Die wichtigsten News zum Ukraine-Krieg im Überblick
- Ukraine schickt Drohnen zum Schutz von US-Basen nach Jordanien (05.17 Uhr)
- Zahl der Toten bei russischem Angriff auf Charkiw steigt auf zehn (8. März, 05.32 Uhr)
- Aktuelle Nachrichten und Hintergründe auch bei tagesschau.de
Mit Informationen der ARD-Korrespondentinnen und -Korrespondenten sowie der Nachrichtenagenturen AFP, AP, dpa, epd, KNA und Reuters. Zum Teil lassen sich die Angaben nicht unabhängig überprüfen.
06.40 Uhr: Europa verdreifacht Waffenimporte - die meisten Waffen gingen in die Ukraine
Europa hat seine Waffeneinfuhr in den vergangenen fünf Jahren verdreifacht. Zwischen 2021 und 2025 ist das Gesamtvolumen der Importe um 210 Prozent zum vorherigen Fünfjahreszyklus gestiegen, wie aus dem am Montag veröffentlichten Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri hervorgeht. Ein Drittel der weltweit gehandelten schweren Waffen ging demnach in den vergangenen fünf Jahren in europäische Staaten, davon mit Abstand die meisten in die Ukraine, die auch weltweit größter Waffenempfänger ist.
05.17 Uhr: Selenskyj - Ukraine schickt Drohnen zum Schutz von US-Basen nach Jordanien
Die Ukraine schickt auf Bitten der USA Abfangdrohnen und Drohnenexperten nach Jordanien, um dort US-Militärstützpunkte zu schützen, sagt Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Zeitung "New York Times". Dem Bericht zufolge baten die USA am Donnerstag um Hilfe, woraufhin das ukrainische Team am nächsten Tag abgereist sei und in Kürze im Nahen Osten erwartet werde.
Montag, 9. März 2026
18.40 Uhr: Kiew entsetzt über Moskaus Teilnahme an Biennale in Venedig
Die Ukraine protestiert gegen die geplante Wiedereröffnung des russischen Pavillons bei der Kunstbiennale in Venedig. In einer in Kiew veröffentlichen Erklärung nannten Außenminister Andrij Sybiha und Kulturministerin Tetjana Bereschna die Zulassung russischer Künstler zu internationalen Veranstaltungen inakzeptabel. Ihnen zufolge habe die designierte Leiterin des russischen Pavillons, Anastassia Karnejewa, Kontakte zur Rüstungsindustrie ihres Landes. Das unterstreiche, "dass Kultur in Russland untrennbar mit dem militaristischen Regime verbunden ist".
Sybiha und Bereschna forderten die Organisatoren der Biennale auf, ihre Entscheidung zu überdenken. Es gebe keinen Grund, Beschränkungen aufzuheben. Vielmehr könne das ein "gefährliches Signal der Unterstützung der Aggression senden".
17.12 Uhr: Ukraine plant Waffenproduktion mit den Niederlanden
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten diskutierten bei Jettens Besuch in Kiew über eine gemeinsame Waffenproduktion. Wie Selenskyj auf X mitteilte, hätten sie zudem Investitionen und mögliche Produktionsmengen im Detail besprochen. Kiew verfügt über spezielles Wissen zur Bekämpfung von Drohnen iranischer Bauart, die von Russland eingesetzt werden. Diese Expertise bietet die Ukraine nun Ländern im Nahen Osten an.
Die Ukraine hofft, dass die Krise im Nahen Osten ihren Einfluss bei den Verbündeten vergrößern wird. In den vergangenen Monaten hat die Ukraine ihre Bemühungen verstärkt, eine gemeinsame Waffenproduktion mit europäischen Ländern aufzubauen. Die Ukraine sei zudem bereit, vom eigenenMilitär nicht genutzte Abfangdrohnen zu verkaufen.
17.03 Uhr: Ukrainische Drohnenabwehr-Experten reisen in die Golfregion
Die Ukraine wird nach den Worten ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj schon in den nächsten Tagen Drohnenabwehr-Experten in die Staaten der Golfregion entsenden. Das kündigte Selenskyj bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem neuen niederländischen Regierungschef Rob Jetten an, der zu einem Kurzbesuch nach Kiew gekommen war. "Es ist noch zu früh, um über andere Details zu sprechen", meinte Selenskyj. "Nächste Woche, wenn die Experten vor Ort sind, werden sie sich umsehen und helfen, denn sie kommen direkt mit Möglichkeiten."
15.50 Uhr: Kiew - Russland beschießt Gasanlagen in Region Poltawa
Russland greift nach Angaben des staatlichen ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz seit zwei Tagen Gasförderanlagen in der zentralukrainischen Region Poltawa an. Eine Reihe kritischer Infrastruktureinrichtungen sei abgeschaltet worden, teilt das Unternehmen mit. "Schäden und Verluste wurden gemeldet", heißt es weiter.
15.40 Uhr: Besatzungsmitglied von beschlagnahmtem russischem Schiff festgenommen
Ein Besatzungsmitglied eines am Freitag in Schweden beschlagnahmten Frachters der russischen Schattenflotte ist festgenommen und an Land gebracht worden. Der Mann werde verdächtigt, gegen Schifffahrtsbestimmungen und Sicherheitsauflagen verstoßen zu haben, erklärte die schwedische Küstenwache am Sonntag. Außerdem habe er gefälschte Urkunden verwendet.
Die "Caffa" war auf dem Weg nach St. Petersburg, steht laut der Küstenwache auf einer Sanktionsliste und fuhr unter falscher Flagge Guineas. Die Behörden vermuten, dass der Frachter gestohlenes Getreide aus der Ukraine geladen hat.
12.22 Uhr: Frau stirbt bei Drohnenangriff auf russisch besetzten Teil der Ostukraine
Bei einem nächtlichen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Gebäude im russisch besetzten Teil der Region Saporischschja im Süden der Ukraine ist laut den von Russland eingesetzten Behörden eine Frau getötet worden. Mehrere weitere Menschen seien verletzt worden, sagte eine Behördenvertreterin im Bezirk Wassiliwka der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass am Sonntag. Auf einem im Internet veröffentlichten Video war zu sehen, wie Feuerwehrleute einen Brand löschten.
In einem Dorf nahe der Stadt Charkiw in der Nordostukraine wurden derweil bei einem russischen Angriff nach Angaben von Rettungskräften in der Nacht zu Sonntag drei Menschen verletzt. Zunächst sei durch russische Drohnen ein Brand in einem Haus in Welika Babka ausgelöst worden, teilten die Rettungskräfte im Onlinedienst Telegram mit. Anschließend habe das russische Militär mit einer Drohne ein Feuerwehrfahrzeug ins Visier genommen, das zum Löschen des Brandes losgeschickt worden sei. Das Fahrzeug sei zerstört worden.
