hielten sich an die Normen des humanitären Völkerrechts, meldet die Nachrichtenagentur Interfax Ukraine unter Berufung auf den Generalstab. Eine konkrete Stellungnahme zu dem mutmaßlichen Angriff auf das Hotel liegt nicht vor.
20.47 Uhr: Selenskyj erwartet weitere Fortschritte bei Verhandlungen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet bei den Verhandlungen mit Amerikanern, Europäern und Vertretern der Nato in den nächsten Tagen weitere Fortschritte im Ringen um Sicherheitsgarantien. "Das Wichtigste sind die Sicherheitsgarantien für die Ukraine", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. "Politisch ist fast alles vorbereitet, und es ist wichtig, jedes Detail zu klären, wie die Garantien in der Luft, zu Lande und zu Wasser funktionieren werden, wenn es uns gelingt, den Krieg zu beenden", führte er aus.
Für das Treffen der nationalen Sicherheitsberater an diesem Samstag in Kiew hätten 15 Länder, Vertreter der EU und der Nato ihre Teilnahme zugesagt. Das amerikanische Team werde online zugeschaltet, sagte Selenskyj. Am 5. Januar solle es dann Gespräche auf Ebene der Generalstabschefs geben, gefolgt von einem Gipfel der "Koalition der Willigen" am Dienstag. Die Ukraine bereite sich auf ein produktives Treffen vor, sagte Selenskyj.
19.08 Uhr: Kallas - EU bleibt "wachsam" angesichts des Sabotage-Risikos
Nach der Beschlagnahme eines Frachters, den die finnischen Behörden verdächtigen, in Unterseekabel beschädigt zu haben, hat die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas betont, dass die Europäische Union "wegen des hohen Risikos von Sabotage" gegen wichtige Infrastruktur "wachsam" bleibe. Diese Infrastruktur solle besser geschützt werden, unter anderem durch Investitionen in neue Kabel, verstärkte Überwachung, einen Ausbau der Reparaturkapazitäten und das Vorgehen gegen die russische Schattenflotte, die "auch als Startrampe für hybride Angriffe dient", schrieb Kallas im Onlinedienst X.
18.47 Uhr: Russland wirft Kiew Torpedierung des Friedensprozesses vor
Nach einem der Ukraine zugeschriebenen Drohnenangriff auf den russisch besetzten Teil der Region Cherson, der über 24 Menschenleben gefordert haben soll, hat das russische Außenministerium die Regierung in Kiew beschuldigt, mit seinen Attacken "bewusst jeden Versuch zu torpedieren, nach einer friedlichen Lösung des Konflikts zu suchen". Das Ministerium rief ausländische Regierungen und internationale Institutionen auf, "dieses blutige Attentat" zu verurteilen und sich durch das "Ignorieren dieser Tragödie" nicht zu "Komplizen" zu machen. Die Ukraine hat sich zu dem Angriff bisher nicht geäußert.
16.18 Uhr: Ukraine greift Energieanlagen in Russland an
Die Ukraine hat Öl- und Industrieanlagen in mindestens zwei russischen Regionen angegriffen. In einer Raffinerie in Krasnodar und einem Lager der Energiebranche in Tatarstan seien Brände ausgebrochen, erklärten russische Behörden. Das ukrainische Militär bestätigte die Angriffe. Nach russischen Angaben wurde auch eine Industrieanlage in der Region Kaluga südwestlich von Moskau angegriffen.
16.01 Uhr: Ukrainischer Geheimdienst täuschte Tod von Milizenführer vor
Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR hat Ende Dezember den Tod des russischen Milizenführers Denis Kapustin fingiert, der in der Ukraine gegen Moskaus Truppen kämpft. Kapustins Truppe hatte am 27. Dezember mitgeteilt, ihr Kommandeur sei im Gebiet Saporischschja durch einen russischen Drohnenangriff getötet worden. Es wurde Rache für den Tod des Rechtsextremisten mit dem Kampfnamen White Rex angedroht.
Geheimdienstchef Kyrylo Budanow zeigte jetzt in einem Video den totgeglaubten Kapustin, Chef des russischen Freiwilligenkorps RDK. Nachdem man dessen angeblichen Tod inszeniert habe, sei es dem HUR in einer komplizierten Aktion gelungen, im russischen Geheimdienst den Drahtzieher eines geplanten Attentats auf Kapustin zu ermitteln, hieß es in einer Mitteilung. Das von Moskau ausgesetzte Kopfgeld von 500.000 US-Dollar sei sichergestellt worden und komme nun der Verteidigung der Ukraine zugute. Unabhängige Quellen zu dieser Darstellung aus Kiew gab es nicht.
15.40 Uhr: Ausgedehnte Stromausfälle in Ukraine nach russischen Angriffen
Russland hat mit seinen jüngsten Luftangriffen nach ukrainischen Angaben erneut vor allem auf die Energieversorgung abgezielt, die Stromversorgung zahlreicher Haushalte sei daher unterbrochen. In der Neujahrsnacht seien mehr als 200 Drohnen gezählt worden, erklärte Präsident Wolodymyr Selenskyj, die Angriffe hätten sich gegen die Energieinfrastruktur in sieben Regionen gerichtet. Dem Energieministerium zufolge fiel in Teilen der Regionen Wolhynien (Wolyn) im Westen, Odessa im Süden und Tschernihiw im Norden der Strom aus. Allein in der an Polen und Belarus grenzenden Region Wolhynien sind nach örtlichen Angaben mehr als 103.000 Haushalte betroffen.
15.01 Uhr: Moskau bekräftigt Vorwurf eines Drohnenangriffs auf Putins Residenz
Das russische Verteidigungsministerium hält an seinem Vorwurf fest, das ukrainische Militär habe eine Residenz von Präsident Wladimir Putin mit Drohnen angegriffen. Das Ministerium teilte mit, seine Spezialisten hätten sich Zugriff auf das Navigationssystem einer der Drohnen verschafft. Diese hätten bestätigt, dass die Residenz das Ziel der Drohne gewesen sei. Die Angaben konnten nicht von unabhängiger Seite bestätigt werden, weil das Ministerium keine Beweise vorlegte. Russische Vertreter gaben jedoch an, die Daten würden über etablierte Kanäle an US-Behörden weitergeleitet.
Russland hatte der Ukraine vorgeworfen, eine Residenz Putins in der Nacht zum Montag mit 91 Langstreckendrohnen angegriffen zu haben. Diese seien alle abgefangen worden. Die ukrainische Regierung bestreitet einen solchen Angriff und bezeichnet die Anschuldigung als Lüge. Am Mittwoch veröffentlichte das russische Verteidigungsministerium Bilder einer abgeschossenen Drohne, die an dem Angriff beteiligt gewesen sein soll. Ort oder Datum der Aufnahmen wurden nicht explizit benannt.
