Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) beim EU-Gipfel in Brüssel
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Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) beim EU-Gipfel in Brüssel

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Ukraine-Ticker: Merz - Orbans Blockade wird Folgen haben

Ukraine-Ticker: Merz - Orbans Blockade wird Folgen haben

Bundeskanzler Friedrich Merz hat dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban "grobe Illoyalität" vorgeworfen und Konsequenzen wegen dessen Blockade eines Milliardenkredits für die Ukraine angekündigt. Alle News im Ticker.

Über dieses Thema berichtet: BAYERN 3-Nachrichten am .

Die wichtigsten News zum Ukraine-Krieg im Überblick

Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.

05.53 Uhr: Eine Tote bei russischen Angriffen im Süden der Ukraine

Bei russischen Angriffen in der Region Saporischschja im Süden der Ukraine ist nach Angaben des Regionalgouverneurs eine Frau getötet worden. Zwei weitere Menschen, darunter ein 10-jähriger Junge, seien bei den zwei Angriffen auf Wohnhäuser verletzt worden, erklärte Regionalgouverneur Iwan Fedorow am Freitag im Onlinedienst Telegram.

01.37 Uhr: EU will Ukraine-Kredit trotz ungarischer Blockade auszahlen

Die EU will Wege finden, den zugesagten Kredit von 90 Milliarden Euro an die Ukraine trotz des anhaltenden Widerstands Ungarns auszuzahlen. "Wir werden auf die eine oder andere Weise liefern", sagt EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nach dem EU-Gipfel in Brüssel. EU-Ratspräsident Antonio Costa erklärt dazu, die EU-Staats- und Regierungschefs hätten den "inakzeptablen" Widerstand Ungarns gegen die Auszahlung des Ukraine-Kredits bei ihrem Treffen verurteilt: "Eine Vereinbarung ist eine Vereinbarung, wir müssen zu unserem Wort stehen. Und niemand kann den Europäischen Rat erpressen."

01.04 Uhr: Merz - Orbans Ukraine-Blockade wird weitreichende Folgen haben

Bundeskanzler Friedrich Merz hat dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban "grobe Illoyalität" vorgeworfen und Konsequenzen wegen dessen Blockade eines Milliardenkredits für die Ukraine angekündigt. "Ich werde dieses Thema spätestens bei den (EU-)Haushaltsberatungen wieder aufrufen", sagte er am Donnerstagabend in Brüssel nach Ende des EU-Gipfels. "Wir sind uns einig, dass wir das, was heute im Europäischen Rat geschehen ist, so nicht hinnehmen. Das wird auch Konsequenzen haben, die weit über dieses einzelne Ereignis hinausreichen", fügte er hinzu, ohne Details zu nennen. Merz warf dem nationalkonservativen Ministerpräsidenten Ungarns vor, "die Handlungsfähigkeit und das Ansehen der Europäischen Union als Ganzes" beschädigt zu haben.

Freitag, 20. März 2026

20.43 Uhr: Selenskyj - Ukrainische Unterhändler treffen am Samstag US-Vertreter

Unterhändler der Ukraine und der USA sollen sich laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Samstag in den Vereinigten Staaten treffen, um die ins Stocken geratenen Gespräche über eine Beendigung des russischen Angriffskriegs zu beleben. "Das ukrainische Team – genauer gesagt der politische Teil der Verhandlungsdelegation – ist bereits unterwegs", sagte Selenskyj in seiner allabendlichen Videoansprache. 

16.30 Uhr: Selenskyj dringt auf von Ungarn blockiertes EU-Hilfspaket

Das von Ungarn blockierte EU-Hilfspaket über 90 Milliarden Euro ist für die Ukraine laut Präsident Wolodymyr Selenskyj von entscheidender Bedeutung. Im Kampf gegen Russland befinde sich das Land in einer schwierigen Lage, so Selenskyj vor dem Europäischen Rat. In den letzten Tagen habe er Signale aus den USA erhalten, dass Friedensgespräche mit Russland bald wieder aufgenommen werden könnten. Zudem arbeite die Ukraine mit der EU an der Reparatur der von Russland beschädigten Druschba-Ölpipeline.

