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Wintersport-Ticker: Skispringer Raimund feiert Premieren-Sieg

Wintersport-Ticker: Skispringer Raimund feiert Premieren-Sieg

Der Oberstdorfer Philipp Raimund feiert seinen ersten Weltcup-Sieg. Emma Aicher fährt in der Abfahrt auf Rang zwei und verpasst Platz eins nur um eine Hundertstel. Alle News vom Wintersport im Ticker.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Die wichtigsten Wintersport-News von Freitag, 6. März

17.15 Uhr: Oberstdorfer Rydzek bester Deutscher Kombinierer in Lahti

Kombinierer Johannes Rydzek hat nach einer starken Aufholjagd nur knapp das Podest im finnischen Lahti verpasst. Der Routinier holte in seiner Lieblingsloipe zunächst fast 52 Sekunden Rückstand auf die Spitze auf, eher er entkräftet wieder zurückfiel. Beim Erfolg des Dreifach-Olympiasiegers Jens Luraas Oftebro aus Norwegen wurde der Oberstdorfer schließlich Fünfter.

"Ich komme immer wieder gerne hierher, es ist immer so schön - und heute wieder", sagte Rydzek im ZDF. Der 34 Jahre alte Routinier hatte in Lahti 2011 seinen ersten Weltcupsieg geholt, bei der WM 2017 gewann er dort alle vier Goldmedaillen.

Der überragende Oftebro gewann vor seinem Bruder Einar Luraas und dem Lokalmatador Ilkka Herola (Finnland). Dem Österreicher Johannes Lamparter reichte Rang vier, um zum zweiten Mal den Gesamtweltcup zu gewinnen. Die übrigen Deutschen hatten sich auf der Schanze einen zu großen Rückstand eingehandelt, Peking-Olympiasieger Vinzenz Geiger wurde noch Achter.

16.00 Uhr: Skispringer Raimund feiert ersten Weltcup-Sieg

Skispringer Philipp Raimund hat 25 Tage nach seinem Triumph bei Olympia erstmals auch einen Weltcupsieg gefeiert. Der Oberstdorfer profitierte im finnischen Lahti von einer Disqualifikation von Domen Prevc. Der Weltmeister aus Slowenien hat trotz seiner "Nullrunde" aber den Triumph im Gesamtweltcup sicher und damit ein Stück Skisprung-Geschichte geschrieben.

Raimund flog auf 122,5 m, wurde in dem Mini-Wettkampf mit nur einem Durchgang aber zunächst noch von Prevc (129,0 m) übertroffen. Der Gewinner der Vierschanzentournee feierte seinen vermeintlichen siebten Weltcupsieg in Folge aber zu früh, da er zu wenig Gewicht für seine Skilänge auf die Waage brachte. Zweiter wurde somit Daniel Tschofenig (Österreich) vor Wladimir Sografski aus Bulgarien.

12.10 Uhr: Aicher greift nach Kristallkugel

Skirennfahrerin Emma Aicher ist im Weltcup erneut auf das Podest gefahren und hat einen weiteren großen Schritt hin zum Gewinn der Abfahrts-Gesamtwertung geschafft. Die derzeit beste deutsche Alpin-Athletin musste sich bei der Abfahrt von Val di Fassa als Zweite nur um eine Hundertstelsekunde der Italienerin Laura Pirovano geschlagen geben. Dritte wurde Olympiasiegerin und Weltmeisterin Breezy Johnson aus den USA (+0,29 Sekunden) knapp vor Aichers Teamkollegin Kira Weidle-Winkelmann (+0,32).

Auch wenn Aicher den Sieg denkbar knapp verpasste, machte sie in der Disziplinwertung 80 Punkte gut und liegt zwei Rennen vor dem Saisonende nur noch 14 Zähler hinter Lindsey Vonn. Die Amerikanerin kann nach ihrem Sturz bei Olympia und der schweren Unterschenkel- sowie Knieverletzung in diesem Winter nicht mehr antreten.

12.07 Uhr: Ulbricht feiert Sieg

Snowboardcrosser Leon Ulbricht feiert im türkischen Erzurum beim ersten Rennen nach den Winterspielen den Sieg. Der 21-Jährige nutzt die Abwesenheit einiger Top-Fahrer aus und fuhr wie schon im Vorjahr ganz nach oben aufs "Stockerl". Der US-Amerikaner Theodore Mclemore und Aidan Chollet aus Frankreich hatten im Finale klar das Nachsehen gegen ihn.