14.44 Uhr: Ukraine setzt zwei neue Patriot-Flugabwehrsysteme ein
Die Ukraine hat nach Militärangaben mit deutscher Hilfe zwei weitere leistungsstarke Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot erhalten. Die Waffen seien bereits zum Schutz ukrainischer Städte und wichtiger Infrastruktur in Einsatz, teilte das Verteidigungsministerium in Kiew mit. Nach Angaben von Verteidigungsminister Denys Schmyhal wurde dies "dank der jüngsten Vereinbarungen mit der deutschen Regierung" möglich.
Das Bundesverteidigungsministerium hatte im vergangenen August die schrittweise Lieferung von Komponenten für zwei Patriot-Systeme angekündigt. Die neue Mitteilung aus Kiew lässt darauf schließen, dass die Lieferung abgeschlossen ist. Deutschland werde im Gegenzug von den USA bevorzugt und schnell mit Patriots der neuesten Generation beliefert, hieß es damals.
14.20 Uhr: Papst Leo fordert "entwaffneten und entwaffnenden Frieden"
Papst Leo XIV. hat bei seinem ersten Mittagsgebet des neuen Jahres vor mehr als zehntausend auf dem Petersplatz versammelten Menschen dazu aufgerufen, "ein Jahr des Friedens" zu schaffen. Dazu sollten sie ihr Denken und Fühlen "abrüsten" und auf jegliche Gewalt verzichten.
Zugleich wiederholte der Papst, der den Vatikan mehrmals als Ort für Friedensgespräche im Ukraine-Konflikt ins Gespräch brachte, den Wunsch nach einem "entwaffneten und entwaffnenden Frieden" und rief zum Gebet um Frieden auf. Gott lade die Gläubigen ein, ihre Zeit zu verändern und "endlich eine Epoche des Friedens und der Freundschaft unter den Völkern zu beginnen".
Papst Leo am Fenster des Apostolischen Palastes
12.23 Uhr: Analyse - Nächtliche russische Angriffe auf Ukraine im Dezember leicht rückläufig
Die Zahl der nächtlichen russischen Luftangriffe auf die Ukraine ist jüngsten Daten der ukrainischen Armee zufolge im Dezember leicht zurückgegangen. Russland feuerte im Dezember mindestens 5.134 Drohnen auf die Ukraine ab und damit sechs Prozent weniger als im Vormonat, wie eine Analyse der Nachrichtenagentur AFP zeigte, die sich auf Daten der ukrainischen Luftwaffe stützt. Die Zahl der in der Nacht abgefeuerten Raketen ging demnach im vergangenen Monat um 18 Prozent zurück.
Dieselben Daten zeigten, dass die Ukraine im Dezember weniger Raketen und Drohnen zerstört hat als im Vormonat. Demnach wurden 80 Prozent der Luftangriffe abgewehrt gegenüber 82 Prozent im November. Im gesamten Jahr 2025 feuerte Russland laut der Auswertung insgesamt 56.550 Geschosse auf das Nachbarland ab: 54.592 Drohnen mit großer Reichweite und 1.958 Raketen.
09.53 Uhr: Ukrainische Drohnen attackieren russische Ölanlagen
Die Ukraine hat in ihrem Abwehrkampf auch in der Neujahrsnacht russische Ölanlagen mit Drohnen angegriffen. Im Gebiet Kaluga südwestlich von Moskau wurde nach Informationen russischer Telegramkanäle ein Tanklager getroffen. Eine offizielle Bestätigung gab es nicht. Auch die Raffinerie von Ilski in Südrussland wurde Berichten zufolge zum wiederholten Mal attackiert.
08.38 Uhr: Russland meldet mindestens 24 Tote nach ukrainischem Angriff
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf ein Hotel und ein Café in der Region Cherson sind nach Angaben des von Russland eingesetzten Gouverneurs Wladimir Saldo mehr als 24 Menschen getötet worden. Mehr als 50 weitere Menschen seien verletzt worden, teilte Saldo auf Telegram mit. Der Angriff habe sich in dem Küstenort Chorly ereignet. Zum Zeitpunkt des Angriffs hätten in dem Hotel und dem Café Neujahrsfeierlichkeiten stattgefunden.
06.29 Uhr: Deutsche Firmen wollen trotz Sanktionen in Russland bleiben
Hunderte deutsche Firmen wollen laut einer Umfrage ungeachtet der immer schärferen Sanktionen des Westens im Zuge des Moskauer Angriffskrieges weiter in Russland Geschäfte machen. "Nur vier Prozent der deutschen Firmen planen einen Marktaustritt", sagte der Vorstandschef der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer, Matthias Schepp, mit Blick auf eine neue Umfrage zum Geschäftsklima in Russland. Viele befürchteten, bei einem Weggang viel Geld zu verlieren.
01.06 Uhr: Gegenseitige Angriffe auch in Neujahrsnacht
Sowohl Russland als auch die Ukraine überzogen das jeweilige Nachbarland in der Neujahrsnacht mit Drohnenangriffen. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin berichtete, eine Kampfdrohne sei kurz vor Mitternacht im Anflug auf die Hauptstadt abgeschossen worden. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, bis zum Abend seien Dutzende ukrainische Drohnen abgeschossen worden. In Kiew wurde kurz vor dem Jahreswechsel Luftalarm wegen anfliegender Drohnenschwärme ausgelöst. Im südlichen Odessa wurden Medienberichten zufolge erneut Energieanlagen getroffen.
00.23 Uhr: Trump teilt russlandkritischen Artikel
Inmitten der Verhandlungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs hat US-Präsident Donald Trump überraschend einen sehr russlandkritischen Artikel auf seiner Plattform Truth Social geteilt. Das Boulevardblatt "New York Post" stellt in dem Stück Kremlchef Wladimir Putin als eigentliche Hürde auf dem Weg zum Frieden dar und geht hart mit ihm ins Gericht.
00.05 Uhr: Milliarden für Kriegskasse - Russland erhöht Mehrwertsteuer
Für die Russen wird das Leben wegen der Finanzierung des Angriffskrieges gegen die Ukraine teurer. Für den Staatshaushalt und damit auch die Kriegskasse greift von heute an die im vergangenen Jahr beschlossene Erhöhung der Mehrwertsteuer von 20 auf 22 Prozent. Allein in diesem Jahr sollen damit zusätzlich umgerechnet rund 13 Milliarden Euro (1,187 Trillion Rubel) in die Staatskasse fließen. Die Steuererhöhung war im Herbst beschlossen worden und stieß bei Unternehmern und Verbrauchern, die ohnehin über eine hohe Inflation und insgesamt höhere Preise wegen der Sanktionen klagen, auf Unmut.