14.50 Uhr: EU-Gipfel bringt Orban und Fico nicht zum Einlenken

Trotz des Drucks der anderen EU-Mitgliedstaaten hielten Ungarn und die Slowakei beim Gipfel in Brüssel an ihrer Blockade des 90-Milliarden-Euro-Kredits für die Ukraine fest. Laut Diplomatenkreisen gelang es den 25 anderen Staats- und Regierungschefs nicht, Ungarns Premier Viktor Orban und seinen slowakischen Amtskollegen Robert Fico umzustimmen. Dennoch erwarten die anderen Mitgliedstaaten, dass die Auszahlung des Kredits gemäß einer Gipfelerklärung Anfang April beginnen wird.

Im Video: EU-Gipfel in Brüssel - ARD-Reporter mit Einschätzungen

ARD-Korrespondent Dirk Lipsk zu EU-Gipfel in Brüssel
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ARD-Korrespondent Dirk Lipsk zu EU-Gipfel in Brüssel

12.45 Uhr: Estland meldet erneute russische Luftraumverletzung

Estland, Mitglied der EU und Nato, hat eine neue Verletzung seines Luftraums durch Russland gemeldet. Am 18. März drang ein russischer Sukhoi Su-30-Kampfjet für etwa eine Minute unerlaubt in den estnischen Luftraum nahe der Ostsee-Insel Vaindloo ein, wie die estnische Armee in Tallinn mitteilte. Dieser Vorfall reiht sich in eine Serie von russischen Luftraumverletzungen im vergangenen Jahr ein, die für Spannungen unter den Nato-Verbündeten in Europa gesorgt haben.

12.13 Uhr: Finnischer Regierungschef wirft Orban Betrug wegen Ukraine-Veto vor

Der finnische Ministerpräsident Petteri Orpo hat den ungarischen Regierungschef Viktor Orban wegen seiner Blockadehaltung gegenüber EU-Hilfe für die Ukraine scharf kritisiert. "Er nutzt die Ukraine als Wahlkampfwaffe, und das ist nicht gut", sagte Orpo am Donnerstag in Brüssel. "Wir hatten eine Vereinbarung, und ich finde, er hat uns betrogen."

Im Dezember hatte die EU eine Finanzierung für den Wiederaufbau der Ukraine und ihre Streitkräfte beschlossen, der Orban zunächst zugestimmt hatte. EU-Vertreter rechnen damit, dass die Ukraine einen Großteil der 90 Milliarden Euro bis spätestens Anfang Mai erhält. Orban, der am 12. April bei den Parlamentswahlen in Ungarn zur Wiederwahl antritt und in Umfragen hinten liegt, hat im Wahlkampf den ukrainischen Präsidenten Selenskyj als Bedrohung für Ungarn dargestellt. Er behauptet, Selenskyj und EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen wollten Ungarn in den russischen Krieg hineinziehen.

11.17 Uhr: Merz fordert Orban zum Einlenken auf

Zum Auftakt des EU-Gipfels hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban erneut aufgefordert, seine Blockade der milliardenschweren Finanzhilfen für die Ukraine aufzugeben. Er erinnerte in Brüssel daran, dass beim Gipfel im Dezember eine einstimmige Entscheidung aller Mitgliedstaaten darüber getroffen worden sei. "Das Prinzip der Arbeit in der Europäischen Union ist das Prinzip der Loyalität und der Verlässlichkeit. Und ich gehe davon aus, dass sich daran alle Mitgliedstaaten in der Europäischen Union auch halten", betonte Merz.

09.30 Uhr: Orban lehnt Ukraine-Darlehen weiter ab

Im Streit um russische Öllieferungen beharrt Ungarns Regierungschef Viktor Orban vorerst weiter auf seiner Blockade eines EU-Darlehens für die Ukraine. Ungarn werde der Ukraine helfen, "wenn wir unser Öl bekommen", sagte Orban vor einem EU-Gipfel am Donnerstag in Brüssel. "Bis dahin können wir keinen pro-ukrainischen Vorschlag unterstützen", betonte Orban.

In dem Streit geht es um die Druschba-Pipeline, die normalerweise russisches Öl durch die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei transportiert. Sie war nach ukrainischen Angaben im Januar bei einem russischen Angriff beschädigt und deshalb vorübergehend stillgelegt worden. Orban blockiert mit Verweis auf die fehlenden Öllieferungen sowohl ein EU-Darlehen für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro als auch ein neues Sanktionspaket gegen Russland.

