Der Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, ist wegen Vergewaltigung zu vier Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ein Gericht in Oslo befand den 29-Jährigen am Montag wegen zweier der vier ihm zur Last gelegten Vergewaltigungen für schuldig. In das Hafturteil flossen außerdem Gewalt gegen eine seiner früheren Freundinnen, Drohungen sowie Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung ein. Norwegischen Medienberichten zufolge will Høiby Berufung gegen das Urteil einlegen.
Kronprinzessin: Kritischer Gesundheitszustand
Das Urteil trifft Høiby und seine Mutter in einer schwierigen Zeit: Mette-Marit, bei der 2018 eine seltene Form von Lungenfibrose diagnostiziert worden war, wartet derzeit auf eine Spender-Lunge. Der Gesundheitszustand der 52-Jährigen hatte sich jüngst deutlich verschlechtert. Høibys Verteidiger war dennoch mit dem Antrag gescheitert, seinen Mandanten vor der Urteilsverkündung aus der Untersuchungshaft zu entlassen.
Verteidiger will Berufung einlegen
Gegen das Urteil will Høibys Anwalt laut norwegischen Medien allerdings Berufung einlegen. Sein Mandant wolle die Verurteilung wegen zweier Vergewaltigungen nach norwegischem Recht sowie wegen des Missbrauchs in seiner Beziehung zu einer Ex-Freundin nicht hinnehmen, sagte Verteidiger Petar Sekulic der Nachrichtenagentur NTB zufolge.
Was dem 29-Jährigen vorgeworfen wurde
Høiby hatte im Februar und März wegen 40 Anklagepunkten vor Gericht gestanden, unter anderem wegen der Vergewaltigung von vier Frauen, die zum Tatzeitpunkt schliefen oder bewusstlos waren. Zudem wurde dem 29-Jährigen zur Last gelegt, mehrere Ex-Freundinnen körperlich und psychisch misshandelt zu haben.
Die Staatsanwaltschaft hatte sieben Jahre und sieben Monate Haft für Høiby gefordert. Sein Verteidiger verlangte dagegen Freispruch bei den am schwersten wiegenden Anklagepunkten.
Høiby ist Mette-Marits Sohn aus einer früheren Beziehung vor ihrer Hochzeit mit Kronprinz Haakon. Er gehört formell nicht dem Königshaus an.
Mit Informationen von AFP.
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