11.07 Uhr: Russland wirft Kiew schwere Schäden im Grenzgebiet vor
Die Ukraine hat bei Gegenangriffen im grenznahen russischen Gebiet Belgorod erneut Energieanlagen angegriffen. In Belgorod berichtete Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow von schweren Schäden an der Energieinfrastruktur und Stromausfällen nach einem ukrainischen Raketenangriff. Es gebe auch Probleme bei der Wasser- und Wärmeversorgung. Das russische Verteidigungsministerium teilte am Morgen mit, dass die Flugabwehr 72 ukrainische Drohnen unschädlich gemacht habe. Überprüfbar sind die Angaben von unabhängiger Seite nicht.
05.32 Uhr: Weiteres Todesopfer nach Attacke auf Charkiw
Die Zahl der Toten durch den Einschlag eines neuartigen russischen Marschflugkörpers in der ukrainischen Metropole Charkiw ist nach örtlichen Angaben auf mindestens zehn gestiegen. Unter den Toten seien zwei Kinder, teilte die regionale Staatsanwaltschaft mit. Das Geschoss vom Typ Isdelije-30 habe ein fünfstöckiges Wohngebäude getroffen. Etliche weitere Menschen seien verletzt worden. Rettungskräfte suchten in den Trümmern nach Überlebenden. Bürgermeister Ihor Terechow sagte, unter den Toten seien eine Grundschullehrerin und ihr Sohn im Grundschulalter. Auch eine Achtklässlerin und ihre Mutter seien getötet worden.
00.02 Uhr: Russisches Ölterminal brennt nach Drohnenangriff
Nach einem Drohnenangriff ist örtlichen Behörden zufolge in einem Ölterminal in der südrussischen Region Krasnodar ein Feuer ausgebrochen. Die Einsatzzentrale der Region schreibt auf Telegram, 91 Feuerwehrleute würden den Brand in Armavir bekämpfen. Es gebe keine Verletzten. Die Ukraine, deren Streitkräfte in der Vergangenheit wiederholt russische Ölanlagen angegriffen haben, äußert sich zunächst nicht. Frühere Angriffe hatte die die Ukraine unter anderem damit begründet, die Handlungsfähigkeit Russlands in dessen Angriffskrieg dadurch einzuschränken.
Sonntag, 8. März 2026
22.34 Uhr: Selenskyj – Habe Saudi-Arabien Hilfe bei Abwehr iranischer Drohnen angeboten
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, er habe mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman über die Lage im Iran und im Nahen Osten gesprochen. Dabei habe er sein Angebot bekräftigt, bei der Bekämpfung iranischer Drohnen zu helfen. Die Ukraine kämpfe seit Jahren gegen vom Iran entwickelte Drohnen des Typs Shahed. Jeder wisse, dass kein anderes Land der Welt über solche Erfahrungen damit verfüge wie die Ukraine. "Wir sind bereit zu helfen und erwarten, dass auch unser Volk die notwendige Unterstützung erhält", sagt Selenskyj mit Blick auf den Angriffkrieg Russlands auf die Ukraine.
Selenskyj hatte bereits jüngst gesagt, er habe mit Bahrain, Jordanien, Kuwait, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten über das Thema gesprochen. Schließlich werde die Ukraine immer wieder mit solchen Drohnen von Russland angegriffen. Selenskyj hatte auch gesagt, er werden den USA helfen, indem er Spezialisten zur Bekämpfung dieser Waffen zur Verfügung stelle.
13.53 Uhr: Zahl der Toten nach russischen Angriffen steigt auf elf
Bei neuen massiven Angriffen Russlands auf die Ukraine sind in der Nacht zu Samstag mindestens elf Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Nach offiziellen Angaben wurden alleine in der zweitgrößten Stadt Charkiw nahe der Grenze zu Russland neun Menschen getötet. In der gesamten Ukraine wurde wegen der Angriffe mit dutzenden Raketen und hunderten Drohnen Luftalarm ausgelöst.
Russland hat erneut Drohnen und Raketen gegen die Ukraine eingesetzt. Unter anderem wurde ein Wohnhaus in Charkiw getroffen.
08.44 Uhr: Selenskyj drängt nach russischem Angriff auf weitere Hilfen
Nach erneuten russischen Raketenangriff mit mehreren Toten forderte der ukrainische Präsident Wolodymy Selenskyj die Verbündeten seines Landes zu weiterer Hilfe auf. Russland habe in der Nacht mit 480 Drohnen und 29 Raketen angegriffen und dabei den Energiesektor und die Eisenbahn-Infrastruktur ins Visier genommen, erklärt Selenskyj auf Telegram. "Russland hat seine Versuche nicht aufgegeben, Wohnungsbauten und kritische Infrastruktur der Ukraine zu zerstören." Daher benötige die Ukraine weiter die Unterstützung ihrer Partner in Form von Luftabwehr und Waffen. Auf die brutalen Angriffe, bei denen in Charkiw in der Nacht sieben Menschen, darunter zwei Kinder gestorben waren, müsse es eine Reaktion der Partner geben, so Selenskyj.
07.46 Uhr: Tote und Verletzte bei russischen Angriffen auf Charkiw
Russland hat die Ukraine erneut mit Luftangriffen überzogen und allein in der zweitgrößten Stadt Charkiw im Osten zahlreiche Menschen getötet und verletzt. Beim Einschlag einer ballistischen Rakete in einem Wohnhaus seien mindestens sieben Menschen getötet worden, teilte der Militärgouverneur von Charkiw, Oleh Synjehubow, am Morgen bei Telegram mit. Unter den Toten waren demnach auch ein Junge und ein 13 Jahre altes Mädchen. Die Zahl der Opfer hatte sich am Morgen immer wieder erhöht, weil Rettungskräfte die Leichen erst nach und nach aus den Trümmern zogen.
Mindestens zehn Menschen sind den Behörden zufolge verletzt worden, darunter auch Kinder. Auf den veröffentlichten Fotos waren schwere Schäden an dem fünfgeschossigen Wohnhaus zu sehen. Demnach sprengte die Rakete große Teile des Gebäudes weg.
Auch in anderen Regionen meldeten die Behörden Luftalarm wegen der russischen Angriffe, darunter die Hauptstadt Kiew und Odessa am Schwarzen Meer. Bürgermeister Vitali Klitschko rief die Menschen in Kiew auf, Schutz zu suchen. Über Schäden oder Opfer war zunächst nichts bekannt.
Tote und Verletzte bei russischen Angriffen auf Charkiw
02.37 Uhr: Ungarn behält Geld und Gold von freigelassenen Bankmitarbeitern ein
Nach der vorübergehenden Festnahme mehrerer Ukrainer durch ungarische Behörden vor dem Hintergrund eines Streits um eine Öl-Pipeline hat Ungarn die festgenommenen Bankmitarbeiter wieder freigelassen - das bei der Festnahme beschlagnahmte Bargeld und Gold jedoch einbehalten. Ungarn habe die Wertsachen noch nicht zurückgegeben, erklärte der Chef der ukrainischen Zentralbank, Andryj Pyschnyj, auf Facebook. Nach Angaben der Bank ging es um Euro- und Dollarscheine mit einem Gesamtwert von umgerechnet rund 69 Millionen Euro sowie neun Goldbarren von je einem Kilo.
