Gemeinsame Pressekonferenz im September 2025 von Nina Warken und Carsten Linnemann
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Rochade nach Spahn-Rücktritt: Warken wird Kanzleramtsministerin
Bildrechte: picture alliance / Andreas Gora | Andreas Gora
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Rochade nach Spahn-Rücktritt: Warken wird Kanzleramtsministerin

Kanzleramt statt Gesundheitsministerium: Medienberichten zufolge soll Nina Warken Nachfolgerin von Thorsten Frei als Leiterin des Kanzleramts werden. Ihr Nachfolger im Gesundheitsministerium soll dann CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann werden.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Nach der Nominierung von Thorsten Frei für das Amt des Unionsfraktionschefs zeichnet sich Medienberichten zufolge eine weitere Personalrochade in der Bundesregierung ab: Bundesgesundheitsministerin Nina Warken soll neue Chefin des Kanzleramts werden.

Warken würde damit auf Thorsten Frei folgen. Frei soll nach dem Rücktritt von Jens Spahn die Leitung der Bundestagsfraktion von CDU und CSU übernehmen. Die Wahl in der Fraktion ist für kommenden Mittwoch geplant.

Warken seit Samstag als Kanzleramtschefin im Gespräch

Warken war schon am Samstag für den Posten gehandelt worden, weil Frei als Favorit im Rennen um den CDU/CSU-Fraktionsvorsitz galt. Merz hatte die Bundestagsabgeordnete aus Baden-Württemberg 2025 überraschend zur Gesundheitsministerin in der schwarz-roten Koalition ernannt. Sie hatte zuletzt die Gesundheitsreform durchgeboxt, die das drohende milliardenschwere Defizit in der gesetzlichen Krankenversicherung für die kommenden zwei Jahre schließen soll.

Dafür hatte sie aus den eigenen Reihen Lob für ihre Beharrlichkeit geerntet. Sie war aber auch vom Koalitionspartner sowie der Opposition wegen einer angeblichen sozialen Schieflage der Reformen scharf kritisiert worden.

Linnemann soll Warken im Gesundheitsministerium folgen

An die Spitze des Gesundheitsministeriums soll den Berichten zufolge dann CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann rücken. Dessen Nachfolge als CDU-Generalsekretär soll laut dem Handelsblatt dann wiederum CDU-Schatzmeisterin Franziska Hoppermann antreten.

Aber auch im Kanzleramt soll es eine weitere Veränderung geben: Philipp Amthor, derzeit Staatssekretär im Digitalministerium, soll statt Michael Meister Staatsminister für die Bund-Länder-Zusammenarbeit werden.

Noch keine offizielle Bestätigung der Personalrochade

Eine offizielle Bestätigung für die Personalentscheidungen gibt es bislang nicht. Regierungssprecher Stefan Kornelius wollte die Berichte zunächst nicht kommentieren. Der Bundeskanzler werde die Personalentscheidungen bekannt geben, wenn alle offenen Punkte geklärt seien, sagte er der Nachrichtenagentur AFP.

Reuters berichtete unter Berufung auf Insider, Bundeskanzler Friedrich Merz könnte seine Entscheidung am Freitagmorgen in Berlin vorstellen. Zugleich hieß es, Merz wolle am Abend noch etliche Gespräche führen. Es sei noch nicht alles in trockenen Tüchern.

Auslöser der Rochade ist der Rücktritt von Jens Spahn als Unionsfraktionschef. Er war am Samstag zurückgetreten, nachdem er wegen der Debatte um eine Leihmutterschaft in den USA massiv unter Druck geraten war. Spahn, der zu den mächtigsten Akteuren in der schwarz-roten Koalition gehörte, war in der CDU eine sehr späte Kommunikation und Doppelmoral vorgeworfen worden.

Mit Informationen von dpa, Reuters und AFP

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