Donnerstag, 1. Januar 2026
21.34 Uhr: Macron stellt neue Zusagen für ukrainische Sicherheitsgarantien in Aussicht
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigt Zusagen europäischer Staaten zum Schutz der Ukraine für den kommenden Dienstag an. "Am 6. Januar werden in Paris viele europäische Staaten und Verbündete konkrete Zusagen machen, um die Ukraine zu schützen und einen gerechten und dauerhaften Frieden auf unserem europäischen Kontinent zu gewährleisten", sagte Macron in seiner Neujahrsansprache. Die Zusagen sollen nach einem möglichen Friedensabkommen mit Russland gelten. Macron hat für den 6. Januar zu einem Treffen der von Großbritannien und Frankreich angeführten "Koalition der Willigen" eingeladen. Zu den mehr als 30 Mitgliedern zählt auch Deutschland.
19.33 Uhr: USA und Europäer beraten erneut über Wege zu Frieden in der Ukraine
Die USA haben nach eigenen Angaben mit der Ukraine und europäischen Verbündeten erneut über eine Beendigung von Russlands Krieg gegen die Ukraine beraten. Der US-Sondergesandte Steve Witkoff spricht von einem "fruchtbaren Gespräch" mit nationalen Sicherheitsberatern aus Großbritannien, Frankreich und Deutschland sowie dem ukrainischen Sicherheitsrats-Sekretär Rustem Umjerow. An dem Gespräch hätten auch US-Außenminister Marco Rubio und Jared Kushner, der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, teilgenommen.
17.22 Uhr: Selenskyj - "Wir glauben an den Frieden"
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat in seiner Neujahrsbotschaft den Glauben an den Frieden hervorgehoben. Das auslaufende Jahr sei geprägt gewesen "von der Treue und Standhaftigkeit, den Prinzipien und der täglichen Arbeit der Ukrainer", teilte er auf Facebook und X mit: "Dieses Jahr wurde möglich dank unserer Verteidiger - denen, die es nicht nur für die Ukraine, sondern für alle verteidigt haben, die Freiheit und Würde schätzen."
Man gehe nun gemeinsam weiter "mit dem, was uns zusammenhält: Erfahrung und Erinnerung, unsere Muttersprache, Hoffnung und Glaube", teilte Selenskyj mit. Zudem nehme man die Fähigkeit zur Zusammenarbeit und Menschlichkeit in das neue Jahr mit. "Wir glauben an den Frieden, kämpfen dafür und arbeiten dafür", schloss er seine Botschaft mit den besten Wünschen für das neue Jahr.
17.14 Uhr: Litauen beschafft Flugabwehrwaffen für 320 Millionen Euro
Litauen wird zur Stärkung seiner Verteidigungsfähigkeit tragbare Flugabwehrraketensysteme vom Typ RBS 70 NG im Wert von mehr als 320 Millionen Euro kaufen. Darüber sei ein Vertrag mit dem schwedischen Hersteller Saab unterzeichnet worden, teilten das Verteidigungsministerium in Vilnius und das Unternehmen mit. "Die Stärkung der Luftverteidigung ist eine unserer obersten Prioritäten", sagte Verteidigungsminister Robertas Kaunas.
Litauen besitzt bereits RBS 70. Das Kurzstrecken-Flugabwehrsystem ermögliche die effektive Bekämpfung von Luftzielen bei Tag und Nacht, hieß es in der Ministeriumsmitteilung. Litauen hatte vor Weihnachten bereits die Beschaffung von Panzerabwehrmunition und Einweggranatwerfern bekanntgegeben, die es ebenfalls von Saab beziehen will.
16.48 Uhr: Ukraine weist russische Angaben zu Angriff auf Putin-Residenz zurück
Nachdem das russische Verteidigungsministerium Karten mit den Routen von Drohnen präsentierte, die angeblich eine Residenz von Präsident Putin attackierten, sowie ein Video zeigte, das die Reste einer beteiligten Drohne zeigen soll, hat der ukrainische Auslandsgeheimdienst die Behauptungen des Kreml erneut zurückgewiesen.
Der Geheimdienst sprach nach Angaben ukrainischer Medien von gefälschten Karten und weiteren Fakes der russischen Seite. Es handele sich um den Beginn einer Desinformationskampagne, um die Bemühungen der Ukraine und der USA für einen Friedensplan zu torpedieren.
16.02 Uhr: Ukraine meldet Angriff auf Ölterminal nördlich von Moskau
Ukrainische Drohnen haben nach Angaben aus Kiew ein Treibstofflager in der Region Jaroslawl nordöstlich von Moskau in Brand gesetzt. Das teilte der ukrainische Geheimdienst SBU der Agentur Ukrinform mit. Das Terminal "Temp" in der Stadt Rybinsk gehöre zu den strategischen Reserven Russlands. "Der SBU unterbricht mit chirurgischer Präzision weiterhin die Lieferketten russischer Erdölprodukte sowohl ins Ausland als auch an die Truppen, die die Ukraine angreifen", wurde ein Geheimdienstmitarbeiter zitiert. Die Agentur veröffentlichte dazu ein Video, auf dem ein Großbrand hinter verschneiten Häusern zu sehen ist. Von russischer Seite gab es zu dem Bericht keine Angaben.
Ukrainische Drohnen griffen in der Nacht zum Mittwoch auch andere Ziele innerhalb Russlands an. In der südrussischen Region Krasnodar sei in der Ölraffinerie im Hafen Tuapse am Schwarzen Meer ein Brand ausgebrochen, teilte der operative Stab des Gebiets mit. Das Feuer sei gelöscht worden. Bei dem Drohnenangriff seien zwei Menschen verletzt worden. Schäden gebe es auch an einer der Anlegestellen des Hafens und an fünf Häusern sowie an einer Gasleitung, hieß es in der Mitteilung.
15.08 Uhr: Putin gibt sich in Neujahrsbotschaft siegessicher
Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich in seiner Neujahrsbotschaft nach fast vier Jahren Krieg gegen die Ukraine siegessicher gezeigt. "Ich gratuliere unseren Kämpfern und Kommandeuren zum beginnenden Neuen Jahr! Wir glauben an sie und an unseren Sieg", sagte Putin laut dem veröffentlichten Text der aufgezeichneten Videoansprache, die zuerst auf der fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka im Fernsehen zu sehen war. Russland werde seine gesetzten Ziele erreichen, sagte Putin, die Soldaten des Landes bezeichnete er erneut als "Helden". Von den Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges war in der Botschaft keine Rede.
14.31 Uhr: Finnland beschlagnahmt Schiff nach Beschädigung von Unterseekabel
Nach der Beschädigung eines Telekommunikationskabels am Grund der Ostsee hat die finnische Polizei nun ein Schiff beschlagnahmt. Es stehe im Verdacht, für die Beschädigung des Kabels im Finnischen Meerbusen verantwortlich zu sein, erklärte die Polizei. Das Kabel zwischen Helsinki und der estnischen Hauptstadt Tallinn war demnach am frühen Morgen beschädigt worden. Bei dem Schiff handelt es sich um den Frachter "Fitburg", der unter der Flagge des Karibikstaats St. Vincent und die Grenadinen fährt. 14 Mitglieder der Besatzung russischer, georgischer, aserbaidschanischer und kasachischer Staatsangehörigkeit wurden festgenommen.