01.00 Uhr: Bessent - Könnten Sanktionen auf russisches Öl weiter lockern
Wegen der angespannten Situation auf dem Ölmarkt hat US-Finanzminister Scott Bessent die Möglichkeit einer weiteren Lockerung der Sanktionen auf russisches Öl ins Spiel gebracht. "Wir könnten weitere russische Öllieferungen von Sanktionen befreien", sagte Bessent dem Sender Fox Business. Zuvor hatten die USA indischen Raffinerien am Donnerstag erlaubt, für einen begrenzten Zeitraum bereits auf Tanker verladenes russisches Öl zu kaufen. Das Ministerium erteile dafür eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung, um sicherzustellen, dass weiterhin Öl auf den Weltmarkt gelange, teilte Bessent auf der Plattform X mit.
00.02 Uhr: Ischinger - Ukraine darf nicht aus dem Fokus geraten
Ischinger sieht durch den Iran-Krieg auch die westliche Unterstützung für die Ukraine in Gefahr. Deutschland müsse als europäische Führungsnation den USA sagen: "Wir müssen uns auf die Ukraine konzentrieren, und nicht auch noch Munitionsknappheiten für die Ukraine verstärken durch eine längere militärische Auseinandersetzung mit dem Iran", betonte Ischinger.
Die Ukraine müsse für Europa die absolute Priorität haben. "Wir dürfen es unter keinen Umständen zulassen, dass die Ukraine in ihrem Freiheitskampf in Vergessenheit gerät, weil sich der Fokus verlagert." Der Iran-Krieg lenke schon jetzt ab und reduziere die Fähigkeiten, Russland unter Druck zu setzen. "Er droht, die Friktionen im transatlantischen Verhältnis noch zu verstärken."
Samstag, 7. März 2026
23.36 Uhr: Selenskyj warnt vor russischer Frühlingsoffensive
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei einer Reise in die umkämpfte Region Donezk im Osten des Landes vor einer Frühlingsoffensive des russischen Militärs gewarnt. Diese werde gerade vorbereitet und es sei wichtig, dass die Verteidigungspositionen ausgebaut und die ukrainischen Soldaten gut ausgerüstet seien für den Fall, sagte er in seiner abendlichen Videoansprache - diesmal aus der Stadt Druschkiwka, gut 20 Kilometer von der Front entfernt.
23.15 Uhr: USA erwägen Aufhebung weiterer Sanktionen gegen russisches Öl
Die USA könnten Finanzminister Scott Bessent zufolge weitere Sanktionen gegen russisches Öl aufheben. Es befänden sich Hunderte Millionen Barrel sanktioniertes Rohöl auf See, sagte Bessent dem Sender Fox Business. Durch eine Aufhebung der Sanktionen könne das Finanzministerium das Angebot ausweiten. "Wir prüfen das", fügte er hinzu. Am Vortag hatte Washington eine Ausnahmeregelung für russisches Rohöl auf dem Weg nach Indien erlassen. Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs ist der Preis für US-Öl der Sorte WTI am Freitag um zwölf Prozent gestiegen.
16.20 Uhr: Selenskyj - Russland bereitet Frühjahrsoffensive in Donezk vor
Russland bereitet nach den Worten des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eine Frühjahrsoffensive in Donezk vor. Er äußert sich bei einem Truppenbesuch an der Front in dieser ostukrainischen Region. "Heute besuchen wir die Region Donezk, unser Land und unsere Soldaten", erklärt Selenskyj in der Telegram-App und postet ein Selfie-Video aus der Stadt Druschkiwka. "Es ist wichtig, dass unsere Stellungen stark sind. Das Böse muss gestoppt werden. Die Ukrainer hier im Donbass tun genau das." Der industriell geprägte Donbass besteht aus den Regionen Donezk und Luhansk, die zum Teil vom russischen Militär besetzt sind.
14.18 Uhr: Litauen: Russland baut Truppen an Nato-Grenze aus
Russland baut nach Einschätzung des litauischen Geheimdienstes seine Truppen an der Nato-Grenze aus und bereitet sich langfristig auf eine Konfrontation vor. Sollten die Sanktionen fallen, wäre Moskau in sechs Jahren zu einem großangelegten militärischen Konflikt mit dem Bündnis bereit, heißt es im jährlichen Bedrohungsbericht. Die Armee würde dann voraussichtlich um 30 bis 50 Prozent größer und moderner sein als vor dem Ukraine-Krieg.
13.36 Uhr: EU-Kommission rügt Wortwahl Selenskyjs als inakzeptabel
Die EU-Kommission von Ursula von der Leyen hat die Drohungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gegen Ungarn scharf verurteilt. "Eine solche Wortwahl ist inakzeptabel. Es darf keine Drohungen gegen EU-Mitgliedstaaten geben", sagte ein Sprecher der Kommission in Brüssel. Ganz allgemein sei die "eskalierende und aufrührerische Rhetorik" von allen Seiten nicht hilfreich.
12.43 Uhr: Ukraine und Russland tauschen weitere Kriegsgefangene
Innerhalb von zwei Tagen haben die Ukraine und Russland zum zweiten Mal Kriegsgefangene ausgetauscht. "Weitere 300 Verteidiger kehren aus der russischen Gefangenschaft zurück", schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei Telegram. Russland habe ebenfalls zwei ukrainische Zivilisten übergeben. Die zwischen 26 und 60 Jahre alten Militärs sind demnach zum Teil seit 2022 in Kriegsgefangenschaft gewesen.
11.10 Uhr: Kreml - Krieg im Iran treibt Nachfrage nach russischem Öl und Gas
Der Krieg im Iran hat nach Darstellung des Kreml die Nachfrage nach russischen Öl und Gas angeheizt. Käufer wie China und Indien ließen sich dabei von ihren nationalen Interessen leiten, sagt Sprecher Dmitri Peskow. Russland sei und bleibe ein verlässlicher Lieferant von Öl und Gas, sowohl über Pipelines als auch in verflüssigter Form.
08.10 Uhr: Zwei Menschen sterben bei Attacke im Süden der Ukraine
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf eine von Russland besetzte Region im Süden der Ukraine sind russischen Angaben zufolge zwei Menschen getötet worden. Zwölf Menschen seien verletzt worden, erklärte der vom Kreml eingesetzte Gouverneur des von Russland kontrollierten Teils der Region Cherson, Wladimir Saldo, am Freitag im Onlinedienst Telegram. Bei allen handele es sich um Zivilisten, erklärte Saldo weiter. Er bezeichnete den Vorfall als ein "weiteres blutiges Verbrechen" der Ukraine.
08.07 Uhr: Moskau repariert Stromleitung zu AKW Saporischschja
Russland hat eine wichtige externe Stromleitung zum besetzten Atomkraftwerk Saporischschja repariert. Dies teilte der Chef des russischen Staatskonzerns Rosatom, Alexej Lichatschow, mit. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) bestätigte die Reparatur. Die Leitung war seit dem 10. Februar unterbrochen. Eine zweite externe Leitung war während der Arbeiten durchgehend in Betrieb. Eine ukrainische Stellungnahme lag zunächst nicht vor.
