Bischof Georg Bätzing tritt nicht mehr an.
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Bildrechte: picture alliance / epd-bild | Tim Wegner
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"Intensive Jahre": Bätzing geht – Bischöfe suchen Nachfolger

"Intensive Jahre": Bätzing geht – Bischöfe suchen Nachfolger

Der Limburger Bischof tritt nicht mehr als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz an und spricht von "intensiven Jahren". Damit wird der Kurs der DBK neu verhandelt. Die Entscheidung fällt bei der Versammlung Ende Februar in Würzburg.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Infoblock am .

Fünf Wochen vor der Frühjahrsversammlung der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) hat deren Vorsitzender Georg Bätzing bekannt gegeben, nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Das schreibt der Limburger Bischof in einem Brief an seine Kollegen der Deutschen Bischofskonferenz. Turnusgemäß geht seine Amtszeit nach sechs Jahren zu Ende. Im Hinblick auf die anstehende Neuwahl des Vorsitzenden wolle der 64-Jährige "gute Überlegungen" bezüglich eines Nachfolgers ermöglichen. 2020 war Bätzing auf den Münchner Kardinal Reinhard Marx gefolgt, der ebenfalls nach nur einer Amtszeit den Vorsitz der DBK abgegeben hatte.

Laienvertreterin bedauert Rückzug

In seinem Schreiben spricht Bätzing von "sechs intensiven Jahren" und dankt allen, die ihn in dieser Zeit "wertschätzend und konstruktiv-kritisch unterstützt haben". Seine Amtszeit prägte neben der Corona-Krise vor allem der Reformprozess "Synodaler Weg", bei dem Bischöfe und Laien bis März 2023 gemeinsam über Machtstrukturen, Sexualmoral, priesterliche Lebensformen und die Rolle von Frauen in der katholischen Kirche debattiert hatten. Ein Prozess, der immer wieder auch von Uneinigkeit unter den deutschen Bischöfen gezeichnet war, die Bätzing moderieren musste.

Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, bedauert die geplante Abgabe des Vorsitzes der Deutschen Bischofskonferenz durch Bätzing. Er habe als Vorsitzender für die katholische Kirche in Deutschland in sechs Jahren viel geleistet. "Dem ZdK war er ein kollegiales, wahrhaftiges und hochengagiertes Gegenüber", sagte Stetter-Karp gegenüber der Katholischen Nachrichtenagentur KNA.

59 deutsche Bischöfe wählen neuen Vorsitzenden im Februar

Vom 23. bis 26. Februar treffen sich die deutschen katholischen Bischöfe in Würzburg, um aus ihren Reihen Bätzings Nachfolger zu wählen. Aktuell hat die DBK 59 Mitgliedsbischöfe aus den 27 deutschen Bistümern. Die Bischofskonferenz mit Sitz in Bonn dient der Förderung der gemeinsamen Aufgaben, der Beratung und der Koordinierung der Arbeit der katholischen Diözesen in der Bundesrepublik. Sie gibt Richtlinien vor und pflegt weltweite Verbindungen zu anderen Bischofskonferenzen. Oberstes Organ ist die jeweils im Frühjahr und im Herbst tagende Vollversammlung.

Mit Informationen von epd und KNA

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