Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) schlägt Alarm wegen maroder Dienststellen der Bundespolizei und fordert eine bessere Infrastruktur. "Man kann klar sagen, dass so gut wie jede dritte Dienststelle erhebliche Mängel hat oder marode ist", sagte der GdP-Vorsitzende für den Bereich Bundespolizei, Andreas Roßkopf, der "Rheinischen Post" (externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt). Der Zustand vieler Gebäude und Wachen sei "nicht mehr hinnehmbar".
GdP-Chef: Büros, Unterkünfte und Parkflächen fehlen
Es fehlen Büros, Unterkünfte oder Parkflächen für die Beschäftigten, so Roßkopf: "Es kann nicht sein, dass in Deutschland über moderne Sicherheitsarchitektur gesprochen wird, während Polizeibeschäftigte gleichzeitig mit Eimern unter tropfenden Decken stehen oder in völlig überalterten Gebäuden Dienst verrichten müssen." Sanierungen würden immer wieder verschoben. Dies sorge für Frust bei den Beschäftigten.
GdP fordert mehr Geld vom Innenministerium
In dieser Woche will die Gewerkschaft der Polizei eine Kampagne starten. Sie fordert schnellere Genehmigungs- und Bauverfahren sowie von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) mehr Geld für Sanierung, Neubau und bessere Unterkünfte. "Eine moderne Bundespolizei braucht moderne Infrastruktur", betonte Roßkopf. Das sei "keine Luxusforderung, sondern eine Frage von Respekt, Motivation und letztlich auch öffentlicher Sicherheit".
Mit Informationen von dpa und AFP
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