07.49 Uhr: USA erlauben Indien zeitlich begrenzten Kauf von russischem Öl
Die USA erlauben es indischen Raffinerieunternehmen, für einen begrenzten Zeitraum russisches Öl zu kaufen. Sein Ministerium erteile dafür eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung, um sicherzustellen, dass weiterhin Öl auf den Weltmarkt gelange, teilte US-Finanzminister Scott Bessent auf X mit.
Russland, das einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, dürfte damit zumindest kurzfristig seine Einnahmen aus dem Rohöl-Verkauf steigern können. Die US-Regierung spielte diesen Aspekt herunter. "Diese bewusst kurzfristige Maßnahme wird der russischen Regierung keinen nennenswerten finanziellen Vorteil verschaffen", betonte Bessent, da sie nur Transaktionen mit Öl genehmige, das bereits auf Tanker geladen, aber nicht ausgeliefert worden sei. Der Finanzminister sprach von einer "Überbrückungsmaßnahme", die den Druck mindern werde, der durch das Verhalten des Irans entstehe.
07.32 Uhr: Neun Verletzte nach Angriff auf besetzte Halbinsel Krim
Beim Absturz einer abgeschossenen ukrainischen Drohne in Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim sind nach Angaben des von Russland eingesetzten Gouverneurs neun Menschen verletzt worden. Die Drohne sei neben einem fünfstöckigen Wohnhaus niedergegangen, sagte Gouverneur Michail Raswoschajew. Unter den Verletzten seien drei Kinder. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen.
06.09 Uhr: Ukraine beschuldigt Ungarn der Geiselnahme von Staatsbürgern
Der Streit zwischen Ungarn und der Ukraine um den Transit von Öllieferungen aus Russland hat mit einem Geiselnahmevorwurf aus Kiew eine neue Eskalationsstufe erreicht. "Heute in Budapest haben die ungarischen Behörden sieben ukrainische Staatsbürger als Geiseln genommen", schrieb der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf der Plattform X. Der Vorgang sei kriminell, klagte er. Bei den Festgenommenen handelt es sich um Mitarbeiter einer Staatsbank. Zudem sollen die ungarischen Behörden Geld in Millionenhöhe und Goldbarren konfisziert haben. Die Grundlage der Festsetzung sei unklar.
05.57 Uhr: Russland verbietet Werbung auf Telegram
Die russischen Behörden haben die Platzierung von Werbung beim Messengerdienst Telegram als illegal eingestuft. Die Aktivität von Telegram sei auf russischem Territorium wegen Gesetzesverstößen eingeschränkt worden, teilte die Antimonopolbehörde der Regierungszeitung "Rossijskaja Gaseta" zufolge mit. "Wegen der Maßnahmen zur Zugangsbeschränkung von Telegram sieht die Antimonopolbehörde Russlands in der Platzierung von Werbung auf dieser Plattform Anzeichen eines Verstoßes gegen das Reklamegesetz", zitiert das Blatt weiter. Haften würden sowohl Betreiber als auch diejenigen, die dort Werbung schalteten.
04.13 Uhr: Kiew stellt weiteren Gefangenenaustausch mit Russland in Aussicht
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die baldige Rückholung weiterer Soldaten aus russischer Kriegsgefangenschaft angekündigt. In seiner abendlichen Videobotschaft lobte er den am Tag vollzogenen Austausch von 200 Kriegsgefangenen. "Wir rechnen damit, dass es in den nächsten Tagen eine Fortsetzung der Austausche geben wird", sagte er anschließend. Wie es mit den Verhandlungen über ein Ende des russischen Kriegs in der Ukraine weitergehen wird, ist seinen Worten nach hingegen ungewiss.
Freitag, 6. März 2026
21.12 Uhr: Selenskyj - USA wollen bei Iran-Krieg auf ukrainische Erfahrungen setzen
Die USA haben dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge um Hilfe beim Umgang mit Drohnen im Krieg gegen den Iran gebeten. "Wir haben von den Vereinigten Staaten eine Anfrage nach konkreter Unterstützung beim Schutz vor 'Schahed' im Nahen Osten erhalten", schreibt Selenskyj auf Englisch auf der Social-Media-Plattform X. Die Ukraine hat Erfahrung mit der Abwehr von Drohnen des iranischen Typs "Schahed", die Russland seit langem im Krieg gegen sein Nachbarland einsetzt. "Ich habe die Anweisung gegeben, die notwendigen Mittel bereitzustellen und die Anwesenheit ukrainischer Spezialisten sicherzustellen, die die erforderliche Sicherheit gewährleisten können", erklärt Selenskyj.
US-Präsident Donald Trump sagt dazu in einem Reuters-Interview auf eine entsprechende Frage: "Selbstverständlich werde ich jede Hilfe von jedem Land annehmen."
20.00 Uhr: Konflikt zwischen Kiew und Budapest schaukelt sich hoch
Im Streit über einen von Ungarn blockierten EU-Kredit droht der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban. "Wir hoffen, dass eine Person in der Europäischen Union die 90 Milliarden Euro nicht blockieren wird und die ukrainischen Kämpfer Waffen bekommen, andernfalls geben wir die Adresse dieser Person unseren Jungs weiter, auf dass sie ihn anrufen und mit ihm in ihrer Sprache reden", sagte Selenskyj nach einer erweiterten Regierungssitzung in Kiew. Der Staatschef betonte, dass sein Land zum EU-Kredit keine Alternative habe.
In Ungarn wurde umgehend auf die Äußerung reagiert. "Diese Drohungen und Erpressungen von Selenskyj gehen weit über jedes akzeptable Limit hinaus", schrieb Orbans Pressesprecher Zoltan Kovacs auf der Plattform X. Persönliche Emotionen hätten nichts in Angelegenheiten wie dieser zu suchen. Ungarn werde sich nicht einschüchtern und erpressen lassen. Budapest blockiert die Freigabe des EU-Kredits aufgrund des eingestellten Transits über die Erdölpipeline "Druschba" (Freundschaft). Ukrainischen Angaben nach wurde diese durch einen russischen Drohnenangriff Ende Januar auf ein Tanklager bei der westukrainischen Stadt Brody beschädigt.
19.34 Uhr: Finnland will Atomwaffen auf Staatsgebiet erlauben
Finnland plant die Aufhebung von Einschränkungen für Atomwaffen auf seinem Staatsgebiet, um mit der Abschreckungspolitik der Nato in Einklang zu kommen. Die Gesetzesänderung der Regierung werde es ermöglichen, künftig "Atomwaffen nach Finnland zu bringen oder in Finnland zu transportieren, zu liefern oder zu besitzen, wenn dies mit der militärischen Verteidigung Finnlands in Verbindung steht", sagte Verteidigungsminister Antti Hakkanen vor Journalisten.
19.08 Uhr: IAEA verabschiedet Resolution zur Bedrohung der atomaren Sicherheit der Ukraine
Der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA hat trotz des Widerstands der USA eine Resolution verabschiedet, in der er seine "Besorgnis" über die "wiederholten und verstärkten Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Ukraine" darlegt. Die von Kanada und den Niederlanden eingebrachte Resolution sei mit 20 Ja-Stimmen, vier Nein-Stimmen und zehn Enthaltungen angenommen worden, sagte ein Diplomat der Nachrichtenagentur AFP.