07.40 Uhr: Ein Toter bei ukrainischen Angriffen auf Krim

Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf die von Russland annektierte Halbinsel Krim ist nach Angaben eines von Moskau eingesetzten Gouverneurs ein Mann getötet worden. Zwei weitere Menschen seien bei den Angriffen auf Sewastopol verletzt worden, erklärte Michail Raswoschajew am Donnerstag im Onlinedienst Telegram. 27 Drohnen seien abgeschossen worden. Sewastopol wird von der ukrainischen Armee immer wieder ins Visier genommen. In der Hafenstadt auf der annektierten Halbinsel befindet sich das Hauptquartier der russischen Schwarzmeerflotte. Den ukrainischen Behörden zufolge gab es derweil auch Angriffe auf die Schwarzmeerhafenstadt Odessa. Dabei seien drei Menschen verletzt worden.

07.08 Uhr: Ukraine-Gespräche ruhen wegen Iran-Krieg

Die Friedensgespräche zwischen den USA, Russland und der Ukraine sind einem russischen Medienbericht zufolge wegen des Iran-Kriegs ausgesetzt. Das russische Präsidialamt habe die Unterbrechung bestätigt, berichtet die Zeitung "Iswestija" unter Berufung auf Vertreter der Regierung in Moskau. Der Iran-Krieg könnte die Ukraine zu Kompromissen bewegen, heißt es weiter. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow zufolge werde der russische Sondergesandte Kirill Dmitrijew zwar seine Arbeit an Investitions- und Wirtschaftskooperationen fortsetzen, die trilateralen Gespräche seien jedoch unterbrochen. "Kirill Dmitrijew setzt die Arbeit fort. Die trilaterale Gruppe macht eine Pause", wird Peskow von der Zeitung zitiert.

04.10 Uhr: Merz & Co wollen beim EU-Gipfel Orbans Blockade kippen

Beim ersten regulären EU-Gipfel des Jahres droht an diesem Donnerstag eine offene Konfrontation zwischen Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban und Staats- und Regierungschefs wie Bundeskanzler Friedrich Merz. Hintergrund ist die weiterhin anhaltende ungarische Blockade milliardenschwerer EU-Finanzhilfen für die Ukraine. Orban will diese erst beenden, wenn der Konflikt um unterbrochene russische Öllieferungen über die Druschba-Pipeline beigelegt ist. Merz sagte hingegen am Mittwoch im Bundestag, man dürfe keine Rücksicht auf ein einzelnes EU-Land nehmen, das aus innenpolitischen Gründen und wegen eines laufenden Wahlkampfs eine Blockade aufbaue.

Donnerstag, 19. März 2026

23.28 Uhr: Russische Drohnen greifen Westukraine an

Die russische Armee hat in den Abendstunden mit Drohnen mehrere Ziele im Westen der Ukraine angegriffen. In der Großstadt Lwiw habe eine Drohne das regionale Hauptquartier des Geheimdienstes SBU beschädigt, teilte Militärgouverneur Maksym Kosyzkyj auf Telegram mit. Verletzte habe es nicht gegeben. Im Gebiet Wolyn wurde eine Anlage der Energieversorgung nahe der Stadt Nowowolynsk attackiert. Deswegen fiel für etwa 30.000 Haushalte der Strom aus, wie Militärgouverneur Roman Romanjuk auf Telegram schrieb.

23.05 Uhr: Kiew - Russen schüchtern ungarische Minderheit ein

Der ukrainische Geheimdienst SBU hat nach eigenen Angaben eine Einschüchterungskampagne russischer Dienste gegen die ungarische Minderheit in der Ukraine aufgedeckt. Damit solle das gespannte Verhältnis zwischen Ungarn und der Ukraine weiter belastet werden, teilte der SBU in Kiew mit.

19.21 Uhr: Ukrainische Angriffe treffen Flugzeugwerke in Russland

Die ukrainische Armee hat nach Angaben ihres Generalstabs mit Luftangriffen zwei Flugzeugwerke in Russland getroffen. In der Nacht zu Montag sei die Flugzeugfabrik Aviastar bei Uljanowsk an der Wolga angegriffen worden, teilte das Militär in Kiew mit. Eine klimatisierte Halle und eine Stellfläche sowie mehrere Flugzeuge seien beschädigt worden. Die Fabrik produziere Militärtransportflugzeuge vom Typ Iljuschin Il-76, Tankflugzeuge Il-78 und warte schwere Transportflugzeuge. 