Ein Patrouillenboot der finnischen Küstenwache und ein Hubschrauber hatten die "Fitburg" mit herabgelassenem Anker angetroffen, erklärte die Polizei. Die Besatzung sei angewiesen worden, den Anker zu lichten und in finnische Gewässer einzufahren. Die finnische Polizei ermittelt nach eigenen Angaben in Kooperation mit internationalen Behörden wegen "schwerer Sachbeschädigung, versuchter schwerer Sachbeschädigung und schwerer Störung der Telekommunikation".
14.18 Uhr: Selenskyj meldet Zuwachs bei Waffenfonds für die Ukraine
Rumänien und Kroatien wollen sich nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj an der Finanzierung von Waffenkäufen für die Ukraine beteiligen. Die beiden Nato-Staaten hätten sich dem Purl-Fonds angeschlossen, mit dem die europäischen Verbündeten und Kanada Waffen, Munition und Ausrüstung aus den USA kaufen, um Kiew dabei zu helfen, die russischen Streitkräfte in Schach zu halten, erklärte Selenskyj im Internet.
Selenskyj sagte, seit Purl (Prioritized Ukraine Requirements List - deutsch: Priorisierte Bedarfsliste für die Ukraine) im August gegründet wurde, hätten sich 24 Staaten dem Fonds angeschlossen. Dort seien 4,3 Milliarden Dollar (etwa 3,7 Milliarden Euro) eingegangen, davon allein 1,5 Milliarden im Dezember.
13.08 Uhr: Finnland prüft Schiff wegen Schaden an Unterseekabel
Die finnischen Behörden inspizieren nach Angaben von Präsident Alexander Stubb ein Schiff, das im Verdacht steht, einen Schaden an einem Unterseekabel im Finnischen Meerbusen verursacht zu haben. Finnland sei auf Sicherheitsherausforderungen verschiedener Art vorbereitet und reagiere darauf, wenn es nötig sei, schrieb Stubb auf der Plattform X. Seit dem Beginn des russischen Kriegs gegen die Ukraine sind die Ostsee-Anrainer wegen einer Reihe von Störungen an Strom- und Telekommunikationskabeln sowie Gaspipelines in hoher Alarmbereitschaft.
12.58 Uhr: Merz - Russlands Angriff auf die Ukraine ist Teil eines Plans gegen Europa
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) betont in seiner Neujahrsansprache laut vorab verbreitetem Redetext, dass die Kämpfe in der Ukraine "kein weit entfernter Krieg" seien, "der uns nicht betrifft". Es werde immer deutlicher, dass Russlands Angriff "Teil eines Plans" sei, "der sich gegen ganz Europa richtet". Täglich werde auch Deutschland "von Sabotage, Spionage und Cyber-Angriffen überzogen".
Russland setze "den Krieg gegen die Ukraine aber mit unverminderter Härte fort, viele dort seien zu Neujahr wieder "ohne Strom, im Raketenhagel, in Angst um Freunde und Familien". Zugleich wandele sich die Partnerschaft zu den USA, die lange der verlässlichste Sicherheitsgarant gewesen seien: "Für uns Europäer heißt das: Wir müssen unsere Interessen noch viel stärker aus eigener Kraft verteidigen und behaupten."
Im Audio: Bundeskanzler Merz zum Krieg in der Ukraine
Bundeskanzler Friedrich Merz
12.15 Uhr: Ukraine meldet Stromausfall nach Angriff auf Odessa
Der jüngste russische Luftangriff auf die südliche Region Odessa hat nach Angaben des ukrainischen Energieministeriums die Stromversorgung für mehr als 170.000 Verbraucher lahmgelegt. Notfallreparaturen seien im Gange. Der ukrainische Energiekonzern DTEK teilte mit, dass zwei seiner Anlagen in der Region Ziel des Angriffs gewesen seien.
12.09 Uhr: Kallas wirft Russland gezieltes Ablenkungsmanöver vor
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat Behauptungen Russlands, wonach die Ukraine kürzlich wichtige Regierungseinrichtungen in Russland angegriffen haben soll, als gezieltes Ablenkungsmanöver bezeichnet. "Moskau zielt darauf ab, echte Fortschritte der Ukraine und ihrer westlichen Partner auf dem Weg zum Frieden zu vereiteln", schrieb Kallas auf der Social-Media-Plattform X. Niemand solle "unbegründete Behauptungen des Aggressors akzeptieren, der seit Beginn des Krieges wahllos die Infrastruktur und die Zivilbevölkerung der Ukraine ins Visier genommen hat".
11.46 Uhr: Moskau zeigt Video von angeblich gegen Putin-Residenz eingesetzter Drohne
Tage nach dem von Moskau gemeldeten angeblichen ukrainischen Drohnenangriff auf eine Residenz von Präsident Wladimir Putin hat das russische Verteidigungsministerium Aufnahmen veröffentlicht, die eine Attacke belegen sollen. Das Video zeigt in einem Waldgebiet im Schnee liegende Überreste einer Drohne, die bei dem Angriff eingesetzt und abgeschossen worden sein soll. Der angebliche Angriff sei "gezielt, sorgfältig geplant und in Etappen ausgeführt worden", erklärte das Ministerium.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte Kiew beschuldigt, die Residenz im Nordwesten Russlands in der Nacht zum Montag angegriffen zu haben. Die Ukraine wies dies als "Lüge" zurück.
Standbild aus dem Video des russischen Verteidigungsministeriums, das Reste einer abgeschossenen Drohne nahe Putins Residenz zeigen soll
09.59 Uhr: Angriff auf Odessa - Kinder und Baby verletzt
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die ukrainische Hafenstadt Odessa sind nach Behördenangaben mindestens sechs Menschen verletzt worden, darunter ein Baby und zwei Kinder. Wohngebäude sowie "logistische und Energie-Infrastruktur" seien beschossen worden, erklärte die Militärverwaltung der Region im Onlinedienst Telegram. Unter den Opfern waren laut Militärverwaltungschef Serhij Lysak ein sieben Monate alter Säugling und zwei Kinder im Alter von acht und 14 Jahren. In Teilen der Stadt fiel die Versorgung mit Fernwärme und Trinkwasser aus.
07.07 Uhr: Offenbar Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die südrussische Region Krasnodar sind nach russischen Angaben zwei Menschen verletzt worden. In der Ölraffinerie in der Hafenstadt Tuapse sei ein Feuer ausgebrochen, das jedoch rasch habe gelöscht werden können, teilte der operative Stab der Region Krasnodar mit. Anlagen der Raffinerie, ein Hafenanleger und fünf Wohnhäuser seien beschädigt worden. Die Informationen konnten nicht unabhängig überprüft werden. Tuapse ist einer der wichtigsten russischen Umschlagplätze für Ölprodukte.