Neben China, Russland und dem Niger stimmten auch die USA gegen die Resolution. Es war das erste Mal seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022, dass eine Resolution ohne die Zustimmung der USA verabschiedet wurde. Washington bezeichnete die Resolution als "unnötig". Sie helfe nicht dabei, Frieden zwischen der Ukraine und Russland zu schaffen, sagte der Vertreter der USA im Gouverneursrat, Howard Solomon, bei der Debatte.
18.05 Uhr: US-Regierung nimmt Rosneft Deutschland von Sanktionen aus
Die US-Regierung hat die unter Treuhandverwaltung der Bundesregierung stehenden deutschen Töchter des russischen Ölkonzerns Rosneft dauerhaft von Sanktionen ausgenommen. Das Finanzministerium in Washington genehmigte die Aktivitäten von Rosneft Deutschland am Donnerstag ohne weitere Befristung. Die Entscheidung sichert unter anderem die Produktion der Raffinerie PCK Schwedt in Brandenburg, die Berlin und den Nordosten Deutschlands mit Kraftstoff und Heizöl versorgt.
Das Bundeswirtschaftsministerium begrüßte die US-Entscheidung. Damit werde rechtssicher klargestellt, dass die deutschen Rosneft-Tochtergesellschaften während ihrer Treuhandverwaltung nicht von den US-Sanktionen gegen die russische Konzernmutter erfasst werden.
16.05 Uhr: Wiederinbetriebnahme von Druschba-Pipeline dauert laut Selenskyj noch Wochen
Bis zur Wiederinbetriebnahme der umstrittenen Druschba-Pipeline durch die Ukraine könnte es nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj noch Wochen dauern. "Nach aktuellen Informationen kann diese Pipeline in einem bis eineinhalb Monaten wieder in Betrieb genommen werden", sagte der Staatschef am Donnerstag. Zugleich ließ Selenskyj durchblicken, dass es ihm lieber wäre, wenn die Leitung nicht repariert würde. Er räumte jedoch ein, dass dies wohl notwendig sei, um das von Ungarn blockierte EU-Darlehen für Kiew freizubekommen.
Die Pipeline transportiert russisches Öl nach Ungarn und in die Slowakei. Sie war nach ukrainischen Angaben im Januar bei einem russischen Angriff beschädigt und deshalb vorübergehend stillgelegt worden. Ungarn und die Slowakei werfen Selenskyj vor, Reparaturen an der Leitung zu verzögern. Der Streit führte zu erhebliche Spannungen.
13.24 Uhr: Ungarn will Ukraine zur Öffnung von Öl-Pipeline zwingen
Ungarn will die Ukraine mit politischen Mitteln zur Wiedereröffnung der Ölpipeline Druschba zwingen. "Es wird keinerlei Kompromisse geben, wir werden sie besiegen, wir werden die Ölblockade niederringen und die Ukrainer zur Wiederaufnahme der Lieferungen zwingen", sagt Ministerpräsident Viktor Orban auf einer Wirtschaftskonferenz. Militärische Mittel schließt er dabei aus. Nach ukrainischen Angaben wurde die Pipeline durch russische Angriffe beschädigt, deswegen könne sie derzeit nicht für den Öltransport benutzt werden.
12.58 Uhr: Russland und Ukraine tauschen je 200 Kriegsgefangene aus
Russland und die Ukraine tauschen je 200 Kriegsgefangene aus. Das teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Trotz des seit vier Jahren andauernden Krieges und ausbleibender Fortschritte bei Friedensverhandlungen übergeben beide Seiten immer wieder Gefangene und die sterblichen Überreste von Soldaten, zuletzt in der vergangenen Woche.
12.52 Uhr: Ukraine meldet russischen Angriff auf Frachtschiff im Schwarzen Meer
Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben der Ukraine ein Frachtschiff im Schwarzen Meer angegriffen. Am Mittwochabend habe eine Drohne ein ziviles Schiff, das unter panamaischer Flagge unterwegs gewesen sei, angegriffen, erklärte der Chef der Militärverwaltung der Region Odessa, Oleh Kiper. Mehrere Besatzungsmitglieder seien bei dem Angriff verletzt worden.
Das Schiff transportierte nach Angaben von Kiper Getreide und war dabei, den südukrainischen Hafen Tschornomorsk zu verlassen, als es angegriffen wurde. Kiper nannte weder den Namen des Schiffs noch die Zahl der Verletzten.
12.45 Uhr: Deutschland: Weitere 200 Millionen Euro Ukraine-Hilfe
Deutschland stellt der Ukraine angesichts anhaltender russischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Landes weitere über 200 Millionen Euro zur Verfügung. "Mit diesen Geldern soll der Schutz der Ukraine gegen den Bombenterror Putins noch einmal verstärkt werden", sagte Außenminister Johann Wadephul (CDU) bei einem Treffen mit seinem moldauischen Kollegen Mihai Popsoi in Berlin mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Mit dem Geld sollten unter anderem Aufklärungsdrohnen finanziert und der Zivilschutz unterstützt werden.
"All das stärkt die Widerstandskraft der Ukraine und nützt auch Moldau", sagte Wadephul. Zugleich wandte sich der Bundesaußenminister gegen Befürchtungen, angesichts des Iran-Krieges könne sich der Fokus von den Verhandlungen über ein Ende des russischen Angriffskriegs weg verlagern.
12.09 Uhr: Rumäne in Russland wegen Spionage zu 15 Jahren Haft verurteilt
Ein russisches Gericht verurteilt einen Rumänen wegen Spionage für die Ukraine zu 15 Jahren Haft. Der Mann habe Informationen über die Luftabwehr im Kurort Sotschi gesammelt und weitergegeben, teilt das Gericht in der Region Krasnodar auf Telegram mit. Er habe sich im November 2024 zur Zusammenarbeit mit der Ukraine bereit erklärt. Eine Stellungnahme des rumänischen Außenministeriums liegt zunächst nicht vor.
12.06 Uhr: EU-Chefdiplomatin warnt: Iran-Krieg könnte Putin helfen
Der Anstieg der Energiepreise infolge des Iran-Kriegs droht nach Einschätzung der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in die Hände zu spielen. "Wenn der Ölpreis steigt, nützt das Russland bei der Finanzierung seines Krieges", sagte Kallas in Brüssel mit Blick auf Russlands Invasion in die Ukraine. Wichtig sei deswegen, dass ein geplantes Verbot maritimer Dienstleistungen für Schiffe umgesetzt werde, die russisches Öl befördern. Dieser Schritt könne Russlands Öleinnahmen wirksam beschneiden.