19.20 Uhr: Litauen verhängt Einreiseverbote für russische Ukraine-Kämpfer

Litauen hat Einreiseverbote gegen 268 Russen verhängt, die in Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine an der Front gekämpft haben. "Die von ehemaligen russischen Kämpfern ausgehenden Sicherheitsbedrohungen sind offensichtlich. Wir können sie nicht ignorieren", begründete Innenminister Vladislavas Kondratovicius den Schritt des baltische EU- und Nato-Landes. 

17.54 Uhr: Kehrtwende eines Kriegsbefürworters - Putin gehört vor Gericht

Die abrupte Kehrtwende eines Kreml-Propagandisten sorgt in Russland für Aufregung. Ilja Remeslo, bislang bekannt für Kampagnen gegen die russische Opposition, schrieb plötzlich auf seinem Telegram-Kanal, dass Wladimir Putin als Präsident illegitim sei und vor ein Kriegsgericht gehöre. Putin habe das Land in die Sackgasse des Ukraine-Kriegs geführt, heißt es in einer Art Manifest. Der Kremlchef schade der Wirtschaft, er erdrossele die Freiheit der Medien und des Internets.

17.20 Uhr: Bundeswehr - Ölpreis kein Russland-Gamechanger

Die höheren Öleinnahmen für Russland durch den Krieg im Iran werden nach Einschätzung von Generalleutnant Alexander Sollfrank nicht entscheidend im Ukraine-Krieg sein. Der hohe Ölpreis sei zwar aktuell ein Vorteil für Russland, das Land gebe jedoch zu viel Geld für den Krieg aus, sagte der Oberbefehlshaber des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr zu Reuters. Der Preissprung sei daher kein "Gamechanger". Zudem habe es in der Vergangenheit bei niedrigeren Ölpreisen hohe Einbußen für Russland gegeben.

(Archivbild): Bundeswehr-General Sollfrank
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(Archivbild): Bundeswehr-General Sollfrank

15.15 Uhr: Merz - EU-Gipfel muss 90-Milliarden-Kredit für Ukraine freigeben

Der EU-Gipfel am Donnerstag muss nach Ansicht von Kanzler Friedrich Merz eine Einigung über die weitere Finanzierung der Ukraine finden. "Wir müssen in der EU jetzt schnell zu einer Einigung über das sogenannte zwanzigste Sanktionspaket (gegen Russland) kommen", sagt der Kanzler in seiner Regierungserklärung im Bundestag. "Und wir müssen auch dringend den bereits vereinbarten Kredit über 90 Milliarden Euro für die Ukraine zur Auszahlung bringen." Er setze sich dafür mit "Nachdruck" ein. "Wir dürfen dabei auch keine Rücksicht nehmen auf ein einziges Land aus der Europäischen Union, das jetzt aus innenpolitischen Gründen und eines dort geführten Wahlkampfes diese Blockade in Europa gegenwärtig aufbaut", fügt Merz in Anspielung auf Ungarn hinzu, wo im April ein neues Parlament gewählt wird. Sowohl Ungarn als auch die Slowakei haben die Freigabe des eigentlich bereits von der EU beschlossenen Milliardenkredits immer wieder blockiert.

14.05 Uhr: Spanien bekräftigt Solidarität mit Ukraine

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez versichert der Ukraine trotz der Lage im Nahen Osten anhaltende Unterstützung. Zwar beherrsche die Krise in Nahost derzeit die Gespräche, sagt Sanchez. "Aber ich möchte der ukrainischen Regierung sagen, dass nichts und niemand uns vergessen lassen wird, was in der Ukraine geschieht." Die Hilfe werde mit derselben Intensität fortgesetzt.

13.40 Uhr: Wadephul erwartet keine Änderung der US-Ukrainepolitik

Bundesaußenminister Johann Wadephul erwartet ungeachtet der jüngsten transatlantischen Spannungen wegen des Iran-Kriegs keine Konsequenzen für die Unterstützung der USA für die Ukraine. "Es gibt eine breite Unterstützung für die Ukraine in der politischen Landschaft der Vereinigten Staaten von Amerika", sagt Wadephul in Berlin. "Deswegen habe ich keinen Zweifel daran, dass am Ende die USA ihren Kurs weiter fortführen und die Ukraine weiter unterstützen werden."

Dessen ungeachtet sei es allerdings so, dass die USA ihre militärische Unterstützung deutlich zurückgefahren hätten. "Deutschland ist in den vergangenen Jahren mit Abstand der größte Unterstützer der Ukraine gewesen", betont der Minister. "Insofern ändert sich da für uns überhaupt gar nichts."