05.26 Uhr: Waffenstillstand - Europa erwägt Bodentruppen
Mehrere europäische Staaten sind laut einem Medienbericht bereit, sich an der Überwachung eines möglichen Waffenstillstands zwischen Russland und der Ukraine zu beteiligen. "Die Pläne dafür, wie die Sicherheitsgarantien für die Ukraine aussehen könnten, sind bereits fertig ausgearbeitet. Sie wurden im Wesentlichen von Militärexperten der britischen und französischen Streitkräfte in Zusammenarbeit mit Brüssel erstellt", berichtet die Zeitung "Die Welt" unter Berufung auf EU-Diplomaten. Als Größenordnung für den Einsatz europäischer Bodentruppen werde von Diplomaten für die ersten sechs Monate - je nach Einmeldungen der beteiligten Staaten - eine Zahl von "10.000 bis 15.000" genannt.
Mittwoch, 31. Dezember 2025
20.24 Uhr: Großer Stromausfall im Gebiet Moskau nach Drohnenangriff
Im Umland der russischen Hauptstadt Moskau ist nach einem Feuer in einem Umspannwerk die Stromversorgung für mehr als 100.000 Menschen ausgefallen. Einer Mitteilung der Stadtverwaltung von Ramenskoje zufolge ist die Ursache ein Kabelbrand. Allerdings wurde gleichzeitig in der Region ein größerer ukrainischer Drohnenangriff gemeldet. Betroffen von dem Stromausfall sind auch Bewohner der Städte Schukowski und Lytkarino. Die Stadtverwaltung versprach die schnelle Behebung der Schäden. Das russische Militär meldete am Abend den Abschuss von mehr als 100 ukrainischen Drohnen innerhalb von vier Stunden. Der Großteil davon sei in der westrussischen Region Brjansk an der Grenze zur Ukraine abgefangen worden, aber acht Drohnen auch über dem Moskauer Umland. Drei davon seien Richtung Hauptstadt unterwegs gewesen, teilte das Militär mit. Später berichtete Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin von weiteren abgefangenen unbemannten Flugapparaten. Wegen der Drohnenangriffe mussten auch die Moskauer Flughäfen zeitweise den Betrieb einstellen.
17.32 Uhr: Selenskyj kündigt Treffen der Verbündeten Kiews am Dienstag in Frankreich an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und die Spitzen der mit Kiew verbündeten westlichen Staaten werden nach Angaben Selenskyjs in der kommenden Woche in Frankreich zusammenkommen. Das Treffen sei am kommenden Dienstag, dem 6. Januar, geplant, erklärte der ukrainische Präsident im Onlinedienst X. Zuvor sollen am Samstag in der Ukraine die Sicherheitsberater der Verbündeten zusammenkommen, wie Selenskyj heute bekannt gab. "Diese Treffen sind notwendig", erklärte er.
15.21 Uhr: Regierungschefs und Rutte reden über Ukraine-Friedensbemühungen
Regierungschefs aus Europa und Kanada haben mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte und anderen Vertretern von Institutionen über die von den USA angeführten Friedensbemühungen im Ukraine-Krieg gesprochen. Das teilte der polnische Ministerpräsident Donald Tusk am Dienstag mit. "Frieden ist am Horizont", sagte er bei einem Treffen des polnischen Kabinetts. "Doch ist er noch weit weg von 100-prozentiger Sicherheit." Unterdessen stritten Russland und die von Russland angegriffene Ukraine über Vorwürfe des Kremls, wonach Kiew einen Drohnenangriff auf eine Residenz von Präsident Wladimir Putin gestartet habe.
13.56 Uhr: Merz fordert Ehrlichkeit von Russland
Europäer und Kanadier haben sich erneut über das weitere Vorgehen bei den Bemühungen um einen Frieden in der Ukraine abgestimmt. Das schrieben Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) auf der Plattform X. ! Wir treiben den Friedensprozess voran. Transparenz und Ehrlichkeit ist nun von allen gefordert, einschließlich Russland", schrieb Merz auf Englisch.
Im Audio: Merz fordert Ehrlichkeit von Russland
Französische Soldaten (Archiv)
12.31 Uhr: Ukraine ordnet Evakuierung von 14 Dörfern im Norden des Landes an
Die Ukraine hat die Evakuierung von über einem Dutzend Dörfern im Norden des Landes angeordnet. "Der Verteidigungsrat hat beschlossen, 14 Grenzdörfer zu evakuieren, in denen noch 300 Menschen leben", teilte der Verwaltungschef der Region Tschernihiw, Wjatscheslaw Tschaus, am Dienstag mit. Er fügte hinzu, dass das "Grenzgebiet jeden Tag bombardiert" werde. Die Region an der Grenze zu Belarus wird täglich von der russischen Armee angegriffen. Die kurz nach dem russischen Einmarsch kurzzeitig besetzte Region Tschernihiw war in den vergangenen Monaten wieder verstärkt Ziel russischer Angriffe. Dabei wurden auch Energieanlagen getroffen. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 hat Moskau jeden Winter die ukrainische Energieinfrastruktur angegriffen.
11.39 Uhr: Russland stellt neue atomwaffenfähige Mittelstreckenrakete in Dienst
Russland hat nach eigenen Angaben die neue atomwaffenfähige Mittelstreckenrakete Oreschnik offiziell in Dienst gestellt. Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte am Dienstag mit, russische Soldaten hätten im benachbarten Belarus, wo die Raketen stationiert sind, den Anlass mit einer kurzen Zeremonie gewürdigt. Zur Zahl der neuen Raketen machte das Ministerium keine Angaben. Moskau setzte die Oreschnik erstmals im November 2024 gegen die Ukraine ein, als es die Waffe auf ein Werk in Dnipro abfeuerte, das zu Sowjetzeiten Raketen produzierte. Putin lobte die Fähigkeiten der Oreschnik und erklärte, ihre Mehrfachsprengköpfe, die mit Hyperschallgeschwindigkeit auf ihr Ziel zurasen, seien nicht abzufangen. Er warnte den Westen, Moskau könne die Waffe auch gegen mit der Ukraine verbündete Nato-Staaten einsetzen, die Kiew den Einsatz ihrer Raketen für Angriffe auf russisches Gebiet erlaubt haben. Der Chef der russischen Raketenstreitkräfte erklärte außerdem, dass die Oreschnik, die konventionelle oder nukleare Sprengköpfe tragen kann, Ziele in ganz Europa erreichen könne.
