Nach dem Felsabbruch an der Zugspitze Ende September sind noch immer viele Fragen offen. Der Felssturz hatte eine markante Staubwolke aufgewirbelt. Fachleuten zufolge wurde der Hauptabbruch von zahlreichen kleineren Abbrüchen davor und danach begleitet. In Summe hatte der Felssturz ein Gesamtvolumen von rund 13.800 Kubikmetern. Solche Naturereignisse gibt es an der Zugspitze alle paar Jahre. Fachleute erwarten dennoch, dass sie sich in Zukunft weiter häufen könnten.
Permafrost vermutlich Grund für Felssturz
Forscher gehen davon aus, dass auftauender Permafrost für den Felssturz mitverantwortlich war. Sie haben das Gebiet nach dem Ereignis mit Infrarotkameras überflogen und die Daten ausgewertet. Temperaturveränderungen bedingt durch den sehr heißen Sommer dürften demnach den Abbruch begünstigt haben.
Felsabbrüche gibt es nicht nur an der Zugspitze. Seit zwölf Jahren überwachen Wissenschaftler der Technischen Universität München den Hochvogel, ein Wahrzeichen der Allgäuer Alpen. Dort steht ein großer Felssturz bevor. Erst vor Kurzem war ein Team am Gipfel, um die aktuelle Lage abzuschätzen. Messgeräte zeichneten schon im Frühjahr Bewegungsraten von bis zu fünf Millimetern pro Woche auf, was für geologische Zeiträume ein rasantes Tempo darstellt.
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