Wegen Plänen für einen Anschlag auf ein Konzert von US-Popstar Taylor Swift in Wien hat die österreichische Justiz Anklage gegen einen 21-Jährigen erhoben. Dem mutmaßlichen Islamisten werden "terroristische Straftaten" und andere Delikte zur Last gelegt, wie die Wiener Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte. Im Falle einer Verurteilung droht dem jungen Mann eine Höchststrafe von 20 Jahren Haft.
21-Jähriger seit August 2024 in U-Haft
Im August 2024 waren drei Konzerte der US-Sängerin in Wien abgesagt worden, nachdem die österreichischen Behörden mit Hilfe der USA die Anschlagspläne aufgedeckt hatten. Der 21-Jährige steht nach Angaben der Staatsanwaltschaft im Verdacht, den Anschlag ab Mai 2023 geplant zu haben. Er soll sich etwa eine Anleitung zum Bombenbau beschafft und sich im Umgang mit Sprengstoff unterweisen lassen haben. Er wurde im August 2024 festgenommen und sitzt seitdem in U-Haft.
Die Staatsanwaltschaft legt dem 21-Jährigen außerdem zur Last, über Messengerdienste Propagandamaterial der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) versendet zu haben - und sich damit an der terroristischen Vereinigung beteiligt und sich "aktiv" zu dieser bekannt zu haben.+
Jugendstrafe auf Bewährung für 16-Jährigen in Deutschland
Wegen einer Beteiligung an den Anschlagsplänen in Wien war im vergangenen Jahr in Deutschland bereits ein 16-Jähriger zu einer 18-monatigen Jugendstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Er wurde vom Berliner Kammergericht der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat in Tateinheit mit Unterstützung einer terroristischen Gewalttat im Ausland schuldig gesprochen.
Mit Informationen von AFP.
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