09:40 Uhr Medwedew droht Selenskyj mit Tod
Russlands Ex-Staatschef Dmitri Medwedew hat dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in einem mit Beleidigungen gespickten Text auf Telegram mit dem Tod gedroht. Selenskyj habe in seiner Weihnachtsansprache "einem Menschen" - mutmaßlich Kremlchef Wladimir Putin - den Tod gewünscht, schrieb Medwedew. "Allen ist klar, dass er den Tod nicht nur 'eines Menschen' wünscht, sondern unser aller und unseres Landes. Und er wünscht es nicht nur, er hat auch massive Angriffe befohlen", behauptete der jetzige Vizechef des russischen Sicherheitsrates. "Ich werde hier nicht über seinen gewaltsamen Tod schreiben [...]." Medwedew fügte hinzu, nach Selenskyjs baldigem Tod sollte dessen konservierter Leichnam "zu wissenschaftlichen Zwecken" in der Kunstkammer in St. Petersburg gezeigt werden. In diesem Raritätenkabinett hatte Zar Peter I. im 18. Jahrhundert naturwissenschaftliche Objekte sammeln lassen, darunter viele Missbildungen.
Dienstag, 30. Dezember 2025
23.06 Uhr: Russland - Westen muss sich mit Realitäten in der Ukraine abfinden
Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat gesagt, wie er sich ein Ende des Ukraine-Kriegs vorstellt. Der Westen müsse verstehen, dass Russland die strategische Initiative in der Ukraine innehabe. Lawrow sagte der Agentur RIA, der Westen müsse sich fast vier Jahre nach dem Beginn der "militärischen Sonderoperation" in der Ukraine mit den territorialen Realitäten vor Ort abfinden. Eine Einigung zur Beendigung der Kämpfe setze zudem ein Ende der Nato-Präsenz in der Ukraine voraus. Das Land müsse einen neutralen, bündnisfreien Status annehmen. Lawrow sagte darüber hinaus, die USA unterstützten nun die allen klar gewordene Auffassung, dass mit dem Auslaufen des Mandats des ukrainischen Präsidenten Neuwahlen erforderlich seien.
20.30 Uhr: Trump kritisiert angeblichen ukrainischen Angriff auf Putin-Residenz
US-Präsident Donald Trump hat den angeblichen Angriff der Ukraine auf die Residenz des russischen Staatschefs Wladimir Putin kritisiert. Angesichts der derzeit laufenden Gespräche über eine Beendigung des Kriegs in der Ukraine sei es "nicht der richtige Zeitpunkt" für einen solchen Angriff, sagte Trump am Montag zu Journalisten auf seinem Privatanwesen Mar-a-Lago in Florida.
"Es ist eine Sache, offensiv zu sein, weil sie offensiv sind. Es ist eine andere Sache, sein Haus anzugreifen. Es ist nicht der richtige Zeitpunkt, um so etwas zu tun", sagte Trump. Putin selbst habe ihn in einem Telefonat darüber informiert, "dass er angegriffen wurde. Das ist nicht gut", betonte der US-Präsident und fügte hinzu, er sei "sehr wütend darüber".
Russland wirft der Ukraine vor, Putins Residenz in der Region Nowgorod zwischen Moskau und St. Petersburg in der Nacht zum Montag mit 91 Drohnen angegriffen zu haben. Russland habe nach dem "terroristischen Angriff" Ziele in der Ukraine für "Vergeltungsangriffe" ausgewählt.
Kiew wies die Anschuldigungen umgehend zurück. "Eine weitere Lüge der Russischen Föderation", sagte Selenskyj. Moskau wolle damit nur einen Vorwand schaffen für weitere Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew, die sich insbesondere gegen Regierungsgebäude richten könnten.
20.22 Uhr: Putin will Gebietshauptstadt Saporischschja einnehmen lassen
Die russische Armee rückt in der Ukraine nach Angaben der Militärführung in Moskau in den Gebieten Saporischschja und Donezk "sehr dynamisch" vor. Die russischen Truppen stünden bereits 15 Kilometer im Süden vor der Grenze der Gebietshauptstadt Saporischschja, teilten Militärs bei einer Sitzung mit Kremlchef Wladimir Putin mit. Putin sagte, dass die ukrainischen Streitkräfte sich zwar sehr lange auf eine Verteidigung vorbereitet hätten, aber die russische Armee erledige die Aufgabe der Einnahme Saporischschjas. Die Einheiten "Dnepr" und "Wostok" sollten die Stadt gemeinsam einnehmen, sagte er. Verteidigungsminister Andrej Beloussow sagte, alles laufe "sehr dynamisch" und nach Plan. "Tatsächlich haben wir im Dezember das maximale Tempo des Jahres erreicht", sagte er. Es werde derzeit mehr erreicht als vorgesehen.
18.43 Uhr: Putin-Berater Uschakow: Trump "schockiert" von Putins Schilderungen
Kremlchef habe Trump telefonisch darüber informiert, dass die Ukraine einen Drohnenangriff gegen seine Präsidentenresidenz im Gebiet Nowgorod unternommen habe, erklärte Putins außenpolitischer Berater, Juri Uschakow. Der Kreml hoffe auf Verständnis der USA, dass Russland nun seine Position bei den Verhandlungen überdenke.
Trump sei "schockiert" gewesen von den Schilderungen Putins, behauptete Uschakow: "Angesichts des von Kiew ausgeübten Staatsterrorismus kann die russische Seite nicht anders handeln", so Uschakow, "dies wurde sehr deutlich zum Ausdruck gebracht.» Zugleich habe Putin betont, dass die russische Seite auf dem Weg der Friedensfindung weiterhin eng und fruchtbar mit den amerikanischen Partnern zusammenarbeiten wolle.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wies die Anschuldigungen Russlands gleich in mehreren Posts in den sozialen Netzwerken als Lüge zurück. Er bezeichnete den von Putin behaupteten Drohnenangriff als Vorwand Moskaus, den Krieg fortsetzen zu wollen. Er habe auch mit Kanzler Friedrich Merz (CDU) über die Verhandlungen in den USA gesprochen - und auch über die russischen Falschnachrichten von einem Drohnenangriff auf "irgendeine Residenz" Putins. Die Ukraine tue "alles, um Frieden zu schaffen" teilte Selenskyj nach seinem Telefonat mit Merz mit.
17.26 Uhr: Selenskyj bestreitet Angriff auf Putin-Residenz - Moskau droht mit Vergeltung
Die Ukraine hat die russischen Angaben zu einem angeblichen Drohnenangriff auf eine Residenz von Kreml-Chef Wladimir Putin dementiert. "Eine weitere Lüge der Russischen Föderation", sagte Ukraines Präsident Selenskyj zu Journalisten. Moskau wolle damit nur einen Vorwand schaffen für weitere Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew, die sich gegen Regierungsgebäude richten könnten.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte die Ukraine zuvor öffentlich beschuldigt, Putins "offizielle Residenz" in der Region Nowgorod zwischen Moskau und St. Petersburg in der Nacht zum Montag mit 91 Drohnen attackiert zu haben, die alle von der russischen Luftabwehr zerstört worden seien. Russland habe nach dem "terroristischen Angriff" Ziele in der Ukraine für "Vergeltungsangriffe" ausgewählt und werde seine Position in den Verhandlungen zur Beendigung des Ukraine-Krieges "überarbeiten", erklärte Lawrow im Onlinedienst Telegram.
