So lang, dass er kaum aufs Bild passt: T-Rex "Gus"
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So lang, dass er kaum aufs Bild passt: T-Rex "Gus"
Bildrechte: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Nancy Kaszerman
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T-Rex nach Sotheby’s-Auktion wertvollstes Saurier-Skelett

T-Rex nach Sotheby’s-Auktion wertvollstes Saurier-Skelett

Er ist 67 Millionen Jahre alt und fast ebenso viele Millionen Dollar wert: T-Rex "Gus" – oder was von ihm übrig ist – hat beim Auktionshaus Sotheby’s den höchsten Wert erzielt, der jemals für ein Saurier-Skelett gezahlt wurde.

Über dieses Thema berichtet: BR24 Radio Nachrichten am .

Das letzte Gebot für T-Rex "Gus" kam von einem Bieter am Telefon: Für 43 Millionen US-Dollar ist das Skelett unter den Hammer gekommen. Inklusive Gebühren vom Auktionshaus Sotheby’s kommt eine Rekordsumme von etwas mehr als 50 Millionen Dollar zusammen. Noch nie wurde ein Dino-Fossil für so viel Geld verkauft. Letzter Rekordhalter war Stegosaurus "Apex", der 2024 insgesamt für knapp 45 Millionen an einen privaten Investor versteigert wurde. Wer für den neuen Rekord verantwortlich ist, bleibt zunächst unbekannt – die Gebote sind anonym eingegangen.

Was den Fund so besonders macht

Gefunden wurde Gus von einem Farmer in South Dakota, von dem er auch den zur Saurierzeit – dem Mesozoikum – noch unüblichen Namen hat. Immer wieder hatte der Grundstücksbesitzer Zähne und Knochenteile bei seiner Arbeit gefunden; 2021 holte er sich deshalb professionelle Hilfe von einem privaten Unternehmen, das den T-Rex mehrere Jahre lang ausgegraben hat.

Das zusammengesetzte Skelett ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Es gehört zu den größten und vollständigsten T-Rex-Fossilen, die je gefunden wurden. Fast 80 Prozent seiner ursprünglichen Knochenmasse sind erhalten, nur wenig musste künstlich ergänzt werden. Ähnlich vollständig waren bisher nur zwei Saurierskelett-Funde, die auch schon für hohe Millionenbeträge veräußert wurden.

Dino Gus, der vor 67 Millionen Jahren gelebt haben soll, ist fast vier Meter hoch und etwa zwölf Meter lang. An seinem gut erhaltenen Schädel sind sogar Bissspuren von einem Kampf mit anderen Artgenossen zu erkennen.

Archäologie: bald vor allem Hobby für Superreiche?

Das Startgebot im New Yorker Auktionshaus Sotheby's lag bereits bei 19 Millionen US-Dollar. Der Wert des Skeletts wurde auf bis zu 30 Millionen US-Dollar geschätzt, umgerechnet etwa 26 Millionen Euro. Der skurrile Fall hat einen weniger lustigen Hintergrund. Zeigt er doch – ähnlich wie Versteigerungen auf dem Kunstmarkt oder von historischen Stücken –, dass immer öfter Wissenschaft, öffentliches Interesse und private Sammelleidenschaft aufeinanderprallen.

Früher haben meist Museen oder wissenschaftliche Institutionen solche Fossilien ersteigert, um sie zu erforschen und der Allgemeinheit zu präsentieren. Heute boomt in den USA der Markt mit Dino-Fossilien. Inzwischen erwerben häufig Superreiche die Skelette für ihre private Sammlung. Das treibt den Preis in die Höhe.

Rares für Bares: Wem gehört die Vergangenheit?

Nach US-Recht gehören Fossilien ausschließlich dem Grundstückseigentümer beziehungsweise von ihm beauftragten kommerziellen Unternehmen, die die Funde zutage fördern. Befürworter dieser Regelung argumentieren, dass viele Fossilien sonst möglicherweise nie gefunden würden. Wissenschaftler fordern hingegen – vergeblich – uneingeschränkten Zugang zu den Ausgrabungen. Je nachdem, wer den Zuschlag erhält, könnte das die Debatte neu anheizen, ob bedeutende Fossilien in private Sammlungen oder öffentliche Museen gehören.

💡Dinos in Bayern

Auch in Bayern gibt es immer wieder aufsehenerregende Skelettfunde – zuletzt fleischfressende Riesenlurche im Steigerwald und zwei abgestürzte Baby-Flugsaurier bei Sonthofen.

Wenn Sie selbst einmal Urzeitgiganten unter die Lupe nehmen wollen, zeigt die Ausstellung "Jurassic World" in der kleinen Olympiahalle in München lebensechte Nachbildungen. Echte Fossilien zeigen gleich mehrere bayerische Museen. Einen Überblick finden Sie unter museen-in-bayern.de (externer Link).

Im Video: Sotheby's präsentiert T-Rex-Skelett

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