11.04 Uhr: Ukrainischen F-16-Jets fehlten offenbar wochenlang Raketen
Der ukrainischen Luftwaffe sind inmitten massiver russischer Angriffe im Winter offenbar wochenlang die Raketen für ihre F-16-Kampfjets ausgegangen. Drei mit der Situation vertraute Personen sagten der Nachrichtenagentur Reuters, die Maschinen hätten von Ende November bis Mitte Dezember mehr als drei Wochen lang nicht über genügend Munition verfügt, um russische Drohnen und Raketen abzuschießen. Der Nachschub der Verbündeten sei genau zu dem Zeitpunkt versiegt, als die Regierung in Moskau eine massive Luftoffensive gegen die ukrainische Energieinfrastruktur vorbereitet habe. Der akute Mangel offenbart die Verwundbarkeit der ukrainischen Luftverteidigung, die im mittlerweile mehr als vier Jahre andauernden Krieg stark von westlichen Lieferungen abhängig ist.
10.18 Uhr: Selenskyj - Bemühen uns um Verschiebung der trilateralen Gespräche
Die Ukraine bemüht sich um eine Verschiebung der Gespräche zur Beendigung des Kriegs. Hintergrund sei die Lage im Nahe Osten, teilt Präsident Wolodymyr Selenskyj mit. Die Ukraine habe diesbezügliche mit den USA Kontakt aufgenommen. Es sei über eine Verschiebung und Verlegung der nächsten Runde gesprochen worden. "Das nächste trilaterale Treffen zwischen der Ukraine, den USA und Russland war für den Zeitraum vom 5. bis 9. März geplant, abhängig von den Entwicklungen weltweit. Derzeit gibt es einen weiteren Krieg im Nahen Osten", erklärt Selenskyj auf X.
10.01 Uhr: Verletzte in der Ukraine nach russischen Angriffen
Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut mit Angriffen aus der Luft überzogen. Im ostukrainischen Gebiet Charkiw wurden nach Angaben der regionalen Staatsanwaltschaft mehrere Menschen durch russische Drohnenattacken verletzt. Demnach nahm die russische Armee Ortschaften im Landkreis Tschuhujiw ins Visier.
Der Gouverneur des südukrainischen Gebiets Odessa, Oleh Kiper, sprach zudem von einem Angriff auf ein ziviles Schiff unter der Flagge Panamas im Schwarzen Meer. Es habe den ukrainischen Hafen Tschornomorsk verlassen und Mais transportiert. Es gebe verletzte Besatzungsmitglieder, schrieb er bei Telegram, ohne Details zu nennen. In Russland sprach der Gouverneur des Gebiets Saratow, Roman Bussargin, von drei Verletzten nach ukrainischen Drohnenangriffen.
06.33 Uhr: Gas-Tanker nach ukrainischem Beschuss im Mittelmeer gesunken
Ein mit Flüssiggas beladener russischer Tanker ist im Mittelmeer gesunken. Nach Darstellung der Regierung in Moskau wurde das Schiff von ukrainischen Drohnen angegriffen, die von der libyschen Küste aus abgefeuert wurden. Russlands Präsident Wladimir Putin sprach von einem "Angriff von Terroristen". Die 30-köpfige russische Besatzung konnte den Angaben zufolge gerettet werden. Das Schiff war nach Angaben der libyschen National Oil Corporation mit Flüssigerdgas (LNG) aus dem arktischen Hafen Murmansk unterwegs, Ziel war Port Said in Ägypten. Experten gehen davon aus, dass sich die Umweltverschmutzung auf den Treibstoff des Schiffes beschränken dürfte, da sich das geladene Gas verflüchtigt.
Sollte sich der Angriff bestätigen, wäre es das erste Mal, dass die ukrainische Armee einen LNG-Tanker ins Visier nimmt. In der Vergangenheit hat sie häufig russische Ölraffinerien und Energieinfrastruktur attackiert, um die Finanzierung des russischen Krieges gegen die Ukraine zu erschweren. Der ukrainische Geheimdienst SBU reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage zur Stellungnahme.
Donnerstag, 5. März 2026
12.21 Uhr: Putin empfängt ungarischen Außenminister
Kremp-Chef Wladimir Putin empfängt am Mittwoch den ungarischen Außenminister Peter Szijjarto zu Gesprächen über Öllieferungen in Moskau. Das gab Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bekannt. Er fügte hinzu, dass Käufer russischen Öls von der Ukraine erpresst würden und beschuldigte Kiew, die Druschba-Pipeline, durch die normalerweise russisches Öl über ukrainisches Territorium nach Ungarn und in die Slowakei geleitet wird, "absichtlich" zu blockieren.
Die Druschba-Pipeline war nach ukrainischen Angaben Ende Januar bei russischen Angriffen beschädigt und deshalb stillgelegt worden. Ungarn und die Slowakei, die engsten Verbündeten Russlands in Europa, werfen der Ukraine vor, die Wiederaufnahme der Lieferungen absichtlich zu verzögern. Die Ukraine weist die Vorwürfe zurück. Ihren Angaben zufolge verzögert sich die Reparatur der Pipeline, weil neue Angriffe drohen.
12.19 Uhr: Wadephul nennt Ungarn-Veto gegen Ukraine-Hilfe unannehmbar
Außenminister Johann Wadephul fordert ein rasches Ende der ungarischen Blockade von bereits beschlossenen neuen Milliarden-Geldern der EU für die von Russland angegriffene Ukraine. "Wir können es uns nicht länger leisten, dass unannehmbare Blockaden – wie sie derzeit von Ungarn ausgehen – diese dringend benötigte Hilfe verzögern und so Menschenleben kosten, weil wichtige Mittel zur Landesverteidigung fehlen", kritisierte der CDU-Politiker vor der Abreise zu einer informellen Sitzung des Ostseerats in der polnischen Hauptstadt Warschau.
Wadephul betonte außerdem, man müsse die Ukraine mehr begleiten auf ihrem Weg in die Europäische Union. Dieser Weg werde "in Zukunft die vielleicht wichtigste Sicherheitsgarantie für die Ukraine überhaupt sein", so der Außenminister.
10.12 Uhr: Russland - Ukraine greift auch im Mittelmeer an
Russland wirft der Ukraine die Ausweitung der Kampfzone auf das Mittelmeer vor. Gestern sei ein russischer Gas-Tanker im Mittelmeer mit ukrainischen Seedrohnen angegriffen worden und in Brand geraten, teilt das Verkehrsministerium in Moskau mit. Die 30 russischen Besatzungsmitglieder seien in Sicherheit. Das Ministerium spricht von einem "Akt des internationalen Terrorismus". Eine Stellungnahme der Ukraine lag zunächst nicht vor.
08.02 Uhr: BND - Russland schönt Kosten des Angriffskrieges
Die Lage der russischen Wirtschaft und des Staatshaushalts ist nach Ansicht des Bundesnachrichtendienstes (BND) schlechter als offiziell dargestellt. "Russland versucht, durch geschönte Zahlen die wahren Kosten seines Angriffskrieges gegen die Ukraine zu verschleiern", schreibt der Nachrichtendienst auf der Plattform LinkedIn. "Das echte Defizit des föderalen Haushalts 2025 liegt über 2,36 Billionen Rubel (26,18 Milliarden Euro) höher als offiziell ausgewiesen." Der BND beruft sich auf nachrichtendienstliche Erkenntnisse.