13.02 Uhr: Russland profitiert offenbar wenig von Ölpreisanstieg

Russland profitiert wohl nur begrenzt von den stark gestiegenen Ölpreisen aufgrund des Iran-Kriegs. Laut Schätzungen der Nachrichtenagentur Reuters werden die Ölausfuhren des Landes durch ukrainische Drohnenangriffe auf die Exportinfrastruktur und schlechtes Wetter gebremst. Diese Schätzungen basieren auf Daten des Finanzdienstleisters LSEG und Brancheninsidern. Demnach könnten die Ölverladungen aus den drei wichtigsten russischen Westhäfen Primorsk, Ust-Luga und Noworossijsk im März auf 1,7 Millionen Barrel pro Tag sinken, obwohl ursprünglich 1,8 Millionen geplant waren.

03.49 Uhr: Ein Toter bei ukrainischem Angriff in russischer Region Krasnodar

Bei einem ukrainischem Drohnenangriff in der südrussischen Region Krasnodar ist nach Angaben des russischen Regionalgouverneurs ein Mensch getötet worden. Bei dem Angriff auf Wohngebäude seien drei Häuser beschädigt worden, erklärte Regionalgouverneur Weniamin Kondratjew am Mittwoch im Onlinedienst Telegram. In einer Wohnung sei ein Feuer ausgebrochen, das schnell gelöscht habe werden können.

Mittwoch, 18. März 2026

18.45 Uhr: Selenskyj wirbt in London um Unterstützung

Vor dem Hintergrund nachlassender Aufmerksamkeit für den Krieg in seinem Land ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach London gereist. "Die Regime in Russland und im Iran sind Brüder im Hass", sagte Selenskyj als Gastredner im britischen Parlament. "Und wir wollen, dass Regime, die auf Hass beruhen, niemals, wirklich niemals, in irgendetwas gewinnen. Und wir wollen, dass kein solches Regime Europa oder unsere Partner bedroht."

15.38 Uhr: Selenskyj zu Gesprächen in London eingetroffen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zu Gesprächen mit dem britischen Premierminister Keir Starmer und Nato-Generalsekretär Mark Rutte in London eingetroffen. Selenskyj werde zudem von König Charles im Buckingham Palace empfangen und vor dem Parlament sprechen, sagte Selenskyjs Sprecher Serhij Nykyforow. "Unsere Prioritäten sind klar: mehr Sicherheit und Möglichkeiten für die Ukraine", schrieb Selenskyj auf sozialen Netzwerken. Die britische Regierung hatte zuvor angekündigt, eine Verteidigungspartnerschaft unterzeichnen wollten, die darauf abzielt, der Bedrohung durch Billig-Drohnen entgegenzuwirken.

Am Mittwoch reist Selenskyj nach Spanien weiter. Die europäischen Verbündeten der Ukraine haben Kiew zugesichert, ihre Unterstützung für das Land im Krieg gegen Russland aufrechtzuerhalten. Die USA hatten ihre Sanktionen gegen Russland zuletzt teilweise aufgehoben, um die durch den Iran-Krieg gestiegenen Ölpreise zu senken. Die Verhandlungen zwischen Kiew, Moskau und Washington zur Beendigung des Ukraine-Kriegs sind durch den Konflikt im Nahen Osten und der Golfregion zuletzt ins Stocken geraten. 

14.48 Uhr: Moldau bestellt nach Verschmutzung des Flusses Dnister russischen Botschafter ein

Die Republik Moldau hat den russischen Botschafter einbestellt, um gegen die offenbar durch einen russischen Angriff verursachte Verschmutzung des lebenswichtigen Flusses Dnister zu protestieren. "Moldau verurteilt aufs Schärfste diesen Angriff, der Ölverschmutzungen im Dnister verursachte und erhebliche Risiken für die Umwelt und die Sicherheit der Wasserversorgung Moldaus bedeutet", erklärte das Außenministerium in Chisinau.

Der Dnister, der in der Ukraine entspringt und über Moldau ins Schwarze Meer fließt, versorgt etwa 80 Prozent der 2,4 Millionen Einwohner des Nachbarlandes der Ukraine mit Trinkwasser. Am Montag hatte die Regierung in Chisinau wegen der Verschmutzung des Flusses einen 15-tägigen Umweltalarm ausgegeben. Sie geht davon aus, dass ein russischer Angriff auf das Wasserkraftwerk am Dnister am 7. März den Austritt von Kraftstoff zur Folge hatte. 

