Symbolbild: Mitarbeiter der italienischen Müllabfuhr
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Italienische Müllabfuhr findet verlorenen Millionen-Lottoschein

Italienische Müllabfuhr findet verlorenen Millionen-Lottoschein

Eine Million Euro landeten erst im Müll – und dann doch wieder bei der glücklichen Gewinnerin. In Italien suchten Müllarbeiter stundenlang zwischen Abfällen nach einem weggeworfenen Lottoschein. Am Ende hatte die Geschichte tatsächlich ein Happy End.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio am .

Ein Millionengewinn landete in Italien erst im Müll - und wurde dann in einer spektakulären Suchaktion wiedergefunden. Eine Lottospielerin aus der Gemeinde Bitonto in der südlichen Region Apulien hatte nach einem Missverständnis ihren Gewinnschein weggeworfen.

Zu Hause erzählte ihr ein Familienmitglied, sie habe mit ihrer üblichen Zahlenkombination den Jackpot gewonnen, woraufhin sich die beiden umgehend auf den Weg zurück zur Lottofiliale machten. In der Zwischenzeit war dort jedoch der Müll eingesammelt worden, und mit ihm der Lottoschein.

Wie landete der Lottoschein im Müll?

Wie der Chef des Müllentsorgungsunternehmens SANB, Roberto Nicola Toscano, der italienischen Nachrichtenagentur Ansa sagte, habe die Frau den Spielschein in einer Annahmestelle zurückgelassen, weil dort "nicht auszahlbar" gestanden habe. Tatsächlich bedeutete dies, dass der Gewinn zu hoch war, um direkt in der Annahmestelle ausgezahlt zu werden. Die Frau hatte den Hinweis jedoch missverstanden und den Spielschein deshalb weggeworfen. Als der Irrtum auffiel, war der Schein schon im Müll.

Lotto: So wurde der Gewinn entdeckt

Daraufhin rekonstruierte die Müllabfuhr den Weg des Abfalls aus jener Annahmestelle. Mitarbeiter suchten nach den Worten von Toscano den Inhalt eines Müllfahrzeugs in einer Sortieranlage stundenlang durch. "Wir haben den Weg des Scheins nachverfolgt, ohne große Hoffnung, weil er schon von einem Müllwagen abgeholt worden war", sagte Toscano.

Die Suche dauerte bis in die frühen Morgenstunden. Wegen möglicherweise gefährlicher oder giftiger Abfälle musste eine Spezialfirma die Suche nach dem Schein übernehmen. Gegen 5.30 Uhr entdeckte ein Mitarbeiter den Millionenschein schließlich unversehrt in einem aufgerissenen Müllsack zwischen zahlreichen beschädigten Spielscheinen.

Frau weinte vor Glück

"Diese Geschichte hat etwas Wunderbares an sich", sagte Toscano Ansa. Die Gewinnerin habe vor Glück geweint, als er ihr am Telefon die gute Nachricht überbracht habe.

Die stundenlange Suche im Müll war nicht gratis, für das staatliche Unternehmen SANB entstanden sogar erhebliche Kosten. Toscano erklärte, er habe die Gewinnerin vorab schriftlich versichern lassen, dass sie die Kosten übernimmt - ihre Wette ging auf.

Mit Informationen von dpa und AFP.

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