Symbolbild: Blick ins Zimmer eines Pflegeheims
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Bildrechte: picture alliance / SZ Photo | Catherina Hess
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GKV-Chef: Pflegeheime könnten um 500 Euro günstiger werden

GKV-Chef: Pflegeheime könnten um 500 Euro günstiger werden

Das Finanzloch in der Pflegeversicherung ist größer als gedacht. Die gesetzlichen Krankenkassen fordern deswegen Bund und Länder dazu auf, sich stärker an den Kosten zu beteiligen. Die Kosten für Pflegeheimbewohner könnten so deutlich sinken.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Die gesetzlichen Krankenkassen haben Bund und Länder aufgefordert, sich stärker an Kosten zu beteiligen und so die Pflegeversicherung zu entlasten. Der Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Oliver Blatt, sagte der "Rheinischen Post": "Die Pflegeversicherung steht vor der größten Bewährungsprobe seit ihrer Einführung vor 31 Jahren" (externer Link, möglicherweise Bezahlinhalt).

Blatt: Pflegeheimbewohner könnten sofort um 500 Euro pro Monat entlastet werden

Die Bundesländer drückten sich davor, die Investitionskosten in den Pflegeheimen zu übernehmen, so GKV-Chef Blatt. "Würden sie hier ihre Aufgabe wahrnehmen, könnten alle Pflegeheimbewohner sofort um durchschnittlich rund 500 Euro pro Monat entlastet werden", sagte er.

Mit Blick auf die schwarz-rote Bundesregierung fügte er hinzu: "Bei den versicherungsfremden Leistungen macht sich der Bund einen schlanken Fuß zulasten der Beitragszahlenden." Der Bund habe noch fünf Milliarden Euro Corona-Schulden bei der Pflegeversicherung, und für die Rentenbeiträge der pflegenden Angehörigen zahle er ebenfalls nichts. "Zusammengenommen wären das alleine im laufenden Jahr rund zehn Milliarden Euro, die der Bund der Pflegeversicherung erstatten müsste", sagte der GKV-Chef. 

In der Pflegeversicherung fehlen Milliarden

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte in der "Rheinischen Post" von einer drohenden Finanzlücke in der Pflegeversicherung von 22,5 Milliarden Euro in den kommenden zwei Jahren gesprochen. Bis Mitte Mai will die CDU-Politikerin Vorschläge für eine Pflegereform vorlegen, um die Finanznot der Kassen zu lindern. 

Verbandschef Blatt sagte: "Die Situation ist extrem schwierig, denn die Pflegeversicherung muss mehr Geld ausgeben, als sie einnimmt, und bei den Eigenanteilen der Pflegeheimbewohner ist das Ende der Fahnenstange längst erreicht." Die Pflegeversicherung sei ein zentraler Baustein der sozialen Sicherung. "Jetzt geht es darum, ihre Leistungsfähigkeit und ihre Bezahlbarkeit zu erhalten", mahnte er.

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