"Es ist so befriedigend", sagte Ulbricht, "ich kann es gar nicht beschreiben. Ein wunderbarer Tag für mich. Unsere Bretter waren Raketen heute. Ich bin happy." Für Ulbricht, der auf Platz zwei der Gesamtwertung vorrückte, war es die fünfte Podestfahrt seiner Karriere - die erste eines deutschen Snowboardcrossers in diesem Winter. Martin Nörl wurde im vierten Rennen der Saison am Berg Palandöken Sechster.

11.15 Uhr: Rekord für Nika Prevc, Schmid abgeschlagen

Sie ist unaufhaltsam: Skispringerin Nika Prevc hat mit ihrem 16. Saisonsieg einen weiteren Weltcuprekord aufgestellt. Die 20-Jährige gewann im finnischen Lahti vor Doppel-Olympiasiegerin Anna Odine Ström aus Norwegen und der Japanerin Nozomi Maruyama.

Einen schwarzen Tag erlebte Katharina Schmid, die als 31. erstmals seit zehn Jahren im Weltcup einen zweiten Durchgang verpasste. "Das tut schon weh - egal, ob es nun das letzte Mal Lahti war oder nicht. Nicht in den zweiten Durchgang zu kommen - das ist nicht gut", sagte die Oberstdorferin, die am Saisonende ihre Karriere beendet, im ZDF.

Teamkollegin Selina Freitag fehlten umgerechnet gut drei Meter zum Podest. "Ich bin zufrieden und fahre mich einem Lächeln nach Hause", sagte die Vizeweltmeisterin. Zweitbeste Deutsche am Ort der übernächsten Weltmeisterschaften im Jahr 2029 war Agnes Reisch als Zehnte. In die Punkte schafften es anders als Schmid, die nur auf 108,0 m kam, zudem Anna Hollandt (26.) und Juliane Seyfarth (27.).

07.40 Uhr: Olympia-Eiskanal weist große Schäden auf

Diese Halbwertszeit war kürzer als erwartet: Der Eiskanal, der extra für die Olympischen Winterspiele in Cortina gebaut wurde, weist nur wenige Wochen nach den Spielen große Schäden auf. Die Schäden sind so groß, das sie nicht mehr einsatzfähig ist.

Wie die Tageszeitung "Corriere delle Alpi" berichtet, wurden Schäden in Höhe von über einer Millionen Euro festgestellt. Auch die italienische Bob-, Skeleton- und Schlittenmeisterschaften vom 10. bis 12. März kann nicht wie geplant stattfinden.

6.00 Uhr: Herrmann-Wick fordert Aufarbeitung

Nach den mit nur einer Medaille enttäuschenden Olympischen Winterspielen hat Denise Herrmann-Wick eine umfassende Aufarbeitung im deutschen Biathlon gefordert. "Grundsätzlich bietet sich nach so einem Zyklus immer an, jeden Stein umzudrehen und wirklich auch in alle Richtungen", sagte die Biathlon-Olympiasiegerin.

Neben dem eigenen Hinterfragen im gesamten Team und den Strukturen dürfe man auch den Blick auf die anderen Nationen nicht vergessen. «Das ist natürlich ein ganzes Stück Arbeit. Aber da muss man wirklich Vollgas geben», meinte die 37-Jährige.

03.01 Uhr: Vonn trainiert wieder

Nur wenige Wochen nach dem Horrorsturz bei den Olympischen Winterspielen trainiert Lindsey Vonn wieder. Auf Instagram veröffentlicht der US-Superstar ein neues Video. "Es sind definitiv schwere Zeiten, aber ich bin trotzdem dankbar ... und arbeite weiter hart. Das einzige Ziel ist, wieder gesund zu werden. Ein Tag nach dem anderen."

Bei ihrem Sturz in der Abfahrt von Cortina hatte sich die Speed-Spezialistin eine komplexe Schienbeinverletzung zugezogen. Nach ihrem Klinikaufenthalt in Italien war Vonn mit dem Krankenwagen zum Flughafen gebracht und in die USA geflogen worden.