Mittwoch, 4. März 2026
22.20 Uhr: Merz an Trump: Europa in Ukraine-Verhandlungen einbeziehen
Bundeskanzler Friedrich Merz hat von US-Präsident Donald Trump mehr Druck auf Moskau verlangt und gefordert, Europa in die Verhandlungen über eine Friedenslösung in der Ukraine einzubeziehen. "Wir sind nicht bereit, ein Abkommen zu akzeptieren, das über unsere Köpfe hinweg verhandelt wird", sagte der CDU-Vorsitzende in Washington nach einem Treffen mit Trump im Weißen Haus.
Trump wisse: "Nur ein Frieden, den Europa mitträgt und legitimiert, kann auch wirklich von Dauer sein", sagte Merz. Der US-Präsident wisse auch, dass Europas Beiträge zur Sicherheit, zum Wiederaufbau und zur europäischen Einbettung der Ukraine "für diesen Frieden schlichtweg unverzichtbar" seien. Ohne die EU und ihre engen Partner wie Großbritannien "geht das nicht". Deutschland sei mittlerweile bei weitem der wichtigste Unterstützer der Ukraine, militärisch, finanziell, politisch, erinnerte der Kanzler. "Mein Eindruck ist, dass Präsident Trump das sehr gut weiß."
19.45 Uhr: Insider: Russischer LNG-Tanker brennt im Mittelmeer
Ein mit Sanktionen belegter russischer Tanker für Flüssigerdgas (LNG) ist Sicherheitskreisen zufolge im Mittelmeer in Brand geraten. Das Schicksal der Besatzung der "Arctic Metagaz" sei unklar, hieß es in Schifffahrtskreisen. Ein Insider vermutet, das Schiff sei von einer Seedrohne angegriffen worden. Die Person verdächtigt die Ukraine, ohne jedoch Belege zu präsentieren. Die letzte Position des Schiffes wurde am Montag vor Malta gemeldet. Russische und ukrainische Stellungnahmen liegen zunächst nicht vor.
18.29 Uhr: Merz - Ukraine muss Territorium bewahren
Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump die europäischen Positionen zum Krieg in der Ukraine bekräftigt. "Wir alle wollen diesen Krieg so schnell wie möglich beendet sehen", sagte der CDU-Vorsitzende im Weißen Haus in Washington. "Aber die Ukraine muss ihr Territorium und ihre Sicherheitsinteressen bewahren." Er werde mit Trump über das Thema reden, sagte Merz im Oval Office.
16.22 Uhr: Polen - Nahost-Konflikt gefährdet US-Waffenlieferungen an Europa
Ein längerer Konflikt im Nahen Osten gefährdet nach Ansicht Polens die Lieferung von US-Luftabwehrsystemen und anderen Waffen an europäische Länder und die Ukraine. Sollte sich die Auseinandersetzung über die von US-Präsident Donald Trump genannten drei bis vier Wochen hinausziehen, drohten Engpässe beim Nachschub, sagt Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz in Bratislava. Dies gelte vor allem für die Ukraine. Hintergrund ist der hohe Verbrauch an Luftabwehrraketen im Iran-Krieg.
13.26 Uhr: Putin und Orban sprechen über gefangen genommene Ungarn
Russlands Präsident Wladimir Putin hat mit dem ungarischen Regierungschef Viktor Orban gesprochen. Wie der Kreml mitteilte, ging es in einem Telefonat von Putin und Orban unter anderem um ungarische Staatsbürger, die als Soldaten der ukrainischen Armee "von Russland gefangen genommen wurden". Das russische Verteidigungsministerium hatte vergangene Woche ein Video veröffentlicht, das einen Kriegsgefangenen mit ungarischer und ukrainischer Staatsbürgerschaft zeigen soll. Er war nach Angaben der russischen Regierung gezwungen worden, sich bei der ukrainischen Armee zu verpflichten.
13.12 Uhr: Von der Leyen telefoniert mit Selenskyj
Im Streit zwischen der Ukraine und den EU-Staaten Ungarn und Slowakei um russische Öllieferungen will EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Nachmittag mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefonieren. In dem Gespräch werde es um "Energiesicherheit" gehen, sagte eine Kommissionssprecherin in Brüssel.
In dem Streit geht es um die Druschba-Pipeline, die normalerweise russisches Öl durch ukrainisches Gebiet nach Ungarn und in die Slowakei transportiert. Die Pipeline war nach ukrainischen Angaben bei Angriffen der russischen Armee beschädigt und deshalb vorübergehend stillgelegt worden. Ungarn und die Slowakei werfen Selenskyj vor, Reparaturen an der Leitung zu verzögern.
12.34 Uhr: Russland hofft auf mehr Einnahmen für Kriegskasse
Politisch verurteilt Moskau den Angriff der USA und Israels auf den Iran, wirtschaftlich hofft das Land aber davon zu profitieren. Die kremlnahe Zeitung "Iswestija" prognostiziert unter Berufung auf Branchenexperten einen Anstieg der Haushaltseinnahmen durch einen höheren Öl- und Gasexport. "Die Experten sind sich einig darüber, dass der russische Etat bei einem anhaltenden Konflikt im Nahen Osten mit höheren Öl- und Gaseinnahmen rechnen kann", heißt es in dem Blatt. Als anhaltend gelte der Konflikt, wenn er länger als zwei Monate dauere. Ein Großteil der Ausgaben im russischen Haushalt fließt in den Krieg gegen die Ukraine.
10.21 Uhr: Selenskyj fürchtet um Nachschub
Angesichts der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran befürchtet der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Probleme für sein eigenes Land im Krieg gegen Russland. "Es könnte schwierig werden, Raketen und Waffen für die Verteidigung unseres Luftraums zu beschaffen", sagte Selenskyj der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera". "Die Amerikaner und ihre Verbündeten im Nahen Osten könnten diese zur Verteidigung benötigen, zum Beispiel Anti-Patriot-Raketen."
Grundsätzlich unterstützte Selenskyj das Vorgehen gegen den Iran, weil das Land zu den Unterstützern Russlands gehöre. Der ukrainische Präsident fügte hinzu: "Ich hoffe, dass die Iran-Krise eine begrenzte Operation bleibt. Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie blutig so etwas werden kann."
10.04 Uhr: Russland zieht wegen eingefrorener Gelder vor EU-Gericht
Die russische Zentralbank hat wegen des Einfrierens ihrer Vermögenswerte infolge des Ukraine-Kriegs Klage beim Gericht der Europäischen Union in Luxemburg eingereicht. Dies teilte die Notenbank in Moskau mit. Die Klage richte sich gegen einen Beschluss vom Dezember 2025, die Gelder auf unbestimmte Zeit zu blockieren. Zur Begründung hieß es, das Einfrieren sei mit "schwerwiegenden Verfahrensverstößen" verhängt worden, da es per Mehrheitsentscheidung und nicht wie vom EU-Recht gefordert einstimmig angenommen worden sei.
Das im Dezember veröffentlichte EU-Dokument zur Sperrung der Gelder schließt eine Klage Russlands vor EU-Gerichten gegen die Entscheidung jedoch aus. Die Zentralbank schätzt, dass westliche Länder rund 300 Milliarden Dollar an russischen Staatsvermögen festgesetzt haben. Der größte Teil dieser Vermögenswerte ist in Europa bei dem belgischen Zentralverwahrer Euroclear eingefroren. Die russische Notenbank hatte bereits im vergangenen Dezember in Moskau eine Klage gegen Euroclear eingereicht.