13.58 Uhr: Wadephul - Keine Lockerung von Russland-Sanktionen

Außenminister Johann Wadephul sieht in Russland einen Profiteur der aktuellen Krise im Nahen Osten. "Russland ist ein Kriegsgewinnler der aktuellen Krise", sagte der CDU-Politiker bei einer Pressekonferenz mit seinem griechischen Amtskollegen Giorgos Gerapetritis in Berlin. Das Land profitiere von höheren Öl- und Gaspreisen, das fülle seine Kriegskasse. 

"Und Russland lässt keinen Zweifel daran, dass es seinen Krieg gegen die Ukraine unvermindert fortsetzen will", so Wadephul. Umso mehr müssten sich etwa die EU und Deutschland hinter die Energiesanktionen stellen und die Einnahmen Russlands mit weiteren Maßnahmen beschneiden: "Jetzt Sanktionen zu lockern, ist in jedem Fall der falsche Weg." Wadephul betonte, auch wenn die aktuelle Krise gerade nach Aufmerksamkeit verlange, dürfe man nicht vergessen: "Die Lage in der Ukraine bleibt für uns die absolute Sicherheitspriorität."

11.45 Uhr: Russland - Kein Landesteil vor ukrainischen Drohnen sicher

Sergej Schoigu, Sekretär des russischen Sicherheitsrates, hat davor gewarnt, dass wegen der Fortschritte bei der ukrainischen Drohnenproduktion keine Region Russlands mehr vor Angriffen sicher sei. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass sagte Schoigu bei einem Treffen mit Behördenvertretern in Jekaterinburg, die Zahl der ukrainischen Sabotageakte gegen Russland sei im Jahr 2025 um 40 Prozent auf 1.830 Vorfälle gestiegen. Ein Netzwerk von Geheimdiensten aus 56 Ländern arbeite gegen Russland. Namen von Staaten nannte Schoigu nicht. Die Ukraine hatte zuletzt verstärkt auch die russische Hauptstadt Moskau mit weitreichenden Drohnen attackiert. Zudem baut sie eigene Raketen mit längerer Reichweite, mit denen sie in den vergangenen Monaten wiederholt Ziele tief in Russland angegriffen hat.

08.45 Uhr: Selenskyj in London - Engere Rüstungskooperation geplant

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj trifft sich mit dem britischen Premierminister Keir Starmer in London, um eine vertiefte Verteidigungs- und Industriepartnerschaft zu vereinbaren. Die beiden Regierungschefs wollen eine Erklärung zur gemeinsamen Produktion und Lieferung von Drohnen sowie anderen Militärtechnologien unterzeichnen, teilt die britische Regierung mit. Zu den Gesprächen über die euro-atlantische Sicherheit wird auch Nato-Generalsekretär Mark Rutte erwartet. Drohnen und elektronische Kriegsführung seien inzwischen von zentraler Bedeutung für die nationale Sicherheit, erklärt Starmer.

07.48 Uhr: Russland meldet größeren ukrainischen Drohnenangriff

Russland meldet erneut einen größeren ukrainischen Drohnenangriff. In der Nacht wurden laut der Nachrichtenagentur Interfax 206 ukrainische Drohnen abgewehrt. Allein 43 davon seien über der Region Moskau abgefangen worden. Russland hatte bereits in den vergangenen Tagen von größeren ukrainischen Drohnenangriffen berichtet. So wurden nach Behördenangaben von Montag binnen zwei Tagen rund 250 Drohnen mit Kurs auf die Hauptstadt Moskau abgeschossen.

06.10 Uhr: EU-Rats-Chef will Gespräche mit Russland vorbereiten

Aus Sicht von EU-Ratspräsident António Costa sollte sich die Europäische Union trotz des laufenden Ukraine-Kriegs auf mögliche Gespräche mit Russland vorbereiten. Das könnte wichtig sein, wenn Trump mit seinen Anstrengungen scheitern oder aber beschließen sollte, sie nicht mehr fortzusetzen. Costa mahnte zugleich an, bei Kontakten mit Russland keine Alleingänge zu unternehmen.

Die gestiegenen Preise für Öl, Gas und Sprit ändern laut Costa nichts an der Strategie der EU. "Wir wollen uns von der russischen Energieversorgung unabhängig machen und nicht mit Russland über den Energiepreis verhandeln", betonte Costa im Interview des enr-Netzwerks, zu dem auch die Deutsche Presse-Agentur gehört.