Heilungsprozess dauert ein Jahr

In einigen Wochen möchte Vonn aus dem Rollstuhl an die Krücken wechseln. "Es wird etwa ein Jahr dauern, bis alle Knochen verheilt sind", erklärte sie jüngst. Anschließend will sie entscheiden, ob die eingesetzten Metallteile wieder vollständig entfernt werden sollen. Erst danach ist in einer weiteren Operation die endgültige Versorgung ihres Kreuzbandes geplant.

Den Kreuzbandriss hatte sich Vonn im Weltcup-Rennen unmittelbar vor den Olympischen Winterspielen zugezogen. Dennoch ging die zweimalige Weltmeisterin in Italien an den Start.

Alle Wintersport-Wettbewerbe am Freitag, 6. März

Marlene Fichtner beim World Team Challenge auf Schalke (28.12.2025)
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Marlene Fichtner beim World Team Challenge auf Schalke (28.12.2025)

Die wichtigsten Wintersport-News von Donnerstag, 5. März

18.37 Uhr: Biathletin Fichtner im Einzel starke Fünfte

Biathletin Marlene Fichtner hat im ersten Rennen nach der Ära Franziska Preuß das Podest zwar knapp verpasst, aber für eine dicke Überraschung gesorgt. Die 22-Jährige belegte beim Sieg von Elvira Öberg beim Weltcup im finnischen Kontiolahti im Einzel einen starken fünften Rang und sorgte mit ihrem besten Weltcup-Ergebnis nach den zahlreichen deutschen Olympia-Enttäuschungen für einen Lichtblick. Fichtner, die bei den Olympischen Winterspielen nicht am Start gewesen war, blieb im Rennen über 15 km bei eisigen Temperaturen von minus fünf Grad bei den vier Schießeinlagen fehlerfrei.

Janina Hettich-Walz (2/+2:22,8 Minuten) vergab mit zwei Fehlern beim letzten Anschlag Einlage eine bessere Platzierung und wurde Neunte. Selina Grotian (3/+3:31,9), Vanessa Voigt (3/3:56,6), immerhin Vierte im Olympia-Einzel, und Julia Tannheimer (4/+4:13,9) verpassten Topplatzierungen. Immerhin konnte Fichtner überzeugen. Bisher war ein 16. Rang im Weltcup ihr bestes Ergebnis gewesen. Bei Olympia hatte das DSV-Team mit nur einer Bronzemedaille in der Mixed-Staffel enttäuscht.

Elvira Öberg aus Schweden holte sich nach fehlerfreier Schießleistung ihren dritten Saisonsieg vor ihrer Schwester Hanna (1/+41,3 Sekunden) und Paulina Batovska Fialkova aus Tschechien (1/45,0). Fichtner (0) hatte 1:25,9 Minuten Rückstand. Preuß hatte nach Olympia ihre Karriere beendet.

Auf Instagram: Biathletin Fichtner belegt den fünften Platz

17.17 Uhr: Keck gewinnt Massenstart-Gold bei Junioren-WM

Der Allgäuer Elias Keck (TSV Buchenberg) hat bei der Nordischen Ski-WM der Junioren Gold im Langlauf-Massenstart im freien Stil über 20 km gewonnen. Der 22-Jährige siegte in einem Massensprint um 0,3 Sekunden vor dem Russen Savelii Korostelev und dem Kanadier Xavier McKeever (+0,6 Sekunden). Keck hatte bereits am Dienstag Silber im Sprint geholt.

16.49 Uhr: Deutsches Skibergsteiger-Mixed gewinnt EM-Bronze

Auch gemeinsam sind sie stark: Nach Platz drei im Sprint ist die Olympia-Vierte Tatjana Paller (Sektion Tölz des DAV) bei der EM im Skibergsteigen auch mit der Mixed-Staffel aufs "Stockerl" gelaufen, diesmal mit Finn Hösch (Sektion Bergland des DAV). Das deutsche Duo musste sich einen Tag nach Pallers erstem Coup in Shahdaq/Aserbaidschan nur der Schweiz und Spanien geschlagen geben.

