Donald Trump im Oval Office (Archivbild)
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"Ich scherze nicht": Trump über Ambitionen auf dritte Amtszeit

"Ich scherze nicht": Trump über Ambitionen auf dritte Amtszeit

US-Präsident Trump hat seine möglichen Ambitionen auf eine dritte Amtszeit bekräftigt - obwohl die Verfassung nur zwei Amtszeiten erlaubt. Es gebe "Methoden", dies möglich zu machen. Zudem zeigte er sich "stinksauer" über Russlands Präsident Putin.

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US-Präsident Donald Trump hat seine möglichen Ambitionen auf eine dritte Amtszeit untermauert - obwohl die US-Verfassung nur zwei Amtszeiten erlaubt. In einem am Sonntag geführten Telefoninterview mit dem Nachrichtensender NBC sagte Trump auf eine entsprechende Frage: "Ich scherze nicht". Es gebe "Methoden", um eine dritte Amtszeit zu ermöglichen. "Viele Leute" wollten, dass er eine dritte Amtszeit anstrebe, sagte der Präsident.

Er schloss auch das Szenario nicht aus, dass sein Vize J.D. Vance für das Präsidentenamt kandidiere und dann Platz mache für Trump. Das sei eine Methode, antwortete Trump laut NBC und fügte hinzu: "Aber es gibt auch andere."

Trump hatte schon zuvor mit dritter Amtszeit geliebäugelt

Trump hatte bereits in den vergangenen Monaten öffentlich mit einer dritten Amtszeit geliebäugelt. Im Januar sagte er, er wisse nicht, ob ihm eine erneute Kandidatur für die Präsidentschaft untersagt sei. Die "New York Times" berichtete zudem, bereits im November habe Trump vor Kongressmitgliedern gesagt, er werde wohl nicht erneut kandidieren – "es sei denn, ihr sagt mir: 'Er ist so gut, dass wir einen Weg finden müssen'".

Während seines Präsidentschaftswahlkampfs hatte Trump im Juli bei einer Versammlung konservativer Christen sogar gesagt, diese müssten "nicht mehr wählen gehen", falls er die Wahl gewinnen würde.

Seit der Verabschiedung des 22. Verfassungszusatzes im Jahr 1951 ist darin vorgesehen, dass "niemand mehr als zweimal" zum Präsidenten der USA gewählt werden darf. Der republikanische Kongressabgeordnete Andy Ogles hatte im Januar eine Initiative zur Erhöhung der Amtszeitbegrenzung auf drei Perioden eingebracht, ihr werden jedoch keine realistischen Chancen eingerechnet.

Im Video: Macht Trump die USA zur Diktatur? Possoch klärt!

US-Präsident "stinksauer" auf Putin

In seinem Telefoninterview mit NBC äußerte Trump sich zudem verärgert über den russischen Präsidenten Wladimir Putin wegen dessen Verhalten bei den Verhandlungen über eine Waffenruhe in der Ukraine. Er sei "sehr verärgert und stinksauer" über Putin, sagte Trump – und drohte Russland mit Zollauflagen auf den Handel mit Erdöl.

Der US-Präsident bekräftigte zudem seine Drohungen in Richtung des Iran. "Wenn sie keinen Deal machen, dann wird es Bombardierungen geben", sagte Trump. Unklar blieb zunächst, ob Trump bei seinen Drohungen einen möglichen alleinigen US-Angriff oder ein gemeinsames militärisches Vorgehen mit dem Verbündeten Israel meinte. 

Mit Informationen von AFP und dpa

Im Audio: Trump "stinksauer" auf Putin

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