Dienstag, 17. März 2026

22.25 Uhr: Selenskyj - Russische Offensive vereitelt

Der Ukraine ist es nach Angaben ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gelungen, eine für den März geplante strategische Offensive des russischen Militärs zu vereiteln. «Und auch wenn die Attacken stetig sind und die Sturmversuche anhalten, ist ihre Intensität und der Maßstab der Auseinandersetzung nicht so groß, wie die Russen das geplant und ihre Kommandeure das der politischen Führung versprochen haben», sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache.

19.23 Uhr: Selenskyj reist am Dienstag nach London

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reist am Dienstag nach London und einen Tag später nach Madrid. Der britische Verteidigungsminister John Healey kündigte Selenskyjs Besuch am Montag im Parlament in London an und bekräftigte die "uneingeschränkte Entschlossenheit" seines Landes, der Ukraine in ihrem Verteidigungskrieg gegen Russland beizustehen. Kurz zuvor hatte der britische Premierminister Keir Starmer angekündigt, dass er den ukrainischen Präsidenten "bald" treffen werde. Starmer hatte Selenskyj zuletzt im Dezember empfangen.

Am Mittwoch wird Selenskyj in Madrid zu Gesprächen mit dem spanischen Regierungschef Pedro Sánchez erwartet.

17.51 Uhr: Russland greift Kiew am helllichten Tag an

Die russische Armee hat am Montag einen seltenen Angriff am helllichten Tag auf Kiew geflogen. Nach Angaben von Reportern der Nachrichtenagentur AFP waren Explosionen zu hören und stiegen Rauchwolken auf, während Einwohner Schutz suchten. Auch stürzten Drohnentrümmer auf den Maidan, den Platz der Unabhängigkeit im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt. 

Die ukrainische Luftwaffe beschrieb den Angriff zur Hauptverkehrszeit als "ungewöhnlich" - die russische Armee führt ihre Luftangriffe auf Kiew und andere ukrainische Städte meist nachts aus. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurden in der Nacht zum Montag und dann tagsüber 194 von 211 abgefeuerten russischen Drohnen abgefangen. 

Im Video: Russland greift die Ukraine weiter an

Männer durchsuchen zerstörte Gebäude
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Neue landesweite Angriffe in der Ukraine

15.54 Uhr: Polens Luftwaffe fängt erneut russischen Aufklärer ab

Kampfjets der polnischen Luftwaffe haben erneut ein russisches Aufklärungsflugzeug über der Ostsee abgefangen. Die Maschine vom Typ Iljuschin IL-20 sei am Freitag von zwei polnischen Kampfjets vom Typ MiG-29 eskortiert worden, teilte das Oberkommando der polnischen Streitkräfte auf der Plattform X mit. Dazu postete es eine Aufnahme von der Maschine über dem Meer. In der Mitteilung hieß es weiter, der russische Aufklärer sei in internationalem Luftraum ohne Flugplan und mit ausgeschaltetem Transponder unterwegs gewesen. Die polnischen Piloten hätten das fremde Flugzeug abgefangen, identifiziert und bis zum Verlassen ihres Zuständigkeitsbereichs eskortiert. Der Luftraum über Polen wurde demnach nicht verletzt. Den Angaben zufolge war dies bereits der neunte derartige Vorfall seit Jahresbeginn.

14.14 Uhr: Tote nach russischen Angriffen im Gebiet Dnipropetrowsk

Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind mindestens zwei Zivilisten durch russischen Raketenbeschuss getötet worden. Weitere sieben Menschen seien in der Gemeinde Sajzewe im Landkreis Synelnykowe verletzt worden, teilte der Gouverneur, Olexander Hanscha, bei Telegram mit. Eine Schule und zehn Wohnhäuser wurden den Angaben nach beschädigt. Die Gemeinde ist gut 80 Kilometer von der Frontlinie entfernt.

13.30 Uhr: Kenianer sollen nicht mehr für Russland in Ukraine kämpfen

Kenia hat sich nach Angaben seines Außenministers Musalia Mudavadi mit Moskau darauf verständigt, dass Staatsangehörige des afrikanischen Landes nicht mehr für Russland in der Ukraine kämpfen werden. Mudavadi teilt dies nach Gesprächen mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow in Moskau mit. Lawrow zufolge haben kenianische Bürger freiwillig Verträge unterzeichnet, um an der Seite der russischen Armee zu kämpfen. Einem kenianischen Geheimdienstbericht zufolge wurden mehr als 1.000 Kenianer rekrutiert.