"Wir weisen darauf hin, dass diese Aktion im Verlauf intensiver Verhandlungen zwischen Russland und den USA zur Beilegung des Ukraine-Konflikts durchgeführt wurde", behauptete Lawrow. Die Ukraine habe mit dem Angriff versucht, den Verhandlungsprozess zu torpedieren, hieß es im Außenministerium. Der angebliche Angriff auf die Putin-Residenz dürfte auch Thema eines in Kürze geplanten weiteren Telefonats von Kremlchef Putin mit US-Präsident Donald Trump sein.
Im Audio: Streit um angeblichen Angriff auf Putin-Residenz
Russland hat der Ukraine einen versuchten Angriff auf eine Residenz von Präsident Putin vorgeworfen. Kiew spricht von Fake News.
14.50 Uhr: Russischer Generalstabschef - Rücken auf ganzer Linie vor
Die russischen Streitkräfte in der Ukraine rücken nach Angaben von Generalstabschef Waleri Gerassimow entlang der gesamten Frontlinie vor. Währenddessen konzentriere sich die ukrainische Armee auf die Verteidigung und versuche, einen Gegenangriff zu starten, sagte er auf einem im Fernsehen übertragenen Treffen mit Präsident Wladimir Putin und hochrangigen Militärvertretern. Russland habe im abgelaufenen Jahr 6.460 Quadratkilometer Territorium in der Ukraine erobert, darunter 334 Dörfer.
12.10 Uhr: Bundesregierung - Sicherheitsgarantien für Ukraine wichtig
Vor einem möglichen Einsatz einer multinationalen Truppe im Rahmen einer Friedenslösung für die Ukraine müssen aus Sicht der Bundesregierung zentrale Kriterien erfüllt sein. Zunächst sei ein Friedensschluss nötig, sagte der Stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille. "Klar ist: Die Ukraine braucht substanzielle, rechtliche wie materielle, Sicherheitsgarantien der USA und der Europäer." Die Bundesregierung würdige zugleich die jüngsten Bemühungen von US-Präsident Donald Trump um einen Frieden in der Ukraine. Es liege nun an Russland, den Krieg zu beenden und zu einem gerechten Frieden zu kommen.
11.28 Uhr: Weiter keine Einigung zu Ostukraine
Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge sind die Fragen zur Kontrolle über den Donbass und das Atomkraftwerk Saporischschja nach dem Treffen mit US-Präsident Donald Trump weiter ungelöst. Die Gespräche über eine freie Wirtschaftszone im Donbass liefen weiter, sagte er am Montag vor Journalisten.
11.13 Uhr: Russland drängt Ukraine zum Rückzug aus Donbass
Russland fordert von der Ukraine den Abzug ihrer Truppen aus dem von ihr noch kontrollierten Teil des Donbass. Der russische Regierungssprecher Dmitri Peskow kündigte zudem ein baldiges Gespräch zwischen Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump an. Ein Telefonat zwischen Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sei derzeit jedoch nicht geplant.
Im Audio: Russlands Regierungssprecher kündigt weiteres Telefonat Trump-Putin an
Zwischen US-Präsident Trump und Kreml-Chef Putin soll es schon bald wieder ein Telefonat geben.
11.01 Uhr: US-Sicherheitsgarantien für 15 Jahre - Kiew fordert mehr
Die US-Regierung hat der Ukraine nach Angaben ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj "starke" Sicherheitsgarantien für einen Zeitraum von 15 Jahren mit Möglichkeit zur Verlängerung angeboten. "Ich wollte wirklich, dass diese Garantien länger sind", sagte Selenskyj bei einer digitalen Pressekonferenz.
Er habe US-Präsident Donald Trump bei ihrem Treffen am Sonntag in den USA gesagt, Kiew würde gerne "die Möglichkeit von 30, 40, 50 Jahren in Betracht ziehen". Der US-Präsident habe entgegnet, er würde über den Vorschlag nachdenken. Selenskyj betonte zudem, dass der Krieg ohne Sicherheitsgarantien nicht als "wirklich beendet" gelten könne.
10.48 Uhr: Selenskyj will Ukrainer nach Waffenruhe über Friedensplan entscheiden lassen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will über einen 20-Punkte-Friedensplan zur Beendigung des Krieges mit Russland in einem Referendum abstimmen lassen. Dieser Plan solle von der Ukraine, den USA, Russland und Europa unterzeichnet werden. Voraussetzung für ein Referendum sei dann eine Waffenruhe von mindestens 60 Tagen, sagte er vor Journalisten. Russland zeige, dass es keine Waffenruhe wolle.
10.36 Uhr: Moskau meldet Einnahme von weiterer Ortschaft in Region Donezk
Russische Truppen haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau die Ortschaft Dibrowa in der ostukrainischen Region Donezk eingenommen. Das berichtet die staatliche Nachrichtenagentur IFX. Eine Stellungnahme der Ukraine lag zunächst nicht vor.
10.22 Uhr: Selenskyj will russische Vertreter nach Einigung auf Friedensplan treffen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein Treffen mit Russland an Bedingungen geknüpft. Dies sei erst möglich, wenn US-Präsident Donald Trump und die europäischen Staats- und Regierungschefs einem von der Ukraine vorgeschlagenen Friedensplan zur Beendigung des russischen Krieges zugestimmt hätten, sagte er in einem WhatsApp-Chat mit Journalisten. Zudem hoffe er, dass die Partner der Ukraine vom Moment der Unterzeichnung eines Friedensabkommens an Sicherheitsgarantien geben würden.
08.50 Uhr: Russland begrüßt US-Diplomatie im Ukraine-Krieg - und schimpft auf Europa
In Moskau wird das Telefonat zwischen Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump sowie dessen anschließendes Treffen mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj positiv bewertet. "Es herrscht das Empfinden, dass sich eine Bewegung voran andeutet", schrieb der Vizechef des Föderationsrats (Oberhaus des russischen Parlaments) Konstantin Kossatschow, der als einer der profiliertesten Außenpolitiker des Landes gilt, auf Telegram. Er lobte die US-Position als ausgewogen und zielorientiert.
"Eins ist klar: Die Schlüssel zur Regulierung (des Konflikts) haben Russland und die USA, die Europäer werden nach wie vor Bosheiten machen und Selenskyj wird nervös am Spielfeldrand rauchen", schrieb er. Der echte Verhandlungsprozess sei durch das Telefonat zwischen Trump und Putin angestoßen worden, meinte Kossatschow.
08.46 Uhr: BKA-Präsident warnt vor russischer Einflussnahme
Der Präsident des Bundeskriminalamts, Holger Münch, hat angesichts einer wachsenden Einflussnahme Russlands eine bessere Datenlage über Drohnenüberflüge eingefordert. "Deutschland als starker Unterstützer der Ukraine gerät immer stärker in den Fokus russischer Sabotage und Spionage. Russland will unsere Demokratie schwächen", sagte Münch dem "Tagesspiegel". Es sei eine «deutliche Zunahme der Sabotage- und Spionageverdachtsfälle» zu beobachten.
