13.10.2026, Italien, Rom: Papst Leo XIV. verlässt den Vatikan und begibt sich in die Poliklinik "Agostino Gemelli" in Rom, wo er voraussichtlich einer Operation zur Entfernung eines Lungenknotens unterzogen wird.
13.10.2026, Italien, Rom: Papst Leo XIV. verlässt den Vatikan und begibt sich in die Poliklinik "Agostino Gemelli" in Rom, wo er voraussichtlich einer Operation zur Entfernung eines Lungenknotens unterzogen wird.
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Papst Leo XIV. ist an Lungenkrebs erkrankt: Ärzte bestätigten nach einer Operation am Dienstag.
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Papst Leo XIV. ist an Lungenkrebs erkrankt: Ärzte bestätigten nach einer Operation am Dienstag.

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Vatikan: Papst erfolgreich operiert – Lungenkrebs diagnostiziert

Vatikan: Papst erfolgreich operiert – Lungenkrebs diagnostiziert

Papst Leo XIV. ist an Lungenkrebs erkrankt: Ärzte bestätigten nach der Operation am Dienstag, dass der zuvor entdeckte Knoten in der Lunge bösartig war. Der 71-Jährige habe den Eingriff gut überstanden, teilte der Vatikan mit.

Über dieses Thema berichtet: BR24live am .

Papst Leo XIV. leidet nach Angaben seiner behandelnden Ärzte an Lungenkrebs. Dies teilte das Ärzte-Team der Gemelli-Klinik in Rom nach einer Operation des 71-Jährigen mit. Bei dem Eingriff sei der untere Lappen der rechten Lunge entfernt worden, die anschließende Untersuchung habe bestätigt, dass es sich bei dem Knoten um ein sogenanntes Lungenadenokarzinom handele.

Der Verdacht darauf sei bereits bei den Untersuchungen vor dem Eingriff aufgekommen, hieß es. Dieser sei nun bestätigt worden. Ob sich der Krebs weiter ausgebreitet hat, war zunächst unklar. Auf eine entsprechende Frage hieß es aus dem Vatikan, weitere Untersuchungen liefen.

Zuvor hatte der Vatikan mitgeteilt, dass der Papst die rund 90-minütige OP gut überstanden habe. Leo sei nach der Operation wie geplant aufgewacht und in sein Zimmer zurückgekehrt. Auch die vergangene Nacht hat er nach Informationen aus dem Vatikan gut überstanden. Nun soll er etwa eine Woche Erholung bekommen. Der Vatikan sagte bereits am Montag sämtliche Audienzen bis zum 20. Oktober ab.

Lungenkrebs: Gute Behandlungsmöglichkeiten dank früher Diagnose

Leo hatte am Sonntag überraschend bekanntgegeben, dass bei einer Kontrolluntersuchung in seiner Lunge ein Knoten entdeckt worden sei, noch in einem "sehr frühen Stadium". Auf Anraten der Ärzte habe er sich zu einer Operation entschlossen. Den Eingriff am Dienstagnachmittag leitete Professor Stefano Margaritora. Er ist an der Gemelli-Klinik der Spezialist für Thorax-Chirurgie.

Nach Einschätzung von Krebsspezialisten sind die Heilungsaussichten auch bei einem bösartigen Befund gut, da der Knoten frühzeitig entdeckt wurde. Der Leiter der Thoraxchirurgie am Europäischen Institut für Onkologie (EIO) in Mailand, Lorenzo Spaggiari, sagte, in solchen Fällen gebe es gute Behandlungsmöglichkeiten. Spaggiari ist an der Behandlung des Papstes nicht beteiligt, kennt aber das Ärzteteam an der Gemelli-Klinik.

Ungewöhnliche Offenheit mit Erkrankung

Als der Eingriff am Dienstagabend begann, beteten Mitarbeiter des Krankenhauses in der Kapelle den Rosenkranz, wie die Nachrichtenagentur AP aus Klinikkreisen erfuhr. Der Kardinalvikar von Rom, Baldassare Reina, sagte: "Lasst uns gemeinsam beten und den Herrn bitten, unseren Bischof, Papst Leo, zu stärken und all jene zu trösten, die hier im Krankenhaus liegen."

Der erste in den USA geborene Papst geht mit dem ersten öffentlich bekannten Gesundheitsproblem seiner Amtszeit ungewöhnlich offen um. Der 71-Jährige hatte den entdeckten Knoten am Sonntag selbst öffentlich gemacht. Nach Angaben des Vatikans wurde die Veränderung bei einer Routineuntersuchung festgestellt.

Schwere Typhus-Erkrankung als junger Missionspriester

Als junger Missionspriester war Leo im Jahr 1985 kurz nach seiner Ankunft im peruanischen Chulucanas schwer an Typhus erkrankt. Die Erkrankung wurde nach eigenen Angaben zu einem Wendepunkt in seinem Leben. Trotz der Armut und schwierigen Lebensbedingungen in Peru entschied er sich damals, dort zu bleiben, statt in das vergleichsweise komfortable Leben in Rom zurückzukehren. Diese Entscheidung ebnete letztlich seinen Weg ins Papstamt.

In einem Interview der US-Journalistin Elise Ann Allen für eine Papst-Biografie schilderte Leo, er habe Gott während der Erkrankung gebeten, ihn sterben zu lassen. Er habe an einer Infusion gelegen und gesagt: "Wenn das dein Sinn für Humor ist, Herr, dann könntest du es meiner Meinung nach etwas besser machen." Doch er habe die Krankheit bewältigt und die Not der Menschen gesehen. Zugleich hätten der Augustinerorden und die Kirche ihn gebraucht. "Ich habe nie zurückgeblickt", sagte Leo.

Genesungswünsche aus Deutschland für Papst Leo XIV.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wünschte Papst Leo XIV. nach dessen Lungen-Operation eine baldige und vollständige Genesung. Auch der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, sprach dem Papst Kraft und Ruhe zu und kündigte Gebete für ihn an.

Auch Bruder des Papstes an Krebs erkrankt

Neben Papst Leo XIV. ist auch sein älterer Bruder Louis Prevost an Krebs erkrankt. Der 74-Jährige lebt in Florida und wird wegen eines Multiplen Myeloms behandelt, wie seine Ehefrau Deborah dem US-Sender CBS mitteilte. Die Diagnose wurde bereits 2017 gestellt. Nach einer Stammzellenbehandlung 2019 war die Erkrankung lange Zeit unter Kontrolle. Über den aktuellen Gesundheitszustand ihres Mannes machte seine Ehefrau keine Angaben.

Die Brüder hätten vergangene Woche miteinander telefoniert. Deborah Prevost sagte, sie bete weiter und hoffe für beide auf das Beste. Zuvor hatte Louis Prevost in einem Interview mit der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" zu Gebeten für seinen Bruder aufgerufen.

Mit Informationen von Reuters, AP, dpa und AFP

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