12.10 Uhr: Kreml – Trump hat Interesse an Ukraine nicht verloren

Russland weist einen Bericht der "Financial Times" zurück, wonach der Ukraine-Friedensprozess im Sande verläuft, weil US-Präsident Donald Trump wegen des Iran-Kriegs das Interesse an der Ukraine verliert. Trumps häufige Hinweise auf die Ukraine in jüngster Zeit deuteten auf das Gegenteil hin, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow vor Journalisten. Außerdem dränge Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nachdrücklich zu einer Einigung. Peskow fügt hinzu, Russland sei an einer Fortsetzung der Gespräche zur Beendigung des Krieges interessiert.

11.35 Uhr: Frankreich – EU sanktioniert neun Personen wegen Butscha-Massaker

Die Europäische Union verhängt nach Angaben des französischen Außenministers Jean-Noel Barrot Sanktionen gegen neun Personen im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Ihnen würden Kriegsverbrechen mit Blick auf das Massaker im ukrainischen Butscha vorgeworfen, sagt Barrot vor einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel.

11.05 Uhr: Ungarn blockiert EU-Ukraine-Kredit bis wieder Öl fließt

Das EU-Mitgliedsland Ungarn bekräftigt seinen Widerstand gegen einen geplanten Kredit der Europäischen Union für die Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro. Ungarn werde den Kredit weiterhin blockieren, solange kein Öl durch die Druschba-Pipeline geleitet werde, sagt Außenminister Peter Szijjarto in Brüssel. Seit Ende Januar fließt kein russisches Öl mehr durch die Röhre nach Ungarn und in die Slowakei. Die Regierung in Kiew macht einen russischen Angriff in der Westukraine für den Ausfall verantwortlich, während die Slowakei und Ungarn der Ukraine die Schuld geben.

08.55 Uhr: Russischer Drohnenangriff auf Kiew am helllichten Tag

Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew am helllichten Tag sind am Montag mehrere Explosionen zu hören gewesen. Wie AFP-Reporter weiter berichteten, fing die ukrainische Flugabwehr zahlreiche russische Geschosse ab, Rauchwolken stiegen über Kiew auf. Einwohner suchten mitten in der Hauptverkehrszeit am Morgen Schutz.

"Trümmer einer Drohne" seien "mitten im Zentrum der Hauptstadt herabgefallen", teilte Bürgermeister Vitali Klitschko noch während des Angriffs mit. Es seien vorerst keine Angaben über Verletzte bekannt, auch seien keine Brände ausgelöst worden.

06.45 Uhr: Großer ukrainischer Drohnenangriff auf Moskau abgewehrt

Russland hat nach eigenen Angaben am Wochenende einen großen ukrainischen Luftangriff mit mehr als 100 Drohnen auf die Hauptstadt Moskau abgewehrt. Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin sprach am Montag von mehr als 100 abgeschossenen Drohnen binnen zwei Tagen. Allein in der Nacht auf Montag seien über der Region Moskau 53 Drohnen abgefangen worden, meldete die Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf einen Vertreter des Verteidigungsministeriums. Insgesamt seien in einer Nacht bei Angriffen auf Russland mindestens 145 Drohnen zerstört worden.An den Moskauer Flughäfen wurde der Flugbetrieb zeitweise eingeschränkt, wie die russische Luftfahrtbehörde mitteilte.

Archivbild vom 18.01.2026: Der Kreml (r) und das Wolkenkratzerviertel Moskwa City (hinten).
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Archivbild vom 18.01.2026: Der Kreml (r) und das Wolkenkratzerviertel Moskwa City (hinten).

06.27 Uhr: Brand in Öldepot in Südrussland nach Drohnenangriff

In der südrussischen Region Krasnodar ist nach Angaben der örtlichen Behörden ein Öldepot nach einem Drohnenangriff in Brand geraten. Der Angriff habe sich in der Stadt Labinsk ereignet, teilten die Behörden mit. Niemand sei verletzt worden. Die Region ist regelmäßig Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. So hatte die Ukraine in der vergangenen Woche eine Ölanlage nahe der Stadt Tichorezk, die Afipski-Ölraffinerie und den Hafen Kawkas angegriffen.

Montag, 16. März 2026

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