Die Typenklasse ist ein statistischer Wert, der jährlich vom Gesamtverband der Versicherer (GDV) ermittelt wird. Dafür werden für jedes in Deutschland zugelassene Automodell Schaden- und Unfallbilanzen der vergangenen drei Jahre ausgewertet. Darin sind zum Beispiel Unfälle, Diebstähle und Fahrzeugbrände enthalten. Weniger Schäden und Unfälle bedeuten Einstufung in eine niedrigere Typenklasse – oder umgekehrt. Die Versicherung kann günstiger oder teurer werden, das hängt vom jeweiligen Autoversicherer ab. Denn die Typklasseneinstufung der GDV ist für die Versicherungsunternehmen unverbindlich.
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Neue Typenklassen für zwölf Millionen Autofahrer
Die neue Typenklassenstatistik des Gesamtverbands der Versicherer (GDV) zeigt, dass sich für zwölf Millionen Autofahrer die Einstufung ändert.
"Rund 7,4 Millionen Autofahrende werden in eine höhere und rund 5,1 Millionen in eine niedrigere Typklasse gestuft", so Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des GDV. "Für die übrigen fast 30 Millionen – insgesamt 71 Prozent aller Autofahrerinnen und Autofahrer – ändert sich in der Einstufung für die KFZ-Haftpflichtversicherung nichts."
Kfz-Versicherung: Beiträge haben viele Komponenten
Die Typenklasse ist nur ein Merkmal, das die Höhe des Versicherungstarifs beeinflusst. Es spielt unter anderem noch eine Rolle, wie lange der Versicherungsnehmer schon unfallfrei ist, wo er wohnt und wie viel er fährt. Aber auch welches Auto versichert wird, beeinflusst die Versicherungskosten. Und es kann Rabatte geben für bestimmte Berufsgruppen, aber auch, wenn man zum Beispiel nur in einer Garage parkt oder ein E-Auto fährt.
Für ihre jährliche Empfehlung wertet der GDV Daten fast aller deutschen Versicherer für fast 32.000 unterschiedliche Fahrzeugtypen aus.
Typklassen 2027: Für wen ändert sich was?
Typklassen sind nicht nur für die Haftpflichtversicherung wichtig, sie werden auch für Teil- und Vollkaskoversicherungen angewendet. Für die Schadensbilanz wird auch einbezogen, wie hoch der Wiederbeschaffungswert eines Autos ist, was Ersatzteile kosten und die Reparaturen. Kleinwagen, die in diesen Bereichen günstiger abschneiden, haben oft niedrigere Kasko-Typklassen. Anders ist das bei teuren Luxusmodellen oder Geländewagen.
Niedriger eingestuft werden zum Beispiel der Skoda Fabia 1.2, der Volvo XC60 T8 oder der VW T7 Multivan 2.0 TDI. Höher als im Vorjahr eingestuft werden unter anderem der Citroën C4 1.2, der Renault Megane und der BMW 330 Touring. Die Typklasse für das eigene Auto kann man auf der Webseite der Versicherer (externer Link) anhand der Fahrzeugdaten oder des Fahrzeugscheins berechnen.
Eventuell lohnt sich durch eine neue Typklasse für das eigene Fahrzeug ein Versicherungswechsel oder zumindest mal ein Vergleich, rät der ADAC. Für Autoversicherungen, die ab dem ersten Januar gelten, ist Stichtag der 30. November.
Dieser Artikel ist erstmals am 2. Oktober 2026 auf BR24 erschienen. Das Thema ist weiterhin aktuell. Daher haben wir diesen Artikel erneut publiziert.
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