"Die Zahl der Verfahren mit Bezug zu russischen Akteuren beim Generalbundesanwalt ist deutlich gestiegen", sagte Münch. Auch im Cyberbereich sei eine klare Zunahme "hacktivistischer Aktivitäten mit Nähe zum russischen Staat" festgestellt worden. Dazu kämen Desinformationskampagnen oder Drohnenaktivitäten. Aber: "Wir haben bislang keine Beweise dafür, dass der russische Staat systematisch Drohnen über Deutschland fliegen lässt", so Münch.
06.50 Uhr: Moskau dankt Trump für Friedensbemühungen
Der russische Sondergesandte Kirill Dmitrijew hat positiv auf die Ukraine-Verhandlungen in Florida reagiert. In einer ersten Mitteilung auf X schrieb er: "Die ganze Welt würdigt die Friedensbemühungen von Präsident Trump und seinem Team."
05.12 Uhr: Deutsche Rüstungsexporte in die Ukraine gehen stark zurück
Nach zwei Rekordjahren zeichnet sich bei den Exportgenehmigungen für deutsche Rüstungsgüter in diesem Jahr ein deutlicher Rückgang ab. Nach einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage des Linken-Abgeordneten Ulrich Thoden gab die Bundesregierung vom 1. Januar bis zum 8. Dezember 2025 grünes Licht für die Ausfuhr von Waffen und anderen Rüstungsgütern im Wert von 8,40 Milliarden Euro. In den beiden Vorjahren hatte der Umfang der genehmigten Lieferungen mit 13,33 Milliarden Euro (2024) und 12,15 Milliarden Euro (2023) Rekordwerte erreicht. In dem Schreiben des Staatssekretärs Thomas Steffen, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, werden vor allem deutlich weniger Rüstungsexporte in die Ukraine ausgewiesen. Der Wert wird darin mit 1,14 Milliarden Euro angegeben. Im gesamten Vorjahr waren es noch 8,15 Milliarden Euro.
03.03 Uhr: Macron zeigt sich zuversichtlich über Ukraine-Treffen in Florida
Frankreichs Präsident Macron hat die Ergebnisse des Ukraine-Gipfels in Florida auf X bestätigt: "Wir machen Fortschritte bei den Sicherheitsgarantien." Hintergrund ist die ukrainische Forderung, dass die USA als Schutzmacht die Ukraine nach einem Waffenstillstand vor künftigen russischen Angriffen abschirmen. Anfang Januar werde zudem die sogenannte Koalition der Willigen in Paris zusammenkommen, "um die konkreten Beiträge jedes einzelnen Landes endgültig festzulegen", schrieb Macron weiter. Zuvor habe er mit anderen europäischen Spitzenpolitikern an einem Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump teilgenommen und anschließend gesondert mit Selenskyj gesprochen.
02.35 Uhr: Trump lobt Rolle der europäischen Staaten
Bei ihrem Treffen in Florida sprachen der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump auch per Videoschalte mit mehreren europäischen Staats- und Regierungschefs, darunter Kanzler Friedrich Merz (CDU), der britische Premier Keir Starmer, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen. Trump lobte im Anschluss die Europäer mehrmals für die seiner Meinung nach konstruktive Rolle, die sie in diesem Prozess spielten. Der US-Präsident betonte, die Ukraine werde im Falle einer Einigung auf einen Friedensplan "starke" Sicherheitsgarantien erhalten, an denen sich auch die Europäer beteiligen sollen. Die europäischen Nationen sollten sich "sehr stark" für den "Schutz" der Ukraine engagieren.
Im Audio: Kaum Konkretes bei Treffen von Trump und Selenskyj
Die Verhandlungen über eine Beendigung des Ukraine-Kriegs befinden sich nach Angaben von US-Präsident Donald Trump in der entscheidenden Phase.
01.44 Uhr: Neues Gipfeltreffen mit Europäern in Washington?
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat ein baldiges Treffen mit US-Präsident Donald Trump und führenden europäischen Politikern angekündigt. Im Januar könnte es einen Gipfel in Washington mit Trump, den Ukrainern und Europäern geben, so Selenskyj. Trump werde sie in Washington empfangen. Weitere Einzelheiten nannte er zunächst nicht. Trump bestätigte dies und ergänzte, dass auch ein anderer Gipfelort als Washington möglich sei.
01.11 Uhr: Weitere Beratungen auf Arbeitsebene geplant
Die Ukraine und die USA wollen ihre Gespräche über ein Ende des russischen Angriffskrieges in der kommenden Woche auf Arbeitsebene fortsetzen. Darauf habe er sich mit US-Präsident Donald Trump geeinigt, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. "Wir haben vereinbart, dass sich unsere Teams in den kommenden Wochen treffen werden, um alle besprochenen Angelegenheiten abzuschließen." Man begrüße die Fortschritte der vergangenen Wochen sehr, so Selenskyj.
Gegründet werden soll nun eine Arbeitsgruppe für die Lösung weiterer Fragen, die Anfang Januar ihre Arbeit aufnehmen soll. Von US-Seite dabei sind unter anderem Trumps Unterhändler Steve Witkoff, der Präsidenten-Schwiegersohn Jared Kushner, Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Dan Caine.
Im Video: Treffen von Selenskyj und Trump in Florida
In Florida hat das Treffen zwischen US-Präsident Trump und dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj zu keinen konkreten Ergebnissen geführt.
00.56 Uhr: Trump nach eigenen Angaben bereit für Reise in die Ukraine
US-Präsident Donald Trump hat die Möglichkeit erwogen, nach Kiew zu reisen, um dort vor dem ukrainischen Parlament persönlich für den überarbeiteten US-Plan zur Beendigung des russischen Angriffskrieges zu werben. "Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich nötig ist, aber wenn es helfen würde, 25.000 Leben im Monat zu retten, oder wie viele es auch sein mögen, wäre ich sicher bereit das zu tun", fügte Trump hinzu.
00.47 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin drängt weiter auf verlässliche Sicherheitsgarantien für Kiew
Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen spricht nach einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump, europäischen Staats- und Regierungschefs sowie dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj von "guten Fortschritten" bei den Friedensverhandlungen. Europa sei bereit, weiter mit der Ukraine und den US-Partnern zusammenzuarbeiten, um diese Fortschritte zu festigen, sagt sie. Unerlässlich seien "unumstößliche Sicherheitsgarantien" vom ersten Tag an. Das Gespräch anlässlich des Treffens von Trump und Selenskyj in Florida habe eine Stunde gedauert.
Montag, 29. Dezember 2025
"Hier ist Bayern": Der BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht's zur Anmeldung!