Bei der Olympia-Premiere vor zwei Wochen in Bormio hatten sich Paller/Hösch noch mit Rang sieben begnügen müssen. Diesmal fehlten 1:17 Minuten auf Sprint-Europameisterin Marianne Fatton und den EM-Zweiten Thomas Bussard. Silber, das an Alba De Silvestro und Michele Boscacci ging, war rund 23 Sekunden weg.

16.44 Uhr: Freitag beste Deutsche in Lahti

Selina Freitag (SG Nickelhütte Aue) ist am Donnerstag beim Weltcup im finnischen Lahti als beste Deutsche auf einem geteilten sechsten Rang gelandet. Die 24-Jährige sprang auf 118,5 Meter und 116,5 Meter. Die restlichen DSV-Starterinnen um Katharina Schmid (SC Oberstdorf) verpassten die Top 10 deutlich. Der Tagessieg ging an die Slowenin Nika Prevc vor der Norwegerin Anna Odine Stroem und der Japanerin Nozomi Maruyama. Durch den Triumph gewann Prevc auch zum dritten Mal in ihrer Karriere den Gesamtweltcup.

14.55 Uhr: Ruhpolding will erneut Biathlon-WM ausrichten

Der Deutsche Skiverband (DSV) will sich mit Ruhpolding erneut um die Ausrichtung der Biathlon-Weltmeisterschaften bewerben - allerdings frühestens für 2032 oder 2033. "Das ist ein starkes und wichtiges Commitment für den Biathlonsport in Deutschland. Ruhpolding steht für Qualität, Erfahrung und Begeisterung", sagte DSV-Präsident Jörg Flechtner. 

Die Gemeinde im Chiemgau hat schon mehrfach Weltmeisterschaften ausgetragen, zuletzt 2012. Für welches Jahr oder welche Jahre die Bewerbung letztlich eingereicht wird, hängt vom Erfolg der DSV-Bewerbung um die Nordische Ski-WM 2031 (mit Oberstdorf) ab. Die Unterlagen müssen bis Mai 2028 bei der Internationalen Biathlon Union (IBU) vorliegen. Die Entscheidung folgt im Herbst 2028.

9.45 Uhr: DSV mit reduziertem Aufgebot nach Kontiolahti

Der Deutsche Ski-Verband (DSV) hat sein Aufgebot für den Weltcup in finnischen Kontiolahti von jeweils sechs auf fünf Frauen und Männer reduziert. Grund dafür ist ein gebrochener Finger bei Justus Strelow (SG Stahl Schmiedeberg) und die Erkrankung von Anna Weidel (WSV Kiefersfelden). Da die IBU-Cup-Mannschaft aktuell in den USA unterwegs ist, konnte kurzfristig nicht mehr reagiert werden. Dafür erhielt Leonhard Pfund (SC Bad Tölz) eine Nominierung für den Kader, nachdem er bereits vor den Olympischen Winterspielen in Nove Mesto mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht hatte.

8.15 Uhr: Nach Fremdgeh-Beichte im TV: Laegreid verlor mehrere Kilos

Im Wirbel um seine Seitensprung-Beichte bei den Olympischen Winterspielen hat der norwegische Biathlet Sturla Holm Laegreid einige Kilos abgenommen. "Es war schwierig zu essen und zu schlafen, deshalb bin ich dünner geworden, als ich eigentlich sein sollte", sagte Laegreid dem norwegischen Sender NRK knapp zwei Wochen nach den olympischen Biathlon-Wettbewerben in Antholz.

Es sei nach den Winterspielen schön gewesen, zu Hause zu sein und sich wieder aufzupäppeln. Vor den Wettkämpfen am kommenden Wochenende im finnischen Kontiolahti setzt der 29-Jährige nun auch auf eine gute Küche, um die "paar Kilos weniger" wieder auszugleichen. "Ich hoffe, dass wir hier viel gutes Essen bekommen, damit ich ordentlich essen und wieder zu Kräften kommen kann", sagte Laegreid.

Der siebenmalige Weltmeister hatte nach dem Gewinn der Bronzemedaille im Einzel-Wettbewerb in einem TV-Interview unter Tränen erklärt, dass er seine Freundin betrogen habe und sprach von seinem "größten Fehler". Durch das Interview wollte er seine Freundin zurückgewinnen, was aber nicht klappte.