05.00 Uhr: Ukraine ist Thema bei Merz-Besuch im Weißen Haus
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kommt am Vormittag in Washington mit US-Präsident Donald Trump zusammen. Nach der Eintragung ins Gästebuch ist ein halbstündiges Gespräch mit Trump im Oval Office geplant. Danach schließt sich ein Mittagessen an. Themen sind insbesondere Trumps Zollpolitik und die weitere Unterstützung der Ukraine. Nach der Eskalation im Iran-Konflikt am Wochenende kündigte Merz an, er wolle mit Trump auch über dieses Thema sprechen.
Dienstag, 3. März 2026
21.46 Uhr: Selenskyj bezweifelt starke russische Frühjahrsoffensive
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zweifelt an der Stoßkraft der zu erwartenden Frühjahrsoffensive der russischen Armee. Klar sei, dass Russland weiterhin den Osten der Ukraine sowie im Süden die Städte Saporischschja und Dnipro besetzen wolle, sagte Selenskyj in Kiew. "Es ist schwierig für sie, aber sie haben die Region Odessa im Blick."
Doch nach ukrainischer Einschätzung reichten die russischen Kräfte nicht aus. "Ihre Karten stimmen nicht mit der Realität überein – wo sich unsere Streitkräfte befinden und wo ihre Streitkräfte", sagte Selenskyj, wie die staatliche Nachrichtenagentur Ukrinform meldete. "Sie können den März-Angriff nicht so beginnen, wie sie es wollten."
20.01 Uhr: Ukrainische Streitkräfte verzeichnen Geländegewinne im Süden
Die ukrainischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben im Gebiet Saporischschja seit Ende Januar neun Siedlungen zurückerobert und setzen ihren Gegenangriff an der südöstlichen Front fort. Erstmals seit dem Sommer 2024 hätten die eigenen Truppen in einem Monat mehr Gebiete befreit als die russischen Angreifer eingenommen haben, sagte Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj am Montag.
Berichten zufolge profitierten die Ukrainer dabei von massiven Ausfällen der Starlink-Terminals auf russischer Seite. Der Gründer der Satellitenfirma SpaceX, Elon Musk, hatte den Zugang für russische Truppen Ende Januar auf Bitten der Regierung in Kiew blockiert, was die Kommunikation und Lagebeurteilung der Angreifer erheblich beeinträchtigte.
17.45 Uhr: Kiew reklamiert Angriff auf russisches Ölterminal für sich
Die Ukraine hat einen Angriff auf eine Ölterminal im Hafen der russischen Stadt Noworossijsk für sich reklamiert. Die ukrainische Armee erklärte am Montag im Onlinedienst Facebook, das Ölterminal Schescharis in Noworossijsk sowie den Marinestützpunkt in der Schwarzmeerstadt getroffen zu haben. Auf dem Gelände gebe es einen Großbrand, hieß es weiter.
Bei dem Angriff seien fünf Menschen verletzt worden, erklärte der Gouverneur der russischen Region Krasnodar, ohne das Ölterminal zu erwähnen. In Noworossijsk sei der Ausnahmezustand ausgerufen worden, fügte er hinzu.
17.26 Uhr: Ukraine bietet Hilfe bei Abwehr iranischer Drohnen an
Die Ukraine stellt die Entsendung von Drohnen-Spezialisten in den Nahen Osten in Aussicht, sollten ihre Partner eine Waffenruhe im Krieg mit Russland vermitteln. Man könne Fähigkeiten und Fachwissen zur Bekämpfung iranischer Drohnen teilen, sagt Außenminister Andrij Sybiha der Nachrichtenagentur Reuters. Die ukrainische Abwehrquote bei iranischen Schahed-Drohnen liege inzwischen bei bis zu 90 Prozent. "Wir werden nicht alle unsere Fachleute schicken können, aber wir können sicherlich einige von ihnen entsenden, wenn garantiert ist, dass russische Angriffe auf unser Land ausbleiben", erklärt Sybiha.
15.11 Uhr: Selenskyj - Abu Dhabi als Ukraine-Verhandlungsort steht in Frage
Wegen der eskalierenden Lage im Nahen Osten könnten geplante Gespräche zwischen Russland und der Ukraine von den Vereinigten Emiraten in ein anderes Land verlegt werden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am Montag via Whatsapp, wenn ein Treffen in Abu Dhabi wegen des Krieges in der Region nicht möglich sei, könnten die von den USA vermittelten Gespräche über eine Friedenslösung im Ukraine-Krieg in die Türkei oder die Schweiz verlegt werden.
14.50 Uhr: Iran-Konflikt - Selenskyj wegen möglichen Mangels an Munition besorgt
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich für den Fall eines lang andauernden Iran-Kriegs besorgt über einen möglichen Mangel an Munition für die Luftabwehrsysteme seines Landes geäußert. "Wenn es zu anhaltenden Kämpfen im Nahen Osten kommt", werde dies "sicherlich" Auswirkungen auf die ukrainische Luftabwehr haben, sagte Selenskyj am Montag vor Journalisten. "Natürlich beschäftigt uns diese Frage, und deshalb stehen wir mit unseren Partnern in Kontakt", fügte er hinzu.
12.46 Uhr: Selenskyj - Könnten in wenigen Tagen mit EU-Beitrittsgesprächen beginnen
Laut Präsident Wolodymyr Selenskyj wird die Ukraine in den kommenden Tagen die technischen Vorbereitungen abschließen, die für die Aufnahme aller Verhandlungsrunden im Rahmen ihres EU-Beitrittsprozesses notwendig sind. Er appelliert erneut an die EU-Partner, einen festen Termin für den Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union festzulegen. Im Kontext der Verhandlungen über ein Ende des Krieges mit Russland sei dies ein entscheidender Bestandteil größerer Sicherheitsgarantien für Kiew.
10.43 Uhr: Russland zu US-Vermittlung - Verlassen uns nur auf uns selbst
Die russische Regierung hat erklärt, dass sie die Bemühungen der USA zur Beendigung des Krieges mit der Ukraine wertschätzt. Dennoch betonte Russland, dass es sich letztlich auf seine eigenen Kräfte verlässt. Es sei jedoch im Interesse Russlands, die von den USA vermittelten Verhandlungen mit der Ukraine fortzusetzen. Russland bevorzuge es, seine Ziele auf diplomatischem Weg zu erreichen.
07.46 Uhr: Ukraine attackiert russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk
Bei ukrainischen Drohnenangriffen in der russischen Hafenstadt Noworossijsk sind laut offiziellen Angaben fünf Menschen verletzt worden. Der Gouverneur der Region Krasnodar, Wenjamin Kondratjew, berichtete über Telegram, dass acht Wohnblocks und neun private Häuser bei den Angriffen beschädigt wurden. Er forderte die Einwohner auf, weiterhin vorsichtig zu sein und Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. In der Stadt wurde der Notstand ausgerufen.
Montag, 2. März 2026
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